16:15
Schauspieler-Duell: Der Schauspieler Stephan Grossmann und sein Kollege Ken Duken sind beide seit vielen Jahren durch zahlreiche Kino- und Fernsehrollen bekannt. Ob sie als Ratefüchse genauso erfolgreich sind?
17:00
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
17:10
Morgenstress: Vollpension für die Eisbären. Fußball und Papprollen: neues Spielzeug für die Siamangs. Hausfriedensbruch: Kronenkranichhenne verteidigt ihr Nest.
18:00
18:15
Sie kümmern sich um das, was die Leute wegwerfen und müssen einschreiten, wenn Abfall mal wieder dort landet, wo er nicht hingehört: Müllkontrolleure. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) in Kiel fahndet nach sogenannten illegalen Abfallablagerungen. Von der weggeworfenen Sexpuppe bis zu Schlachtabfällen und Grünschnitt haben die Mitarbeitenden schon alles wild entsorgt gefunden. Mit detektivischem Gespür versuchen sie, den Verursachern auf die Schliche zu kommen und verhindern damit, dass die Allgemeinheit für die Entsorgungskosten aufkommen muss. In einem Kieler Brennpunktviertel haben die KODler besonders viel zu tun: Überlaufende Tonnen, achtlos weggeworfene Essensreste und unbelehrbare Menschen verwandeln den Kiez in ein wahres Rattenparadies. In Lübeck sorgen Jens Thien und Kerstin Koschny als Biomüllkontrolleure dafür, dass in den braunen Tonnen nur das landet, was dort hineingehört. Das Team ist fast täglich in der Hansestadt unterwegs, schaut in die Behälter und hinterlässt verschiedenfarbige Anhänger: Grün für "Alles richtig gemacht" und Gelb für "Hier besteht Handlungsbedarf". Im besten Fall kommen sie direkt mit den Anwohnern ins Gespräch, können Fragen beantworten und aufklären. Das größte Problem sind Plastiktüten, sie erschweren den weiteren Verarbeitungsprozess des Biomülls enorm und damit den eigentlichen Sinn: den natürlichen Kreislauf zu schließen, Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen. Das Lübecker Entsorgungsunternehmen setzt außerdem auf künstliche Intelligenz: Ein Müllfahrzeug ist mit Kameras ausgestattet, die bei jedem Schüttvorgang Fotos machen, die später durch eine KI ausgewertet werden. So erfahren die Abfallprofis, in welchen Bezirken immer wieder Plastik in der Biotonne landet. Dort kontrollieren Jens und Kerstin dann noch intensiver. Auch im Kieler Süden müssen die Männer vom Wertstoffhof immer ganz genau hinschauen: Auf dem 1600 Quadratmeter großen Gelände kann von Asbest bis Zement fast alles entsorgt werden, was zu Hause nicht mehr gebraucht wird. Doch auch hier gilt: Nur, wenn der Abfall im dafür vorgesehenen Container landet, kann er danach sinnvoll weiterverwertet werden. Müllkontrolleure, das sind Menschen, die sich um den Abfall kümmern - für die Umwelt und damit für alle.
18:45
Um die 35 Millionen Menschen in Deutschland sahen am Abend des 13. Juli 2014 das FIFA Fußball-WM-Finale im Fernsehen, als der Fußballkommentator Tom Bartels in der 113. Spielminute dies in sein Mikrofon rief: "Schürrle ... Der kommt an. Mach ihn! Mach ihn! Er macht ihn! Mario Götze!". Die deutsche Nationalmannschaft wurde daraufhin Weltmeister und der Spielbeobachter Bartels hatte mit seinem legendären Satz TV-Geschichte geschrieben. Wenn am 11. Juni das nächste Weltmeisterschafts-Turnier beginnt, wird auch Tom Bartels für die ARD wieder oben auf der Tribüne sein, das Geschehen auf dem Platz beschreiben, grandiose Siege und bittere Niederlagen vermelden. Vorher setzt er sich aber noch schnell aufs Rote Sofa. Dort soll geklärt werden, ob die Kicker der deutschen Nationalmannschaft es endlich mal wieder bis zum Titel schaffen können.
19:30
Thema u. a. : * Neuer Krankenhausspiegel für Bremen
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Geprägt von der Nordsee und dem größten Hafen Europas, durchzogen von Wasser: Die kühne Architektur Rotterdams spiegelt den kreativen Eigensinn der Bewohner der niederländischen Stadt. Futuristische Bauwerke grenzen an historische Hafenbecken, hier finden altes Handwerk und unkonventionelle Ideen ihren Platz. Eine Metropole im ständigen Wandel. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Jahr 1940 setzte Rotterdam auf Aufbruch statt Rückblick und hat mit mutiger, moderner Architektur eine ganz neue, unverwechselbare Skyline geschaffen. Im Alten Hafen (Oude Haven) haben Fay de Grefte und Mickey Linskens auf einem betagten Lastenboot ihr Zuhause gefunden gemeinsam mit ihren Enten Eckart und Laotse. Fay jobbt in einem Secondhandladen, Mickey ist dort angehender Hafenmeister. Mithilfe von YouTube-Videos wagen sich die beiden an den Neubau eines riesigen Ruderblattes für ihr altes Boot. Wie Zukunft auf dem Wasser aussehen kann, zeigt Minke van Wingerden mit ihrem schwimmenden Kuhstall mitten im Hafen. 30 Rinder leben dort auf einer Hightech-Farm, versorgt von Robotern und automatisierten Melksystemen. Aus ihrer Milch entstehen direkt an Bord Käse, Joghurt und Butter. Der Modellversuch für eine zentrale Lebensmittelproduktion hat durchaus hohe Wellen geschlagen, Minke empfängt gerade eine Delegation aus Afrika. 28.000 Hochseeschiffe liefen Rotterdam vergangenes Jahr an, gut eine halbe Million Seeleute kommen so nach Rotterdam. Um einige von ihnen kümmert sich Hafenpastorin Helene Perfors, sie hält Gottesdienste an Bord und spendet Trost im harten Alltag fern der Familie. Und abends lädt Helene in ihren Seemannsclub zu Suppe und Karaoke, philippinische Hits und ein scharfer Eintopf vermitteln ein bisschen Heimatgefühl am Rande des Welthafens. Einmal im Jahr wird die Vielfalt Rotterdams gefeiert. Beim Sommerkarneval tanzen Gruppen mit karibischen Wurzeln durch die Straßen in farbenprächtigen, oft aus nachhaltigen Materialien gefertigten Kostümen. Fast eine Million Menschen kommen zu diesem Fest der Kulturen. Vor den Toren der Stadt drehen sich seit Jahrhunderten alte Windmühlen, sie dienen dem Kampf gegen das Wasser. Mandie Noorlander und ihr Vater halten eine historische Pumpmühle in Betrieb und pflegen auch die berühmten Mühlen von Kinderdijk. In den Niederlanden sind Windmühlen nicht nur Folklore, sondern gelebter Hochwasserschutz. Und Rotterdam ist eine Hafenstadt, die das Meer vor der Haustür einfallsreich nutzt und seinen Fluten clever trotzt.
21:00
Alabasterküste, Blumenküste, Perlmuttküste, so klangvolle Namen tragen die Abschnitte der ebenso langen wie vielseitigen Küste der Normandie. Steile Felsklippen wechseln sich ab mit kilometerbreiten Sandstränden und versteckten Naturbuchten. Und zwischendrin finden sich mehr als 1000 kantige Betonkolosse, halb versunken in Sand und Wasser, deutsche Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Jedes Jahr am 6. Juni wird in der Normandie der D-Day (Decision Day) gefeiert, der kriegsentscheidende Tag im Jahr 1944, als die alliierten Soldaten hier den für die Wehrmacht errichteten Atlantikwall überwanden. Jedes Jahr kommen auch die Kriegsveteranen zur großen Feier wie der Amerikaner Arthur Hullett. Er besucht zum ersten Mal den US-Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer, nur wenige Meter oberhalb des blutigen Geschehens am Omaha Beach. Angesichts der langen Reihen mit weißen Kreuzen ist er tief erschüttert, aber auch glücklich, wie würdevoll hier an seine Kameraden erinnert wird: "Lasst uns hoffen, dass das nie wieder geschieht!" Ganz anders begehen Christophe Lecacheur und seine Familie den D-Day. Christophe ist Sammler von US-amerikanischen Militärfahrzeugen und nimmt jedes Jahr an der Panzerparade im Städtchen Sainte-Mère-Église teil. Sein Sohn, seine Schwiegertochter, seine Freundin sind mit dabei - uniformiert und motiviert. Oberhaupt der "Panzerfamilie" ist Christophes Mutter Janine, die ihm damals seinen ersten Jeep spendiert hat. Bei der Parade sitzt sie ganz oben auf dem Radpanzer. Stéphane Costa ist Geologe. Er erforscht seit über drei Jahrzehnten die Erosion der weiß schimmernden Kreideklippen an der sogenannten Alabasterküste. Immer mehr Felsen stürzen ins Meer. Der Klimawandel beschleunigt dieses Naturphänomen. Nun drohen auch Wohnhäuser und Siedlungen in die Tiefe zu rutschen, genauso wie die Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg und die berühmte Kirche von Varengeville-sur-Mer, die 1882 vom Impressionisten Claude Monet auf Leinwand verewigt wurde. Am Strand von Deauville dagegen ist die größte Sorge des jungen Schirm- und Strandmeisters Alex Thompson, dass er die speziellen Knoten der bunten Sonnenschirme unter dem Massenansturm der Badegäste, die zumeist aus Paris anreisen, nicht rechtzeitig gelöst bekommt. Deauville ist das bekannteste der normannischen Seebäder, die die reichen Leute aus der Hauptstadt im 19. Jahrhundert für sich entdeckt und zu mondänen Villenorten ausgebaut haben. Wie eine Fata Morgana ragt die Klosterinsel Mont Saint-Michel aus dem kilometerweiten Watt. Sie ist das Wahrzeichen der Normandie. Zwölf Meter Tidenhub liegen hier zwischen Ebbe und Flut. Bei Niedrigwasser schwärmen Tausende Freizeitfischer aus auf die weiten Strände zur pêche à pied, der Fischerei zu Fuß. Jean Lepigouchet gilt als Legende dieser traditionellen Gezeitenfischerei. Er weiht seine Gäste von der Nachbarküste in die Suche nach einer Venusmuschelart ein, der begehrten Palourde: "Schaut nach einer Mulde mit einem kleinen Loch im Sand!" Nebenbei stößt er auf ein Exemplar der amerikanischen Pantoffelschnecke. Sie ist 1944 als invasive Art mit den US-Landungsbooten in der Normandie angekommen. Der D-Day ist hier überall noch sichtbar.
21:45
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22:00
Sascha Hoerne ist tot. Auf den ersten Blick wurde der junge Architekt aus Hamburg Opfer von Autodieben. Nach dem Muster "Wagen gestoppt, Fahrer niedergeschlagen, Wagen geklaut" gingen die Diebe bereits in Anklam und Pasewalk vor. Doch die dortigen Opfer leben noch. Kriminalkommissarin Ellen Norgaard bezweifelt, dass ein Zusammenhang besteht. Ihr Instinkt sagt ihr: Der Autodiebstahl ist vorgetäuscht. Und tatsächlich zeigt die Obduktion, dass Sascha Hoerne nicht an den Folgen des Schlags gestorben ist. Er ist ertrunken. Doch wieso wurde sein Leichnam im Wald abgelegt? Und sein Auto auf die polnische Seite der Ostseeinsel gebracht? Sascha Hoerne (David Korbmann) war die rechte Hand des Usedomer Bauunternehmers Jörn Sievers (Christian Kuchenbuch), der seit Anfang der 1990er Jahre marode Häuser preiswert erwirbt, restauriert und teuer verkauft. Sascha Hoerne war sein designierter Nachfolger und sollte bald auch sein Schwiegersohn werden. Die Hochzeit mit Sievers' Tochter Merle (Lena Kalisch) stand kurz bevor. Nun taucht ein Foto auf, das Sascha Hoerne mit der polnischen Kellnerin Iwona Rudek (Larissa Fuchs) zeigt. Ein Mord aus Eifersucht? Oder ist das Motiv im Vater-Sohn-Konflikt zwischen Jörn und Michi Sievers (Dennis Mojen) zu suchen? Michi Sievers gilt seinem Vater als Versager, was er den Jungen deutlich spüren lässt. Der junge Mann sucht juristischen Rat bei Karin Lossow und menschlichen Trost bei seinem väterlichen Freund, dem charismatischen Falkner Dirk Bodin (Karsten Antonio Mielke). Bodins Schwester Ilka (Birge Schade) ist Hausangestellte in der Villa Sievers - und der gute Geist der zerrütteten Familie. Welche Rolle spielen die Geschwister in diesem Fall? Viele Fragen, auf die Karin Lossow und Ellen Norgaard Antworten suchen.
23:30
Nach wie vor arbeitet Robert Sehlmann als verdeckter Ermittler mit im Team des PK 14. Sehr zum Ärger von Harry Möller, die wenig Vertrauen in die Loyalität des Kollegen hat. Der erste Erfolg gegen die Bande, die in Hamburg große Mengen der Droge Chrystal Meth verteilt, ist verraucht: Das Schmuggeln und Dealen geht weiter. Auch Martha König, Tochter von Staatsrat Christian König, ist offenbar wieder in die Machenschaften involviert. Um seine Tochter zu decken, setzt König sogar die Revierleiterin Frau Küppers unter Druck. Doch die Beamten vom "Großstadtrevier" leisten Gegenwehr und ermitteln jetzt erst recht intensiv. Zufällig wird die Obdachlose Onna bei diesem Fall zur wichtigsten Zeugin, was sie in akute Lebensgefahr bringt. Robert Sehlmann muss sich entscheiden: für das Gesetz oder Martha, in die er verliebt ist. Dass deren Herz jemand ganz anderem gehört, merkt der Polizist erst, als es fast zu spät ist.