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TV Programm für Radio Bremen am 16.03.2026

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100 Jahre Siegfried Lenz - Was würdest du tun? 22:45

100 Jahre Siegfried Lenz - Was würdest du tun?: Mit Jonas Nay

TV-Dokudrama

Siegfried Lenz ist einer der wichtigsten und erfolgreichsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit mit vielen Bestsellern wie "Deutschstunde", "Heimatmuseum", "Der Überläufer", beliebt bei Leserinnen und Lesern. Durch die Verfilmungen seiner Romane mit Jan Fedder ("Der Mann im Strom", "Das Feuerschiff", "Die Auflehnung") oder Jonas Nay ("Schweigeminute") wurde er auch beim breiten Fernsehpublikum bekannt. Lenz` Themen - wie Krieg, Moral, Verantwortung oder auch die Warnung vor einer Klimakatastrophe - sind nach wie vor aktuell und wichtiger denn je. Das zeigt dieses neue Dokudrama zum 100. Geburtstag des Schriftstellers am 17. März 2026. Inspektor Tondi - eine literarische Figur von Siegfried Lenz, verkörpert von Schauspieler Jonas Nay - sucht nach den Spuren seines Schöpfers in der Gegenwart und begegnet dabei Menschen, deren Leben mit den großen Krisen der heutigen Zeit verbunden sind: Krieg, Migration, Klima. Die Geschichten eines ehemaligen Soldaten, von jungen Polizisten und von Klimaaktivisten verknüpfen sich mit den Werken von Lenz und werfen deren Fragen auf: Wo verläuft die Grenze zwischen richtig und falsch? Wie verhält es sich mit Pflicht und Gewissen? Günter Berg, langjähriger Freund und Verleger des Schriftstellers und Vorstand der Siegfried Lenz Stiftung, gibt Einblicke in das Leben und das Werk von Siegfried Lenz. Sabine Rückert, Autorin und Journalistin, spricht über wichtige Themen des Schriftstellers wie Pflicht und Gewissen, Schuld und Unschuld. Ergänzt wird der Film durch zahlreiches Archivmaterial mit Siegfried Lenz mit vielen Originaltönen.

Danach

Deutschstunde 23:30

Deutschstunde

TV-Drama

Siggi Jepsen ist Insasse einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche. Er bekommt in einer Deutschstunde das Aufsatzthema "Die Freuden der Pflicht" gestellt und scheitert daran: Er gibt ein leeres Heft ab. Der Grund für sein Versagen liegt jedoch darin, dass er zu diesem Thema zu viel zu sagen hat. Im Arrest, der von ihm freiwillig immer weiter verlängert wird, schreibt Siggi nun über seine Kindheit und Jugend, die gerade unter dem Zeichen der "Pflicht" stand. Siggis Vater war nämlich der "nördlichste Polizeiposten Deutschlands" in dem schleswig-holsteinischen Dorf Rugbüll. Jens Ole Jepsen erhält 1943 von der nationalsozialistischen Obrigkeit den Auftrag, gegen den expressionistischen Maler Max Ludwig Nansen - für diese Romanfigur diente Emil Nolde als Vorbild - ein Malverbot auszusprechen und dieses Verbot zu überwachen. Obwohl Jens Ole Jepsen seit seiner Jugend mit Max Ludwig Nansen befreundet ist und dieser ihm sogar einmal das Leben gerettet hat, kommen ihm keinerlei Zweifel an seiner Pflicht, diese Anordnungen rigoros zu befolgen. Als er seinen zu dieser Zeit zehnjährigen Sohn Siggi dazu anstiften will, den Maler zu bespitzeln, bringt er ihn damit in einen Gewissenskonflikt, denn Nansens Atelier ist für Siggi wie ein zweites Zuhause. Er beschließt, seinem Vater nicht zu gehorchen, und hilft stattdessen Nansen beim Verstecken von Bildern.