21:55
Kitzbühel ist bei weitem nicht nur ein Winterparadies. Auch im Sommer sind die Almen und Berge um Kitzbühel eine Welt für sich. Fernab von Schickimicki und Prominenz meistern hier Menschen ihr Leben im Bewusstsein, dass nicht sie die Herren der Natur sind. In den Orten Reith, Aurach und Jochberg gibt es bis heute eine starke bäuerliche Kultur. Der ehemalige Biathlet Hans-Peter Foidl betreibt in Reith eine Imkerei und musste seine Völker heuer bis in den Juni hinein füttern, damit sie nicht verhungerten. Seine Bienenstöcke stehen in den Bergen über Reith verteilt. Bauer Jürgen Stelzhammer erfuhr aus Facebook, dass auf seinem Grund im Winter eine gewaltige Lawine niedergegangen ist. Die Aufräumarbeiten dauern an. Michael Obernauer ist Waldaufseher und gelangt an Orte, die selbst die hiesige Bevölkerung nicht kennt.
22:30
ORF III kommt "zur SACHE". Jeden Mittwoch diskutieren hochkarätige Gäste über aktuelle Themen, die uns bewegen - spannend, kontrovers, hintergründig.
23:20
Der amerikanische Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) begann seine Karriere als Mathematik und Physiklehrer in New York, bevor er Ende der 1970er Jahre in die Finanzbranche wechselte. Als exklusiver Vermögensverwalter für Superreiche baute er sich ein Netzwerk in die höchsten Kreisen auf - zu Bill Clinton, Donald Trump, Prinz Andrew, dem norwegischen Kronpaar, Tech-Milliardären wie Elon Musk und Bill Gates sowie Wissenschaftlern renommierter Universitäten. Hinter der Fassade des charmanten Finanzgenies betrieb Epstein gemeinsam mit seiner Komplizin Ghislaine Maxwell jahrelang einen professionellen Missbrauchsring: Dutzende junge Frauen und Minderjährige wurden auf seinen Anwesen in New York, Florida, New Mexico und den Virgin Islands systematisch missbraucht und anderen reichen und einflussreichen Männer "zugeführt". Nach einer umstrittenen Verurteilung 2008, saß er nur weniger als 13 Monate in Haft. 2019 wurde Epstein erneut in Gewahrsam genommen - kurz darauf stirbt er in seiner Zelle, offiziell durch Suizid. Zwischen 2024 und 2026 veröffentlicht das US-Justizministerium Millionen Seiten sogenannter "Epstein-Files". Gerichtsakten, E-Mails und Flugprotokolle legen sein weitreichendes Macht- und Abhängigkeitsnetz offen. Auch Österreicher, wie der Harvard-Professor Martin Nowak erhielten Spenden in Millionenhöhe und auch das International Peace Institute in Wien pflegte enge Kontakte zu Epstein. Finanziert wurde Epstein unter anderem vom Milliardär Leslie Wexner, der sich später als "Betrogener" bezeichnete. Der Fall bleibt ein Symbol für Straflosigkeit, Machtmissbrauch und die Fragilität von Institutionen.