Nutella ist von kaum einem Familientisch wegzudenken. Vor allem Kinder lieben die Nuss-Nougat-Creme, mit der Ferrero eine eigene Produktsorte begründet hat. Wie gesund sie ist, darüber kann man angesichts des hohen Zuckergehalts kaum streiten. Wenige wissen jedoch, dass Ferrero als Hauptabnehmer türkischer Haselnüsse maßgeblich den Einkaufspreis dieser Ware und damit auch die dortigen Arbeitsbedingungen prägt. Lohndumping und Kinderarbeit sind dort an der Tagesordnung, berichten Kritiker. Also Ausbeutung für unser Sonntagsfrühstück? Auch ein anderes Paradeprodukt des Konzerns wirft sonderbare Fragen auf: "Mon Chéri mit der Piemont-Kirsche" - einer der einprägsamen Slogans des Ferrero-Konzerns. Doch im Piemont in Italien staunt man über dieses Versprechen. In dieser Region werden praktisch keine Kirschen angebaut. Woher sie dann wirklich stammen, das deckt Produkttester Sebastian Lege auf. R: Christian David
Die Industrie setzt bei den bunten Ostereiern vor allem auf Bodenhaltung. Gefärbte Bioeier haben sich für die Branche in der Vergangenheit nicht gelohnt. Die Farben der Ostereier gelten als Lebensmittel und unterliegen daher einer strengen EU-Verordnung. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf den bemalten Schalen nicht mehr zu erkennen. Deshalb kontrolliert der Verbraucherschutz per Stichproben. Ab der zwanzigsten Lebenswoche der Hennen haben ihre Eier die härteste Schale, ab der dreißigsten Woche ist die Legeleistung am besten. Nach dem ersten Lebensjahr sind ihre Eier dann in der Regel zu groß und die Eierschale zu porös für die Färbereien. Ein Einblick in die Wirklichkeit der Ostereier-Produktion. R: Timo Gramer, Veronika Loepp
In der immer rationaler werdenden westlichen Welt sind viele Menschen auf der Suche nach transzendentalen Bezügen. Berichtet wird über Aktivitäten von Glaubensgemeinschaften sowie kirchenpolitische Vorgänge.
Das Fernsehmagazin für Kroaten, Roma, Slowaken, Slowenen, Tschechen und Ungarn.
Ostern steht für Frühling, für Erneuerung und für ein positives Lebensgefühl. Das Schönste für viele Kinder ist in diesen Tagen die Suche nach einem Schokoladenhasen. Zu Ostern wird annähernd so viel Schokolade verkauft wie zu Weihnachten, für Süßwarenhersteller zählt es zur umsatzstärksten Zeit. Die Schokoladenindustrie hat sich vor über zwanzig Jahren vertraglich verpflichtet, bis 2007 keine Kinderarbeit mehr auf den Kakaoplantagen zuzulassen. Doch halten sich die Konzerne daran? Der heurige Schoko-Boom zu Ostern ist ein Anlass, um nachzusehen, was die Besserungsgelöbnisse bisher bewirkt haben
Osterschinken, Ostereier, Schokohasen - auch heuer wieder ruft es aus allen Ecken des Supermarktes "kauf mich". Das Osterfest ist als Umsatz-Booster fix eingeplant, greifen wir doch anlassbedingt zu Verlockungen, deren Strahlkraft im Rest des Jahres überschaubar ist. Die Themenmontag-Neuproduktion hat sich den österreichischen Osterkonsum kritisch angesehen - was kosten die Dinge, welchen österlichen Preisaufschlag zahlen wir, und wie sieht es mit der Qualität der Waren aus? Gerade angesichts des Bio-Eier-Mangels im heurigen Frühjahr stellt sich die Frage, wie viele Eier diesmal importiert werden müssen, um die Nachfrage zu erfüllen, und zwar von wo und aus welchen Produktionsbedingungen? Kommt der Osterhase heuer gar aus einer niederländischen Legebatterie?
Die Karlskirche ist eines der großen Wahrzeichen Wiens. Der mächtige und prachtvolle Barockbau ist das Gravitationszentrum des Karlsplatzes. Anfang des 18. Jahrhunderts gelobte Kaiser Karl VI. während der letzten großen Pestepidemie in Wien seinem Namenspatron Karl Borromäus zum Dank eine Kirche zu errichten, sollte die Pest von der Stadt abgewendet werden können. Ihr heutiges Erscheinungsbild verdankt die Karlskirche ihrem Architekten, dem Erbauer Schloss Schönbrunns, Johann Fischer von Erlach, der mit dem Sakralbau eine Verbindung zwischen Rom und Byzanz verdeutlichen wollte und sich darum an Elementen der Hagia Sophia, sowie der Trajansäule des römischen Forums bediente.
"Unter dem breiten Dach des Stephansdoms ist für viele und vieles Platz.", sagt der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn über das Wahrzeichen von Wien. In der Kathedrale finden Menschen ihren Arbeitsplatz, hier kommen Menschen her um ihre Bitten und ihren Dank auszusprechen oder um von ihrer Schuld losgesprochen zu werden. In den Stephansdom kommen Menschen mit ihren Kindern um sie taufen zu lassen, aber auch um sich von geliebten Verstorbenen zu verabschieden. Der Stephansdom ist Gebetshaus, Sehenswürdigkeit und ein Haus für Kunst und Musik gleichzeitig. Der Film begleitet interessante Persönlichkeiten, die mit je anderen existentiellen Anliegen in den Dom kommen. Gleichzeitig erläutert die Doku anhand dieser Themen geschichtliche Bezüge dieses identitätsstiftenden Wahrzeichens von Wien und Österreich.
Brauchtum und gelebte Frömmigkeit haben gerade um große Feiertage wie Allerheiligen einen hohen Stellenwert bei den Menschen. In Oberösterreich pilgern die Menschen zu solchen Anlässen zum Beispiel ins Stift St. Florian. Hier finden sie ein geistiges Zentrum, das dem gemeinschaftlichen Leben Halt und Struktur gibt. Regisseur Peter Beringer zeigt, wie vor allem die bäuerliche Bevölkerung die Verbundenheit mit dem Jahreszyklus der Natur und mit dem Festtagskalender im Umkreis um St. Florian lebt und welche Rolle das Stift dabei spielt.
Ein blühender Garten mit vielerlei Bäumen und guten Früchten - so wird in der Heiligen Schrift das Paradies beschrieben. Viele Botschaften der Bibel sind ohne Pflanzenwelt kaum vorstellbar: An die 120 verschiedene Formen sind genannt, vom Feigenbaum über den Weinstock und das Senfkorn bis zur Lilie. Zahlreiche derartige kleine Paradiese finden sich im kirchlichen Umfeld bis zum heutigen Tag. Die Dokumentation "Paradies auf Erden - Klostergärten in Niederösterreich" zeigt acht beeindruckende Beispiele. Vorgestellt werden neben einzelnen Pflanzen und den Schönheiten der gesamten Gartenanlagen auch die Menschen, die sie pflegen (Gestaltung: Barbara Baldauf, Kamera: Helmut Muttenthaler und Michael Binder)
In Pöggstall und seiner Umgebung legen die Menschen noch großen Wert auf ihre traditionellen Osterbräuche. Ob traditionell gebundene Palmbuschen, handgefertigte Weidenkörbe, mundgeblasene Glaseier, Fastenspeisen, Gebildbrot oder kunstvoll bemalte Eier, all dies findet man in und um Pöggstall. Auch die kirchlichen Feierlichkeiten werden mit großem Aufwand betrieben, und so versammelt sich das ganze Dorf etwa zur Palmsonntagsprozession oder zum Osterfeuer am Ostersamstag.
In Weikendorf und Eckartsau im Marchfeld wird noch grenzüberschreitend zur Slowakei die Tradition Ostereier zu schmücken hochgehalten. Mannigfach verzierte kleine Ostereier-Kunstwerke entstehen in gelebter Nachbarschaft: durchbrochene, geritzte oder mit Naturfarben getönte. Kulinarisch wird der Palmsonntag in Eckartsau mit einem Vorostermenü gefeiert. Es gibt eine Morchel-Frühlingssuppe sowie eine Wildschweinspezialität: einen Frischlingsschlögel mit Gemüsesauce und Bärlauchnockerl. In der Osterküche hat das Ei generell viele Aufgaben: Es macht die verschiedenen Germstriezel, Pinzen und Kuchen besonders gelb und locker und auch in der sauren Osterküche sind Eier nicht wegzudenken: wir dürfen gefüllte Eier und ein Eierlikörtortenrezept verkosten. Dass Lammfleisch für Ostern verwendet wird, hat Tradition. Am Menüplan stehen Lammkoteletts und Rosmarinerdäpfeln. Ostern ist jedes Jahr ein prachtvolles Kirchenfest in Weikendorf, beginnend mit der Palmprozession am Palmsonntag und abschließend mit einem Osterfeuer im Innenhof des Pfarrhofes in der Nacht auf den Ostersonntag.
Fastentücher und Osterbräuche führen das Filmteam durch Kärnten. In Millstatt wird gefilmt, wie solch ein riesiges Fastentuch aufgezogen wird. Das Millstätter Fastentuch zeigt auf nahezu 50 Quadratmetern Leinwand 41 mit Leimfarben gemalte Einzelbilder: aus dem Alten Testament, Begebenheiten aus dem Leben Jesu sowie seiner Passion. Das Millstätter Fastentuch gilt als das schönste Fastentuch, aber das behauptet der Haimburger Pfarrer Josef Damej von seinem auch. In Gurk hängt das größte und älteste Fastentuch, es stammt aus dem Jahr 1458. Auf einer Fläche von fast hundert Quadratmetern hat Meister Friesach 99 Bilder untergebracht. Am Gründonnerstag ist das Filmteam in Pleßnitz beim "Tafelngehn". Dabei laufen die Kinder des Dorfes bei Einbruch der Dunkelheit mit Tafeln und Ratschen durch den Ort. Einige Ratschen sind so groß, dass sie von zwei Burschen getragen werden müssen. Am Karfreitag findet das "Kreuzziehen" in Tresdorf im Mölltal statt, eine Art Passionsspiel, währenddessen kein Wort gesprochen wird. Die Akteure tragen Masken und erzählen die Handlung nur mit Gesten. Am Sonntag geht es zum "Kugelwerfen" in Zelsach und am Ostermontag zum "Eierhacken" vor der Kirche St. Wolfgang. Hier lassen die Erwachsenen die Kinder ihre bunten Ostereier ins Gras legen und versuchen, mit einer Münze das Ei so zu treffen, dass die Münze im Ei stecken bleibt. (2015)
Heringsschmaus, Aschenkreuz, Fastentücher - das Ende des lauten Faschings und der Beginn der enthaltsameren Zeit haben sich gerade auf dem Land tief in das heimische Traditionsbewusstsein gegraben. Zum heurigen Aschermittwoch erklärt ORFIII in dieser Neuproduktion, welche Fastenriten es in den einzelnen Bundesländern gibt und wie sie gelebt werden. Gestalterin Marion Flatz zeigt unter anderem das Verhängen der Altarbilder mit violetten Tüchern in Kärntner Pfarren, ein Fastenrezept aus der Klosterküche des Stiftes Geras im Waldviertel und wie die Franziskanermönche im burgenländischen Frauenkirchen den Aschermittwoch begehen. Fasten ist heutzutage nicht nur mehr religiös unterlegt, sondern wird von vielen auch zum inneren Ausgleich praktiziert.
Mariazell ist mit einem guten Fußmarsch von St. Lambrecht aus erreichbar, lagen die beiden Orte doch immer auf einer berühmten Pilgerroute. Bis heute fühlen sich die steirische Basilika und das Benediktinerkloster einander zugehörig. Beide sind aus der steirischen Traditionspflege nicht wegzudenken. Das am Fuß der Grebenzen gelegene Stift betreut die Gemeinden des Umlandes. Die reizvolle alpine Landschaft, das nahe gelegene Ski- und Ausflugsgebiet und das attraktive Gotteshaus sind die Gründe, warum St. Lambrecht bei den Menschen so beliebt ist.
Hochzeiten, Thronfeiern und Seelenmessen: Die Augustinerkirche in Wien war jahrhundertelang die Bühne für die wichtigsten Ereignisse der habsburgischen und damit der österreichischen Geschichte. * Maria Theresia, ihr Sohn Josef II und ihre Tochter Marie Antoinette, Kaiser Franz Josef und sein Sohn Kronprinz Rudolf haben hier geheiratet. In der Herz-Gruft sind die Herzen von 54 Habsburgern in silbernen Schalen verwahrt, die eine "Herzbestattung" erhielten. * Es ist die bestversteckte Kirche Österreichs: Auf dem belebten Wiener Josefsplatz hasten täglich hunderte Menschen an ihrer Pforte vorbei, ohne hinter der unauffälligen Fassade eine der bedeutendsten Kirchen Österreichs zu vermuten. Glück und Trauer. Hochzeiten, Thronfeiern und Seelenmessen. Die Augustinerkirche im Herzen Wiens war jahrhundertelang die Bühne für die wichtigsten Ereignisse der habsburgischen und damit der österreichischen Geschichte: "Tu Felix Austria nube - Du glückliches Österreich heirate". Die ehrwürdigen Mauern der Augustinerkirche wurden Zeugen der wichtigsten habsburgischen Eheschließungen. In der Loreto-Kapelle beteten die Frauen aus dem Haus Habsburg um Nachkommenschaft. Hier fanden auch die Segnungen von Mutter und Kind, nachdem eine Kaiserin das Wochenbett verlassen hatte, statt. In der Augustinerkirche wurden aber nicht nur neue Erdenbürger begrüßt, sondern auch Verstorbene verabschiedet: Die Georgs-Kapelle diente im 16. Jahrhundert einer Totenbruderschaft als Versammlungsraum. Als Pfarrer der Augustinerkirche kennt Pater Matthias die Geschichte und die Geschichten rund um die Hofkirche der Habsburger besonders gut. Karl Hohenlohe lässt sich von ihm in die Geheimnisse der Kirche und des Klosters einweihen. Pater Nikolaus sperrt für ihn sogar die berühmte Herz-Gruft auf. 54 Habsburger haben hier nach uralten Riten eine sogenannte "Herzbestattung" erhalten. Musikdirektor Peter Tiefengraber erklärt dem Besucher die historische Orgel, die ursprünglich aus dem Jahr 1785 stammt. St. Augustin ist auch für seine herausragende Kirchenmusik berühmt: Im Hochamt eines jeden Sonn- und Feiertages wird eine konzertante Messe namhafter Komponisten wie Mozart, Haydn oder Schubert aufgeführt. Regisseurin Birgit Mosser erzählt die spannende Geschichte der Augustinerkirche und befragt dazu auch Expert*innen: die Kunsthistoriker*innen Günther Buchinger, Markus Jeitler, Herbert Karner und Anna Mader-Kratky beleuchten die verschiedenen Gestaltungsphasen des Bauwerks. Die Theologin Bernadette Spitzer, die Direktorin der Kaiserlichen Wagenburg Monica Kurzel-Runtscheiner, der Autor Georg Markus und die Historikerin Katrin Unterreiner lassen die emotionalsten Momente im Hause Habsburg wieder lebendig werden. Eine Dokumentation von Birgit Mosser
Im Wiener Stephansdom scheinen einander die Erde und der Himmel zu berühren. Für die Menschen, die hier beten oder arbeiten, ist jeder Tag auch eine Begegnung mit Gott. Immer wieder tauchen sie in Mysterien ein, die nur der Glaube verstehen kann. Regisseur Manfred Corrine und Drehbuchautor Peter Beringer begleiten in dieser ORF-III-Produktion Menschen, deren Leben durch den Dom eine Wendung genommen hat. Denn bei so manchen Erlebnissen, die hier passieren, fällt es schwer, an Zufälle zu glauben. Vielmehr hat man den Eindruck, dass Gott hier direkt zu den Menschen spricht.
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem In- und Ausland, kurz zusammengefasst und eingeordnet.
Nachrichten in Einfacher Sprache- das ist das Wichtigste vom Tag in kurzen Sätzen, mit einfachen Wörtern, ohne Fremdwörter und mit Untertitel.
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Die Wiener Hofburgkapelle war der Schauplatz von einigen der tragischsten Stunden der Monarchie: die in Genf ermordete Kaiserin Elisabeth wurde hier aufgebahrt, ebenso wie später der ermordete Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie. Auch vom toten Franz Joseph konnte sich die Öffentlichkeit dort verabschieden. Unter den Kirchen der Kaiser ist die Hofburgkapelle die wahrscheinlich beeindruckendste. Hier mitten im ältesten Teil der Wiener Hofburg, dem Schweizerhof, lebten die Habsburger ihre Religiosität aus, in den täglichen Messen und Gebeten. Karl Hohenlohe hat dieses Gotteshaus, das seit dem 13. Jahrhundert besteht und heute vor allem für die Konzerte der Hofmusikkapelle bekannt ist, für Erbe Österreich besucht und entlockt ihm seine historischen Geheimnisse. Buch: Karl Benedikter, Regie: Claudia Schuler
Achthundert Jahre ist sie alt, eine der ältesten Kirchen Wiens, und schon wegen der räumlichen Nähe zur Hofburg eng mit der Habsburgerdynastie verbunden. Lange Zeit war die Michaelerkirche eine Art zweite Hofkirche, später bevorzugte die Kaiserfamilie die Burgkapelle. In einer Mauernische der Michaelerkirche befindet sich bis heute ein Relief des austrofaschistischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß. Die Krypta mit ihren mumifizierten Toten, die dank des besonderen Raumklimas nicht verwesen, ist ein beeindruckendes Mahnmal der menschlichen Vergänglichkeit. Moderator Karl Hohenlohe begibt sich in dieser Erbe Österreich Neuproduktion zur heurigen Karwoche auf die Spuren der Geschichte dieses einzigartigen Wiener Gotteshauses. R: Robert Passini
Wenn es ein Symbol für den Wiederaufbau Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg gab, dann war es neben dem Stephansdom und der Staatsoper vor allem die Pummerin. Heute kennen die Österreicherinnen und Österreicher diese Glocke vor allem von Silvester, wenn sie telegen das Neue Jahr einläutet. Doch ihre wahre Sternstunde hatte sie 1952, als sie in St. Florian gegossen und in einem wahren Triumphzug über die alliierten Sektorengrenzen nach Wien geführt wurde. In einer so noch nie dagewesenen Dokumentation, einer ORFIII-Hochglanz-Eigenproduktion, erzählt Regisseur Peter Beringer die ganze Geschichte der berühmtesten Glocke Österreichs.
Mit Biss und Charme begrüßt Heinz Sichrovsky Prominente und Autorinnen und Autoren zum Literaturgespräch. Im Büchermagazin wird über Lieblingslektüre, aktuelles Tagesgeschehen, Historisches und auch sehr Persönliches gesprochen. Dieses Mal unter anderem zu Gast: Hera Lind mit ihrem neuen Roman "Um jeden Preis".
Die Wiener Hofburgkapelle war der Schauplatz von einigen der tragischsten Stunden der Monarchie: die in Genf ermordete Kaiserin Elisabeth wurde hier aufgebahrt, ebenso wie später der ermordete Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie. Auch vom toten Franz Joseph konnte sich die Öffentlichkeit dort verabschieden. Unter den Kirchen der Kaiser ist die Hofburgkapelle die wahrscheinlich beeindruckendste. Hier mitten im ältesten Teil der Wiener Hofburg, dem Schweizerhof, lebten die Habsburger ihre Religiosität aus, in den täglichen Messen und Gebeten. Karl Hohenlohe hat dieses Gotteshaus, das seit dem 13. Jahrhundert besteht und heute vor allem für die Konzerte der Hofmusikkapelle bekannt ist, für Erbe Österreich besucht und entlockt ihm seine historischen Geheimnisse. Buch: Karl Benedikter, Regie: Claudia Schuler
Achthundert Jahre ist sie alt, eine der ältesten Kirchen Wiens, und schon wegen der räumlichen Nähe zur Hofburg eng mit der Habsburgerdynastie verbunden. Lange Zeit war die Michaelerkirche eine Art zweite Hofkirche, später bevorzugte die Kaiserfamilie die Burgkapelle. In einer Mauernische der Michaelerkirche befindet sich bis heute ein Relief des austrofaschistischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß. Die Krypta mit ihren mumifizierten Toten, die dank des besonderen Raumklimas nicht verwesen, ist ein beeindruckendes Mahnmal der menschlichen Vergänglichkeit. Moderator Karl Hohenlohe begibt sich in dieser Erbe Österreich Neuproduktion zur heurigen Karwoche auf die Spuren der Geschichte dieses einzigartigen Wiener Gotteshauses. R: Robert Passini
Wenn es ein Symbol für den Wiederaufbau Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg gab, dann war es neben dem Stephansdom und der Staatsoper vor allem die Pummerin. Heute kennen die Österreicherinnen und Österreicher diese Glocke vor allem von Silvester, wenn sie telegen das Neue Jahr einläutet. Doch ihre wahre Sternstunde hatte sie 1952, als sie in St. Florian gegossen und in einem wahren Triumphzug über die alliierten Sektorengrenzen nach Wien geführt wurde. In einer so noch nie dagewesenen Dokumentation, einer ORFIII-Hochglanz-Eigenproduktion, erzählt Regisseur Peter Beringer die ganze Geschichte der berühmtesten Glocke Österreichs.
Mit Biss und Charme begrüßt Heinz Sichrovsky Prominente und Autorinnen und Autoren zum Literaturgespräch. Im Büchermagazin wird über Lieblingslektüre, aktuelles Tagesgeschehen, Historisches und auch sehr Persönliches gesprochen. Dieses Mal unter anderem zu Gast: Hera Lind mit ihrem neuen Roman "Um jeden Preis".
Die Wiener Hofburgkapelle war der Schauplatz von einigen der tragischsten Stunden der Monarchie: die in Genf ermordete Kaiserin Elisabeth wurde hier aufgebahrt, ebenso wie später der ermordete Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie. Auch vom toten Franz Joseph konnte sich die Öffentlichkeit dort verabschieden. Unter den Kirchen der Kaiser ist die Hofburgkapelle die wahrscheinlich beeindruckendste. Hier mitten im ältesten Teil der Wiener Hofburg, dem Schweizerhof, lebten die Habsburger ihre Religiosität aus, in den täglichen Messen und Gebeten. Karl Hohenlohe hat dieses Gotteshaus, das seit dem 13. Jahrhundert besteht und heute vor allem für die Konzerte der Hofmusikkapelle bekannt ist, für Erbe Österreich besucht und entlockt ihm seine historischen Geheimnisse. Buch: Karl Benedikter, Regie: Claudia Schuler
Achthundert Jahre ist sie alt, eine der ältesten Kirchen Wiens, und schon wegen der räumlichen Nähe zur Hofburg eng mit der Habsburgerdynastie verbunden. Lange Zeit war die Michaelerkirche eine Art zweite Hofkirche, später bevorzugte die Kaiserfamilie die Burgkapelle. In einer Mauernische der Michaelerkirche befindet sich bis heute ein Relief des austrofaschistischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß. Die Krypta mit ihren mumifizierten Toten, die dank des besonderen Raumklimas nicht verwesen, ist ein beeindruckendes Mahnmal der menschlichen Vergänglichkeit. Moderator Karl Hohenlohe begibt sich in dieser Erbe Österreich Neuproduktion zur heurigen Karwoche auf die Spuren der Geschichte dieses einzigartigen Wiener Gotteshauses. R: Robert Passini
Wenn es ein Symbol für den Wiederaufbau Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg gab, dann war es neben dem Stephansdom und der Staatsoper vor allem die Pummerin. Heute kennen die Österreicherinnen und Österreicher diese Glocke vor allem von Silvester, wenn sie telegen das Neue Jahr einläutet. Doch ihre wahre Sternstunde hatte sie 1952, als sie in St. Florian gegossen und in einem wahren Triumphzug über die alliierten Sektorengrenzen nach Wien geführt wurde. In einer so noch nie dagewesenen Dokumentation, einer ORFIII-Hochglanz-Eigenproduktion, erzählt Regisseur Peter Beringer die ganze Geschichte der berühmtesten Glocke Österreichs.