14:17
Er war Moderator, Schauspieler und Entertainer. Sein Name ist untrennbar mit dem österreichischen Fernsehen verbunden: Peter Rapp. Mit "Spotlight" präsentierte er von 1969 an Stars der internationalen und österreichischen Musikszene von Abba bis Waterloo dem Fernsehpublikum. Aus der Sendung "Die große Chance" ist so mancher Star der heimischen Szene, wie etwa Andy Borg hervorgegangen. In den 1980er und 1990er Jahren war Peter Rapp Gastgeber nahezu jeder großen Hauptabendshow des ORF. Mit seiner unvergleichlichen Eloquenz und seinem Markenzeichen, dem "Henriquatre", auch "Bart der Könige", war er der König der Entertainer und der Publikumsliebling schlechthin. Seine Lebensgeschichte ist dabei genauso turbulent, wie seine Fernsehgeschichte. Peter Rapp wird 1944, im letzten Kriegsjahr des Zweiten Weltkrieges, in Wien geboren. Die bescheidenen Verhältnisse seines Elternhauses zwingen den jungen Rapp sich schon in Kindheitstagen in den Straßen des Wiens der Nachkriegszeit zu bewähren. Darin sieht er - nach eigener Aussage - auch den Grund, dass er, obwohl seines Gesangstalents wegen als Sängerknabe aufgenommen, diese bald wieder verlassen musste. In der Dokumentation von Georg Schütz kommen langjährige Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen aus der Fernseh- und Musikbranche zu Wort, mit denen er zwei Leidenschaften gemeinsam hatte: die Liebe zur Musik und die Leidenschaft Fernsehen.
15:03
Basis der Dokumentation ist ein langes, persönliches und sehr intimes Gespräch mit Otto Schenk über sein Leben, seine Karriere, seine Frau und seine Wohnsitze. Wir erfahren über seine Kochkünste, seine Reiseunlust, seine Liebe zur Musik, so wie seine philosophischen Gedanken über Leben und Tod. 20 Interviewpartner, darunter Dominique Meyer, Rudolf Buchbinder, Heinz Marecek, Harald Serafin, Hilde Dalik und persönliche Freunde wie Peter Landesmann, Thaddäus Podgorski runden das Bild des großartigen Menschen Otto Schenk ab und erzählen lustige berufliche und private Begegnungen mit ihm. Wir erleben Otto Schenk als Dirigent der ungarischen Kammerphilharmonie als humoristischen Gesprächspartner von Michael Niavarani im Globe Theater, als Opernregisseur mit Stars wie Anna Netrebko und Plácido Domingo und als Bühnenpartner zahlloser Stars der Vergangenheit und Gegenwart. Wir beobachten ihn in seiner Garderobe der Kammerspiele vor der Vorstellung und begleiten ihn im Auto auf seinen langen Tourneen. Wir erleben ihn als Palatschinkenkoch beim Seewirt und als liebevollen Ehemann. Eine Vielzahl von Ausschnitten aus seinen erfolgreichsten Produktionen, darunter seine besten Szenen mit Helmut Lohner, seine Paraderolle als Josef Bieder, aus dem "Untermieter", seine unvergesslichen Fernsehsketche und den Höhepunkten aus seinen humorvollen Lesungen bieten ein Kaleidoskop über sein großartiges künstlerisches Schaffens. Gedreht wurde unter anderem in seiner privaten Bibliothek in Wien, auf seiner Lesetournee in Stockerau und in seinem Seehaus am Irrsee. Zahlreiche historische Aufnahmen aus dem ORF Archiv ergänzen das Bild seines vielfachen Schaffens. Seine elegischen Gedanken über den letzten Lebensabschnitt und seinen Nachlass werden ergänzt durch seine Interpretation des Hobelliedes von Ferdinand Raimund und konterkariert durch humorvolle Anekdoten über Leben und Tod.
16:08
Anlässlich des 100. Geburtstages von Franz Antel beleuchtet eine neue Dokumentation Leben und Werk des österreichischen Filmemachers auf ganz neue Weise. Jenseits der Seitenblicke und Gala-Abende zeigt Regisseur Wolfgang Liemberger eine Laufbahn voller Erfolge und Brüche des Gern-Geschmähten und doch schillernden (Lebens-)Künstlers. Karl Merkatz - der legendäre Bockerer in den Antel-Filmen - führt durch die verschiedenen Stationen im Leben der österreichischen Filmlegende.
17:00
Am 16. März 2008 wird Karlheinz Böhm 80 Jahre alt. Ein Mann mit einem unglaublichen Lebensweg - bis Anfang der 80er Jahre war er Schauspieler und Regisseur, seitdem ist er als Wohltäter und Äthiopienhelfer erfolgreich. Weltberühmt wurde er in der Rolle des Kaisers Franz Joseph an der Seite von Romy Schneider in der Sissi-Trilogie, danach schockierte er das Publikum im Psychothriller "Peeping Tom" und profilierte sich als Charakterdarsteller in mehreren Filmen von Rainer Werner Fassbinder und als Theater- und Opernregisseur. Der Film thematisiert nicht hur die berufliche Karriere und die soziale Arbeit des Karlheinz Böhm, sondern auch Höhen und Tiefen in seinem Privatleben - vier Ehen, drei Scheidungen, sieben Kinder stehen für glückliche und schmerzliche Beziehungen. Zu seinen Eltern hatte er ein enges, aber auch schwieriges Verhältnis, besonders zu seinem Vater, dem großen Dirigenten Karl Böhm. Die Dokumentation ergründet überraschende und neue Facetten dieser Ausnahmepersönlichkeit und beschreibt, wie er seine Ausstrahlung und sein Handwerk für sein humanitäres Engagement nützt. Ein Film von Kurt Mayer und Wolfgang Niedermair
17:46
Die ORF-III-Produktion widmet sich dem Leben der wohl bekanntesten österreichischen Schauspielerin aller Zeiten: Romy Schneider. Sie ist die süße Sissi gewesen und später die zerbrechliche Schönheit, der ganz Frankreich zu Füßen lag. Sie war die folgsame Tochter daheim und die "Femme fatale" in ihren französischen Filmen. Sie wollte aus dem starren Korsett ausbrechen, in das Familie und Kostümfilme sie gesteckt hatten, und wurde zur Gefangenen im Netz großer Emotionen. Für Orson Welles war sie die beste Schauspielerin ihrer Generation. Hollywood jubelte, vierzig Jahre nach Greta Garbo und Marlene Dietrich, fünfzehn Jahre nach Marilyn Monroe hätte die Leinwand wieder einen großen Star. Ihr Lächeln, ihre geheimnisvollen Blicke bleiben unvergessen. Und auch das Rätsel um den mysteriösen Tod von Romy Schneider ist auch nach mehr als 40 Jahren immer noch ungelöst. Der Grund dafür ist die fehlende Autopsie, denn die Ärzte wollten keine durchführen. Die Todesursache erschien ihnen klar: Herzversagen in Folge einer Überdosis! Romy Schneider, da waren sich damals viele einig, konnte einfach nicht mehr. Um Romy Schneider und der Lösung der vielen Rätsel rund um sie möglichst nahezukommen, kommen in der neuen Dokumentation von Regisseurin Gabriele Flossmann Menschen zu Wort, die man bisher kaum oder noch nie gehört hat - obwohl jeder und jede Einzelne von ihnen eine höchst eigene Expertise hat. Wie Mathieu Carriére, Romys Filmpartner in ihrem letzten Film "Die Spaziergängerin von Sans-Souci". Als enger Freund und Vertrauten war Carriére drei Tage vor ihrem Tod bei Romy zu Gast. Zu Wort kommt auch Gertraud Jesserer, die Jugendfreundin, mit der Romy Schneider bis zuletzt in engstem Briefkontakt stand. Weitere Gesprächspartner sind Günter Krenn, Autor mehrere Romy-Schneider-Biografien, der international renommierte Psychiater Alfried Längle, Ariane Rykov, die Leiterin des Romy-Schneider-Archivs sowie Romys Tochter Sarah Biasini, die sich in ihrem Buch "Die Schönheit des Himmels" erstmals öffentlich mit ihrer früh verstorbenen Mutter auseinandergesetzt hat.
18:36
Aufgewachsen ist sie im Schlosskomplex von Schönbrunn, studiert hat sie Mode und Musik am Konservatorium Wien und als "Mariandl" bezauberte sie Österreich: Waltraut Haas stand wie kaum eine andere Schauspielerin der Nachkriegszeit für die schönen Seiten des Landes. Die ORF-III-Produktion zeichnet ihren Werdegang zwischen den schönsten Orten der Alpenrepublik und den schrecklichen Zeiten des Zweiten Weltkriegs nach. Die unbeschwerte Lieblichkeit der Heimatfilme war ein Gegengift zu den Schrecken der unmittelbaren Vergangenheit in der auch Waltraut Haas heranwächst. Im Alter von fünf Jahren verlor sie ihren Vater und wuchs als Halbwaise rund um das Restaurant ihrer Mutter im Schloss Schönbrunn auf. Später sollte Hans Moser so etwas wie ein Vaterersatz für sie werden. Mit vielen Arbeitskolleginnen und -kollegen verband Haas eine lange Freundschaft. Rund 70 Filme und zahllose Theater- und Fernsehproduktionen folgten und machten sie zu einem der beliebtesten Stars ihrer Zeit. Bis in die Gegenwart war ihr Charme und Beliebtheit ungebrochen.
19:22
Sie war ohne Zweifel die "Grande Dame" der österreichischen Schauspielgarde. Ob im Film, im Fernsehen oder auf der Bühne, Christiane Hörbiger schaffte es das unmögliche Kunststück zu vollbringen von allen geliebt zu werden. Über Jahrzehnte hinweg war sie ein Publikumsliebling. Christiane Hörbiger erzählt in Archivinterviews von ihrem schwierigen Start als Schauspielerin im Schatten ihrer berühmten Eltern, dem schmerzhaften Umgang mit Kritiken aber auch von den Höhepunkten ihrer Karriere. Ihre Schwester Maresa Hörbiger gibt einen Blick auf die private Seite der Hörbiger-Familie. Sie rekapituliert, wie ihre Eltern mit deren umstrittener Rolle im Nationalsozialismus umgegangen sind und wie die Töchter mit diesem Erbe zu ringen hatten. Wegbegleiter und Stars aus dem Filmgeschäft wie Xaver Schwarzenberger berichten vom Leben und Wirken einer Schauspiel-Ikone. Ihr Leben ist österreichische Theatergeschichte, Filmgeschichte, Fernsehgeschichte. Am 30. November 2022 ist Christiane Hörbiger in ihrer Geburtsstadt Wien gestorben.
20:15
Verdis monumentale Vertonung der Missa pro defunctis aus Barcelona in Starbesetzung. An der Seite von KS Elina Garanca singen Eleonora Buratto, Benjamin Bernheim und Riccardo Zanellato unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti. Der italienische Stardirigent steht am Pult der Staatskapelle Dresden. Das berühmte Dies irae und die weiteren Chorstellen übernimmt der katalanische Chor Orfeó Català. Barcelona 2026
21:48
Publikumsliebling Marika Lichter begibt sich auf Spurensuche in die familiäre Vergangenheit, die mehr ist als nur persönliche Erörterung. Der außergewöhnliche Theaterabend ist eine Hommage an all die "Vorhergegangenen", eine Auseinandersetzung mit den Begrifflichkeiten "Heimat" und "Zuhause", eine Untersuchung des Phänomens "being jewish" und eine Liebeserklärung an das Leben. Marika Lichter erzählt, zitiert und singt, lässt Vergangenes neu erblühen und beleuchtet das Gefühl des Fremdseins "hier" wie "da" - im Geburtsland wie im Exil. Behutsam ausgewählte Lieder illustrieren und konterkarieren die Dramaturgie des Abends - ob (jüdischer) Tango oder Wiegenlied, ob Schlager oder (Operetten-)Arie, Polit-Song oder Liebesballade, die musikalischen Mosaiksteine (er)füllen jene Lücken, die Real-Historie gerissen hat. Jüdische, jiddische Weisen - jüdische Welten werden lebendig und schlagen im Zusammenspiel mit den subtil gesetzten Texten eine Brücke vom Einst ins Heute. Ich habe (k)ein Heimatland ist eine berührende, poetische, aufrüttelnde, zärtliche Melange der Klänge, Gedanken, Findungsversuche, Bekenntnisse und Fragen.
23:05
Karl-Friedrich Sattmann sieht sich als Wohltäter Lahnenburgs gefeiert. Die Schneekanonen-Fabrik wird eröffnet und Joe kann als Schwiegersohn in den Betrieb eintreten. Die 'Ehe' zwischen den Sattmanns und Tirol ist - nicht nur sinnbildlich - gestiftet.