13:10
Lisa Meininger wird wegen eines Schienbeinbruches in Begleitung ihres Mannes Lars ins Johannes-Thal-Klinikum eingeliefert. Aufgrund einer erfolgreichen Behandlung im Kinderwunschzentrum durch Julia Berger Monate zuvor, ist sie mit Drillingen schwanger. Doch bei weiteren Untersuchungen stellt sich nun ein viel größeres Problem heraus: Dr. Theresa Koshka und Julia Berger stellen fest, dass zwei der drei Föten stark leiden. Nun muss schnell gehandelt werden, damit die Überlebenschancen aller Babys bestehen bleiben. Damit aber nicht genug, denn die Ärztinnen sind sich völlig uneinig über das Folgeverfahren! Dr. Elias Bährs Patient Alexander Haag sorgt bei seinem Arzt für eine persönliche Erleuchtung, denn Alex betreibt Flirtforschung. Und Elias ist sein bestes praktisches Experiment, denn der Facharzt steht mit beiden Beinen auf dem Schlauch, wenn es um die Liebe geht. Marc und Theresa möchten gemeinsam essen gehen. Dabei stachelt Theresas "Romantik-Allergie" Marc erst so richtig an. Es regnet Blumensträuße und Luftballons.
14:00
Der alte Flakbunker auf St. Pauli ist Wahrzeichen der Freien und Hansestadt Hamburg und nicht zu übersehen. Aber die wenigsten Menschen waren schon mal in diesem Bunker, geschweige denn oben auf dem Bunker. Das wird sich ändern, denn kürzlich bekam der Betonkoloss einen grünen Park aufs Dach. Bald wird ein einzigartiges Hotel in die oberen Etagen einziehen. "die nordstory" begleitet das Team um Garten- und Landschaftsbaumeister Tim Eddelbüttel, das die Begrünung über den Dächern von St. Pauli möglich macht. Das Dach des alten Flakbunkers wurde bereits aufwendig um fünf Etagen aufgestockt und erhält einen öffentlichen Park in 60 Metern Höhe. Ein weltweit einzigartiges Projekt, das auch von Klimaforschern begleitet wird und wegweisend ist für Großstädte der Zukunft. In die fünf neuen Etagen auf dem Dach des Bunkers in der Feldstraße wird ein ganz besonderes Hotel einziehen: das REVERB by Hard Rock Hamburg. Es ist das erste dieser Art in Europa und das zweite überhaupt weltweit. Alles ist neu und muss komplett eingerichtet werden: von der Waschmaschine fürs Housekeeping bis hin zum Espressolöffel in der Gastronomie. Das könnte in der heißen Phase zu Verzögerungen führen. Denn alle Anlieferungen müssen mit nur einem Lastenaufzug oder per Kran nach oben. "die nordstory" begleitet General Manager Till Westheuser, der gemeinsam mit 150 Mitarbeitenden die Eröffnung des Hotels in 60 Metern Höhe wuppt. Manche in Hamburg haben eine ganz persönliche Geschichte mit dem Bunker. Bis zu 25.000 Menschen fanden hier im Zweiten Weltkrieg Schutz bei Bombenangriffen und lebten teilweise längere Zeit hier, weil ihre Wohnungen zerstört waren. "die nordstory" trifft Zeitzeugen, die als Kinder im Bunker überlebt und auch noch Fotos aus der Zeit haben.
15:00
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
15:10
Ein Sommernachtstraum wird zum Albtraum: Ausgerechnet beim Seenachtfest während des spektakulären Feuerwerks wird auf einem der Zuschauerboote ein Mann erschossen: Uli Kowalski, ein ehemaliger Segellehrer und für alle anderen auf dem Boot eine Art Vaterfigur, Opfer eines Amokschützen? Die ballistischen Untersuchungen entlasten zunächst Kowalskis einstige Segelschülerin Jennifer Block und ihren Freund Thomas Rade, die mit an Bord waren. Denn der Schuss wurde aus mindestens 50 Meter Entfernung aus einem Jagdgewehr abgegeben. Für Nele Fehrenbach scheint nun die Sache ziemlich aussichtslos. Unzählige Menschen haben einen Jagdschein und Zugriff auf entsprechende Gewehre. Die Presse schürt die Angst vor dem "Seenachtfest-Killer". Doch dann bröckelt die Kulisse des ehrenwerten Herrn Kowalski. Denn vor seiner Pensionierung hat ihn eine Segelschülerin, Nadine Rückert, erfolglos wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt. Rückert ist zwar Jägerin, verfügt aber über ein unschlagbares Alibi. Sie lag zur Tatzeit mit Herzrhythmusstörungen im Krankenhaus. Nele ist froh, dass sie mit Pirmin Spitznagel einen akribischen Rechercheur in ihren Reihen hat, der einem Mordkomplott auf die Spur kommt. Und Hauptmann Aubry sorgt bei Nele privat für ein gewisses Hochgefühl. Dafür bricht Tochter Johanna einem Jungen das Herz. Dass es Marten ist, der Sohn von Kollege Rambach, erfährt Nele erst ganz zum Schluss.
16:00
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16:15
Heute sind Jakob Lundt und Tommi Schmitt zu Gast im Ratestudio bei Moderator Kai Pflaume. Wer wird mit den Ratekapitänen Elton und Bernard mehr Fragen richtig beantworten? Unbedingt einschalten und mitraten.
17:00
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17:10
Krokodilbabys in Hagenbeck Bei den Krokodilen hat sich eine Eierschale eingefunden. Und wo ist der Inhalt? Mit Krokodilbabys hatte Dr. Guido Westhoff gar nicht gerechnet. Flugs wird eine Suchmannschaft zusammengestellt, um den Nachwuchs zu suchen. Natürlich unter Ausschluss der bissigen Eltern. Die werden erst mal mit einem leckeren Büffet an die Strandbar gelockt, damit Guido und sein Team ungestört tauchen können. Und tatsächlich, nicht nur ein, sogar zwei Krokodilbabys tummeln sich in der Lagune. Impfung für ein Tapirbaby Einen Tag ist er erst alt, Carminas jüngster Nachwuchs. Wer Geburtstag hat, bekommt auch Geschenke, aber ob die Bonito wohl gefallen? Wo ein Jungtier ist, ist Tierarzt Dr. Flügger nicht weit: Das Tapirbaby muss geimpft und gechippt werden. Mutter Carmina findet das überhaupt nicht lustig. In kürzester Zeit hat sie ihren Nachwuchs wohlbehalten zurück, sogar mit Personalausweis. Onager Bento und die Kamele Wenn Hengst Bento könnte, wie er wollte, gäbe es bei seinen Nachbarn was zwischen die Höcker. Warum, weiß keiner so genau. Falsches Parfum oder schlechte Manieren? Bei jeder Gelegenheit steht Bento am Zaun und wirft den Kamelen böse Blicke zu. Bei den Stuten dagegen herrscht Ruhe und Harmonie. Medizin für die Ziegen In den Bäuchen der Girgentana-Ziegen rumort es. Damit nicht gleich das große Gemecker losgeht, gibt es Medizin. Dr. Adriane Prahl hat etwas gegen Bauchweh dabei. Damit alle schnell gesund werden, und das Fell schon morgen wieder seidig glänzt, schenkt sie den Ziegen einen Magenbitter aus. Der schmeckt gar nicht mal so schlecht. Nachwuchs im Wapitigehege Wapiti-Hirsch Joschi ist zum zweiten Mal Papa geworden. Nur gesehen hat er seinen Nachwuchs noch nicht. Kein Wunder, denn mit so einem Geweih ist nicht zu spaßen. Volker Friedrich, Andy Steffens und Dr. Flügger haben Joschi also etwas voraus, sie besuchen den kleinen Neuzugang. Auch hier hat der Tierarzt ein paar "spritzige" Geschenke dabei. Außerdem wollen alle wissen, was es denn nun ist: Junge oder Mädchen?
18:00
18:15
Ein Haus, ein Garten, die eigenen vier Wände: Für Generationen war das ein erreichbares Ziel. Heute klingt es für viele wie eine Utopie. Die Baupreise sind seit Jahren gestiegen, die Finanzierungskosten haben das Bauen oftmals unbezahlbar gemacht. Die Folge: In Niedersachsen werden seit drei Jahren in Folge immer weniger Wohnungen und Häuser gebaut. Doch während die Politik an vereinfachten Bauvorschriften arbeitet, suchen Unternehmer und Erfinder längst nach eigenen Antworten. Torsten Staritz aus Schwanewede hat einen Holzbaustein entwickelt, mit dem sich ganze Häuser nach dem Lego-Prinzip zusammenstecken lassen. Keine komplizierten Verbindungen, kein schweres Gerät, stattdessen viel Eigenleistung und dadurch deutlich geringere Kosten. Die Idee trifft einen Nerv: Die Nachfrage ist groß, und Staritz plant jetzt die Großserienproduktion seines Bausteins. Bei der Firma modulholz in Rastede werden Häuser nicht auf der Baustelle gebaut, sondern in einer Fabrik gefertigt. Innen- und Außenwände, Decken, Dächer - alles entsteht am Fließband und wird anschließend auf dem Grundstück nur noch zusammengesetzt. Was einfach klingt, erfordert höchste Präzision: Jedes Bauteil muss auf den Millimeter genau geplant und produziert sein, damit vor Ort alles passt. In Selsingen ist das erste komplett per 3D-Druck errichtete Haus in Norddeutschland entstanden. Ein Spritzroboter zieht die Wände aus speziellem Beton automatisch Schicht für Schicht in die Höhe - schnell und präzise. "Die Nordreportage" stellt drei Konzepte vor und begleitet Menschen, die mit diesen Methoden versuchen, den Traum vom Eigenheim möglich werden zu lassen.
18:45
Der Tag nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: Welche Parteien müssen sich zusammenfinden, um stabile Regierungen zu bilden? Und was sagen die Ergebnisse über den Zustand der Demokratie? Antworten gibt die Journalistin und Autorin Marieke Reimann. Als Chefredakteurin von "ze.tt "und stellvertretende Chefredakteurin beim SWR hat sie die deutsche Medienlandschaft viele Jahre mitgestaltet. Geboren 1987 in Rostock, geprägt von Ost und West gilt sie als eine der profiliertesten Stimmen für einen differenzierten Blick auf Ostdeutschland. In ihrem Buch "Zweite Wende. Warum Ostdeutschland uns alle angeht" verbindet sie persönliche Reportagen mit Analysen über Lohnunterschiede, ungleiche Vermögensverteilung oder fehlende ostdeutsche Gesichter in Führungsetagen. Marieke Reimann möchte weder abrechnen noch lamentieren, sondern Impulse liefern.
19:30
Schießtraining mit Kalaschnikow: IS-Anhänger in Bremen vor Gericht
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
21:00
Autarkes Leben auf der Insel Klingt idyllisch, auf einer Insel zu wohnen. Wenn dort aber eine alte Wassermühle steht, in der noch nie jemand gewohnt hat, wird es herausfordernd. Das haben die Bauherren Anke Matthes und Kai Boenke erlebt. Das Paar will sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen. "Mein Traum war schon immer, dass ich gerne eine Wasserkraft besitzen würde. Eine Energiequelle, um autarkes Leben zu verwirklichen", schwärmt Kai. Die Bauherren kaufen 2023 die Medinger Mühle in der Nähe von Bad Bevensen in Niedersachsen. Ein historisches Industriegebäude, mehr als 120 Jahre alt. Das Ensemble besteht aus dem Mühlengebäude und den Nebengebäuden. Das Grundstück ist 30.000 Quadratmeter groß. Die Wassermühle steht auf einer Insel, die umschlungen ist vom Fluss Ilmenau und dessen Nebenarm. Das Herzstück der Mühle war früher das Wasserrad, heute ist es die 70 Jahre alte Turbine. "Wir produzieren rund 500.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Das reicht für bis zu 200 Haushalte in der Umgebung", so der stolze Bauherr. Strenge Auflagen Doch der Umbau der Wassermühle mit dem fast 20 Meter hohen Mühlenturm, gestaltet sich schwierig. Denn die Brandschutzauflagen sind streng. Fluchtfenster, Rettungsleiter an der Außenwand, Brandschutztüren im Flur des Mühlenturms und feuerhemmende Dämmung. Weil sie das Dach völlig erneuern müssen, gibt es neue Auflagen - jetzt wegen der Statik. Sie sollen sogenannte Windverbände unter dem Dach installieren, Querstreben aus Stahl. Die neuen Planungen werfen die Bauherren Monate zurück. Anke: "Wir brauchen eine Abnahme der Prüfstatik, bevor hier einziehen dürfen. Die Prüfstatik und unsere Statiker müssen sich halt einigen. Ohne Abnahme keinen Einzug." Wohnen mit der Mühlentechnik Anke und Kai wollen so viel wie möglich alte Technik von der Wassermühle erhalten. Transmissionen wie die Antriebswellen und Riemenräder oder die Strahlträger. Doch die Brandschutzauflagen fordern, dass viele der alten Strahlträger mit einer speziellen Dämmung eingepackt werden und die Decke abgehängt werden muss. "Ich finde es superschade, wir hatten uns vorgenommen, möglichst viel zu erhalten. Jetzt sieht es so aus wie ein Neubau, glatte Decke, die alten Balken sieht man nicht mehr", ärgert sich Kai. Doch die Bauherren können trotzdem einiges der alten Mühlentechnik retten. Wohnen auf 200 Quadratmetern Nach einem halben Jahr Verzögerung wegen Auflagen des Brandschutzes und der Statik können Anke und Kai endlich in ihre alte Wassermühle einziehen. Kai ist begeistert: "Es ist herrlich, im Schlafzimmer aufzuwachen. Man guckt direkt auf die Ilmenau und ins Grüne. Es ist ein sehr erhebendes Gefühl." Im Mühlenturm befindet sich das Schlafzimmer, darunter das Büro und darunter das Gästezimmer. Im Dachgeschoss haben sich Anke und Kai ihr Wohn- und Esszimmer eingerichtet mit einer offenen Küche und einem großen Balkon in luftiger Höhe. Anke schwärmt von ihrem Traumhaus: "Auf jeden Fall sind wir begeistert von der Großzügigkeit. Und wenn wir uns jetzt umschauen und das so erleben dieses Raumgefühl, dann können wir sagen: alles richtig gemacht. Alles schön."
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Die Preise für Ackerland gehen in Norddeutschland seit Jahren steil nach oben, denn die Nachfrage nach Boden ist riesig. Erzeuger erneuerbarer Energien benötigen Flächen, für Bauprojekte müssen Ausgleichsflächen her. Und: finanzstarke Investoren sehen Boden offenbar als sichere Kapitalanlage. Doch was bedeutet das für die Landwirte, die auf dem Boden wirtschaften? Wird der Acker für sie bald unbezahlbar? Die NDR Autoren Lennart Banholzer und Simon Hoyme haben zwischen Weser und Oder exklusive Einblicke in die Besitzverhältnisse der regionalen Landwirtschaft recherchiert. Sie treffen Bauern sowie Geldanleger, die sich offenbar von Immobilien auf Agrarland verlagern. Sie kaufen teils ganze Betriebe inklusive der dazugehörigen Flächen. Für Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) ein Problem, wie sie im Interview mit der "NDR Story" sagt: "Wir haben zunehmend Unternehmen, die als Kapitalanlage von außen Böden aufkaufen. Zu hohen Preisen. Was sich dann ein Landwirt nicht mehr leisten kann." Einen Einblick in diesen Handel mit dem Ackerland zu bekommen ist nicht einfach. Die NDR Reporter stoßen auf einen verschwiegenen Markt, in dem sich niemand gern in die Karten schauen lässt. Ein Grund: Viele landwirtschaftliche Betrieb sind mittelständische Unternehmen mit vielen Außenbeziehungen. Ein Verkauf hat Auswirkungen nicht nur für die Eigentümer, sondern auch für Mitarbeitende und Kunden oder Auftraggeber. "Die Verkäufer wollen in den seltensten Fällen, dass man weiß, dass sie ihren Hof verkaufen wollen", sagt der Agrarmakler Simon Wolk aus Schleswig-Holstein, den die Reporter für die "NDR Story" begleiten konnten. Er sagt, die meisten seiner Klienten seien Landwirte - außerlandwirtschaftliche Investoren seien die Minderheit. Einer von Wolks Kunden ist Hans Bien aus Hessen, dessen Immobilienunternehmen nach eigenen Angaben etwa 500 Wohnungen besitzt und vermietet. Er hat einen landwirtschaftlichen Betrieb in Hessen und jeweils einen in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg gekauft. Als Kapitalanlage, wie er sagt. Die Höfe habe er zum Teil verpachtet - "langfristig" und zu einem "günstigen" Pachtzins, erklärt er den Reportern im Film. Insgesamt besitze er mehr als 1000 Hektar Land. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Betriebsgröße in Niedersachsen liegt laut statistischem Landesamt bei 76 Hektar. Es gehe ihm nicht darum, seine Betriebe oder sein Acker- und Grünland bald wieder gewinnbringend zu verkaufen, so Bien. Ziel sei es, sein Vermögen zu sichern und an seine Nachkommen weiterzugeben. Doch andere Landkäufer hätten ein anderes Ziel, sagt der Immobilienunternehmer: "Es gibt viele Leute, die glauben, dass man mit Grund und Boden Geld verdienen kann. Ich halte das nicht für gut, aber das ist der Markt." Für so manchen Landwirt wirkt die Entwicklung bedrohlich, wie Patrick Rückert aus Mecklenburg-Vorpommern in der "NDR Story" erklärt, der heute als Geschäftsführer einen großen Betrieb im Osten von Sachsen leitet, der über 3000 Hektar Acker- und Grünland bewirtschaftet und mehr als 1000 Milchkühe hält. Die dafür notwendigen 90 Mitarbeitenden kommen alle aus der Umgebung, sagt Rückert. Sein Betrieb ist in der Gegend ein wichtiger Arbeitgeber. Er ist nach der Wiedervereinigung aus mehreren, in der DDR üblichen Landwirtschaftlichen Produktionsgesellschaften (LPG) hervorgegangen und gehört heute 51 Kommanditisten. Würde ein solcher Betrieb an einen Investor verkauft würden die Arbeitsplätze zusammengestrichen, so befürchtet Rückert. Die "NDR Story" versucht, einen offenen, ausgewogenen Einblick in die Besitzverhältnisse von norddeutschem Ackerland zu gewinnen und zeigt die Praxis, wie es veräußert wird. Denn sowohl für Investoren als auch für Landwirte gilt - der Preiskampf wird immer härter, Land wird unglaublich teuer. Wo endet das?
22:45
Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Monchis Alltag in "Jenseits der Brandmauer" in Jarmen Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, bei der letzten Bundestagswahl hat die AfD in Jarmen die absolute Mehrheit der Zweitstimmen erhalten. Es ist der Ort, in dem Monchi alias Jan Gorkow von der Punkband Feine Sahne Fischfilet lebt, den er liebt, und in dem das Konzept der Brandmauer nicht aufgeht: Man muss miteinander reden, auch wenn man an entgegengesetzten Enden des politischen Spektrums steht. Wie das geht und wie sein Leben in Jarmen aussieht, darüber hat Monchi das Buch "Jenseits der Brandmauer" (KiWi) geschrieben, "NDR Kultur - Das Journal" trifft ihn vor Ort. Lebendige Zivilgesellschaft: was wegfällt, wenn der Bund bei "Demokratie leben!" kürzt Was hält die Gesellschaft zusammen - und was macht eine starke Zivilgesellschaft aus? Engagement, Weiterbildung, Wohlfahrtsträger, Sozialarbeit, aber auch Sportvereine und Feuerwehren. Und es braucht dafür Geld. Das kommt auch vom Bund aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!". Gegründet wurde es 2014 zur Stärkung der Demokratie und Prävention gegen Extremismus vor dem Hintergrund der NSU-Prozesse. Jetzt unterzieht Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Programm einer Revision in der Förderpraxis - und stoppte Zahlungen. "NDR Kultur - Das Journal" besucht zwei Vereine in Rostock, die davon betroffen sind. Von der Kunst, den anderen auszuhalten: "Haltung ohne Hass" von Ahmad Mansour Demokratie lebt von Debatten, der Auseinandersetzung, der Vielstimmigkeit. Der Psychologe und Präventionsexperte Ahmad Mansour beschreibt in seinem neuen Buch allerdings eine Gesellschaft, die zunehmend verlernt, mit Andersdenkenden zu streiten, ohne das Gegenüber als Feind zu betrachten: "Haltung ohne Hass" (Piper Verlag). Er beobachtet eine Radikalisierung, erlebt sie als tägliche Realität. Eindringlich wirbt er dafür, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, auch mit Andersdenkenden. Leben unter der Diktatur: die Dokumentation "Schon lange kein Frühling - Mein Vater, Rumänien und ich" Der Dokumentarfilm "Schon lange kein Frühling - Mein Vater, Rumänien und ich" (NDR Fernsehen, 22. September, 00.00 Uhr - in der Nacht auf den 23.09.) erzählt von einem Vater, der unter den rumänischen Kommunisten politisch verfolgt wurde, nach Deutschland ins Exil floh und dort mit den Geistern der Vergangenheit lebte. Seine Tochter Alexandra erinnert sich an ihn als stillen, klugen, oft schwermütigen Mann. Doch je älter sie wird, desto mehr Fragen tauchen auf. Wer war er wirklich? Alexandra durchforstet alte Kisten, liest Briefe, taucht ein ins Geheimdienstarchiv und findet Beweise politischer Überwachung, Hinweise auf Verstrickungen und Entscheidungen, die das Familienbild erschüttern. Sie stellt ihrer Mutter und Schwester Fragen, die sonst oft unausgesprochen bleiben - schmerzhaft, ehrlich, bewegend. Ein Roadmovie in die Familiengeschichte von Alexandra Bidian und in die Rumäniens, eines Landes an der östlichen Grenze der EU, das eng mit der Gegenwart verbunden ist. "NDR Kultur - Das Journal" spricht mit Alexandra Bidian über ihren Film und ihre Familiengeschichte. Zwischen Selbstinszenierung und Verletzlichkeit: Künstlerin Karimah Ashadu über Männer Die Künstlerin Karimah Ashadu lebt zwischen Hamburg und Lagos. In ihrer Kunst geht es um Männer in Nigeria: Autowäscher, Schlachter, Cowboys, Minenarbeiter, Motorrad-Taxifahrer, Bodybuilder. Auf der Biennale in Venedig wurde sie 2024 schon mit dem Silbernen Löwen als vielversprechende junge Teilnehmende ausgezeichnet. Jetzt zeigt die Kestner Gesellschaft Hannover mit "Crystalline" ihre erste Einzelausstellung in Deutschland (noch bis zum 15. November 2026).
23:15
Auf das zermürbende Treffen mit seiner Exfrau hat Inspektor Gunnar Barbarotti (Sylvester Groth) keine gesteigerte Lust. Der kuriose Fall, den er dringend übernehmen muss, kommt dem Italo-Schweden da gerade recht: Nach einer Geburtstagsfeier im idyllischen Städtchen Kymlinge werden zwei Angehörige der Hermanssons vermisst. Der eine ist das schwarze Schaf der Familie, ein glückloser Schöngeist, der nach einem anzüglichen TV-Auftritt in einem Dschungelcamp als "Wichs-Walter" traurige Berühmtheit erlangte. Seine Eltern, der verknöcherte Patriarch Karl-Erik (Vadim Glowna) und dessen frustrierte Gattin Rosemarie (Marie-Anne Fliegel), schämen sich so sehr, dass sie nach Spanien auswandern wollen. Walters Neffe Henrik galt dagegen als Musterknabe, doch auch er ist wie vom Erdboden verschluckt. Barbarotti, der sich als alleinerziehender Vater rührend um seine Tochter Sara (Henriette Confurius) kümmert, hat ganz eigene Ermittlungsmethoden. Der überzeugte Atheist betet insgeheim zu Gott, dessen Existenz er so auf die Probe stellt. Werden seine Bitten erhört, gibt es Pluspunkte, die der Inspektor in sein Notizbuch einträgt. Als er die attraktive Hebamme Marianne (Suzan Anbeh) kennenlernt, scheint Gott zumindest auf diese Weise zu punkten. Nur in dem schwierigen Fall tritt Barbarotti seit Monaten auf der Stelle - trotz Unterstützung seiner fähigen Kollegin Eva Backman (Nina Kronjäger), die eigentlich Urlaub genommen hat, um ihre Ehe zu retten. Durch puren Zufall taucht Walters Leiche auf - in der Tiefkühltruhe der psychisch gestörten Jane Almgren (Claudia Geisler). Doch von Henrik fehlt immer noch jede Spur. Als dessen jüngerer Bruder Kristoffer (Theo Trebs) den entscheidenden Hinweis erhält, kommt es für Barbarotti zu einem Wettlauf um Leben und Tod.