21:59
Dort, wo der Arlberg am schroffsten ist, zwischen Paznaun, Silvretta und Verwall, verläuft das Stanzertal. In dem kargen Hochland stellt sich für die Bauern jeden Tag die Wasserfrage für die Felder: Das wenige Wasser, das aus dem Berg kommt, muss für alle landwirtschaftlichen Flächen reichen. Mit der sogenannten Rieselbewässerung, die das Wasser über eine leicht abschüssige Ebene über die ganze Fläche des Feldes verteilt, haben die Menschen hier eine seit Generationen bewährte Form gefunden, die auch entsprechend gepflegt und verwaltet wird. Die Rieselbewässerung steht hier exemplarisch für den schonenden Umgang mit den Ressourcen und für die ständige Gratwanderung zwischen den Interessen der Menschen und der Natur. R: Martin Vogg.
22:36
Seit Wochen machen Autofahrerinnen und Autofahrern die hohen Spritpreise zu schaffen und dominieren Alltag und Schlagzeilen. Jetzt, wo die Tage wärmer werden und der wohlverdiente Sommerurlaub ansteht, drohen Kerosinknappheit und hohe Kerosinpreise als Folgen des Kriegs im Nahen Osten. Wie geht es weiter mit den Spritpreisen? Wie wirkt sich das Doppelbudget auf Energiewende und Energiepreise aus? Wie wahrscheinlich sind Flugausfälle und verteuerte Flugtickets? Was kann Österreichs Politik dem entgegenhalten? Und was bedeutet das für den Sommerurlaub? Darüber diskutieren bei Reiner Reitsamer in einer neuen Ausgabe von "zur SACHE" am Mittwoch, dem 29. April 2026, um 22.30 Uhr in ORFIII Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie und Tourismus, ÖVP), Leonore Gewessler (Klubobfrau, Die Grünen), Peter Malanik (Geschäftsführer Dachverband Luftfahrt), und Hanno Lorenz (Agenda Austria).
23:28
Die Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl 1986 gingen weit über die Grenzen der damaligen Sowjetunion hinaus. In Österreich übertönt der mediale Trubel um Arnold Schwarzeneggers internationaler Traumhochzeit und Kurt Waldheims Wahlkampf um die Bundespräsidentschaft zunächst die dunklen Nachrichten. Erst einige Tage nach dem Unglück sickern die Neuigkeiten über die atomare Wolke durch: Doch die Berichte sind ungenau, widersprüchlich und lückenhaft. Als die UdSSR schließlich westliche Länder um Hilfe bittet, wird deutlich, dass das Ausmaß der Katastrophe viel größer ist als gedacht. Dennoch sagt die Regierung der traditionelle Maiaufmarsch nicht ab - mit fatalen Folgen. Endlich wird eine Reihe von Maßnahmen für die österreichische Bevölkerung implementiert. Doch nicht zuletzt aufgrund regionaler Unterschiede in den Regelungen, fehlender wissenschaftlicher Erklärung und politischer Antworten, wird den Menschen kaum verständlich, welche weitreichenden Auswirkungen die Strahlung wirklich haben kann. Ungewissheit und Chaos prägen die folgenden Wochen. Welche Konsequenzen hatte der Super-GAU tatsächlich für die Österreicherinnen und Österreicher? Die neue ORF-III-Dokumentation befragt österreichische Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen aktuellen Blick auf die damalige Datenlage werfen. Fragen über die Energieversorgung Österreichs ziehen eine thematische Linie bis in die Gegenwart. Wie kann die Versorgung bei wachsendem Energiebedarf sicher und nachhaltig gestaltet werden?