21:15
Themen der Sendung: * Massenhafte Abzocke bei Grauer-Star-Operation Viele operierende Augenärzte in Deutschland drängen Grauer-Star-Patienten bei OPs dazu, für Hunderte Euro "Premiumlinsen" zu wählen - auf eigene Kosten. Dabei würden die Krankenkassen die Kosten komplett erstatten. Ein einträgliches Geschäft für die Ärzte, denn jährlich werden etwa eine Million Grauer-Star-OPs in Deutschland durchgeführt. Juristen sehen in einigen Fällen einen möglichen Abrechnungsbetrug. * So hart trifft der Iran-Krieg norddeutsche Unternehmen Viele Firmen aus dem Mittelstand kämpfen jeden Tag - mit Preissteigerungen und Lieferengpässen aufgrund der blockierten Straße von Hormus. Drei Unternehmen aus dem Norden - Hersteller von Medizinprodukten, Klebemitteln und Lebensmitteln - berichten von ihrer Lage. Sie alle fürchten: Die Krise wird bald noch stärker bei den Verbrauchern ankommen.
21:45
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22:00
Kriminaldirektor Liebig feiert im Göttinger Polizeipräsidium seinen 60. Geburtstag, als das Fest jäh gestört wird: In der angrenzenden Altstadt gab es einen schweren Unfall. Ein Transporter ist in eine Menschenmenge gerast. Charlotte Lindholm und Liebigs Ehefrau Tereza, Ärztin am örtlichen Krankenhaus, sind als Erste am Unfallort. Ilie, der Fahrer des Wagens, wird auf die Intensivstation der Klinik gebracht. Parallel beginnen die Ermittlungen: Was, wenn es eine Amokfahrt war? Aber aus welchem Motiv sollte Ilie diese schreckliche Tat begangen haben? Um das zu klären, tauchen Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz ein in die Welt der Niedriglohnarbeiter: Der Fahrer war für einen Paketdienst unterwegs. Dieser bestreitet jede Verantwortung und verweist auf den Subunternehmer Mischa. Der sieht sich in die Enge getrieben und versucht zusammen mit seiner Frau Jutta, die als Krankenschwester bei den Schwerstverletzten arbeitet, die Ermittlungen abzuwehren. Als sich Charlotte Lindholm in ihren Ermittlungen von Kriminaldirektorat Liebig nicht genügend unterstützt fühlt, bittet sie den Ehemann ihrer Kollegin, Gerichtsmediziner Nick Schmitz, um Hilfe.
23:30
Es ist ein Defilee der Low-Rider, Muscle-Cars und Chrom-Limousinen: Seit den 1950er-Jahren importiert Schweden mit Leidenschaft alte US-amerikanische Straßenkreuzer. Am Steuer sitzen Pomadehelden und Frauen in Petticoats oder Cowboystiefeln. Viele Fahrerinnen und Fahrer verkleiden sich für die Classic Car Week im Stil des Jahrzehnts, aus dem ihr Oldtimer stammt. Rockabilly-Musik tönt hier aus den Lautsprechern, aber auch Techno oder Country. Mit Cruisings, Autoshows und Wettbewerben um das schönste oder originellste Auto ist das Gipfeltreffen in Rättvik am Siljansee die verrückteste Verneigung vor der Oldtimerkultur. Und mehr als das. Viele sagen, es sei diese Leidenschaft für Ami-Schlitten, die die Schweden am stärksten zusammenbringt. Nicht selten sind es Menschen aus der Arbeiterklasse und Underdogs, die einmal im Jahr hierherkommen, um sich selbst und ihr Auto zu feiern, eine echte Subkultur. Hier kann man Low-Rider bestaunen, deren Karosserie nur Millimeter über dem Asphalt schwebt, aber das Selbstbewusstsein der stolzen Besitzerinnen und Besitzer hebt. Denn nicht nur gepflegte Oldtimer fahren hier auf, sondern auch Schrottkarren, "Pilsnerbilar", außen vom Rost zerfressen und verbeult, ausgerüstet mit fetten Sound-Systems. Ein Festival, das den Kult um alte Superschlitten zelebriert und einen Lifestyle, der einen neuen Blick auf Schweden erlaubt. Die Reportage cruist mit Alex, Evelina und Liam durch den schwedischen Sommer und zeigt ein Schweden, das ganz anders ist als das "Volvo-Bullerbü-Idyll".