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In der Weststeiermark werden die weltberühmten Lipizzaner gezüchtet und ein einzigartiger Wein aus der blauen Wildbacherrebe kultiviert, der Schilcher. Doch lässt sich hier auch Unbekanntes entdecken. Weitläufige Almen, unberührte Flusslandschaften, liebliche Weinhänge und Winzerhäuser: Das ist die Weststeiermark. Der Ruß des Kohlebergbaus ist Geschichte. Heute sind es die weißen Lipizzaner und die blaue Wildbacherrebe, die das Land bunt und ungestüm lebensfroh machen. Über die Jahrhunderte war die Weststeiermark geprägt vom Kohlebergbau. Mit seiner Hilfe konnten die Krisenjahre nach den beiden großen Weltkriegen bewältigt werden. Das Kohlerevier rund um Köflach ist weitgehend ausgeschöpft, 2006 wurde das Bergwerk stillgelegt, ebenso das Kohlekraftwerk im benachbarten Voitsberg. Der Tourismus ist heute der bedeutendste Wirtschaftszweig im Land, und seine wichtigsten Aushängeschilder sind die weißen Pferde im Gestüt Piber, die Lipizzaner. Hier werden die weltberühmten Tiere für die "Spanische Hofreitschule" in Wien gezüchtet, aufgezogen und trainiert. Und daneben steht der Schilcher, jener unverwechselbare Roséwein, der aus der Blauen Wildbachertraube gewonnen wird. Es war der steirische Prinz, Erzherzog Johann, der diese Reben in großem Stil anbauen ließ. Nur im Schilcherland von Ligist über Stainz bis nach Eibiswald findet die Rebsorte die besten Böden und das passende Klima. Der Film zeigt den Arbeitsalltag im Gestüt Piber im Laufe eines Jahres. Von der Aufzucht der Fohlen über den Almsommer der Jungtiere, wo sie Trittsicherheit und Ausdauer erlangen, bis hin zum majestätischen Einsatz der Pferde in der "Spanischen Hofreitschule" in Wien. Zudem erzählt er von den Winzern des Landes, die alljährlich Schilcher produzieren und dabei neue, ungeahnt kreative Wege gehen. Abseits der weißen Pferde und der blauen Reben führt der Film durch eine unglaublich reichhaltige Landschaft und bietet spannende Einblicke in die Frühgeschichte eines Landes, das heute kulturell gleichwohl fortschrittlich wie traditionsbewusst ist. Eine Dokumentation von Alfred Ninaus und Fritz Aigner
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"Rosenheim-Cop" und Sagenjäger Max Müller ist wieder unterwegs in Österreichs Regionen und geht altem Sagengut auf den Grund. Im Burgenland untersucht er die Behauptung, der Neusiedler See sei aufgrund eines Fluches entstanden. Auf Burg Forchtenstein erfährt er von einer erstaunlichen Geschichte über den untreuen Fürsten von Forchtenstein und seine rachsüchtige Frau. Der Sagenjäger entdeckt überraschend viel Wahrheit hinter der Sage und wirft in Frauenkirchen einen Blick in die Klosterchronik der Basilika - mit verblüffenden Erkenntnissen. In Salzburg beschäftigt sich der Sagenjäger mit einer jungen Magd aus Wals-Siezenheim, die von einem Vogel eine Botschaft erhält und danach auf Nimmerwiedersehen verschwindet. War die Magd vielleicht zu beliebt? Ist ihr Verschwinden die Folge eines Verbrechens? Max Müller stellt spannende Theorien auf und lässt ein Phantombild der Vermissten erstellen. Eine neue Spur führt zur überraschenden Erkenntnis: Bei der jungen Magd handelte es sich höchstwahrscheinlich um eine Wildfrau.