20:15
Was machen die Wildtiere eigentlich, wenn ein schweres Sommergewitter mit Sturmböen, Blitzen, Hagel und sintflutartigen Regenfällen hereinbricht? Wetterextreme wie diese kommen wegen des Klimawandels auch in Mitteleuropa immer öfter vor. Das stellt nicht nur die Menschen, sondern auch Pflanzen und Tiere vor Herausforderungen. Der Film zeigt, wie ein Sturm verläuft und begleitet Insekten, Störche, Waschbären und Maulwürfe bei ihrem Überlebenskampf. Er zeigt, wie Tiere und Pflanzen auf die ersten Anzeichen von Unwetter reagieren, mit welch überraschenden Strategien sie das Unwetter meistern und wer von der vermeintlichen Naturkatastrophe sogar profitieren kann. Dazu gibt es atemberaubende Aufnahmen. Ein sehr heißer Sommertag mitten in Europa. Nach einer langen Dürreperiode sind Seen und sogar Flüsse fast bis zum Grund ausgetrocknet. Während die Honigbienen umherschwirren, um die letzten Wassertropfen in der staubigen Landschaft zu finden, verbrennt eine Nacktschnecke auf dem kochend heißen Asphalt. Gegen die Hitze hilft nur Wasser. Der Himmel zeigt sich mit einem ersten Anflug von Erlösung in Form von Wolken. Es sind Schäfchenwolken, die sich schnell wieder auflösen, aber sie kündigen einen Wetterwechsel an. Die darauffolgende Quellbewölkung lässt darauf schließen, dass es wohl mehr als nur etwas Regen geben wird. Wenn der Donner grollt und sich Blitze mit 100.000 Ampere entladen, sind Wildtiere im Wald, auf Wiesen und Feldern einer Naturkatastrophe ausgesetzt. Während sich Waschbären in Baumhöhlen in Sicherheit bringen können, haben viele andere Arten keine geeigneten Strategien, um sich gegen Regen, Wind oder Blitzeinschläge zu wappnen. Es gibt aber auch Lebenwesen, die sich davor schützen. Manche Pflanzen schließen schon vor dem Regen ihre Blüten. Andere Pflanzen nutzen den aufkommenden Wind, um ihre Pollen massenhaft zu verteilen. Singdrosseln spannen mit ihren Flügeln einen Schirm auf, damit ihre Jungen nicht nass werden und erfrieren. Doch manche Tiere sind vor Gewittern nicht gefeit. Der Film begleitet einen erst wenige Wochen alten Waschbären, der seine Familie verloren hat und sich ohne jede Erfahrung allein durchschlagen muss. Im Laufe des Sturms wird deutlich, dass sich verschiedene Lebensräume neu ordnen: Für die Wildschweine sind Regen und Überflutungen ein echtes Geschenk. Sobald es anfängt zu regnen, kommen Regenwürmer und Larven an die Oberfläche, weil sie sonst unter der Erde ertrinken würden. Oben wartet ein ganzer Trupp von Nutznießern auf sie: Schweine, Störche, Erdkröten und Waschbären. So zeigt sich am Ende, dass ein Gewitter einen natürlichen Kreislauf in Schwung bringt, der in regelmäßigen Abständen alles und jeden auf die Probe stellt. Das ist aber nur der Fall, solange solche Wetterextreme nicht zur Regel werden. In diesem Film wird man buchstäblich mitten in einen Sturm geführt. Er zeigt, welche Warnzeichen in der Natur und am Himmel auftauchen, bevor es richtig dramatisch wird. Diese Dokumentation ist ein Mix aus Tierfilm und Katastrophenthriller und zeigt Verhaltensweisen von Tieren, die man so noch nie gesehen hat.
21:00
Jasmin (43) und Sven (43) Ruby aus Hamm-Bockum-Hövel sind seit fünf Jahren begeisterte Camper. Ihr Markenzeichen: ein kunterbunter Wohnwagen, Baujahr 1995, von einem Graffitikünstler mit ihren Lieblingstieren besprüht. Am liebsten verreisen sie kurz, aber oft, entdecken dabei Nordrhein-Westfalen und den nahen Norden und gönnen sich eine Auszeit von Haushalt und pubertierenden Kindern. Durch die Facebook-Gruppe NRW Camping bekam das Thema Camping nochmal eine ganz andere Dimension für die Rubys. Denn hier haben sie Freunde gefunden, die ihnen vorher fehlten. Auch dieses Mal verreisen Jasmin und Sven nicht allein, sondern mit ihren besten Freunden Simone (50) und Markus (49) Steffens aus Castrop-Rauxel. Drei Kurzurlaube stehen in diesem Jahr auf dem Programm: Es geht an die Nordsee auf einen Fünfsterne-Campingplatz nach Bensersiel. Hier genießen sie Camping direkt am Strand und eine romantische Übernachtung im Schlafstrandkorb. Ein absolutes Highlight. Beim Tagestrip nach Langeoog wird es sportlich, die Rubys erkunden die Insel per Fahrrad. Und sie erleben live eine Probe des inseleigenen Shantychors. Für die nächste Campingreise müssen Jasmin und Sven gar nicht weit fahren. Sie bleiben im Ruhrgebiet und wollen im Erholungspark Wehlingsheide bei Datteln Svens 44. Geburtstag feiern. Was Sven nicht weiß: Ein besonderer Überraschungsgast hat sich angekündigt - seine Zwillingsschwester Jessi. Ein emotionaler Abend für die Rubys. Ein bisschen Kultur darf natürlich auch nicht fehlen: Eine Tüte Gemischtes in einem Bochumer Kiosk und ein Besuch im Trainingsbergwerk in Recklinghausen machen den Kurzurlaub zu einem Erlebnis. Die dritte Reise führt die Rubys an den Niederrhein, es geht auf einem Waldcampingplatz bei Xanten. Sven wird beim Anblick der zahlreichen Dauercamper an seine eigenen Campinganfänge erinnert, denn er hat früher selbst mit seinen Eltern jedes Wochenende auf einer Dauercampingparzelle verbracht. In Xanten besucht das Paar eine der noch wenigen aktiven Windmühlen Nordrhein-Westfalens. Während Jasmin den Windmüller bei seiner Arbeit unterstützen darf, steht Sven in der historischen Backstube und erinnert sich an seine Anfänge als Bäcker zurück. Drei Kurzurlaube, drei unterschiedliche Reiseziele, viele neue Entdeckungen und unvergessliche Campingmomente - für Jasmin und Sven der perfekte Ausgleich vom Alltagsstress.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
"Hoch die internationale Solidarität!" und "Ganz Berlin hasst die Polizei", skandieren Demonstrierende in der Bundeshauptstadt Berlin am 31. Oktober. Zuvor hatten deutschlandweit Zehntausende junge Menschen nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei friedlich protestiert. Im Anschluss kam es dann aber in mehreren Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Polizei macht dafür auch mutmaßliche Linksextremisten verantwortlich. Linksmotivierte Gewalt nahm im vergangenen Jahr deutschlandweit zu. Das belegen Zahlen des Bundeskriminalamts. "Wenn das Mittel zur Wahl revolutionäre Gewalt ist, dann ist das so in Ordnung", sagt eine junge Frau am Rande einer Antifa-Demonstration in Köln vor einigen Wochen. Sie spielt damit auf gewalttätige Übergriffe von mutmaßlichen Linksextremisten an. Es trifft zum Beispiel einen jungen Mann, der sich für Patriotismus ausspricht, aber jeden Bezug zu Rechtsextremismus verneint. Aus einer Gruppe heraus wird er dennoch angegriffen und massiv verletzt. Die Polizei ermittelt wegen besonders schweren Landfriedensbruchs. Linksextreme Gewalt kann viele treffen, vor allem, wenn kritische Infrastruktur wie die Stromversorgung Ziel von Anschlägen ist. "Man hat ja gehört, sie wollten eigentlich die Reichen mit ihren Villen treffen. Haben die sich mal überlegt, dass es hier Krankenhäuser und Pflegeheime gibt, die es dann genauso trifft?", ärgert sich eine Pflegeheimbewohnerin in Berlin. Der dortige Anschlag Anfang des Jahres wirft ein Schlaglicht auf eine mutmaßlich linksextrem motivierte Anschlagsserie, die sich durch das Land zieht - auch Bayern ist immer wieder betroffen. Linksextreme definieren selbst, wer oder was ein berechtigtes Ziel ist. Es gibt sehr unterschiedliche Strömungen in der Szene. Manche lehnen Gewalt ab, andere gehen äußerst brutal gegen ihre Gegner vor. Mit Extremismusforscher Professor Hendrik Hansen von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung geht "KLAR" der Frage nach, wen die Gewalt treffen kann, wie die Gewalt begründet wird und wie die Gesellschaft mit Linksextremismus umgeht. Professor Hendrik Hansen forscht seit vielen Jahren zu dem Thema und ist Mitherausgeber des Jahrbuchs für Extremismus- und Terrorismusforschung. Wird Linksextremismus in Politik und Gesellschaft verharmlost? Antworten sucht Julia Ruhs in dieser vom Bayerischen Rundfunk produzierten Folge des Politikformats "KLAR".
22:30
Mike Redmann erweist sich als einfühlsamer Ratgeber und Susanne ist auf dem besten Weg, sich von ihrer Vergangenheit zu lösen und mit offenem Herzen in die Zukunft zu schauen. Als sie auf Mikes Hof ein junges Paar mit Kind, das wie auch ihr ungeborenes Kind ausgerechnet Max heißt, kennenlernt, ist es erst einmal ein kleiner Schock für sie. Doch dann wird ihr klar, dass sie einen Neustart wagen muss und verkauft das Wochenendhaus an das junge Paar. Susannes Familie steht ihr zur Seite und unterstützt sie bei der Entscheidung. Doch beim gemeinsamen Hausabschied läuft nicht alles so harmonisch wie gehofft … Im Zoo spricht Susanne Elif Sahin auf ihre Medikamentenabhängigkeit an. Doch Elif wiegelt ab und spielt das Problem herunter: Andere trinken ab und zu ein Glas Wein, sie wirft ab und zu eine Pille ein. Na und? Doch so einfach lässt sich das Thema nicht abtun, meint Susanne. Luisa hat sich seit Tagen nicht mehr bei Isabel gemeldet und Isabel auch nicht bei ihr. Beide spüren, dass sich etwas in ihrer Liebe verändert hat. Es kommt zu einer Aussprache und die beiden stellen fest, dass ihre Liebe nicht mehr stark genug ist. Die Rollen haben sich verändert. Luisa ist erwachsen geworden und hat sich weiterentwickelt. Die beiden trennen sich freundschaftlich. Gina vermisst Jonas sehr und will nicht, dass ihr Bruder Justin länger zwischen ihnen steht. Gibt Jonas ihr noch eine Chance? Susannes Mutter Charlotte indes lernt weiterhin Englisch, um ihre erhoffte Vlog-Karriere auch im Ausland begleiten zu können. Wenn da nur nicht diese blöde Grammatik wäre ...
23:20
Susanne findet Dr. Elif Sahin am Morgen in ihrer Praxis sichtbar mitgenommen vor. Ihr Medikamentenkonsum nimmt zu. Susanne hält sich vorerst gegenüber Zoodirektor Jasper Winter zurück und verrät nicht, was hinter der Krankmeldung steckt, die Elif ihm vorlegt. Endlich macht Mike Redmann Susanne klar, dass er mehr für sie empfindet als nur reine Freundschaft. Wird Susanne sich trauen, ihren Gefühlen nachzugeben? Ihre Tochter Luisa verkraftet hingegen die Trennung von Isabel ganz gut. Im Zoo übernimmt sie nun selbst Verantwortung und unterstützt sogar die neue Schülerpraktikantin Farida. Susannes Sohn Jonas ist zurück aus dem spontanen Kurzurlaub mit Gina. Beide haben sich versöhnt und Gina hat ihm einen Heiratsantrag gemacht. Es scheint, dass Jonas sein Glück gefunden hat. Susanne spricht mit ihren Eltern über die Medikamentenabhängigkeit von Elif Sahin. Georg, der ehemalige Zoodirektor, ist aus beruflichen Gründen mit Elifs Vater Mehmet verabredet, der zu Besuch in der Stadt ist. In dem Gespräch wird es persönlicher, als Georg sich vorgenommen hat. Er spricht von Vater zu Vater mit ihm. Und Charlotte bekommt immer mehr Likes für ihren Vlog. Sogar aus den USA. Von wo sie prompt eine Einladung erhält. Da hat sich der Einsatz wirklich gelohnt. Als Elif ihrem Chef mitteilt, dass sie den Zoo verlassen wird, ist Jasper Winter mehr als erstaunt über ihre Kündigung. Ob der Medikamentenmissbrauch der Grund dafür ist, verschweigen sowohl Elif als auch Susanne. Respektvoll verabschiedet er die Cheftierärztin und entspricht ihrer Empfehlung für die Nachfolge: Er bittet Susanne Mertens, als Cheftierärztin zurück an den Zoo zu kommen.