Ein richtiger Blumenschmuck gehört zu jedem Haus, und manche Gärtner übertreffen sich dabei. Auf jeden Balkon, in jeden Kreisverkehr gehören Blumen, in abgestimmter Farbenpracht, stets frisch und leuchtend. In der Steiermark werden jedes Jahr bei einem Blumenbewerb mit tausenden Teilnehmern die fleißigsten Gärtner der Steiermark geehrt. Hinter dem perfekten floralen Erscheinungsbild steckt viel Arbeit, die schon früh im Jahr einsetzt und viel Hingabe und Zeit erfordert. Heimat Österreich portraitiert einige der Gärtner und Gärtnerinnen, die alles tun, damit es bei ihnen kräftig blüht.
Der Erlaufsee nahe Mariazell ist ebenso bekannt für seine wunderschöne Lage wie für seine selbst im Sommer kalten Temperaturen. Regisseur Martin Vogg beschreibt das sommerliche Leben am und mit dem See. So besucht er Sabrina Schrittwieser im Strandbuffet. Hier tummeln sich an heißen Tag nicht nur viele Badegäste, hier borgen sich die Fischer auch die Boote aus, um hinaus auf den See zum Angeln zu fahren. Seit einigen Jahren ist auch wieder ein Ausflugsboot am See unterwegs. Auf diesem unternehmen Musiker der Stadtkapelle Mariazell einen Sonntagsausflug. Dieser endet beim "Waggon", einem kleinen Bistro an der Endstation der historischen Dampfstraßenbahn. Die Musikkapelle ist wie viele andere auch bei der Sonnwendfeier in St. Sebastian dabei. Während unter Tags der halbe Ort auf die Bürgeralpe radelt, um Geld für einen karitativen Zweck zu sammeln, wird neben einer alten Holzknechthütte alles für das Feuer vorbereitet. Den Nachbau von Holzknechthütten findet man auch am Dachboden vom Mariazieller Heimathaus im ehemaligen Bürgerspital. Dort hält der pensionierte Forstfacharbeiter Aegydius Sommerauer gemeinsam mit anderen Freiwilligen die historischen Hütten in Schuss. Dafür werden auch noch traditionell Schindel gemacht. Mit Aegydius Sommerauer geht es auch hinaus in den Wald oberhalb vom Erlaufsee, wo er seinem Nachfolger im Forst von früher erzählt. Gemeinsam mit der Apothekerin Isabelle Biber geht es zum Kräutersammeln hinauf auf die Brachalm unterhalb des Gipfels der Gemeindealpe. Während sich der Halter auf der Brachalm um die Tiere kümmert, kocht die Halterin auf. So klingt der Tag mit gutem Essen und Musik auf der Alm aus.
Ob als Ort des Gebets und der Seelsorge oder als Schauplatz für moderne Designkultur - die Schlösser vom steirischen Joglland bis in die Weststeiermark werden heute vielfältiger genutzt denn je. * Sie laden zur Hochzeit im romantischen Ambiente oder zum Boxtraining in einer barocken Anlage - die Schlossherren und -damen vom Joglland bis in die Weststeiermark wollen die perfekten GastgeberInnen sein, setzen die Häuser gleichsam traditionsbewusst wie bunt in Szene. * Den Ausgangspunkt bildet Stift Vorau, eines der wichtigsten geistlichen Zentren der Steiermark, dessen wehrhafter Burgcharakter bis heute spürbar ist. In der Stiftsbibliothek werden Handschriften gehütet, die für die Kulturgeschichte des gesamten deutschen Sprachraums von größter Bedeutung sind. Der erst 34-jährige Bernhard Mayrhofer lenkt als Probst die Geschicke der Augustiner-Chorherren, die sich von hier aus um die Seelsorge in der Region kümmern. Im steirischen Apfelland befindet sich das zweitgrößte Barockschloss Österreichs, Schloss Schielleiten. Was einst als stolzer Wohnbau der Reichsgrafen Wurmbrand-Stuppach errichtet wurde, beheimatet heute das älteste Bundessportzentrum Österreichs samt zugehörigem Hotel. Direktor Gerhard Reiterer lotst Sportler/innen aller Art hierher - vom Boxernachwuchs bis hin zum Tanz-Nationalteam. Schloss Schielleiten und sein Schlosspark bieten nicht nur Ruhe für jene, die konzentriert trainieren müssen- Der steirische Schlosskutscher Rudi Allmer, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebt, nutzt die barocke Anlage als Startpunkt für seine Rundfahrten quer durch das Land. Ein urbanes Zentrum der Oststeiermark ist die Stadt Hartberg. Hier verdeutlichen Reinhold Glehr und Johann Hofer vom historischen Verein Hartberg, dass die Geschichte des im 12. Jahrhundert als Teil der Stadtwehranlage errichteten Schlosses Hartberg, das heute vor allem als Veranstaltungslocation dient, und die Entwicklung der Stadt untrennbar miteinander verbunden sind - ein Schloss als Keimzelle des weltlichen Kleinstadtlebens. Weiter südöstlich am Rande der Stadt Fürstenfeld befindet sich Schloss Welsdorf, eine beschauliche Schlossanlage und Eigenheim von Clemens und Silvia Sadnik, die den romantischen Schlosshof im Sommer als Hochzeitslocation vermarkten - mit Witz, Charme und Leidenschaft. Zudem sind sie Nebenerwerbslandwirte, halten und züchten Hochlandrinder. Abschließend führt der Film in die Weststeiermark zu Schloss Hollenegg, das seit 1821 im Besitz der Familie Liechtenstein ist. Hier lebt und wirkt Alice Stori Liechtenstein. Die Kuratorin bietet aufstrebenden DesignerInnen Ausstellungsmöglichkeiten im Schloss, lädt sie aber auch zu Residenzprogrammen ein, um im historischen Ambiente, das hier so viele Stilepochen vereint, an zeitgenössischen Designprojekten zu arbeiten. Eine Dokumentation von Fritz Aigner und Alfred Ninaus
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Der Sambesi ist einer der großen Flüsse der Erde, dennoch sind - abgesehen von den spektakulären Viktoriafällen - weite Teile seiner Fließstrecke so gut wie unbekannt. Noch nie zuvor war der mächtige Strom filmisch so umfassend portraitiert worden wie in dieser Dokumentation. Fast unscheinbar, versteckt im Dickicht bewaldeter Hügel im Nordwesten Sambias, liegt der Ursprung des Sambesi. Auf seinem Weg Richtung Osten durchfließt er sechs afrikanische Staaten und verwandelt sich unzählige Male - vom schmalen Rinnsal in ein gigantisches Überschwemmungsgebiet, vom mächtigsten Wasserfall der Welt in eines der üppigsten Feuchtgebiete der Erde. Wenn sein Wasser sich schließlich an der Küste von Mosambik mit dem Indischen Ozean vereinigt, hat der Sambesi nahezu 2.600 Kilometer zurückgelegt. Der Film wurde unter der Regie von Michael Schlamberger als Koproduktion von ORF, der Grazer Filmproduktion ScienceVision, NDR Naturfilm, WDR, ARTE, National Geographic Channel US und National Geographic Channels International realisiert.
Der Sambesi ist einer der großen Flüsse der Erde, dennoch sind - abgesehen von den spektakulären Viktoriafällen - weite Teile seiner Fließstrecke so gut wie unbekannt. Noch nie zuvor war der mächtige Strom filmisch so umfassend portraitiert worden wie in dieser Dokumentation. Fast unscheinbar, versteckt im Dickicht bewaldeter Hügel im Nordwesten Sambias, liegt der Ursprung des Sambesi. Auf seinem Weg Richtung Osten durchfließt er sechs afrikanische Staaten und verwandelt sich unzählige Male - vom schmalen Rinnsal in ein gigantisches Überschwemmungsgebiet, vom mächtigsten Wasserfall der Welt in eines der üppigsten Feuchtgebiete der Erde. Wenn sein Wasser sich schließlich an der Küste von Mosambik mit dem Indischen Ozean vereinigt, hat der Sambesi nahezu 2.600 Kilometer zurückgelegt. Der 2. Teil entführt den Zuseher von den Victoriafällen, an denen sich die Wassermassen des Sambesi über eine Breite von fast 2 Kilometern mehr als 100 Meter tief über eine Felswand ergießen, über den Karibasee, den flächenmäßig fünftgrößten Stausee der Erde, über ausgedehnte Überschwemmungsgebiete bis an den Indischen Ozean. Film wurde unter der Regie von Michael Schlamberger als Koproduktion von ORF, der Grazer Filmproduktion ScienceVision, NDR Naturfilm, WDR, ARTE, National Geographic Channel US und National Geographic Channels International realisiert.
Die Wolga ist der größte und wasserreichste Fluss Europas, die natürliche Lebensader Russlands. Seit Jahrhunderten ist der Strom Dreh- und Angelpunkt bei der Erschließung des größten Staates der Erde. Der erste Teil des aufwendig produzierten Zweiteilers folgt dem Weg des Flusses von der Quelle im Westteil Russlands bis zu den großen Nebenflüssen des Ural. Im Einzugsgebiet der Wolga gibt es dutzende Naturschutzgebiete und Reservate, in den Wäldern im Norden des Stromtales haben unter anderem Wisente, Elche und Wildschweine ihren Lebensraum. Buch und Regie: Henry M. Mix. Bearbeitung: Doris Hochmayr.
Die Wolga ist der größte und wasserreichste Fluss Europas, die natürliche Lebensader Russlands. Der zweite Teil der opulent produzierten Doku-Reihe folgt dem Strom durch die schier endlosen Steppen Südrusslands. Hier hat die Wolga keine Nebenflüsse mehr, die Tierwelt unterscheidet sich diametral von der im Norden ihres Einzugsgebietes: Saiga-Antilopen ziehen zu Wurfplätzen unweit des Flusses, im Delta der Wolga am Kaspischen Meer brüten und rasten hunderte Vogelarten - etwa die seltenen Krauskopfpelikane. Buch und Regie: Henry M. Mix. Bearbeitung: Margarita Pribyl.
Die Traun ist die zentrale Achse eines vielfältigen Gewässersystems: Tosende Gletscherbäche, Wasserfälle, zahlreiche Seen, Quellen aller Art, Höhlengewässer, stille Tieflandauen, Tausende Kilometer von Bach- und Flussläufen - all das speist am Ende einen einzigen Fluss. Diese Vielfalt ist kaum fassbar - und dennoch buchstäblich überschaubar: Von einer Anhöhe nördlich der Donau erfasst der Blick an einem klaren Tag die ganze Länge des Flusses, von den wilden, streng geschützten Traunauen im Linzer Stadtgebiet bis zum Dachstein. So wurde der wilde Weg des Wassers vom Dachstein zur Donau zum Erzählstrang. Dieser wurde mit einem zweiten verflochten: dem Weg des Flusses durch die Jahreszeiten. Und dann mit einem dritten: dem Weg der Traun durch ein Jahrtausend ihrer bewegten Geschichte. Ein Film von Erich Pröll und Klaus Feichtenberger
Die Aschinger Alm und der Haflinger Fohlenhof in Ebbs, der geschichtsreiche Gasthof Sebi in Niederndorf, das Passionsspielhaus in Erl sowie das Nagelschmiedmuseum der Familie Kitzbichler sind die Schauplätze im Tiroler Teil dieser 164. Sendung Klingendes Österreich. In Erl trifft Sepp Forcher Maestro Gustav Kuhn, der im Jahr 1997 im Passionsspielhaus die erfolgreichen Tiroler Festpiele ins Leben gerufen hat. Im benachbarten Bayern besucht das "Klingende Österreich" den Markt Neubeuern, Fischbachau mit dem romantischen Birkenstein, das alljährlich von unzähligen Wallfahrern besucht wird, die Almlandschaft des Sudelfelds und als eindrucksvollen Höhepunkt den aussichtsreichen Wendelstein. Es ist ein friedvoller Erdenfleck abseits vom Lärm und Gedröhn der großen Verkehrswege, beschützt vom Zahmen Kaiser und den Bergen der bayrischen Voralpen. Somit der ideale Rahmen für Musik und Gesang aus Tirol und Bayern.
Das große Werk. Damit ist die im Jahre 1868 gegründete Papierfabrik Steyrermühl gemeint und im Papiermachermuseum Laakirchen ist die Entwicklung des Unternehmens eindrucksvoll dokumentiert. Daher beginnt unsere Sendung auch mit einem Rundgang durch die Welt der Papiermacher. Vom ältesten Industrie-E-Werk Österreichs an der glasklaren Traun bis zu den gewaltigen Maschinen der Gegenwart. Von der Kinderarbeit zur Vollmechanisierung. Ruhiger geht es dann in der Landschaft zu. Am Hongar, vor dem ehemaligen kaiserlichen Jagdhaus hinter dem Höllengebirge, in der Wallfahrtskirche von Gampern, am Richtberg und schließlich am großen Berg, dem 1691 Meter hohen Traunstein. Die Stadt Gmunden mit dem Kammerhofmuseum, das Schloß Cumberland, Traunkirchen und der Traunsee gehören genauso zu dieser, der 165. Sendung Klingendes Österreich, wie: Werkskapelle Steyrermühl, Buchberg Musi, Köcker Musi, Frankenburger Dreigesang, Hongar Saitenmusi, Krauhölzl Musi, Doppelquartett Edelweiß, Pinsdorfer Weisenbläser
Die wichtigsten Nachrichten des Tages aus dem In- und Ausland, kurz zusammengefasst und eingeordnet.
Nachrichten in Einfacher Sprache- das ist das Wichtigste vom Tag in kurzen Sätzen, mit einfachen Wörtern, ohne Fremdwörter und mit Untertitel.
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Es hört einfach nicht auf - fast täglich ereilen uns neue Nachrichten, wie schlecht es um unseren Staatshaushalt steht. Der Konsolidierungsbedarf hat sich auf zwölf Milliarden Euro fast verdoppelt, das gesamtstaatliche Minus lag 2024 bei 22,5 Milliarden Euro. Mittlerweile hat man das Gefühl: Das Budget ist außer Kontrolle. Aber wie konnte das passieren? Wie schlimm wird es noch? Warum weiß niemand wie hoch unser Schulden sind? Wie kann eine Sanierung des Budgets gelingen bzw. wer muss vor allem dazu beitragen? Und warum fällt es der Politik so schwer, der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken? Bei Reiner Reitsamer diskutieren Barbara Kolm, Wirtschaftssprecherin FPÖ, Andreas Hanger, Budgetsprecher ÖVP, Kai Jan Krainer, Budgetsprecher SPÖ, und Budgetexpertin Margit Schratzenstaller (WIFO).
Das Ärzteehepaar Lars und Marlene haben die Studentin Anja als Haus-Sitterin engagiert. In dieser Zeit lernt Anja Leonhard kennen, ein enger Freund des Paares, erfolgreicher Richter - und Ex-Mann von Marlene. Auf merkwürdige Art und Weise fühlen sich die beiden grundverschiedenen Menschen zueinander hingezogen. Schließlich heiraten Anja und Leonhard, bekommen sogar einen gemeinsamen Sohn. Doch dieses Leben ist für Anja ein emotionales Gefängnis. Erst betäubt sie ihr Leid mit Alkohol, dann flüchtet sie sich in eine leidenschaftliche Affäre mit Lars. Doch keiner dieser Wege ist eine Lösung. Im Gegenteil. Anja verliert sich in einem Strudel an Gefühlen, aus dem es schließlich kein Entrinnen gibt.
Ohne die Unterstützung seiner Frau Martha wäre Heiratsschwindler Herbert aufgeschmissen. Das Internet vermasselt ihm das Geschäft. Abwechslung bringt der Besuch ihres Sohnes Sigi. Sigi, der sein Geld als Meisterdieb verdient hat, kommt gerade frisch aus dem Gefängnis. Das ist allerdings das Geheimnis von Vater und Sohn. Marta glaubt, dass Sigi sein Geld ehrlich verdient - und hofft auf einen Zuschuss für die Waschmaschinenreparatur. Doch Herbert hat andere Pläne mit dem Geld. Um eine anspruchsvolle Dame sicher kapern zu können, will er ihr mit Martas Waschmaschinengeld einen teuren Ring kaufen. Mit Armin Rohde, Gisela Schneeberger, Adele Neuhauser, Detlev Buck, Nicolette Krebitz, Anna Thalbach, Nadeshda Brennicke, Sunnyi Melles, Imogen Kogge und Sky Du Mont Regie: Manfred Stelzer D 2011
Nach der Novelle "Romeo und Julia auf dem Dorfe" von Gottfried Keller. Vreni und Sali sind für einander bestimmt. Doch ein folgenschwerer Streit ihrer Väter um einen Acker reißt die Liebenden auseinander. Erst als beide Familien zugrunde gegangen sind, scheint es für Vreni und Sali eine Chance zu geben, ihre Liebe zu leben - und sei es auch nur für eine Nacht......
Er ist der Gewinner der "Ennser Kleinkunstkartoffel" 2023 und macht auch im Duo "BE-Quadrat" super Figur: Bernhard Viktorin. Mit seinem ersten Solo-Programm "ENDLICH! Allein" gelang ihm der Durchbruch, ausverkaufte Häuser sind die Folge. Sein Auftritt bei "Kabarett im Turm" zeigt auch, warum! Mit genialen Songs und intelligenten Texten traut er sich dahin, wo es wehtut. Bernhard kennt keine Tabuthemen und verliert niemals den Schmäh.
Satirisches Gag-Feuerwerk rund um Andrea Händler, Sigrid Hauser und Elke Winkens. Mit: Bettina Soriat, Reinhard Novak, Thomas Maurer, Werner Sobotka, Viktor Gernot, Florian Scheuba, Christoph Fälbl, Sigrid Hauser, Andrea Händler, Sigrid Hauser, Elke Winkens, uva. Österreich 1997
Vom Strudengau bis ins Obere Mühlviertel - die Burgen und Schlösser in der oberösterreichischen Donauregion werden von ihren Besitzerinnen und Besitzern mit Weitblick für die kommenden Generationen bewahrt. 1822 hat die Familie Sachsen-Coburg und Gotha Schloss Greinburg in Grein an der Donau erworben. Erbprinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha besucht das älteste Wohnschloss Österreichs mehrmals im Monat. Weiter westlich befindet sich die vorgeblich älteste Stadt Österreichs: Enns. Als Teil der Stadtbefestigung dienten einst Teile der Anlage von Schloss Ennsegg. Nur wenige Kilometer von der Landeshauptstadt Linz entfernt befindet sich in der Stadtgemeinde Steyregg das gleichnamige Schloss, auf dem Niklas Salm-Reifferscheidt seit 2009 die Forst- und Gutsverwaltung leitet. Seit rund 450 Jahren ist Schloss Starhemberg in Eferding westlich von Linz im Besitz der fürstlichen Familie Starhemberg. Heute beherbergt es das Familienmuseum, sowie das Museum der Stadt Eferding, und es ist der Wohnsitz des heutigen Besitzers Georg Adam Starhemberg. Schloss Altenhof im Oberen Mühlviertel gehörte einst wie auch die in der unmittelbaren Umgebung gelegene Burg Falkenstein zur Herrschaft der mächtigen Falkensteiner. Seit über 400 Jahren sind Schloss Altenhof und die Ruine Falkenstein im Besitz der Grafen Salburg-Falkenstein.
Sie handeln von Narren, die die Welt regieren, von Bergsteigerschicksalen und ruhlosen Burggeistern - die Geschichten in Südtirols Burgen und Schlössern sind gleichsam bunt wie geheimnisvoll. * Vom Vinschgau bis ins Ahrntal - in Südtirol sind die Anzahl und Dichte an Burgen und Schlössern so hoch wie kaum sonst wo in Europa. Gepflegt und belebt werden sie von Menschen, die Verantwortung spüren, nicht nur für das Erbe ihrer Ahnherren, sondern für das ganze Land. * Wenn der Sommer dem Herbst weicht, werden sie in ein außergewöhnliches Licht gerückt: Südtirols Burgen und Schlösser stehen nun in der Auslage. Im Vinschgau im äußersten Westen des Landes ist für Johannes Trapp die Zeit der Obsternte angebrochen. Vom Frühjahr bis in den Herbst lebt er auf der Churburg über Schluderns, die seit mehr als 500 Jahren im Besitz seiner Familie ist. Der "Herr Graf", wie er im Ort genannt wird, kümmert sich auch persönlich um die Führungen durch die um 1259 errichtete Burg. Weiter östlich im Burggrafenamt rund um die Stadt Meran befindet sich Schloss Schenna. In dem um 1350 erbauten Baujuwel dreht sich alles um den Ahnherren der Grafen von Meran, den steirischen Prinzen Erzherzog Johann, der sich schon als Kind in das Tiroler Land verliebt hatte. Hier wollte er begraben sein. Der heutige Schlossherr Franz Spiegelfeld begegnet dem Wirken seines Vorfahren und dessen Verdiensten mit dankbarer Demut. Von herausragender Bedeutung für das ganze Land ist Schloss Tirol. Die im 11. Jahrhundert errichtete Anlage in Dorf Tirol gilt als Wiege der Grafschaft Tirol. Heute beherbergt sie das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte. Der Museumsdirektor und Kunsthistoriker Leo Andergassen präsentiert hier eine mittelalterliche Bilderwelt, die ihresgleichen sucht. Am Fuße von Schloss Tirol ist die Brunnenburg ein weiterer architektonischer Blickfang. Die hochmittelalterliche Hangburg wurde um 1250 zur Absicherung des Weges erbaut. Heute lebt und wirkt Siegfried De Rachewiltz in den verwinkelten Gemäuern. Der Kulturhistoriker und Schriftsteller ist der Enkelsohn des amerikanischen Dichters Ezra Pound, der auf der Brunnenburg zwischen 1958 und 1962 gelebt hat: hier wollte er sein Hauptwerk "Die Cantos" beenden, hier haderte er aber auch mit seiner Vergangenheit als Unterstützer des italienischen Faschismus. Über dem Südwesten des Bozener Talkessels thront die Festungsanlage von Schloss Sigmundskron - auch Firmian genannt. Sie ist ein symbolischer Ort für die Südtiroler Zeitgeschichte. Heute beherbergt Sigmundskron das Herzstück der Museenwelt von Reinhold Messner. Die Südtiroler Bergsteigerlegende hat sich hier einen Traum erfüllt. Geführt wird das Haus von Messners Tochter Magdalena, die in den Jahren ihrer Kindheit mit den Geschichten über die waghalsigen Expeditionen ihres Vaters zu Bett gebracht wurde. Seit dem 13. Jahrhundert wacht Burg Taufers auf ihrem felsigen Thron über dem Eingang zum Ahrntal. Der Castellan Alexander Maier setzt bei seinen Führungen durch die einstmalige Dynastenburg der Herren von Taufers vor allem auf Humor. Ob bei der Schilderung der grausamen mittelalterlichen Rechtsprechung im ehemaligen Gerichtssaal oder beim Hinweis auf knarrende Spukerscheinungen im sogenannten Geisterzimmer - stets serviert er die Geschichten in den mystischen Mauern mit einem Augenzwinkern. Eine Dokumentation von Fritz Aigner