10:30
Die Massenproteste im Iran sind vorerst verstummt. Mit aller Gewalt haben die Sicherheitskräfte des Mullah-Regimes dieses erneute Aufbegehren ihres Volkes niedergeschlagen. Gewalt und Härte brachen den Willen der Demonstranten.
11:00
11:30
Drohnen in Polen, Manöver mit Belarus - Russland demonstriert seine Macht und testet die NATO in der Grauzone zwischen Krieg und Frieden. Wie gut ist der Westen vorbereitet?
11:45
Jahrzehnte lang standen sich NATO und Warschauer Pakt gegenüber. Es waren definitiv keine leichten oder sichere Zeiten. Doch die Verhältnisse waren klar, denn das so genannte "Gleichgewicht des Schreckens" durch nukleare Aufrüstung auf beiden Seiten hielt die damaligen Machtblöcke einigermaßen in der Balance. Die Zeiten des Kalten Krieges sind bekanntlich vorbei. Für viele Jahre hielt sich sogar die Hoffnung, dass es in Europa gar keine großen Kriege mehr geben wird. Stattdessen sind die Verhältnisse jedoch instabiler denn je. Zwei Faktoren sind deshalb inzwischen Grundlage für eine Vielzahl von Überlegungen. Wie kann einerseits Putins Russland davon abgehalten werden, über die Ukraine hinaus militärisch anzugreifen? Und wie kann die NATO ein stabiles und wirksames Bündnis bleiben, das zudem weniger abhängig ist vom Engagement der USA? Wie eine solche zukünftige europäische Sicherheitsarchitektur aussehen kann, darüber spricht phoenix-Hauptstadtkorrespondent Erhard Scherfer mit der Politikwissenschaftlerin Susan Stewart von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Sie ist dort unter anderem Ko-Leiterin der Arbeitsgruppe "Neugestaltung der europäischen Sicherheitsordnung".
12:00
12:45
Moderatorin Michaela Kolster im Gespräch mit ihren Gästen Sara Nanni (Grüne), Mitglied Verteidigungsausschuss und Prof. Russell Miller, Verfassungsrechtler Washington and Lee University School of Law.
13:45
Streit um die Rente, Streit um Beitragszahlungen, Haltelinien, Rentenniveau. Innerhalb der Union, innerhalb der Koalition und zwischen den Generationen. Am 5.12.25 hat der Bundestag das Rentenpaket der Bundesregierung beschlossen. Nach einer einstündigen Aussprache stimmten die Abgeordneten namentlich über den Gesetzesentwurf zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur vollständigen Gleichstellung der Kindererziehungszeiten ab.
14:00
14:45
Russlands Krieg gegen die Ukraine hat Europas Sicherheitsempfinden erschüttert. Vom hohen Norden bis an die NATO-Ostflanke, vom Atlantik bis zur Iberischen Halbinsel stellt sich dieselbe Frage: Wie gut ist Europa militärisch, politisch und gesellschaftlich aufgestellt?
16:00
Gegen Hass und Hetze, für Respekt und Toleranz: Initiativen in Deutschland, den USA und Kolumbien zeigen, was möglich ist. Wie sich Wege zur Versöhnung finden, wenn der Wille da ist - zwischen den Religionen, politischen Gegnern und sogar Opfern und Tätern.
16:45
Kriegsreporterin Katrin Eigendorf reist mit dem ersten Fernsehteam seit zwei Jahren nach Afghanistan und wirft einen Blick hinter die Fassade des Taliban-Regimes. Für "auslandsjournal frontlines: Afghanistan im Griff der Taliban" trifft sie eine der letzten Frauenrechtsaktivistinnen im Land, Rekruten der Spezialkräfte der Taliban, Ärzte und Eltern, die verzweifelt gegen Hunger und Unterernährung kämpfen. Die Rechte von Frauen haben sich unter der Herrschaft der Taliban massiv verschlechtert, viele haben das Land verlassen oder schweigen lieber, um Repressionen zu entgehen. Für "auslandsjournal frontlines" spricht Katrin Eigendorf mit einer der letzten im Land verbliebenen Aktivistinnen.
17:30
18:00
Ein Jahr nach dem Sturz Assads und seiner Diktatur, die Syrien ein halbes Jahrhundert brutal in ihrem Griff hielt, ist das Land frei und unfrei zugleich - mit Hoffnungen und enttäuschten Hoffnungen. "Schafft Syrien den Neuanfang?" Dieser Frage geht Golineh Atai, Leiterin des ZDF-Auslandsstudios in Kairo, in einer 30-minütigen "auslandsjournal"-Dokumentation nach.
18:30
Der Amazonas-Regenwald ist der artenreichste Land-Lebensraum der Erde. Nach jeder Regenzeit werden riesige Waldflächen überschwemmt, was Tiere und Pflanzen vor große Herausforderungen stellt. Obwohl der Regenwald im Amazonasbecken stetig schrumpft, beherbergt er noch immer eine einzigartige Vielfalt an Flora und Fauna. Von Jaguaren über Affen und Schlangen bis zu den Ameisen haben alle Tiere kluge Strategien entwickelt, um die jährlichen Fluten zu überstehen.
19:15
Im Tierreich wimmelt es nur so von erstaunlichen Fähigkeiten, rationalen Handlungen und mitfühlenden Vierbeinern. Trotzdem sehen viele Menschen die Tiere noch immer als wenig empfindsam und dumm an. Tiere sind dem Menschen oft ähnlicher, als es ihm lieb ist. Sie verwenden Werkzeuge, haben eine Sprache und entwickeln manchmal sogar eine eigene Kultur. Lange Zeit haben Psychologen und Biologen die Fragen nach dem tierischen Bewusstsein außerhalb der seriösen Forschung verortet. Man könnte schlichtweg nicht in den Kopf des Tieres hineinschauen. Kognitionsbiologen wie Ludwig Huber sind sich jedoch sicher, dass es im Tierreich wahre Intelligenzbestien gibt.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Im US-Bundesstaat Wyoming wurden über ein Dutzend versteinerter Dinosaurierskelette entdeckt. Wie verändert dieser Fund unser Verständnis vom Jura, dem goldenen Zeitalter der Urzeit-Giganten? Wildlife-Presenterin Liz Bonnin schließt sich einem internationalen Team von Paläontologen an, um den mysteriösen Dinosaurierfriedhof zu untersuchen.
21:00
Der Allosaurus war das furchteinflößendste Raubtier des Jura. Die Fossilstätte in Wyoming könnte dabei helfen, herauszufinden, ob der Fleischfresser seinen Anteil am Untergang des legendären Pflanzenfressers Diplodocus hatte.
21:45
Seit 2020 greifen in der Straße von Gibraltar und an den Küsten Südspaniens immer wieder Orcas Segelboote an. Über 500 "Interaktionen", wie die Übergriffe genannt werden, gab es in den letzten vier Jahren. Vier Segeljachten wurden so schwer beschädigt, dass sie sanken. Personen kamen nicht zu schaden. Fischer, Anwohner, Walbeobachter und Forscher rätseln, warum die Orcas plötzlich solch ein aggressives Verhalten zeigen, und entwickeln eigene Theorien.
22:15
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Im US-Bundesstaat Wyoming wurden über ein Dutzend versteinerter Dinosaurierskelette entdeckt. Wie verändert dieser Fund unser Verständnis vom Jura, dem goldenen Zeitalter der Urzeit-Giganten? Wildlife-Presenterin Liz Bonnin schließt sich einem internationalen Team von Paläontologen an, um den mysteriösen Dinosaurierfriedhof zu untersuchen.
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Der Allosaurus war das furchteinflößendste Raubtier des Jura. Die Fossilstätte in Wyoming könnte dabei helfen, herauszufinden, ob der Fleischfresser seinen Anteil am Untergang des legendären Pflanzenfressers Diplodocus hatte.
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Sozialismus, Antifaschismus, Freundschaft mit der Sowjetunion - das sind die Pfeiler, auf denen die DDR errichtet wird. Doch wie sieht die Realität aus? Sind die Beziehungen zur Sowjetunion wirklich so "brüderlich"? Und welche Rolle spielt Arbeit, die das Fundament der Gesellschaft bilden soll? Mit der deutschen Teilung beginnt ein Wettstreit zwischen der DDR und der Bundesrepublik: Die DDR sieht sich als das moralisch überlegene Deutschland - mit Aufstiegschancen vor allem für Arbeiter und Bauern, frei von Alt-Nazis und in brüderlicher Freundschaft mit der Sowjetunion. Doch hinter den Kulissen ist der zur Schau gestellte Antifaschismus von politischer Taktik geprägt: So gern die DDR auf Nationalsozialisten in der Bundesrepublik verweist - auch im Osten landen Nazis in wichtigen Positionen.
03:00
Alltag in der DDR - jeder Tag eine Herausforderung. Das Leben ist oft geprägt von Mangel und staatlicher Willkür - es gibt aber auch Erfolge in Wirtschaft, Sport und Kultur. Einigen gelingt eine erstaunliche Karriere. Ob als "Roter Dior" oder als angesehener Architekt - Kreativität ist gefragt, auch wenn es darum geht, das System zu überlisten oder ganz zu verlassen. Der Staat sorgt im DDR-Alltag für alles: Er versorgt, belohnt, passt auf - so zumindest die offizielle DDR-Propaganda. In der Realität suchen und finden die Menschen immer wieder Türchen, um mehr zu erreichen als das, was in der Planwirtschaft möglich ist. DDR - eine Gesellschaft zwischen Mangelwirtschaft und erstaunlichen Möglichkeiten. In den Nischen pflegen die Bürgerinnen und -Bürger zahlreiche Geheimnisse.
03:45
Die DDR tritt mit dem Versprechen an, die Ungleichheit zwischen den Menschen abzubauen. Doch schon bald beginnt die Machtelite, das sozialistische System zum eigenen Vorteil zu nutzen. Seit dem Aufstand 1953 ist klar: Das Volk kann jederzeit aufbegehren. Deshalb verstärkt die SED die Repression und baut die Staatssicherheit aus - als Warnung an alle, die sich dem Parteikurs verweigern. Eine Elite entsteht, die sich vom Volk abkapselt. Wer auf Parteilinie ist und sich engagiert, kann im System der DDR auf viele Vorteile hoffen. Doch während Privilegien für Parteimitglieder bekannt sind, macht die Staatsführung um ihr Privatleben ein großes Geheimnis. Als im November 1989 Bilder aus der Politbüro-Siedlung Wandlitz öffentlich werden, explodiert die Stimmung in der DDR. Schwimmbad, Dienstpersonal, ein Einkaufsladen mit Südfrüchten - der aus westlicher Sicht überschaubare Wohlstand der SED-Spitze bringt Anhänger und Gegner endgültig gegen die Mächtigen auf. Während die Bürger Schlange stehen, lassen es sich die Parteioberen gut gehen. Am Ende implodiert die DDR - nicht zuletzt, weil immer weniger Menschen daran glauben, der reale Sozialismus sei noch zu retten.
04:30
In nicht einmal zwei Jahren - von 1989 bis 1991 - erlebt Ostdeutschland Aufbruch, Niedergang und Neugründungen seiner Medien. Der Film geht auf Spurensuche in die Jahre, in denen die Medienlandschaft in Ostdeutschland neugestaltet wurde. Im September 1989 beschließt eine kleine Gruppe des Neuen Forums in Leipzig: Wir wollen eine Zeitung gründen. Die Idee: das Informationsmonopol der SED-Medien zu brechen. Die Schriften werden noch illegal gedruckt und finden auf den Montagsdemos reißenden Absatz, erinnert sich Peter Fräbel, der zum Gründungsteam gehört. Dann fällt die Mauer. Bis zur legalen Zeitungsgründung ist es jetzt nicht mehr weit. Am 1. Februar 1990 erscheint in Leipzig die erste Ausgabe von "Die Andere Zeitung", kurz DAZ. Offiziell registriert und genehmigt - aber völlig frei von Zensur und Reglementierung. Ein wahrer Gründungsboom setzt ein und erfasst bald jeden Winkel der DDR. Und auch dem Fernsehen der DDR steht eine Zeitenwende bevor.