04:19
In Klagenfurt steht auf dem Benediktinermarkt das Denkmal eines Fischers. Unehrlich soll er gewesen und dafür zu Stein geworden sein. Max Müller, ein gebürtiger Klagenfurter, kennt die Sage und beginnt nachzuforschen. Der Sagenjäger erfährt über die im späten Mittelalter geltenden Marktregeln - und wie sie umgangen wurden. Seine Recherchen ergeben ein Sittenbild der damaligen Zeit vor über vierhundert Jahren. In Hallstatt untersucht "Rosenheim-Cop" Max Müller den gewaltsamen Tod eines Bergmannes in den Salzminen vor einigen Jahrhunderten. Handelt es sich um Mord? Der Sage nach soll der Mann von einem Berggeist getötet worden sein, weil er ein Geheimnis ausgeplaudert hatte. Oder waren eifersüchtige Kollegen die Täter? Der Sagenjäger erhält viele Antworten. Dennoch bleibt offen, ob es sich um einen realen Mordfall handelt, der als Sage getarnt weitererzählt wurde, oder ob dieser Mord nie geschehen ist.
05:09
In dieser Ausgabe besucht Karl Hohenlohe das Kriminalmuseum im Schloss Scharnstein in Oberösterreich. In mehr als zwanzig Ausstellungsräumen wird die Geschichte des österreichischen Justiz- und Sicherheitswesens vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart lebendig nachgezeichnet. Originalexponate erzählen von einer Zeit, in der Folterinstrumente und Hinrichtungen zum Alltag gehört haben, und geben Einblicke in die Methoden der Rechtsprechung vergangener Jahrhunderte. Spektakuläre Kriminalfälle werden anhand ungewöhnlicher Objekte greifbar: Ein vergifteter Apfelstrudel, historische Fotografien und ein Autowrack stehen stellvertretend für einige der aufsehenerregendsten Verbrechen des Landes. Auf seinem Rundgang begegnet Karl Hohenlohe nicht nur schaurigen Relikten und spannenden Kriminalgeschichten, sondern erfährt auch, welche Rolle Napoleon bei der Gründung der Gendarmerie gespielt hat - und wie sehr diese Entwicklung das Sicherheitswesen in Österreich bis heute geprägt hat. R: Marcus Gotzmann
05:57
TV-Chaotikum von Helmut Zenker
06:30
Filmemacher Xaver Schwarzenberger feiert seinen 80. Geburtstag. Kultur Heute widmet dem Regisseur eine Schwerpunktsendung. Schwarzenberger ist zu Gast bei Moderator Patrick Zwerger-Holder. Als Kameramann und Regisseur prägte er zahlreiche bedeutende Film- und Fernsehproduktionen. Im Interview spricht er über die Zusammenarbeit mit internationalen Größen des Films und über das moderne Kino.
07:00
08:10
Die Isle of Skye, auch genannt Misty Isle, "Nebelinsel", ist die größte der Inneren Hebriden und liegt im westlichen Teil der schottischen Highlands. Das Klima ist rau und das Leben hart, viele Bauern wurden einst von den Gutsbesitzern, den Clans, von ihren Höfen vertrieben. Doch die eindrückliche Landschaft hat in den letzten Jahren viele Kreative auf die Insel gelockt, die hier ihre Inspiration suchen, neue Dinge ausprobieren und alte Traditionen wiederaufleben lassen. Malerin Diana Mackie kam vor 20 Jahren aus London. Sie baute sich auf Skye ein neues Zuhause mit Blick auf ihre eigene Bucht. Ihre Bilder reflektieren das Wetter und die Natur, die sie direkt vor ihrem Fenster findet. Für einen royalen Gin suchen die Gebrüder Wilson Kräuter in den Bergen rund um Portree und werden dabei unterstützt vom "Skye Ghillie" Mitchell Partridge, dem traditionellen Wildhüter der ansässigen Clans. Diese regierten einst die Insel und kämpften einst gegen das königliche Oberhaupt. Heute haben sich die Wogen geglättet, und so hat die Queen den Clan MacLeod auch schon auf Schloss Dunvegan zum Tee besucht. Die junge Tänzerin Sophie Stephenson unterrichtet den traditionellen schottischen Stepptanz, der von den Auswanderern in Kanada getanzt wurde. Sie hofft, die Tradition durch ihr Engagement weiterzutragen. Rob Miller, Musiker aus Südengland, hat sich in einer kleinen Hütte neben seinem Haus eine Werkstatt eingerichtet und vor fast 30 Jahren das erste Schwert hergestellt. Heute gehört er zu den besten Schwertmachern der Welt und wurde sogar von Prinz Charles wegen seiner Kunst angefragt. (2019)
08:55
Heute ist Edgar Unterkirchner ein etablierter Musiker und Komponist - und das obwohl er zunächst überlegte in ein Kloster einzutreten. Warum er sich letztlich für einen anderen Karriereweg entschied, wie Musik ihm dabei half auch große Krisen zu überwinden und was ihn trägt, erzählt Edgar Unterkirchner in "kreuz & quer nah dran". Im "kreuz & quer plus" Räume des Glaubens: "Gott hat kein Museum" - KULTUM Graz.
09:30
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
13:00
Schroffe Gebirge im Norden, sanfte Hügellandschaften im Süden und raue Klippen entlang der Küste - das ist Wales. In Snowdonia tragen Wildziegen ihre Brunftkämpfe aus, in den Brecon Beacons durchstreifen Bergponys die Hügellandschaften, an der Küste leben etwa 5.000 Kegelrobben und auf der Insel Skomer brüten Millionen Seevögel. Zwei Jahre durchstreifte Naturfilmer Hans-Peter Kuttler Wales. Mit hochstabilisierten Kameradrohnen, Zeitlupenkameras, Miniaturkameras und Kameraschienen präsentiert Universum die vielfältige Natur von Englands wildromantischem Nachbarn. Ein Film von Hans-Peter Kuttler Bearbeitung: Margarita Pribyl
13:45
Bei der vegan lebenden Familie Thomson dreht sich einmal im Jahr alles um den Apfel. Vor fünf Jahren zog es die Eltern Tom und Jess aus dem Speckgürtel von London nach Devon, in den Südwesten Englands. Das Dorf Cornwood hat einen öffentlichen Apfelgarten, um den sich die Thomsons mit anderen Dorfbewohnern kümmern. Zu Beginn des Herbstes steht dort die Ernte an. Mit den vielen alten Sorten des Apfelgartens lassen sich besonders gut Nachtische herstellen wie Apfel-Charlotte oder Apfel-Blondies. Aber auch die britischen Klassiker wie Apple Crumble oder der mit Cider gebackene Apfelkuchen dürfen nicht fehlen. Die Thomsons backen ihre veganen Varianten. Auch die Kinder folgten ihren Eltern nach Devon: Die Töchter Connie und Lily sowie deren Freund Jonah Garner. Dort experimentiert Jonah mit einem Apfel-Sauerteigbrot. Sein Trick: ein Hefestarter, den er aus Apfelschalen herstellt. Unmittelbar neben Cornwood liegt das Dartmoor. In dem Nationalpark sind zwar nur wenige Bäume, doch in einem verwunschenen Waldstück entdecken die Thomsons zahlreiche wilde Pilze. Das "Huhn des Waldes" hat einen scharfen, erdigen Geschmack und bringt Abwechslung in den veganen Speiseplan. Hobbybäcker Jonah garniert damit eine Pizza, die er im Foodtruck auf einem Steinofen backt.
14:20
Mit dem englischen König Charles III. sitzt, was nur wenige wissen, ein Achtel Steirer auf dem englischen Thron. Denn Charles' Urgroßvater Prinz Alexander von Hessen, der in russischen Diensten stand, musste einst wegen einer nicht standesgemäßen Heirat den Hof verlassen. Kaiser Franz Joseph fing ihn auf und gab ihm ein österreichisches Regiment, das bei Graz stationiert war. Dort kam dessen Sohn Ludwig zur Welt, der dann eine Enkelin von Königin Victoria heiratete und zum Großvater von Prinz Philip wurde, des späteren Ehemanns der Queen und Vaters von Charles. Im Ersten Weltkrieg hatte Ludwig seinen deutschen Titel Prinz von Battenberg abgelegt und daraus das englische Mountbatten gemacht, um im Krieg gegen die Deutschen seine eigenen deutschen Wurzeln abzulegen. Die Dokumentation zeigt, wieviel die Geschichte der Windsors mit Österreich zu tun hat. R: Alexander Frohner, Buch und Recherche: Günther Fuhrmann
15:10
Die historischen Beziehungen zwischen den Windsors und den Habsburgern waren enger und intensiver, als vielen heute bewusst ist. Queen Victoria war gegenüber Kaiserin Elisabeth großzügig, mehrfach borgte sie ihre Privatjacht der jungen Herrscherin, um diese zur Kur nach Madeira zu bringen. Victorias Sohn Bertie, der spätere Edvard VII. kam regelmäßig nach Österreich und galt als enger Freund von Kronprinz Rudolf. Als 1918 die Monarchie der Habsburger endete, war es Edwards Sohn König Georg V. der einen Offizier nach Eckartsau sandte, um die Sicherheit von Kaiser Karl zu garantieren. Und es war ein englisches Schiff, das Karl ins Exil nach Madeira brachte. In den dreißiger Jahren erschütterte sein Enkel Edward VIII. mit seiner Abdankung den britischen Thron. Unmittelbar danach versteckte sich der nunmehrige Herzog von Windsor für einige Monate auf einem österreichischen Schloss Enzesfeldt bei Wien, danach ging er nach Appesbach bei St. Wolfgang. R: Alexander Frohner, Buch und Recherche: Günther Fuhrmann
16:00
"ORF III AKTUELL am Nachmittag"verstärkt jeweils montags und mittwochs um 16.00 Uhr die bereits etablierte Infoleiste von ORF III. Mit vertiefenden Analysen, spannenden Diskussionen und fundierter Berichterstattung begleitet die Sendung die politischen Entwicklungen in & um Österreich. Eine breite Palette an Hintergrundberichten, Meinungen von Expertinnen und Experten bzw. Live-Interviews geben einen umfassenden Überblick über die relevanten Geschehnisse im In- und Ausland.
17:05
In der 144. Sendung "Klingendes Österreich" besucht Sepp Forcher die alten Städte Weitra, Gmünd, Litschau, Schrems und Heidenreichstein. Die Blockheide, den über 1000m hohen Nebelstein, das nördlichste Gasthaus Österreichs, Burgen, Schlösser, und Kirchen. Dieser unvergleichlichen Landschaft mit ihren großen ruhigen Wäldern, den stillen Teichen, in denen die berühmte Waldviertler Karpfen gedeihen, den Wiesen und Äckern, deren Ebenmaß immer wieder von imponierenden Granitfelsen unterbrochen wird, den oft abgelegenen Höfen und Siedlungen gilt die Aufmerksamkeit dieser Sendung. Neben Volksmusik und Gesang wird auch Schrammelmusik dieses "Klingende Österreich" mitgestalten, weil Kaspar Schrammel, der leibliche und musikalische Vater von Josef und Johann Schrammel in der Gegend von Litschau geboren wurde.
18:10
Von allen Passstraßen, die in Österreich den Alpenhauptkamm überqueren, ist jene über Hohentauern mit 1270 Metern die niedrigste. Einstmals als Gastarbeiterroute in den Ferienzeiten wegen Stau- und Unfallhäufigkeit berüchtigt und gefürchtet, erschließt diese Straße heute wahre "Zauberwelten" in den Niederen Tauern. Die 188. Folge "Klingendes Österreich" blickt auf ursteirische Gebirgslandschaften, wie die Wölzer-, Rottenmanner- und Triebener Tauern, zeigt kulturelle Besonderheiten und bringt die Ruhe und Schönheit der Landschaft mit ihren Wiesen, Seen, Almen und Wäldern zwischen Oberzeiring und Hohentauern zur Geltung. Ein Film von Elisabeth Eisner.
19:18
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
19:25
Nachrichten in Einfacher Sprache- das ist das Wichtigste vom Tag in kurzen Sätzen, mit einfachen Wörtern, ohne Fremdwörter und mit Untertitel.
19:40
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
20:15
Malerische Dorfkirchlein vor imposanten Felsmassiven, grüne Weiden von der flachen morgendlichen Sonne gestreichelt - wer vom Sommer in den Bergen träumt, wird hier mit fast schon klischeehaft schönen Bildern bedient. In Gemeinden wie Zell-Pfarre, Feistritz im Rosental, Ferlach, St. Jakob im Rosental und St. Margarethen im Rosental gehen die Uhren noch ein wenig anders - ist man hier doch mehr im alpinen Rhythmus verhaftet als in den oft eng getakteten urbanen Milieus. Die dritte Ausgabe der neuen Staffel "Bergdörfer" zeigt die Karawanken und stellt das typische Leben an diesem südlichen Gebirgszug dar, von wo es nicht weit nach Slowenien ist.
21:05
In Kärnten, im Bezirk St. Veit an der Glan, liegt das malerische Görtschitztal. Franz Höfferer und sein Sohn Stefan nehmen heuer mit einem vielversprechenden Widder an der Schafzuchtversteigerung, der sogenannten Körung, teil. Hoch über dem Tal, auf der Saualm, haben die Weidetiere das ganze Jahr über ihre Ruhe. Außer am 15. August - da findet am höchsten Punkt die alljährliche Gipfelmesse am großen Sau-Ofen statt. Die Mirniger Schuhplattler organisieren nicht nur die Messe, sondern auch den anschließenden Almkirchtag. Rupert Leikam, einer der letzten Zinngießermeister und schon in Pension, unternimmt gerne Mopedausfahrten durch Mittelkärntens endlose Hügellandschaften. Im Görtschitztal finden diesmal die österreichweiten Meisterschaften im Pflügen statt - eine landwirtschaftliche Tätigkeit, die für Laien leicht aussieht, aber hohe Präzision und Können erfordert. Ebenfalls ein jährliches Spektakel ist der "Tanz beim Kanz", eine Volkstanzveranstaltung, wo sich Tanzgruppen aus verschiedenen Regionen treffen. R: Leopold Fuchs
21:55
Wer in den Seetaler Alpen himmelwärts strebt, kann seine Alltagssorgen bald hinter sich lassen. Auf 2.300 Meter führt der Aufstieg - jenseits der Waldgrenze hat man einen klaren Blick über die steirischen Gipfel und Täler, die diesen Gebirgszug säumen. Touristen kennen die Gegend vom sommerlichen Wandern, Skifahrer schätzen das kleinere Skigebiet Klippitztörl. Wie in vielen alpinen Regionen in Österreich finden sich auch hier noch angestammte Bewohnerinnen und Bewohner, die die bergbäuerlichen Aufgaben, aber auch die Lebenstraditionen ihrer Eltern und Großeltern weiterführen. Hier, wo manche Hütte noch gar nicht so lange Strom hat, lebt es sich in angenehmer Distanz zur Modernisierung. Dafür bleibt mehr Zeit, um das Panorama zu bewundern und den Wind in den Latschen raunen zu hören.
22:30
Die heimische Politik beschäftigt momentan vor allem eines: Die Verhandlungen rund um das heimische Budget. Bereits im Juni und damit mehrere Monate früher als üblich will SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer seine Budgetrede im Parlament halten. Hinter den Kulissen wird eifrig verhandelt. Dabei zeichnet sich keine Entspannung ab, ganz im Gegenteil. Die obersten Schuldenwächter des Landes, der Fiskalrat, sehen wesentlich mehr Sparbedarf als das Finanzministerium. Einmal mehr wird die Forderung nach echten Strukturreformen und Einsparungen laut, während der Krieg im Nahen Osten und die steigenden Energiepreise die Wirtschaft und die Menschen treffen. Auch der ORF kommt weiter nicht aus den Schlagzeilen: Während die Causa Weißmann die Anwälte beschäftigt, stellt sich Ingrid Thurnher am Donnerstag im Stiftungsrat der Wahl zur Generaldirektorin bis Ende des Jahres. Darüber diskutieren in einer Runde der ChefredakteurInnen bei ORF-III-Chefredakteurin Lou Lorenz-Dittlbacher: Christina Traar (Kleine Zeitung), Christoph Kotanko (Oberösterreichische Nachrichten), Gernot Bauer (profil), Anna Tillack (ARD) und Christian Nusser (Heute-Verlag).
23:20
Die Rückkehr Donald Trumps ins Präsidentenamt spült nicht nur ein neue Generation ultraloyaler Politiker und milliardenschwerer Unternehmer, sondern auch die ganze Familie Trump an die Hebeln der US-Politik. Söhne, Töchter, Schwiegerkinder und enge Vertraute übernehmen offizielle Funktionen oder wirken informell an politischen Entscheidungen mit. Fachliche Qualifikation, politische Erfahrung und institutionelle Regeln treten dabei in den Hintergrund - entscheidend ist vor allem persönliche Nähe und Ergebenheit gegenüber Trump. Im Mittelpunkt steht die Verlagerung des politischen Machtzentrums: weg von den traditionellen politischen Institutionen der Vereinigten Staaten und dem Regierungssitz im Weißen Haus in Washington, hin zu Trumps luxuriösem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida. Das einst historische Anwesen ist längst mehr als ein privater Rückzugsort. Es wird zum exklusiven Treffpunkt für Familienmitglieder, politische Verbündete, wohlhabende Unterstützer und rechte Medienakteure, die dort exklusiven Zugang zu dem mächtigsten Mann der Welt erhalten. Die Dokumentation zeichnet das Bild eines Präsidenten, der die Grenzen zwischen Staat, Familie, Geschäft und persönlichem Netzwerk zunehmend verwischt. Sie zeigt, wie politische Entscheidungen in einem Umfeld vorbereitet und beeinflusst werden, das von Selbstbereicherung, bedingungsloser Gefolgschaft und Nepotismus geprägt ist. So entsteht das Porträt eines Machtapparats, in dem persönliche Bindungen mehr zählen als demokratische Legitimität, fachliche Eignung und institutionelle Kontrolle.