15:24
Als sie in einem Fernsehbericht ihre große Liebe, den Schiffer Ernst wieder erkennt, macht sich die wohlbegüterte Botschaftsratswitwe Lotti Portuné spontan auf den Weg an die Elbe. Sehr zum Missfallen ihrer Tochter Charlotte, die wirklich andere Sorgen hat, als sich mit den Eskapaden ihrer Mutter auseinanderzusetzen - immerhin will sie in Kürze heiraten. Aber schließlich wird der Ausflug in die Welt der Elbe-Schiffer für die beiden Frauen zu einem Abenteuer, das ihre Zukunft einschneidend verändert.
16:58
Gemeinsam mit dem elfjährigen Waisenbuben Stefan kommt Freddy nach Kanada. Am Rande der Rocky Mountains hat ihm sein verstorbener Onkel eine Ranch vererbt. Doch auch der reiche Nachbar Henry O`Brian, der mit seiner bezaubernden Tochter Manuela ein großes Anwesen bewohnt, zeigt Interesse an dem scheinbar wertlosen Stückchen Land. Mit allen Mitteln setzt er Freddy unter Druck, um ihn wieder aus Kanada zu vertreiben.
18:39
Der Angestellte und Hobbysänger Fritz Meyer fährt nach Ischia, wo er dem amerikanischen Millionär Mr. Stone aus einer Verlegenheit hilft. Als Fritz zum Dank dafür in dessen Villa eingeladen wird, merkt er schon bald, dass Mr. Stone von seinen Gästen eher ausgenommen als bewundert wird.
20:15
Zwei Schlüsselwerke der Romantik aus dem Wiener Konzerthaus: Johannes Brahms' 1. Klavierkonzert und Franz Schuberts "Große" Sinfonie in C-Dur. Es spielen die Wiener Symphoniker unter der Leitung ihres Chefdirigenten Petr Popelka. Beide Werke vereinen große Formen, innere Würde und musikalische Ausdruckskraft. Der Wahl-Wiener Johannes Brahms hat sich auch stark mit der musikalischen Hinterlassenschaft von Franz Schubert auseinandergesetzt. Die letzten 25 Jahre seines Lebens verbrachte Brahms in Wien und wohnte in der Karlsgasse, nicht weit vom Wiener Konzerthaus entfernt. In diesem brilliert Yulianna Avdeeva, die Preisträgerin des Internationalen Chopin-Wettbewerbs 2010, nun mit Brahms erstem Klavierkonzert in d-Moll.
22:08
Unter der Verwendung qualtingerscher Originaltexte entwickeln die beiden Autoren ein Pandämonium 'Wiener Herzlichkeit'. In einem Gemeindebau, im Prater und den darumliegenden Gassen, Würstelständen etc. spielend, ergeben Figuren und zielsichere Pointen einen vergnüglichen Wiener Film, geschrieben für die Riege ansässiger Kabarettisten.
23:43
Am 1. Oktober 1946 ging der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes zu Ende. Die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs (USA, Großbritannien, Sowjetunion und Frankreich) klagten in dem Hauptkriegsverbrecherprozess 24 Personen und sechs Organisationen vor dem "International Military Tribunal" (IMT) an. Der Prozess dauerte ein knappes Jahr und begann im November 1945. Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), ist nach Kriegsende zu mehr als 90 Prozent zerstört. Und doch beginnt inmitten dieser trostlosen Kulisse "der Prozess des Jahrhunderts". Erstmals werden führende Vertreter des NS-Regimes für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Journalisten aus aller Welt berichten: Über 300 Reporter, Schriftsteller und Fotografen kommen nach Nürnberg. Die US-Armee bringt sie am Stadtrand im Schloss Faber-Castell unter. Mit dabei: die US-Journalistin Martha Gellhorn, aber auch Zeitzeugen wie Elsa Triolet, John dos Passos, Erika Mann, Ilya Ehrenburg und Joseph Kessel.Ihre Berichte geben sensible Einblicke in einen der bedeutendsten Gerichtsprozesse und stellen die Weichen für eine neue Weltordnung. Die Dokumentation greift auf reiches Archivmaterial zurück. Die Schilderungen aus so unterschiedlichen Blickwinkeln stellen ein eindrucksvolles Dokument dieses "Jahrhundertprozesses" dar. Erstmals wurden Politiker und Militärs persönlich zur Verantwortung gezogen und mit ihrer individuellen Schuld konfrontiert. Die Verhandlung vor dem Internationalen Militärgerichtshof war Wegbereiter für den heutigen Internationalen Strafgerichtshof im niederländischen Den Haag.