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Freizeit war ein rares Gut im Leben eines Habsburgerherrschers. Schon mit dem Wort selbst hätte damals niemand etwas anfangen können. Und doch brauchte jeder, der sich tagtäglich durch Audienzen, Arbeitsessen und Staatsbesuche quälte, einen Ausgleich, um nicht ganz in der öffentlichen Person aufzugehen. Von der Jagd über das Ausreiten bis zum Kartenspiel reichten die privaten Leidenschaften der Habsburger. Je moderner die Zeiten wurden, umso mehr bekannte man sich zu diesen Hobbys und umso mehr wurden sie auch Teil des eigenen öffentlichen Images. Christian Papke widmet sich in dieser Erbe Österreich Produktion mehreren prominenten Habsburgern und ihren Outdoor- und Indoor-Passionen abseits der Hofetikette.
21:55
Die Adria, das Salzkammergut, der Garda- und der Wörthersee und die Dolomiten waren die beliebtesten Ziele der Sommerfrischler seit der Zeit der Habsburger Monarchie. Man reiste mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon die Vorzüge von gut gepflegter Natur und urbaner Geselligkeit miteinander zu verbinden. Literaten, Schauspieler und Komponisten ließen sich von der inszenierten Naturidylle inspirieren. Bis heute sind die ehemaligen Sommerfrische-Orte geprägt von der Nostalgie einer vermeintlich "guten alten Zeit" im kaiserlichen Österreich. Eine Dokumentation von Björn Kölz und Gernot Stadler
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er Event des Jahres, der Europäische Songcontest in Wien, beschäftigt auch Karl Hohenlohe in seiner aktuellen Ausgabe der Kunst-Sendung "Was schätzen Sie?". Unter den Gästen dieser Sendung sind ehemalige österreichische Kandidaten wie Gary Lux (1985 "Kinder dieser Welt", 1987 "Nur noch Gefühl") oder Manuel Ortega (2002 "Say a Word"), die sich an ihre großen Momente erinnern. Außerdem: das originale Kleid, mit dem Conchita 2014 in der Siegerperformance "Rise like a Phoenix" aufgetreten ist - 110 Arbeitsstunden und drei Anproben waren notwendig, um dieses Kunstwerk aus sechzehn Metern Stoff fertigzustellen. R: Marcus Gotzmann
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Mancher heimische Sommergasthof lebte vom Esprit seiner Wirtin. Legendär war etwa um die Jahrhundertwende die Wienerin Olga Schneider, die den Eigentümer des Reichenauer Thalhofes heiratete und dort zu einer Art "Rösslwirtin" aufstieg. Sogar mit Arthur Schnitzler, der dort verkehrte, soll sie eine Romanze gehabt haben, freilich eine, der nach der damaligen Moral keine Zukunft beschieden war. Die Erbe Österreich Neuproduktion zeigt die Macherinnen und Macher des frühen heimischen Tourismus, und die Orte, wo die ersten Hotels aus dem Boden sprossen. Auch wenn Komfort damals noch etwas anderes hieß als heute - Toilette am Gang war unumgänglich - schrieb man schon zu der Zeit den Service groß. Auf einen Gast kamen in gehobenen Häusern zwei Bedienstete. Auf der Schafbergspitze hoch über dem Wolfgangsee ließ ein mutiger Hotelier bereits 1864 das erste Berghotel der Habsburgermonarchie. Die ebenso neue Schafberg-Zahnradbahn brachte die Gäste hinauf.