14:01
Wunderbar launige Krimikomödie mit Schauspiellegende Christiane Hörbiger! Gewohnt willensstark zieht sie alle Register, als in der beschaulichen Donaumetropole Krems ein Mord geschieht. Unterstützt von Filmpartner Erwin Steinhauer und Neffe Manuel Witting liefert die Hobby-Kriminologin ein Glanzstück messerscharfer Kombinatorik ab. Wien war lange Zeit der Lebensmittelpunkt von Restauratorin Henriette, doch die Liebe zum Musiker Ferdinand Sternheim ändert alles. Kurzerhand kündigt Henriette ihre Innenstadtwohnung und zieht zu Ferdinand ins idyllische Krems. Dort weckt ein mysteriöser Todesfall ihre kriminalistische Neugier: In einer Galerie findet Henriette den Superstar der einheimischen Kunstszene tot auf. War es ein Unfall oder Mord? Gemeinsam mit ihrem jungen Assistenten Jonas begibt sich Henriette auf Spurensuche.
15:33
Aufregung im Ausseerland! Ein erbitterter Erbschaftsstreit lässt die Juristinnen Paula Dennstein (Maria Happel) und Therese Schwarz (Martina Emb) gegeneinander antreten und fordert sie zu Höchstleistungen heraus. Bald schon steht jedoch mehr als der eigene Ruf auf dem Spiel. Turbulente, bis in die Nebenrollen topbesetzte Anwaltskomödie nach einem Drehbuch von Konstanze Breitebner. Als Graf Florentin Dennstein stirbt, platzt bei der Testamentsverlesung eine Bombe: Mitbegünstigter ist Biobauer Fritz Lanner, ein unehelicher Sohn des Adeligen. Entsetzt beschließen die Dennsteins den Gang vor Gericht. Juristin Paula Dennstein soll das Testament im Namen der Familie anfechten. Derweil ruft Fritz seine Jugendliebe, die mit allen Wassern gewaschene Junganwältin Therese Schwarz, zu Hilfe. Im Prozess schenken sich die beiden schlagfertigen Damen nichts, bis eine überraschende Entdeckung sie zu unkonventionellen Maßnahmen zwingt.
17:05
Bärbel stößt auf einen Hilferuf aus Bangladesch in einem gekauften Hemd und beginnt, dem Absender heimlich zu helfen. Ihre geheime Wohltätigkeit entfacht Spannungen in ihrer Ehe mit Lutz, der einen Nebenbuhler wittert, und fördert verdeckte familiäre Konflikte zutage. Es wird zusehends deutlicher, dass Bärbels Engagement die Familie durcheinanderbringt und zur Auseinandersetzung mit den eigenen Lebenszielen führt. (Text: ZDF) Mit Anette Frier (Bärbel Schmitz), Henning Baum (Lutz Schmitz), Jutta Speidel (Lis Polke) u.v.a Regie: Rupert Henning. DE 2024
18:40
Jella ist mit ihrem Mann Klaus ganz in die Nähe ihrer erwachsenen Kinder gezogen und hofft jetzt wieder auf ein intensives Familienleben wie früher. Nur leider sehen die Kinder das anders. Denn Hilke, Momme und Fine haben ihre eigenen Probleme und denken gar nicht daran, sich von ihrer Mutter hineinreden zu lassen. Da hat Jella eine Idee: Enkelkinder müssen her! Dass sie mit ihren Plänen über die Stränge schlägt, begreift Jella jedoch erst zu spät. (Text: Romance TV) Mit Maren Kroymann (Jella), Rudolf Kowalski (Klaus), Valerie Niehaus (Hilke), Martin Lindow (Franz) u.v.a. Regie: Enno Reese. DE 2017
20:15
Die einzigartige Zusammenarbeit zwischen ORF III und den beiden wichtigen Musikuniversitäten in Wien geht in die nächste Runde. Diesmal mit einem musikalischen Hochgenuss aus dem Schlosstheater Schönbrunn: Unter dem Titel "Fest für Strauss und seine Zeit" präsentieren Studierende der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie der MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ein glanzvolles Programm rund um Johann Strauss und sein musikalisches Umfeld. Neben beliebten Werken wie der "Fledermaus"-Ouvertüre oder dem Konzertwalzer "Frühlingsstimmen" stehen auch selten gespielte Schätze auf dem Programm: etwa Stücke von Augusta Holmès, Constanze Geiger und Olga Smirnitskaya. Ein beschwingter Abend zwischen Walzer, Polka und Salonmusik - stimmgewaltig, virtuos und mitreißend!
22:05
Gioachino Rossinis musikalischer Scherz "Gelegenheit macht Diebe" ist eine doppelte Verwechslungskomödie, bei der durch falsches Spiel die wahre Liebe siegt. Anders als in Mozarts "Così fan tutte" tauschen sowohl die Herren als auch die Damen die Rollen, teils absichtlich, teils unabsichtlich. Virtuose Arien, witzige Instrumentaleffekte und rasante Ensembles zeichnen diese frühe Komposition des später weltweit bekannt gewordenen Rossinis aus. Ganz am Beginn steht eine eindrucksvolle Gewittermusik, die in der Kammeroper mit Lichteffekten imposant dargestellt wird. Unter der musikalischen Leitung von Pedro Beriso spielt das Wiener KammerOrchester. Es singen Inna Demenkova (Berenice), Alberto Robert (Conte Alberto), Roberto Lorenzi (Don Parmenione), Petra Radulovic (Ernestina), Ilyà Dovnar (Don Eusebio), Lazar Parežanin (Martino).
23:38
Umringt von der Crème de la Crème der österreichischen Publikumslieblinge startet Schauspiellegende Christiane Hörbiger neu durch. Als Naschmarkt-Standlerin kämpft sie nach einem finanziellen Bauchfleck ums nackte Überleben - und trifft auf das sympathische Schlitzohr Friedrich von Thun. Nach dem Millionenbetrug ihres Mannes steht Anna, einst tonangebendes Mitglied der Hamburger High Society, schlagartig vor dem Nichts und ist gezwungen, ganz von vorne anzufangen. Dankbar nimmt sie die Hilfe ihrer Wiener Schulfreundin Heidi an, die Anna ihren Obst- und Gemüsestand am Naschmarkt überlässt. Anna betritt damit beruflich völliges Neuland. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten scheint sie sich wacker zu schlagen, doch ihre Unerfahrenheit macht sie zum leichten Opfer von Sabotageakten.
01:08
Paul Hörbiger, Sohn eines weltbekannten Wissenschafts-Esoterikers und einer ehemaligen Handschuhmacherin. Zusammen mit Bruder Attila und Schwägerin Paula Wessely hat der 1894 geborene Paul die österreichische Schauspiel-Dynastie der "Hörbigers" mitbegründet.In 250 Spielfilmen und unzähligen Theaterproduktionen verkörperte der Publikumsliebling über sechs Jahrzehnte hinweg sympathische Volkstypen wie Fiaker, Heurigensänger, Hausknechte, Dienstmänner und Schuster, er spielte aber auch Ärzte, Kavaliere und bedeutende Künstler wie Franz Schubert, Johann Strauß und Franz Grillparzer. Paul Hörbiger, in jungen Jahren auf die Rolle des kauzigen Leichtfusses mit Heurigen-Charme festgelegt, war in vielem so etwas wie das Inbild des Durchschnitts-Österreichers - auch in seinem Verhalten während der NS-Zeit. Im Frühjahr 1938 stellte sich der Leinwandstar der NS-Propaganda, wie viele andere Künstler, für einen Aufruf zur "Anschluss"-Volksabstimmung zur Verfügung. In der Folge gehörte Paul Hörbiger zu den meistbeschäftigten Schauspielern des Dritten Reichs. 1944 setzte ihn Joseph Goebbels sogar auf die sogenannte Gottbegnadeten-Liste.Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schloss sich Hörbiger dann einer Widerstandsgruppe an. Dabei dürfte er seine politische Unantastbarkeit als "Gottbegnadeter" überschätzt haben: Er übergab der Widerstandsgruppe rund um den Kaffeehausbesitzer Richard Patsch kurzerhand einen Scheck über 3000 Reichsmark mit seiner eigenhändigen Unterschrift. Die Folge: Hörbiger wurde im Wiener Landesgericht inhaftiert und wegen "Hochverrats" zum Tode verurteilt. Das Kriegsende und die Niederlage der Nazis retteten dem populären Künstler das Leben. Nach dem Krieg konnte Hörbiger seine Karriere ohne Unterbrechung fortsetzen: in den 1940er- und 50er-Jahren drehte er einige seiner erfolgreichsten Filme: "Der Hofrat Geiger" (1947), "Der Engel mit der Posaune" (1949), "Der dritte Mann" (1949) und "Hallo, Dienstmann" (1952). In Hans Holt und Theo Lingen, in Oskar Sima und vor allem in Hans Moser fand Paul Hörbiger kongeniale Leinwandpartner, die das Bild des österreichischen Nachkriegs-Films wesentlich mitbestimmten. Die Dokumentation erinnert an eine österreichische Ikone, einen leutseligen, charmanten und verführerisch vielseitigen Schauspieler, den man als paradigmatische Verkörperung der "österreichischen Seele" sehen kann.
01:57
Paula Wessely war die österreichische Antwort auf Film-Diven wie Marlene Dietrich und Zarah Leander. Mit der weiblichen Hauptrolle in "Maskerade" (1934) wurde die damalige Theaterschauspielerin zum Leinwandstar. Im Nachhinein negative Bekanntheit erlangte Sie durch ihr Engagement in dem unsäglichen Nazi-Propagandafilm "Heimkehr", in dem sie eine von Polen verfolgte Deutsche mimte. Die Mitwirkung an diesem hetzerischen Streifen brachte ihr nach 1945 kurzzeitig Auftrittsverbot in Wien, doch bald konnte sie wieder am Theater Fuß fassen. Am Burgtheater verkörperte sie dann den Hang zu "Schauspielmonumenten", jenen jahrzehntelang praktizierten Drang, die Auswahl der Stücke eher an den Publikumslieblingen zu orientieren als an gesellschaftspolitischer Relevanz. In der Rangliste der Publikumslieblinge stand "die" Wessely Jahrzehnte hindurch unangefochten auf Platz 1. Darüber hinaus war und blieb sie eine der großen Diven des deutschsprachigen Films. Sie hätte auch eine internationale Diva sein können, lehnte aber große Rollen-Angebote aus Frankreich und Hollywood stets ab. "Menschen wie sie werden heutzutage nicht mehr erzeugt", sagt André Heller in der ORF-III-Produktion über die österreichische Film- und Theaterlegende, der er Freund und Vertrauter war. Die ORF-III-Dokumentation von Gabriele Flossmann zeigt Paula Wessely in all ihren Licht- und Schattenseiten und geht unter anderem den Fragen nach: Warum hat sie sich der internationalen Filmkarriere verweigert? Was macht ihren Schauspiel-Stil bis heute so modern? Und wer und wie war die "private" Paula Wessely wirklich?
02:46
Susi Nicoletti - Film-, TV- und Burgtheater- Legende war stilprägend. Nicht zuletzt als Schauspiellehrerin am Reinhardt-Seminar, wo sie mehr als 800 Schüler und Schülerinnen, darunter Erika Pluhar, Klaus Maria Brandauer und Klaus Bachler unterrichtete. Abgesehen von zahllosen zentralen Rollen, die sie auf allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen spielte, war sie auch in Film und Fernsehen in knapp 100 Produktionen zu sehen. Eine echte Legende des österreichischen Schauspiels.
03:37
"Schieb mich nie als Gemüse ans Fenster", bat Curd Jürgens seine letzte Ehefrau Margie. Selbst nach einer schweren Herzoperation gab er seine Rolle als "toller Kerl" nicht auf. Das war die Rolle seines Lebens. Curd Jürgens wurde Weltstar, als sich Deutschland gerade von den Schrecken der Kriegsjahre erholte. Produzenten und Regisseure erkannten in ihm die Figur ihrer Zeit: energiegeladen, groß, blond, strahlend blaue Augen. Curd Jürgens lebte für sein Publikum. Er führte seinen Reichtum vor, seine Häuser und seine Affären. Fünfmal war er verheiratet. Die Zeitungen schrieben reihenweise Berichte über ihn, die Leser nahmen teil an seinem Luxus, in dem er lebte, an seinem Ruhm und seinen Eskapaden. Seine Einsamkeit blieb der Öffentlichkeit weitgehend verborgen. Ebenso die Gefühle des Curd Jürgens, der durch einen schweren Unfall zeugungsunfähig geworden war. "60 Jahre und kein bißchen weise …", sang er später trotzig und zugleich nachdenklich über sich selbst. Wer war der Mensch hinter der Selbstinszenierung? Dieser Frage geht der Film mit Hilfe seiner Kollegen, seiner Freunde und auch seiner Frauen nach.
04:25
Habsburgs verschwundene Juwelen sind wieder aufgetaucht - und mit ihnen auch die Frage nach dem Reichtum dieser Familie. Die Habsburger assoziiert man heute durchwegs mit Prunk und Wohlstand. Doch die Finanzlage des Kaiserhauses war über die Jahrhunderte immer wieder wechselhaft. Woher kam das Geld der Habsburger?, fragt Regisseurin Gigga Neunteufel. Und was bedeutete es für ihren Lebensstandard? Denn auch imposante Schlösser wie etwa Schönbrunn waren ungemütlicher, als man heute glaubt. Nirgends wurde auf mehr als achtzehn Grad geheizt, künstliches Licht war wertvoll und die Räume entsprechend dunkel. Den großen Sprung nach vorn machte die Familie durch die Einheirat von Franz Stephan von Lothringen: Der Ehemann von Maria Theresia verfügte über viel Tagesfreizeit und ein gehöriges kaufmännisches Gespür. Von seinen Einkünften sollte die Casa d'Austria noch bis zu ihrem Ende zehren.