17:02
Der österreichische Dorfkaiser Joseph Pirnegger (Harald Krassnitzer) ist ein wahrer Meister der Intrige. Welten prallen aufeinander, als er in Schwiegertochter Svea (Paula Kalenberg) auf eine ebenbürtige Gegnerin trifft. Die selbstbewusste Hanseatin fordert Joseph zu regelrechten Höhenflügen heraus und treibt den Generationenkonflikt schnell auf die Spitze. Durch die Hochzeit mit ihrem Verlobten Peter verschlägt es Nordlicht Svea ins schöne Salzburger Land. Im Alpendorf St. Josef wollen die zwei heiraten. Kaum eingetroffen, sorgt Peters gewiefter Vater Joseph dafür, dass sein Sohn rasch Wurzeln schlägt: mit einem maßgeschneiderten Job als Chefveterinär im künftigen Nationalpark. Svea bringt er in der Nachbargemeinde Klamm unter. Dort soll sie den störrischen Bürgermeister Mingner für die Nationalpark-Idee begeistern. Doch Svea hat ihren ganz eigenen Kopf.
18:37
Seit Kurzem sind Svea und Peter stolze Eltern eines süßen Mädchens. Auch beruflich läuft es rund für die gewissenhafte junge Deutsche. Sie wird zur neuen Bürgermeisterin von Klamm gekürt und stürzt sich sogleich voll in die Arbeit. Das geliebte Projekt ihres Schwiegervaters, den Nationalpark, will sie erst nach intensiven Nachverhandlungen absegnen. Joseph schäumt vor Wut! Als er Svea daraufhin das Leben so schwer wie möglich zu machen versucht, gerät der Konflikt alsbald vollends aus den Fugen.
20:15
Die Neuproduktion von ORF III erzählt die bewegte Geschichte einer der schönsten Regionen im Bundesland Salzburg. Der traditionsreiche Pinzgau zählt heute mit seiner beeindruckenden Berglandschaft zu den international erfolgreichen Tourismusdestinationen Österreichs. Doch das war nicht immer so. Nach dem Ersten Weltkrieg war der Pinzgau von großer Armut betroffen. Hungersnot, Lebensmittelknappheit und Krankheiten trieben viele Menschen zur Auswanderung in die USA. Noch heute besteht in Pennsylvania eine Salzburger Gemeinschaft. Den Menschen, die in der Region blieben, versprach der Nationalsozialismus einen vermeintlichen Ausweg aus der wirtschaftlichen Not. Der Aufstieg der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) brachte jedoch auch im Pinzgau Verfolgung und Leid. Besonders die jüdische Bevölkerung war von Ausgrenzung und Entrechtung betroffen. Noch nach Kriegsende spielte der Pinzgau für die Flucht über die Alpen für tausende Menschen eine entscheidende Rolle. Teilweise unterstütze auch die lokale Bevölkerung Holocaust-Überlebende bei der geschützten Ausreise über das Krimmler Aachental, heute eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Region. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Tourismus im Pinzgau bald einen großen Aufschwung und etablierte sich in den 1960er Jahren als ganzjähriges Urlaubsziel. Früh setzte die Region auf den Bau von Liften und Seilbahnen und wurde damit symbolisch für den erfolgreichen Wirtschaftswandel der Nachkriegsjahre. Die Auswirkungen des Klimawandels stellen aber auch den Pinzgau vor neue Herausforderungen. Höhere Durchschnittstemperaturen machen schon seit Jahren die Beschneiung der Pisten notwendig. Mit Photovoltaik, Kreislaufwirtschaft und einem speziellen System zur Schneehöhenmessung setzt die Region auf innovative Lösungen, um die Umweltbelastungen möglichst gering zu halten. Von den schwierigen Zeiten der Vergangenheit stellt sich die Region damit den Herausforderungen der Gegenwart.
21:05
Die ORF-III-Produktion wirft einen Blick auf die wechselvolle Geschichte des steirischen Erzbergs und seines Umlands. Er ist bis heute die wichtigste wirtschaftliche Grundlage einer ganzen Region. Die Geschichte des Erzbergs reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück und unter Erzherzog Johann wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts Abbau und Verwertung von Erz gewissermaßen professionalisiert. Von ihm wurde 1840 auch die Montanuniversität in Leoben gegründet, die den Fortschritt mit wissenschaftlichen Methoden vorantrieb. Die Rohstoffe der Region schufen hunderte Arbeitsplätze im Bergbau. Viele Generationen von Bergarbeiter-Familien lebten und arbeiteten direkt am Erzberg. Darunter auch viele Frauen, die als sogenannte Klauberfrauen das gewonnene Gestein sortierten. Eine harte und mühevolle Arbeit. Der Stand der Bergarbeiter trat daher schon früh für Arbeitsrechte ein. Rund um die Steirische Erzbergregion tobte in den 1930er Jahren der Bürgerkrieg. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stand Koloman Wallisch, der 1934 in Leoben hingerichtet wird. Die an Bodenschätzen reiche Region war auch für die Nationalsozialisten von großer Bedeutung. 1938 wird mit dem Bau der Reichswerke Hermann Göring in Linz begonnen. Das für die Stahlproduktion benötigte Erz kam vom Erzberg. Dort wurden Zwangsarbeiter für den Abbau eingesetzt. So rasch sich die steirische Wirtschaft in den Nachkriegsjahren erholte, umso tiefer stürzte sie in den 1990er Jahren in die Krise. Milliardenverluste und schwere Managementfehler führten zum Verlust tausender Arbeitsplätze an den Wirtschaftsstandorten der Steiermark. Sogar der Abbau auf dem Erzberg sollte stillgelegt werden. Doch die einstige Krisenregion hat sich wieder erholt. Regisseur Robert Altenburger hat die die Region um den Erzberg besucht, einstige Bergarbeiter getroffen und erzählt die Geschichte der sogenannten Klauberfrauen. Er zeichnet das Bild einer modernen und aufstrebenden Region, deren Rolle für Bergbau und Industrie sich massiv gewandelt hat.
21:56
Die ORF-III-Produktion wirft einen Blick auf die Geschichte der isoliertesten Region Österreichs - dem Kleinwalsertal. Die Region und die Bewohner des Kleinwalsertals sind historisch und geografisch in einer besonderen Situation. Aufgrund der außergewöhnlichen Lage ist das Kleinwalsertal über Vorarlberg nicht erreichbar, sondern nur über die Bayerische Nachbargemeinde Oberstdorf. Die Bewohner waren im 13. Jahrhundert aus dem Schweizer Kanton Wallis in das abgelegene Tal gezogen und gaben ihm seinen Namen. Der Dialekt der rund 5000 Bewohner unterscheidet sich bis heute noch von dem der Bewohner der umliegenden Gemeinden. Diese Abgeschiedenheit des Tals prägt die als besonders innovativ und fleißig geltenden Bewohnerinnen und Bewohner des Kleinwalsertals bis heute. Die ungewöhnliche Lage des Tals führte auch zu Kuriositäten. Beispielsweise war bis zur Einführung des Euro die offizielle Währung im Kleinwalsertal die Deutsche Mark. Noch heute haben die Häuser im Tal zwei verschiedene Postleitzahlen: eine Österreichische und eine Deutsche.
22:46
Das Waldviertel ist heute eine ruhige, in den meisten Teilen stark ländlich geprägte Region, die für viele Großstädter als beliebter Rückzugsort dient. Dabei blickt hier vor allem die Textilindustrie auf eine lange und zum Teil höchst erfolgreiche Geschichte zurück, die sich unter anderem am ehemaligen K.&K. Hoflieferanten Backhausen dokumentieren lässt. Der Kulturwissenschaftler und Regisseur Martin Vogg geht der Frage nach, wie die Menschen abseits von der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert ihr wirtschaftliches Auskommen im Waldviertel finden konnten. Dabei berichtet er nicht nur von den zahlreichen Textilfirmen und Webereien, sondern auch von den Uhrenproduzenten in Karlstein, den Bergleuten unter anderem in der Braunkohlenförderung oder den Knopferzeugern in Hardegg. Auch geht er der Frage nach, warum sich manche Unternehmen ausgerechnet im Waldviertel teilweise fernab öffentlicher Verkehrsverbindungen angesiedelt haben, welche Rolle sie zum Teil in der NS-Zeit gespielt haben, und was letztlich zum wirtschaftlichen Niedergang vieler Betriebe im ausgehenden 20. Jahrhundert geführt hat. In diesem Zusammenhang beleuchtet Vogg auch die Rolle des "Eisernen Vorhangs" für die Region, und wie sich diese Grenze zum "Ostblock" auf manche Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unmittelbar ausgewirkt hat. Letztlich entführt der Film auch in die Gegenwart und zeigt an ausgewählten Beispielen, wie Betriebe im 21. Jahrhundert auch in entlegenen Gebieten des Waldviertels erfolgreich sein können.
23:40
Ohne ihn wäre das heimische Kabarett nicht vorstellbar: Er war Mitbegründer der legendären Kabarettgruppe "Schlabarett" ("Muttertag", "Atompilz von links"), schrieb mit Josef Hader "Indien", sorgt mit seinen Soloprogrammen für ausverkaufte Häuser und schafft es wie wenige, mit seinen satirischen Beobachtungen politisches wie gesellschaftliches Unheil zu entlarven. Zum 65. Geburtstag lässt ORF III den Kabarettisten, Schauspieler, Autor und Regisseur Alfred Dorfer mit zahlreichen Highlights und den lustigsten Momenten aus seinen Bühnenprogrammen sowie Anekdoten von prominenten Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern wie Josef Hader, Andrea Händler, Andreas Vitásek, Florian Scheuba, Ingrid Thurnher, Eva Billisich oder Reinhard Nowak hochleben.