04:30
Ab den 1980er-Jahren gibt es für Frauen vermehrt den Weg in berufliche Führungspositionen, auch in bisherigen Männerdomänen. Der Anteil an Abiturientinnen und Studentinnen steigt. Für die Veränderung auf politischer Bühne gesorgt hat auch eine damals junge Partei, die Grünen. Ihr geht es auch um Frauenrechte. Bei ihrer ersten Rede im Parlament fordert Abgeordnete Waltraud Schoppe nicht nur die Streichung des Abtreibungsparagrafen, sondern auch eine Bestrafung bei Vergewaltigung in der Ehe und kritisiert den "alltäglichen Sexismus" im Bundestag. Bei aller Kritik am SED-Regime, für die Frauen in der DDR geht manches, was als selbstverständlich galt, nach der Wiedervereinigung verloren, etwa leitende Funktionen in Betrieben, die nun abgewickelt werden.
05:15
Die "Kulturzeit"-Reihe "Control. Alt. Delete" widmet sich drei Vordenkern, deren Ideen den Einfluss der Tech-Branche auf die US-Politik und den fortschreitenden Abbau demokratischer Strukturen maßgeblich geprägt haben. Teil 2: der Literaturwissenschaftler und Stanford-Professor René Girard.
05:30
Das Magazin für Frühaufsteher informiert über Politik, Gesellschaft, Kultur und Sport, stets mit besonderem Augenmerk auf Live-Berichterstattungen. Regelmäßig erfährt der Zuschauer außerdem Wissenswertes über Neuerscheinungen im Kino und im Bücherregal.
09:00
09:30
10:00
darin: L I V E Berlin: Spitzengespräch der deutschen Wirtschaft, Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Peter Leibinger, BDI-Präsident, Jürgen Kerner, 2. Vorsitzender IG Metall.
11:00
Seit 1776 leben die Einwohner der USA in einer Demokratie. Doch nicht wenige Beobachter registrieren seit dem Amtsantritt von Donald Trump Anzeichen für einen Umbau des demokratischen Staates in Richtung Autokratie. An welchen konkreten Entwicklungen lässt sich dieser Eindruck belegen?
11:30
Die Zeit der Großmächte ist zurück: Gilt nun das Recht des Stärkeren, statt der Stärke des Rechts? Die Diplomatie steht unter Druck - Was können Botschafter und Diplomaten heute noch erreichen?
11:45
In wenigen Wochen jährt sich auch die bislang schwerste Nuklearkatastrophe in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie: die von Tschernobyl und das zum 40. Mal. Der Kraftwerkskomplex produziert zwar schon lange keinen Strom mehr, bleibt aber dennoch ein Gefahrenherd. Denn genauso wie alle anderen AKW in der Ukraine ist auch Tschernobyl immer wieder von Kampfhandlungen betroffen, die der Krieg Russlands gegen die Ukraine verursacht. Entsprechend besorgt sind Behörden wie die Internationale Atomenergie-Organisation.
12:00
12:45
Russlands Krieg gegen die Ukraine hat Europas Sicherheitsempfinden erschüttert. Vom hohen Norden bis an die NATO-Ostflanke, vom Atlantik bis zur Iberischen Halbinsel stellt sich dieselbe Frage: Wie gut ist Europa militärisch, politisch und gesellschaftlich aufgestellt?
13:30
14:00
14:45
Alexander Kähler im Gespräch mit Sebastian Puschner, Der Freitag, Beatrix Keim, Automobil-Expertin, Felix Lee, China-Experte, Süddeutsche Zeitung Dossier, Simon Schütz, Leiter Kommunikation Verband der Automobilindustrie (VDA).
15:30
Kann die EU sich noch auf den atomaren Schutzschirm der Amerikaner verlassen? Emmanuel Macron kündigt bei seiner Grundsatzrede auf dem Marinestützpunkt Ile Longue an, dass er sein Nukleararsenal ausbauen will, um Frankreich und Europa zu schützen. Was bedeutet das für Deutschland und die NATO?
15:45
Der Ausgang der Wahlen zum Europäischen Parlament hat in Frankreich ein politisches Erdbeben ausgelöst: Noch am Abend des 9. Juni kündigte Präsident Macron eine Neuwahl des Parlaments an. Und eben diese Wahl könnte Frankreich in ein politisches Chaos stürzen. Macron will die Franzosen zu einer Entscheidung zwingen und seinen Kurs bestätigen lassen. Aber geht der Rassemblement National aus der Parlamentswahl ähnlich erfolgreich hervor, wie aus der Europawahl, dann geht Macrons Rechnung nicht auf. Und dann teilen sich in Frankreich zwei politische Lager die Macht, wie sich unterschiedlicher nicht sein könnten. Frankreich wird dann nur schwer zu regieren sein. Und auch die Auswirkungen für die Europäische Union und konkret auch die Bundesrepublik könnten enorm sein. Wie konnte es dazu kommen? Und wie stehen die Chancen für Macrons Partei Renaissance? Anne Arend hat sich für phoenix in Frankreich umgehört und wenige Tage vor der Wahl ein Stimmungsbild erstellt. Sie hat mit Politikern und Wissenschaftlerinnen gesprochen, aber auch mit normalen Bürgerinnen und Bürgern, und berichtet über deren Sorgen und die Gründe für die große Unzufriedenheit in der französischen Bevölkerung.
16:00
Die Journalistin hat ihre Gäste im Griff. Mit investigativen und gezielten Fragen treibt sie die tagesaktuellen politischen Debatten im Studio voran.
17:05
Putins Russland schützt mit Spitzentechnik aus EU-Staaten wie Deutschland sowie aus den USA seine Atomwaffen in der Arktis. Das zeigt die internationale Recherche "Russian Secrets". Demnach setzten russische Geschäftsleute Firmen auf, um Technik zu beschaffen. Viele Geräte wurden wohl für den Bau des geheimen Militärprojektes "Harmonie" eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk an Unterwasser-Sensorik in der Barentssee. Erstmals kann die Recherche mit dem ARD-Magazin Panorama genauer bestimmen, wo sich der vermutliche Standort von "Harmonie" befindet.
17:30
18:00
Zum Jahreswechsel 2026 geht das Regime im Iran mit brutaler Gewalt gegen Protestierende vor. Die Reportage zeigt, wie sehr die iranische Diaspora in Europa erschüttert ist: In Köln trauert eine Mutter um ihren getöteten Sohn, in Berlin plakatieren Freundinnen Porträts junger Gewaltopfer, in Paris wirbt eine Schriftstellerin für Solidarität.
18:30
Big Tech weiß mehr über die Menschen als sie selbst. Wie Google, Facebook, Amazon und Co. dank personenbezogener Daten zu den mächtigsten und gefährlichsten Firmen der Welt wurden.
19:15
Algorithmen entscheiden, was wir sehen, denken und wählen. Facebook, Google & Co. verdienen mit Daten nicht nur Geld - sie manipulieren Meinungen und beeinflussen Wahlen.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Die Alpen: Touristenmagnet und Kulturraum mit atemberaubender Landschaft. Rund 100 Millionen Menschen besuchen jährlich die Berge und Täler dieser Gebirgswelt. Woher kommt ihre Begeisterung? Zwischen Allgäu und Zugspitze, Matterhorn und den Nord- und Südtiroler Bergen kommen Menschen zu Wort, die sich ein Leben ohne ihre Berge nicht vorstellen können.
21:00
Die längste Gebirgskette der Erde zieht sich entlang der Westküste Südamerikas. Die Anden verlaufen durch sieben Länder und bilden einen eigenen Kosmos mit jahrtausendealten Traditionen. Zwischen Ecuador und Feuerland begleitet die Dokumentation das Leben der Anden-Bevölkerung und geht der Frage nach, wie die Einheimischen ihre Kultur und Identität schützen und pflegen.
21:45
Die Rocky Mountains, über 3100 Kilometer Steine und Berge. Eine beeindruckende Landschaft, die nicht nur die Geologie und das Klima des nordamerikanischen Kontinents entscheidend prägt. Die Rocky Mountains sind auch wichtiger Teil des US-amerikanischen Gründungsmythos. Es waren die Pioniere und Siedler aus Europa, die, um ein neues Leben zu beginnen und neues Land im Westen zu erobern, die monumentalen Berge bezwangen.
22:30
Rund um den Hochvogel, einem fast 2.600 Meter hohen Berg in den Allgäuer Alpen, ist es momentan weitestgehend sicher. Zwar droht der Gipfel in Teilen abzubrechen, doch wäre nur ein unbewohntes Tal in Tirol betroffen, nahe des Dorfs Hinterhornbach. Für Bürgermeister Martin Kärle ist der Bergsturz ein Thema, das ihn ständig begleitet. Sein Dorf ist nicht gefährdet, wenn der Gipfel abstürzt, aber alle Bewohner - und die Touristen - müssen informiert sein. Johannes Leinauer vom Lehrstuhl für Hangbewegungen an der Technischen Universität München arbeitet mit anderen Forschenden daran, den Absturz vorherzusagen.
23:00
00:30
In einem langen und brutalen Krieg befreien sich die Unabhängigkeitskämpfer der Viet Minh unter der Führung von Ho Chi Minh von der fast 100-jährigen Kolonialherrschaft Frankreichs. Nach der Schlacht um Dien Bien Phu 1954 wird das Land durch das Genfer Abkommen in zwei Teile geteilt. Im Norden setzt sich die von Mao und Stalin unterstützte kommunistische Viet Minh für die Wiedervereinigung ein. Im Süden hingegen stellen sich die USA in der Logik des aufkommenden Kalten Krieges an die Seite des autokratischen Regimes von Präsident Diem.
01:25
Auf Empfehlung seines Verteidigungsministers Robert McNamara, der sich für einen "begrenzten Krieg" stark macht, schickt US-Präsident Kennedy einige Spezialeinheiten in den Vietnam. Sie sollen an der Seite der südvietnamesischen Armee den Vormarsch des Vietcongs stoppen. Kennedy genehmigt auch den Einsatz von Napalm und dem Entlaubungsmittel Agent Orange, das ganze Landschaften verwüstet. Ende 1963, kurz vor dem Attentat auf Kennedy, werden Präsident Diem und Innenminister Nhu gestürzt und getötet.
02:20
Während Saigon mit acht Regierungen in nur 18 Monaten im Chaos zu versinken droht, verstärken Hanoi und der Vietcong ihre Angriffe im Süden. Präsident Johnson, der nach Kennedys Tod ein schwieriges Erbe antritt, schlägt mit Luftangriffen in Nordvietnam zurück. Nachdem er 1964 mit überwältigender Mehrheit gewählt wird, entsendet er die ersten Truppen der Marineinfanterie nach Südvietnam. Der Aktivist Bill Zimmerman erinnert sich an die ersten Friedensdemonstrationen in den USA. Infolge der Operation "Rolling Thunder", bei der Nordvietnam mit Bomben übersät wird, erstarkt der Widerstand der Studentenbewegungen.
03:15
Während Präsident Johnson immer mehr Truppen in den Vietnam schickt, verstärken nordvietnamesische Einheiten den Vietcong im Süden. Unter amerikanischem Dauerbeschuss halten viele Frauen wie Le Minh Kue den Ho-Chi-Minh-Pfad offen, über den Waffen und Ausrüstung in den Süden gebracht werden. Im Sommer 1967 weitet sich die Friedensbewegung in den USA aus; in Newark und Detroit kommt es zu Rassenunruhen. Der Marinesoldat John Musgrave berichtet von der Brutalität der Schlacht um Con Thien, aber auch vom Mut und der Solidarität seiner Kameraden. Ende 1967 tritt der von Zweifeln geplagte Verteidigungsminister Robert McNamara zurück.
04:10
Am Vorabend des Tet-Festes starten die nordvietnamesischen Truppen und der Vietcong einige koordinierte Überraschungsangriffe auf große Städte und Militärbasen in ganz Südvietnam. Als die Kämpfe in den Straßen von Saigon wüten, richtet der Polizeichef vor laufender Kamera einen standrechtlich verurteilten Agenten des Vietcongs hin. Diese Bilder lassen die öffentliche Meinung kippen. In Hue massakrieren die Angreifer aus dem Norden noch zahlreiche Zivilisten, bevor sie den Rückzug antreten. Insgesamt ist die Tet-Offensive als verlustreichste militärische Niederlage des Nordens zu bewerten, besiegelt jedoch gleichzeitig die moralische Niederlage der USA.