19:15
1886 machte Frankreich Nordamerika die Freiheitsstatue zum Geschenk: "Gebt mir eure Müden und Armen, eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren!", verkündet die Inschrift. Seitdem hat Lady Liberty im Hafen von Ellis Island Millionen von Einwanderern aus aller Welt empfangen. Auf frühen, nachträglich mit Farbe versehenen Aufnahmen der Filmgeschichte, sieht man die Erleichterten, die die Torturen der Überfahrt und das Prozedere der Einwanderung überstanden haben. Von New York aus ziehen sie in alle Teile des Landes, um ihr Glück zu versuchen.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Inflation, Kriege, Klimakrise: Die Welt scheint aus dem Takt geraten. Für "Am Puls" fragt Christian Sievers, was uns in einer Zeit dauerhafter Unsicherheit noch Halt gibt. Der Verteidigungsminister an der NATO-Ostflanke, ein Unternehmer unter dem Druck irrwitziger Zölle und ein junges Paar, das sich gegen ein zweites Kind entscheidet: Die globalen Krisen wirken bis in das Leben jedes Einzelnen hinein. Für "Am Puls" untersucht Christian Sievers ein Grundgefühl der Gegenwart: Kontrollverlust. Die Krisen stapeln sich nicht nur, sie werden auch zum Dauerzustand. Wie verändert die wachsende Verunsicherung unseren Blick auf die Zukunft? Und was hilft uns als Gesellschaft, in Zeiten epochaler Umwälzungen handlungsfähig zu bleiben?
21:00
Lena Mosel im Gespräch mit ihren Gästen Michael Sauga (Kolumnist Der Spiegel), Rachel Tausendfreund (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, DGAP), Rafael Seligmann (Autor und Politologe) und Daniel Gerlach (Chefredakteur, Zenith).
21:45
22:15
Europa ist geprägt von Migration. Seit Jahrtausenden verlassen Menschen ihre angestammte Heimat und suchen ihr Glück woanders. Gründe dafür gibt es viele. Bei uns reden manche von deutschen Wurzeln und lehnen Zuwanderer als fremd ab.
23:00
Nach dem Brand im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos: Sechs Geflüchtete verurteilt, ein System unter Anklage. Wird das neue Camp ein Ort der Hoffnung? Die umstrittene Verurteilung sechs Geflüchteter für die Brände im Camp Moria setzt eine bewegende Suche nach Menschlichkeit in Gang, die die Schattenseiten eines bedrückenden und oft unmenschlichen Systems aufdeckt. In ihrem Diplomfilm, gefördert von der MFG, gewährt Jennifer Mallmann schonungslosen Einblick in die europäische Abschottungspolitik und die Mechanismen, die Geflüchtete kriminalisieren. Auf der griechischen Insel Lesbos dokumentieren sie und ihr Team den Bau eines neuen, hochgesicherten Flüchtlingscamps - fernab der Öffentlichkeit. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Hintergründe des Brandes im Camp Moria 2020 und die umstrittene Verurteilung von sechs jungen Afghanen als Sündenböcke. Im Zentrum steht der Briefwechsel zwischen Hassan, einem der Verurteilten, und der Regisseurin. Eine visuell eindringliche Anklage gegen ein System, das Schutzsuchende als Bedrohung betrachtet. Der Film verzichtet auf vordergründige Belehrungen und trifft damit den Nerv der Zeit - gerade in einer politisch aufgeheizten Debatte.