18:45
Bekannt wurde Marie Nasemann als Teilnehmerin der TV-Show "Germany´s Next Topmodel", wo sie 2009 den dritten Platz belegte. Im Anschluss arbeitete sie erfolgreich international als Model. Der Einsturz einer Textilfabrik bewegte sie dazu, ihren Konsum zu hinterfragen und sich aktiv für Fair Fashion einzusetzen - Kleidung, die unter Berücksichtigung sozialer, ethischer und ökologischer Standards entlang der gesamten Lieferkette produziert wird. Dazu passt ihr Blog "Fairknallt", der über nachhaltige Mode und bewussten Lifestyle informiert. Das wird eines der Themen sein, das Marie Nasemann mitbringt. Denn sie ist auch als Schauspielerin tätig und spricht in sozialen Medien über ihr Leben als zweifache Mutter und über feministische Themen.
19:30
Das mehrfach ausgezeichnete Format berichtet seit 1980 über aktuelle Geschehnisse in der Hansestadt Bremen. Dabei werden sowohl politische und sportliche, als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
20:00
* Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz * Die Lage im Nahen Osten und den Golfstaaten * Volksabstimmung über Justizreform in Italien
20:15
Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
21:00
Das war ja ein langer, kalter Winter. Aber so langsam weckt die Sonne die Natur wieder auf. Im Garten startet die neue Saison. Und Peter Rasch weiß, was zu tun ist. Auch wenn es draußen noch nicht so warm ist, die Tomaten müssen vorgezogen werden. Mit ein bisschen Licht und Wärme durch eine Heizung können die "frühen Vögel" unter den Gärtnern schon im Gewächshaus mit der Anzucht der ersten Kulturen starten. Peter Rasch zeigt, wie man schnell der Rasen ausbessern kann, wenn man die Saat schon mal im Warmen vorkeimen lässt. Weitere Themen: In Peters Garten sollen Hühner einziehen. Informationen darüber, was Ende März noch geschnitten wird. Beantwortung von Fragen der Zuschauer*innen.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Ein Film über eine der bekanntesten Ferienregionen Norddeutschlands. Der Harz ist Deutschlands nördlichstes Gebirge und immer noch ein beliebtes Urlaubziel. Doch die Zeit des Booms mit stetig steigenden Besucherzahlen ist vorbei. Viele Hotels wirken aus der Zeit gefallen, die Einwohnerzahlen sinken und manche Orte wirken wie ausgestorben. Mit Engagement und Ideen versuchen Bürgerinnen und Bürger, Geschäftsleute und Tourismusbeauftragte einen Neuanfang. Kann der Harz an die alten glanzvollen Zeiten anknüpfen? Der Bergort Sankt Andreasberg im niedersächsischen Teil des Harzes ist ein wahres Schmuckkästchen mit seinen Holzhäusern, die dicht an dicht an den steilen Straßen der alten Bergbaustadt stehen. Doch viele dieser schönen Häuser stehen schon seit Jahren leer, ihre Bewohnerinnen und Bewohner sind nicht mehr da. Seit den 1950er-Jahren ist die Einwohnerzahl von über 4500 auf rund 1400 gesunken. Die meisten Geschäfte sind längst geschlossen, ebenso Restaurants und Kneipen. Es gibt nur noch einen Arzt, der zudem für zwei weitere Orte zuständig ist. Früher gab es mehrere Jugendherbergen und eine große Rehaklinik. Geblieben ist fast nichts. Auf dem Hausberg von Sankt Andreasberg wurde früher Ski gefahren. Doch heute schneit es kaum noch und der Einsatz von Schneekanonen lohnt sich nicht. Skiliftbesitzer Karsten Otto setzt jetzt auf Mountainbikes. Seine neueste Idee: Eine gigantische Hängebrücke, die er zwischen zwei Bergen spannen will, um Touristen anzulocken. Viele Menschen in Sankt Andreasberg setzen große Hoffnungen in das Projekt - schließlich gibt es im Ostharz bereits eine Hängebrücke, die sehr gut angenommen wird. Die Region braucht touristische Highlights, um die Übernachtungszahlen zu steigern. Einer davon war die Tenne am Blueberry Hill, in der der lokale Schlagerstar Frank Faber auftrat. Doch auch er gibt nun sein Abschiedskonzert. Mit 80 Jahren hört er auf und singt ein letztes Mal sein Lied "Das Märchen vom Harz". Mit ihm geht ein weiteres Stück Identität verloren. Auch viele Hotels im Harz wirken wie aus der Zeit gefallen. Besonders in den 1970er-Jahren wurden mit staatlicher Zonenrandförderung große Betonbauten in die Landschaft gestellt, oft ohne Rücksicht auf das traditionelle Ortsbild. Was damals als Fortschritt galt, entpuppt sich heute als Belastung: veraltete Hochhäuser mit kleinen Zimmern, dünnen Wänden und mangelndem Komfort. Doch einige Hoteliers geben nicht auf. Sie versuchen, aus den alten Bausünden zumindest im Inneren moderne Hotels zu gestalten - mit neuen Konzepten, Wellnessangeboten und hochwertiger Ausstattung. Reicht das, um anspruchsvolle Gäste in die Region zurückzuholen? Orte wie Clausthal-Zellerfeld und Herzberg setzen nicht allein auf Tourismus. Sie kämpfen um Industrie mit teils erfolgreicher, teils ernüchternder Bilanz. Mit attraktiven Arbeitsplätzen kommen auch neue Einwohnerinnen und Einwohner, so die Hoffnung. Immer mehr Leerstand, so die Sorge, beschleunigt die Abwärtsspirale. In Herzberg am Harz zeigt sich das Sterben der Innenstädte besonders deutlich. Die einst belebte Fußgängerzone ist heute nahezu verwaist. Fast alle Geschäfte sind geschlossen, nur wenige Schaufenster sind noch beleuchtet. Endzeitstimmung, statt pulsierender Ferienort. Die einstige Einkaufsstraße wirkt wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Doch nicht alle haben den Ort aufgegeben. Eine Familie hat über viele Jahre hinweg das historische Gasthaus Deutscher Kaiser mit viel Liebe und Aufwand restauriert. Sie setzen auf eine Zukunft in Herzberg, an eine Renaissance der Stadt. Doch können sie sich gegen den Trend stemmen? Werden sie genug Gäste finden, um den Betrieb am Leben zu halten? Ihre Geschichte steht stellvertretend für viele Menschen im Harz, die kämpfen, hoffen - und doch nicht wissen, ob es reicht. Der Harz steht an einem Scheideweg: Ist der Wandel noch aufzuhalten, oder wird der Niedergang zur unaufhaltsamen Realität? In der ARD-Mediathek verfügbar seit 25.04.2025 bis 23.08.2027
22:45
10. Todestag von Roger Cicero: ein Dokumentarfilm über den Musiker und seinen Vater Zehn Jahre nach seinem plötzlichen und viel zu frühen Tod bleibt Roger Cicero unvergessen. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Jazz, Swing und deutschen Texten prägte er die Musiklandschaft nachhaltig, machte jazz-affine Musik populär. Doch für viele Fans und Kollegen war Cicero weit mehr als ein Musiker - er war ein Künstler mit Haltung und Menschlichkeit, dessen Lieder bis heute berühren. Zum 10. Todestag am 24. März zeigt das NDR Fernsehen den Dokumentarfilm "Cicero - zwei Leben, eine Bühne" über Roger Cicero und seinen Vater Eugen, der ebenfalls ein großer Musiker war und mit Sängerinnen wie Ella Fitzgerald oder Shirley Bassey aufgetreten ist. Die sehenswerte Dokumentation von Regisseur Kai Wessel enthält viel Archivmaterial, auch mit Vater und Sohn gemeinsam auf der Bühne, sowie zahlreiche Interviews u a. mit Till Brönner und Joja Wendt. (NDR Fernsehen, 24. März, 00.00 Uhr) Verfassungsschutz gegen Kunstfreiheit: wie extremistisch sind Buchhandlungen? In drei Buchläden in Göttingen, Bremen und Berlin weiß man bis heute nicht, warum der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eben diese Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen hat. Die offizielle Begründung für die Streichung von der Nominiertenliste: "verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse". Mehr sagt der Minister nicht - und weiß es auch angeblich nicht. Das habe die Überprüfung durch den Verfassungsschutz eben so ergeben. So sagte er es zumindest gerade im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages. Da bekam er heftigen Gegenwind und auch bei der Eröffnung der Leipziger Buchmesse: Buh-Rufe im Saal bei seiner Rede, Proteste vor dem Saal. Den Messerundgang hat der Kulturstaatsminister abgesagt, ebenso wie die feierliche Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises in Leipzig. Wie weit darf der Kulturstaatsminister gehen? "NDR Kultur - Das Journal" über eine heftige Debatte. "Viel wichtiger ist jetzt die Gegenwart": das "NDR Buch des Monats" von Marie-Louise Monrad Møller Wie geht man damit um, wenn die eigene Mutter an Krebs erkrankt? Wenn man für sie sorgen muss, obwohl man es früher nicht immer leicht mit ihr hatte? Denn die Mutter war Pastorin, hat sich hingebungsvoll um ihre Gemeinde gekümmert. Die Tochter hingegen hat öfter darunter gelitten, dass sie zu Hause kalt und verletzend sein konnte. Die Autorin Marie-Louise Monrad Møller hat einen autobiografisch geprägten Roman geschrieben, der im Norden Schleswig-Holsteins spielt. Ein einfühlsamer Roman über eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und über die Möglichkeit, sich in Krisenzeiten wieder näherzukommen. Das "NDR Buch des Monats" im März: "Viel wichtiger ist jetzt die Gegenwart". Poetry-Slammer, Comedian und Podcaster: Felix Treder und sein Großvater Felix Treder schafft es auf jeder Bühne, Menschen zum Lachen zu bringen und zu berühren: ob in der großen Elbphilharmonie, wo er als "Rising Star" beim "Best of Poetry Slam Day" gefeiert wurde oder im kleinsten Club. Immer mit Wortwitz und Selbstironie, immer im Anzug. Und mit der Frage: Wie viel politische Botschaft passt zwischen zwei Pointen? Mit seinem Großvater Horst Treder hat er den gemeinsamen Podcast "Generationskonzept" gemacht. Darin blicken die beiden aus ihren unterschiedlichen Perspektiven auf Themen wie Männlichkeit, Liebe im Alter, Einsamkeit, Klimawandel oder Landwirtschaft. Faszinierende Unterwasserkunst: Julian Charrière im Kunstmuseum Wolfsburg Er holt die Schönheit der Natur in oft überwältigenden Bildern ins Museum und thematisiert gleichzeitig, wie bedroht sie ist. Der französisch-schweizerische Künstler Julian Charrière verbindet in seinen multimedialen Werken Ästhetik mit ökologischen Fragen. Seine neue Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg dreht sich u.a. um die geheimnisvollen Tiefen der Meere. Im Mittelpunkt steht "Midnight Zone", eine Arbeit, die zum Vorspann bringt, was normalerweise komplett im Dunkeln liegt: die unterste Schicht des Ozeans, ab 1000 Metern Tiefe bis zum Meeresboden. In diesen Bereich dringt kein Sonnenlicht mehr vor, aber trotz der lebensfeindlichen Bedingungen gibt es dort faszinierende Lebewesen. Die Ausstellung "Midnight Zone" ist die bislang größte Einzelausstellung des renommierten Künstlers, zu sehen bis zum 12. Juli 2026.
23:15
Die Chronik der Teppichweberfamilie Rogalla beginnt im Winter 1913/14 im damals deutschen Masuren. Zygmunt, letzter Überlebender der Sippe, schildert, wie sein tyrannischer Großvater Alfons über Familie und Gesinde in Klein-Grajewo herrscht.