21:09
Schnappschüsse aus dem Kaiserhaus: die angeheiratete Habsburgerin Isabella Croÿ-Dülmen hatte Zutritt und Fotoerlaubnis bei allen Anlässen. Ihr Fotoschatz bietet einen einzigartigen Einblick in den nicht-offiziellen Teil des Adels- und Gesellschaftslebens der ausgehenden Monarchie. Eine Auswahl der besten Bilder ist in dieser Erbe Österreich Neuproduktion von Susanne Pleisnitzer erstmals öffentlich breit zu sehen. Unter anderem war sie die erste, die Fotos vom künftigen Thronfolgerpaar Franz-Ferdinand und Sophie Chotek machte, als diese Liaison noch streng geheim war. Die Fotografien der Isabella Croÿ ermöglichen einen unverstellten Blick in das Innenleben des Adels abseits gestellter Bilder: auf dem Tennisplatz, beim Skifahren, beim Jagen, beim Weihnachtsfest und bei Faschingsfesten. Auch die einfachen Leute lichtete sie ab und gibt so einen Einblick in den Alltag dieser Zeit. Als Ehefrau von Erzherzog Friedrich, dem damals vermögendsten Habsburger, verfügte sie über genügend Geld und Zeit, um diesem damals außergewöhnlichen Hobby nachzugehen.
22:01
Das letzte Kapitel in der Habsburger Geschichte beginnt mit der Gründung des Kaisertums Österreich nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches durch Kaiser Franz. Die Neuordnung Europas nach den blutigen Napoleonischen Kriegen auf dem Wiener Kongress rückt die alte Residenz- und neue Reichshauptstadt in das Zentrum der europäischen Politik. Staatskanzler Metternich wird zum "Kutscher Europas", er hat die Zügel fest in der Hand. 1848 errichten die Revolutionäre Barrikaden in den Straßen Wiens, es kommt zu blutigen Straßenkämpfen, doch letztlich scheitert die Revolution sowohl militärisch als auch politisch, wenn sie auch Errungenschaften wie das Ende der Grundherrschaft mit sich bringt. 1848 betritt auch jener Monarch die Bühne der Weltgeschichte, der gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth bis heute die Klischees der heilen Habsburger-Welt dominiert: Kaiser Franz Joseph I. Wir präsentieren jenes imperiale Wien, das erst unter Franz Joseph nach der Schleifung der Stadtbefestigung entstanden ist, flanieren auf der Ringstraße und erkunden die Neue Hofburg, die einem römischen Kaiserforum nachempfunden ist. Der Glanz der Epoche, der im Ausbau vieler österreichischer Städte von Wien über Budapest bis Lemberg in Galizien zu modernen Metropolen ihren Ausdruck fand, konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer schwieriger wurde, den multikonfessionellen Vielvölkerstaat ohne tiefgreifende Reformen auf Dauer zusammenzuhalten.
22:59
Die Burg Lockenhaus im Burgenland ist kaum Trennbar von der Geschichte der sogenannten "Blutgräfin". Elisabeth Bathory-Nadasdy ist eine verurteilte Serienmörderin - das ist auch der Grund, ihres wenig rühmlichen "Spitznamens". 600 Morde soll sie begangen haben, einer bestialischer wie der andere. Expertinnen und Historiker sind sich allerdings uneins, ob sich diese Morde tatsächlich so zugetragen haben oder ob sie überhaupt stattgefunden haben. Kari Hohenlohe besucht die geschichtsträchtige Burg Lockenhaus und macht sich auf die Spuren der "Blutgräfin" und findet Antworten, die zwischen Dichtung und Wahrheit viel Spielraum für Interpretationen lässt. Das betrifft nicht nur Sagen rund um diese Frau, sondern auch um die Tempelritter, die auf der Burg Lockenhaus gewesen sein sollen.
23:50
Fünfzehn russische Revolutionäre werden in einem Waldstück tot aufgefunden. Der Leiter der Mordkommission kümmert sich selbst um den komplizierten Fall. Benda wünscht, dass Gereon zur Mordabteilung versetzt wird und bei den Ermittlungen behilflich ist. Eine eigene Sonderkommission wird eingerichtet. Stefan Jänicke wird Gereons Assistent und auch Charlotte wird mit ins Team geholt, da sie die gefälschten Frachtpapiere gefunden hat. Gemeinsam wollen sie der Sache auf den Grund gehen.