21:56
Die Kalkalpen - ein Kleinod alpiner Naturlandschaft, das Lebensraum ist für eine traditionelle bergbäuerliche Kultur. Mitten im Nationalpark an der Grenze von Oberösterreich zur Steiermark trifft Regisseur Martin Vogg Menschen, die dort leben und arbeiten und darauf achten, dass die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auch nachfolgenden Generationen erhalten bleibt. Er trifft aber auch Bauern, die im Einklang mit der Natur wirtschaften und Menschen, die die einsame Bergwelt in ihrer Freizeit genießen. Maultrommeln und Taschenfeitln herzustellen sind zwei Handwerkstechniken, die in Molln und Trattenbach seit Jahrhunderten unverändert bestehen.
22:32
US-Präsident Donald Trump droht seinen europäischen Verbündeten regelmäßig: zuletzt mit dem Austritt aus dem gemeinsamen Militärbündnis NATO, wegen mangelnder Unterstützung im Iran-Krieg. Dazwischen fordert er abwechselnd die Übergabe Grönlands, neue Zölle oder mischt sich in europäische Wahlkämpfe ein, zum Beispiel in Ungarn. Die oft einzige erkennbare Linie in der Politik Donald Trumps ist und bleibt die Unberechenbarkeit. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit haben Staats- und Regierungschefs aus Europa mit Freundlichkeit und Schmeicheleien versucht, den Präsidenten im Weißen Haus bei Laune zu halten. Zuletzt waren aus Paris, Berlin, Rom und London aber auch kritische Töne zu hören. Wie freundlich muss Europa sein? Wie abhängig sind wir von Donald Trump, wenn es um Wirtschaft, Militär und Einfluss in der Welt geht? Darüber diskutiert Wolfgang Geier in "zur SACHE" mit Martin Weiss, ehem. österr. Botschafter in den USA und Israel, Monika Rosen, Börsenexpertin und Vizepräsidentin Österreichisch-Amerikanische-Gesellschaft, Elisabeth Hoffberger-Pippan, Expertin für Sicherheitspolitik, und Hanno Settele, ehem. USA-Korrespondent.
23:23
Was verbindet Russland, China und den Iran? Die drei autokratischen Staaten sind Nachfolger zerfallener Imperien und versuchen heute, ihre einstige Macht wiederherzustellen. Seit der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 treten die Länder international als Verbündete auf und stellen sich erstmals geschlossen gegen ihren gemeinsamen Feind - den Westen. In Folge des Angriffs der USA und Israels auf den Iran am 28.Februar 2026, stellt sich für den Westen künftig die Frage ob es gelingen kann einen Stein aus dieser Allianz zu brechen und wie Russland und China auf diese Schwächung reagieren werden. Die Ablehnung der USA gehört zum propagierten Selbstverständnis der drei Länder und bildet einen Grundstein ihrer Zusammenarbeit. Nach jahrelanger Annäherung schlossen sich die Regimes von Russland, China und dem Iran in Bündnissen zusammen, um in der Weltpolitik mehr Gewicht zu erlangen. Ihre gemeinsamen Ziele sind klar: die Erhaltung ihrer Macht und die Wiederherstellung ihrer früheren Einflussbereiche im Nahen Osten, Eurasien und Südasien. So beginnt zugleich auch ein Kampf gegen das politische System des Westens und das internationale Rechtssystem, das nach dem Zweiten Weltkrieg zum Schutz des Friedens und der Menschenrechte eingeführt wurde. Das selbsternannte "Bündnis für das Gute" führt bereits seit Jahren einen hybriden Krieg mit militärischen, technologischen, wirtschaftlichen und propagandistischen Mitteln, der letztlich in den Kriegen in der Ukraine und und im Iran gipfelt.