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Schönbrunn glauben alle Einheimischen zu kennen, doch diese Erbe Österreich Neuproduktion gibt bislang unbekannte Einblicke in das Leben und den Alltag dieses berühmtesten Schlosses Österreichs. Maria Theresia dehnte den Sommer vom April bis tief in den Herbst, um dem Gestank der Stadt zu entfliehen. Den Zoo, den sich ihr Ehemann wünschte, ließ sie nur weit weg vom Schloss zu - sie wollte nicht den Geruch der Stadt gegen den von Giraffen eintauschen. Nachdem sie nahezu jedes Jahr ein Kind gebar, wurde das Obergeschoß durch eine Querdecke halbiert und so genügend Räume für den Nachwuchs geschaffen. In der Maximalbesetzung funktionierte das Schloss mit bis zu zweitausend Bediensteten, die ebenfalls untergebracht und versorgt werden mussten. Nach Maria Theresia nütze niemand das Schloss mehr als Kaiser Franz-Joseph. Er war jeder Modernisierung abhold und lebte vergleichsweise spartanisch. Der Film erzählt unter anderem, warum das neu angeschaffte Telefon ausgerechnet auf der kaiserlichen Toilette installiert wurde. Eine Coproduktion mit ZDF-Arte, R: Klaus Steindl
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Das Netzwerk der Habsburger reichte weit, auch tief in die Herrscherfamilien an sich verfeindeter Länder hinein. Die "Habsburg Connection" hinterließ ihre Spuren im Süden von Wien, im Raum Wiener Neustadt. Denn hier in Frohsdorf residierten abgeschirmt von der damaligen Öffentlichkeit die Angehörigen von französischen Exil-Königen, etwa der Thronprätendent Henri d'Artois, der in diesem Schloss zum neuen französischen König erzogen wurde, eine geplante Karriere, die dann allerdings der Lauf der Geschichte vereitelte. In Schwarzau lebte ein weiterer Bourbonen-Spross, Zita von Bourbon-Parma, die hier 1911 ihre Hochzeit mit Kaiser Karl I. feierte und so zur letzten Kaiserin des Habsburgerreiches wurde. Regisseur Alexander Frohner macht sich in dieser ORF III Erbe Österreich Produktion auf die Suche nach den verborgenen Spuren fremder Monarchien im Süden Wiens und erklärt die Zusammenhänge, warum hier alles so gekommen ist.
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In Kärnten begibt sich "Rosenheim-Cop" und Sagenjäger Max Müller auf die Spur des Krapfenbäck Simale, eines berüchtigten Räubers. In einem Gasthaus wird ihm das originale Messer des Räubers präsentiert, eine Nachbarin zeigt sogar dessen Brieftasche. Der Sagenjäger unternimmt eine Tour durch den berüchtigten Wolschartwald, in dem der Krapfenbäck einst sein Unwesen getrieben haben soll. "Hochwürden auf Abwegen! Pfarrer und Bauer rauben einen einsamen Wanderer aus." Aber so kann es doch nicht gewesen sein? Der Pfarrer von Latschach wird Max Müller ganz anders geschildert: Ein Mann von Ehre, der sein Leben dem Bau der Kirche gewidmet hat. Aber woher hatte er das Geld für den prächtigen Bau? Der Sagenjäger forscht nach und entdeckt verborgene Talente des Pfarrers auf alchemistischem Gebiet. Um die guten Absichten zu bestätigen, wird sogar die Gruft, in der er bestattet wurde, geöffnet.