17:00
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
17:10
Wie Giraffen-Dame Tana zurück zu den anderen kommt. Warum der Chef der Hulmanaffen verhüten muss. Und: Warum es ein neues Känguru gibt.
18:00
18:15
Viele Frauen kennen diese Unsicherheit: Welchen Bohrer brauche ich für welche Wand? Warum hängt das Bild jetzt schief? Und wie hält man eigentlich eine Handsäge richtig? Genau hier setzt Jana Broxtermann mit ihren Handwerkerkursen "Von Frauenhand" in der Hafencity im Bereich des Oberhafens an. Jana will mehr Frauen an die Werkbank bringen, ihnen Selbstvertrauen geben. Männer sind zwar willkommen, aber eher selten dabei. "Die Nordreportage" begleitet Elisabeth und Doris, die sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen: Beide wollen endlich selbst einfache handwerkliche Arbeiten erledigen und nicht für jede Kleinigkeit um Hilfe bitten müssen. Sei es, weil der Exmann oder der Sohn ausgezogen ist, der Vater verstorben ist oder weil manche es einfach leid sind, beim Bohren immer nur den Staubsauger zu halten. Elisabeth hat sich als Kind noch nicht besonders fürs Heimwerken interessiert. Und bei Doris war die Rollenverteilung damals noch eher klassisch. Ihrem Bruder wurden Bohren, Dübeln und Schrauben vom Vater vermittelt, während sie ihrer Mutter im Haushalt half. Bei Tischlermeisterin, Raumausstatterin und Restauratorin Jana können sie nun lernen, was ihnen bisher gefehlt hat. Im Kurs darf jede Frage gestellt werden. Maschinen und Werkzeuge werden unter Janas Anleitung selbst ausprobiert. Und noch besser: Es darf auch mal etwas danebengehen, ohne dass jemand alles besser weiß. Es wird gelacht, wenn die Wasserwaage mal wieder "schief" anzeigt, aber auch abgeklatscht, wenn das Bild endlich sicher hängt. Teilnehmerin Elisabeth ist vor Kurzem umgezogen und hat sich direkt ein kleines Handwerkerprojekt vorgenommen. Die Lifecoachin und bald dreifache Mutter aus Volksdorf möchte das Know-how aus dem Kurs sofort anwenden und mit einer Stichsäge eine Obstkiste zusägen. Daraus soll ein kleiner Unterschrank fürs Waschbecken werden. Aber passt der am Ende überhaupt darunter? Klar! Passt!
18:45
Gast DAS! Rote Sofa: Maren Kroymann, Kabarettistin und Schauspielerin In der männerdominierten deutschen TV-Unterhaltung sollten Frauen über Jahrzehnte hinweg oft einfach nur lächeln, gut aussehen und ansonsten den Mund halten. Doch dann kam Maren Kroymann und mischte den Laden auf. Die Kabarettistin und Schauspielerin eroberte mit der Satiresendung "Nachtschwester Kroymann" im Ersten Anfang der 1990er-Jahre patriarchales Terrain. Und immer noch ist die mittlerweile 76-Jährige schlagfertig, unterhaltsam und ausdauernd unterwegs, setzt sich für die Sichtbarkeit von Frauen und queeren Menschen ein. In dem neuen Dokumentarfilm "Was haben wir gelacht" seziert sie mit Hella von Sinnen, Bettina Böttinger und anderen die gegenüber Frauen oft herablassende und sexistische Welt der Fernsehplatzhirsche - in der Humor nicht nur Geschmackssache, sondern immer auch ein Machtfaktor war. Darüber soll auf dem Roten Sofa einmal mit Maren Kroymann gesprochen werden.
19:30
* buten un binnen Extra: Portrait Daniel Magel, Gründer Hood Training
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Weitläufige Strände und dahinter duftende Pinienwälder, die in der Atlantikbrise rauschen: Die Küste von Uruguay, dem kleinsten spanischsprachigen Land Südamerikas, ist wild und meist menschenleer. Doch in der Metropole Montevideo steht die Küste kopf: Auf der Rambla, der Küstenstraße der Hauptstadt, tanzen sich jedes Wochenende die Nachfahren der Sklaven in ekstatische Verzückung zu den traditionellen Candombe-Trommelklängen. Angeführt wird einer der pulsierenden Züge von Wellington Silva, Dirigent, Eintänzer und Manager der Trommeltruppe mit dem Namen C 1080. Dieser energiegeladene Tanz wurde 2009 mit all seinen komplexen Regeln und Facetten in die Liste des immateriellen UNESCO-Kulturerbes aufgenommen. Im unwegsamen Gelände des Nationalparks von Cabo Polonio steuert Agustina Nuñez ihren riesigen 40 Jahre alten Ural-Lkw durch gewaltige Sanddünen und malt sich dabei ganz lässig die Lippen nach. Auf der Ladefläche werden ihre 40 Passagiere kräftig durchgeschaukelt. Sie wollen unbedingt nach "Cabo", einem legendären und quirligen Hippie-Dorf mit bunten Hütten und vorgelagerter Seeelefanten-Kolonie. In La Paloma ragt eine zehn Kilometer lange Landzunge aus Dünensand ins Meer. Hier fährt Milton Molina mit uraltem Auto samt Anhänger zweimal die Woche in die Einsamkeit der Laguna de Rocha. Sein Gespann ist vollgepackt bis unters Dach. Mit dem rollenden Dorfladen versorgt Milton die Fischerfamilien in dieser entlegenen Ecke. Er hat alles an Bord, was der Mensch braucht. Und so nebenbei bringt der Kaufmann den Kindern das Rechnen bei. Ganz praktisch, mit Geld! Ebenso fleißig und der Jugend zugewandt päppelt Richard Tesore an den Stränden von Punta Colorada seit 27 Jahren Seelöwenbabys mit der Flasche auf. Sein aktuelles Pflegekind hat er La Loca Tóxica getauft. Die kleine "verrückte Nervensäge" ist extrem anhänglich und folgt Richard auf Schritt und Tritt, auch an den Strand zum morgendlichen Bad. Alles ist eben ein wenig anders an dieser Küste. Und zumindest für die Besucher von der Nordhalbkugel steht die Welt hier Kopf. Unser Norden ist der Süden, sagen sie in Uruguay.
21:00
Wer Sand und Meer liebt, der liegt hier richtig: Der Bundesstaat Maranhão im Nordosten Brasiliens hat eine 640 Kilometer lange Küste. Die Hauptstadt São Luis liegt auf einer Insel, die denselben Namen trägt. Und entlang des Atlantiks erstreckt sich die wasserreichste Wüste der Erde: die Lençóis Maranhenses, eine riesige Dünenlandschaft, die weit ins Landesinnere reicht. 50 Meter hohe, schneeweiße Dünen umschließen hier Lagunen mit türkisblauem Wasser. Inmitten dieser schier endlosen, sandigen Weite wohnt Luisa Meneses Garcia in der Oase Queimada dos Britos gemeinsam mit ihrem Mann und den fünf Kindern. Die Familie trotzt den schwierigen Bedingungen und lebt mitten in der Wüste tatsächlich vom Fischfang. Doch die kleinen Exemplare, die Luisa in den Lagunen erbeutet, reichen nicht, um alle satt zu bekommen. Darum machen sie und ihr Mann sich mehrmals die Woche auf den Weg zum Meer. Zweieinhalb Stunden zu Fuß durch die glühende Wüstenhitze, ihre Kinder mit dabei, die noch zu jung sind für die kleine Schule in der Oase. Zwei Autostunden von der Oase entfernt liegt am Rande der Wüste Atins. Rund um den sandigen Ort geht Pedro Pires dos Santos Tag für Tag auf die Jagd nach Krebsen, die sich tief im Mangrovenmatsch in ihren Nestern verstecken. Es ist eine anstrengende und auch gefährliche Arbeit, denn überall lauern gefährliche Schlangen und andere wilde Tiere. Aber Pedro nimmt die Plackerei auf sich, denn die Krebse kommen auf die Speisekarte seines kleinen, gerade eröffneten Restaurants. Mit der Selbstständigkeit will er seinen Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen. Claudia Regina Avelar ist mal wieder spät dran: Sie hetzt von Auftritt zu Auftritt, jetzt geht es auf die Hauptbühne beim Festival Bumba-meu-boi. Ganze zwei Wochen lang feiert die Hauptstadt São Luis das Fest, nach dem Karneval in Rio das größte des Landes. Und Claudia ist die einzige Frau, die eine Tanzgruppe leitet. Das Amt hat sie vor 20 Jahren von ihrem Vater übernommen, der war einer der berühmtesten "Bois". Der Nordosten Brasiliens ist durchzogen von Flüssen, Brücken aber gibt es kaum, dafür eine Vielzahl von Fähren. Auch Claudiney Gomes betreibt eine, gerade mal zwei Minuten braucht er für die Überfahrt über den Rio Munim. Doch der Fährkapitän hat ein Problem: Seine Autofähre hat ein Leck! Sie besteht nämlich aus zwei miteinander verbundenen Kanus, die an einigen Stellen nicht ganz dicht sind. Vor allem wenn Claudiney schwere Pick-up-Trucks übersetzt, läuft Wasser in den Rumpf. Und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als fleißig zu schöpfen. An den Stränden der Hauptstadt geht es eigentlich gelassen zu. Doch jeden Sonntag wollen Tausende Einheimische mit ihrem Auto an den Praia do Araçagy. An der einzigen Zufahrt auf den Sand staut es sich da schon mal ziemlich und nicht alle Fahrer bleiben gelassen: Immer wieder wollen sich Ungeduldige vordrängeln. Aber nicht mit Commandante Sergio Miranda! Der Chef des Ordnungsdienstes zieht jeden raus, der sich nicht an die strengen Verkehrsregeln am Strand von São Luis hält.
21:45
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22:00
Ulf, Eva und Renate, alle in ihren Siebzigern, feiern ausgelassen während eines Camping-Trips in Polen. Am nächsten Tag wird Ulf, verwirrt und mitgenommen, von Jägern am Waldrand gefunden. Er glaubt, jemanden getötet zu haben, kann sich aber an nichts erinnern. Hilflos und verzweifelt wird er ins Krankenhaus eingeliefert und Polizeikommissar Lucjan Gadocha benachrichtigt. Bei einer Grenzkontrolle halten Holm Brendel und Dorit Martens Evas Camper an, der Feuer fängt und explodiert. Holm und Dorit vermuten, dass die drei Benzin schmuggeln, um die knappe Kasse aufzubessern. Sie lassen den Wagen überprüfen. Da wird Renates Leiche im Wald gefunden. Zur gleichen Zeit kümmert sich Karin Lossow um Ellen Noorgards Sohn, während Ellen sich überwindet und ihre Mutter Patrizia im Gefängnis besucht. Seit ihr Haus abgebrannt ist, geht es Karin nicht gut. Sie vermisst das Zusammenleben mit Ellen - und die Beziehung zu Gadocha. Zwar ist sie bei ihrem Neffen Rainer Witt vorläufig untergekommen, wirklich willkommen fühlt sie sich im Haus Witt nicht.
23:30
Raubüberfall auf einen Krämerladen: Während der zwölfjährige Marvin den Lack eines Autos zerkratzt und so den Inhaber Barkmann aus seinem Laden lockt, stiehlt die 18-jährige Jessica das Geld aus der Kasse. Harry Möller kann Jessica in der Nähe des Ladens festnehmen. Sie ist sich absolut sicher, dass Jessica die Täterin ist. Aber Barkmann behauptet plötzlich, Jessica könne gar nicht die Diebin sein. Und das ist nicht die einzige Ungereimtheit in dem Fall. Wenig später macht Piet Wellbrook schmerzliche Bekanntschaft mit dem zweiten Täter. Er beobachtet, wie sich Marvin und der alte Lottner streiten. Nachdem er die Auseinandersetzung geschlichtet hat und schon in den Streifenwagen 14/2 einsteigen will, fällt ihn Marvin an und verletzt ihn mit einem Teppichmesser. Harry Möller weiß, dass es vielleicht Jessicas letzte Chance ist, aus einer kriminellen Karriere auszusteigen. Und Piet sucht die Antwort auf die Frage: Warum greift ihn ein Zwölfjähriger grundlos an und verletzt ihn, ohne eine Gefühlsregung zu zeigen. Das Team vom Kommissariat 14 ermittelt in der Jugendszene.