11:02
Eines der großen österreichischen Nationalsymbole, die Wiener Staatsoper, ist vor 71 Jahren aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges neu erstanden. In der Dokumentation kommen jene Zeitzeugen zu Wort, die den Neuanfang miterlebt haben: Künstler wie Waldemar Kmentt, der bei der Wiedereröffnung 1955 im "Fidelio" den ersten Ton im neuen Haus gesungen hat, Sena Jurinac, die sich zum Zeitpunkt des Bombentreffers im Keller der Staatsoper befunden hat, ferner unter anderen Elisabeth Schwarzkopf, Christa Ludwig und Karl Löbl. Die Dokumentation räumt mit dem Gerücht auf, wonach die Oper Opfer einer Verwechslung mit dem Westbahnhof gewesen sein soll. Außerdem erzählt der Film, dass es nach dem Krieg heftige Tendenzen gegeben hat, die Opernruine weg zu reißen und durch einen Neubau zu ersetzen.
11:30
Am Weltfrauentag, dem 8. März, steht mit Christina Stürmer eine sehr prominente Debütantin auf der Bühne der Wiener Staatsoper. Gemeinsam mit Star-Geigerin Lidia Baich, Staatsopern-Ensemblemitglied Ilia Staple, der kanadischen Singer-Songwriterin Rachelle Jeanty, der jungen iranischen Sängerin Vazista und vielen weiteren Frauen wird die Wiener Staatsoper durch das Format "RISE! - Women's Voices for Change" zur Bühne für weibliche Stärke, Solidarität und Zusammenhalt. 2000 Frauen werden für ein Benefizkonzert ihre Stimmen erheben, musikalisch geleitet von Künstlerinnen verschiedener Genres. Ein großes kulturelles Format, als Zeichen für alle Frauen, die ihre Stimmen nicht erheben dürfen. Die Initiative steht unter dem Ehrenschutz von Doris Schmidauer. Ein kulturelles Statement für Veränderung und ein musikalisches Erlebnis, das verbindet!
12:49
Die ORF-III-Produktion widmet sich dem Leben der wohl bekanntesten österreichischen Schauspielerin aller Zeiten: Romy Schneider. Sie ist die süße Sissi gewesen und später die zerbrechliche Schönheit, der ganz Frankreich zu Füßen lag. Sie war die folgsame Tochter daheim und die "Femme fatale" in ihren französischen Filmen. Sie wollte ausbrechen aus dem starren Korsett, in das Familie und Kostümfilme sie gesteckt hatten, und wurde zur Gefangenen im Netz großer Emotionen. Für Orson Welles war sie die beste Schauspielerin ihrer Generation. Hollywood jubelte, vierzig Jahre nach Greta Garbo und Marlene Dietrich, fünfzehn Jahre nach Marilyn Monroe hätte die Leinwand wieder einen großen Star. Ihr Lächeln, ihre geheimnisvollen Blicke bleiben unvergessen. Und auch das Rätsel um den mysteriösen Tod von Romy Schneider ist auch nach mehr als 40 Jahren immer noch ungelöst. Der Grund dafür ist die fehlende Autopsie, denn die Ärzte wollten keine durchzuführen. Die Todesursache erschien ihnen klar: Herzversagen in Folge einer Überdosis! Romy Schneider, da waren sich damals viele einig, konnte einfach nicht mehr. Um Romy Schneider und der Lösung der vielen Rätsel rund um sie möglichst nahezukommen, kommen in der neuen Dokumentation von Regisseurin Gabriele Flossmann Menschen zu Wort, die man bisher kaum oder noch nie gehört hat - obwohl jeder und jede Einzelne von ihnen eine höchst eigene Expertise hat. Wie Mathieu Carriére, ihr Filmpartner in Romys letztem Film "Die Spaziergängerin von Sans-Souci". Als enger Freund und Vertrauten war Carriére drei Tage vor ihrem Tod bei Romy zu Gast. Zu Wort kommt auch Gertraud Jesserer, die Jugendfreundin, mit der Romy Schneider bis zuletzt in engstem Briefkontakt stand. Weitere Gesprächspartner sind Günter Krenn, Autor mehrere Romy-Schneider-Biografien, der international renommierte Psychiater Alfried Längle, Ariane Rykov, die Leiterin des Romy -Schneider-Archivs sowie Romys Tochter Sarah Biasini, die sich in ihrem Buch "Die Schönheit des Himmels" erstmals öffentlich mit ihrer früh verstorbenen Mutter auseinandergesetzt hat.
13:38
Romy Schneider, Weltstar aus Österreich, gefeierte Ikone von Leidenschaft und Sinnlichkeit. Noch bewegender als ihre Filme war ihr Leben. Grandios verkörpert Jessica Schwarz Romys Aufstieg von der "Sissi" bis zur Diva, und deren unglückliche Suche nach dem privaten Glück. Als sie endlich alles erreicht zu haben scheint, was sie sich so sehr gewünscht hatte, nimmt ihr ein tragischer Unfall den geliebten Sohn.
15:29
Berührendes, bildgewaltiges Porträt zweier Lichtgestalten der Moderne. Mitreißend verkörpert Birgit Minichmayr die österreichische Friedensverfechterin Bertha von Suttner, die durch ihren Charme und ihr Charisma den schwedischen Erfinder Alfred Nobel (Sebastian Koch) zur Stiftung des Nobelpreises anregt. In der Rolle von Suttners Ehemann brilliert Philipp Hochmair! Vom ersten Moment an ist der geniale Chemiker Alfred Nobel fasziniert vom selbstsicheren Auftreten der mittellosen Adeligen Bertha. Sie soll ihm geschäftlich zur Hand gehen. Leider ist Bertha schon vergeben. Ihr Herz gehört dem jungen Draufgänger Arthur Freiherr von Suttner. Überstürzt heiraten die beiden und ziehen in den Kaukasus. Gleichwohl reißt der Kontakt zu Nobel nicht ab. Brieflich bleiben Bertha und der stille Dynamit-Erfinder eng miteinander verbunden und werden mehr und mehr zu unverzichtbaren Verbündeten im idealistischen Kampf für eine friedlichere, gerechtere Gesellschaft.
17:04
Tage der Ungewissheit prägen das Leben von Neo-Pensionistin Hanne, die sich einer möglicherweise erschütternden Diagnose stellen muss. Die Zeit bis zum endgültigen Befund verbringt sie zwischen Ohnmacht und Optimismus. In der Titelrolle des mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Fernsehfilms brilliert Iris Berben! Chefsekretärin Hanne hatte sich den Start in die Pension anders vorgestellt. Bei einer Routineuntersuchung erhält sie den niederschmetternden Befund, möglicherweise an Leukämie erkrankt zu sein. Erst in drei Tagen sollen die Laborresultate Gewissheit verschaffen. Hanne ist wie betäubt. Wie soll sie diese Zeit der Ungewissheit überbrücken? Zwischen neu entdeckter Lust am Abenteuer und panischer Angst erlebt Hanne ein intensives Wochenende und macht dabei manch überraschende Bekanntschaft.
18:39
Mitten im südafrikanischen Busch beschließt Emma, dass es so nicht weitergehen kann. Nach 25 Jahren braver Ehe verlässt sie ihren Mann Ferdinand und zieht mit ihrem Rollkoffer ins Unbekannte. Auf der Straußenfarm des eigenbrötlerischen John findet sie die Freiheit, die sie sucht - und die Herausforderung ihres Lebens.
20:15
Zum 10. Todestag von Nikolaus Harnoncourt: ORF III widmet dem großen österreichischen Dirigenten eine Hommage. Nikolaus Harnoncourt hat die Musikwelt geprägt und ist als Mensch und Musiker bis heute unvergessen. Barbara Rett präsentiert musikalische Höhepunkte aus seiner Laufbahn: von Mozart bis Gershwin, von der Oper bis zum Neujahrskonzert! Dazu erzählen Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter von Harnoncourts Bedeutung für ihr Schaffen und ihr Leben. TV-Premiere
21:37
Romy Schneider, Weltstar aus Österreich, gefeierte Ikone von Leidenschaft und Sinnlichkeit. Noch bewegender als ihre Filme war ihr Leben. Grandios verkörpert Jessica Schwarz Romys Aufstieg von der "Sissi" bis zur Diva, und deren unglückliche Suche nach dem privaten Glück. Als sie endlich alles erreicht zu haben scheint, was sie sich so sehr gewünscht hatte, nimmt ihr ein tragischer Unfall den geliebten Sohn.
23:29
Berührendes, bildgewaltiges Porträt zweier Lichtgestalten der Moderne. Mitreißend verkörpert Birgit Minichmayr die österreichische Friedensverfechterin Bertha von Suttner, die durch ihren Charme und ihr Charisma den schwedischen Erfinder Alfred Nobel (Sebastian Koch) zur Stiftung des Nobelpreises anregt. In der Rolle von Suttners Ehemann brilliert Philipp Hochmair! Vom ersten Moment an ist der geniale Chemiker Alfred Nobel fasziniert vom selbstsicheren Auftreten der mittellosen Adeligen Bertha. Sie soll ihm geschäftlich zur Hand gehen. Leider ist Bertha schon vergeben. Ihr Herz gehört dem jungen Draufgänger Arthur Freiherr von Suttner. Überstürzt heiraten die beiden und ziehen in den Kaukasus. Gleichwohl reißt der Kontakt zu Nobel nicht ab. Brieflich bleiben Bertha und der stille Dynamit-Erfinder eng miteinander verbunden und werden mehr und mehr zu unverzichtbaren Verbündeten im idealistischen Kampf für eine friedlichere, gerechtere Gesellschaft.
01:00
Familie Laurent betreibt eine boomende Baufirma - das Fundament des Erfolgs aber bröckelt: Die resolute Patriarchin und Chefin Anne, mit dem Anwalt Lawrence Bradshaw verheiratet, hat ihren Sohn Pierre zum Managing Director gemacht, doch der ist bei weitem nicht kompetent genug für seine Aufgabe. Auch rein privat gibt es Probleme: Annes Bruder Thomas, ein Arzt, der ebenfalls in der Mehrgenerationen-Villa wohnt, soll sich plötzlich um seine zwölfjährige Tochter Eve kümmern - die zieht zu ihm, nachdem ihre Mutter versucht hat, sich umzubringen. Eve fühlt sich in ihrer neuen Umgebung mit dem Papa und dessen neuer Frau Anaïs samt Kleinkind einsam und fremd. Dann unternimmt auch Georges, der verbitterte alte Vater von Anne und Thomas, einen Selbstmordversuch… Hergestellt in Zusammenarbeit mit dem ORF Film/Fernseh-Abkommen
02:46
1979 beendete die Islamische Revolution unter der Führung von Ayatollah Khomeini die Herrschaft des Schahs Mohammad Reza Pahlavi und damit eine über 2.500 Jahre alte Monarchie. Warum scheiterte der letzte persische Kaiser - eine der Schlüsselfiguren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - so tragisch? Die Geschichte des Schahs begann mit Ideen von Fortschritt und Reform und endete im blutigen Chaos. Eine entscheidende Rolle spielte sein ambivalentes Verhältnis zur Religion und zum Klerus. Anders als sein Vater setzte Schah Mohammad Reza Pahlavi immer auch auf die Unterstützung seiner Politik durch die religiösen Führer. Aber sie sind es schließlich, die ihn zu Fall bringen. Wie sehr der Abstieg des Schahs mit dem Aufstieg des iranischen Fundamentalismus unter Ayatollah Khomeini zusammenhängt, wie es zum Regimewechsel von der Monarchie zur Islamischen Republik kam, zeigt diese Dokumentation. Der Film schildert die Lebenswege der beiden Rivalen, Schah Mohammad Reza Pahlavi und Ayatollah Khomeini, der Leitfigur der Islamischen Revolution und dem ersten Herrscher der Islamischen Republik Iran. Khomeini wird schon kurz nach dem Amtsantritt des Schahs in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu seinem entschiedenen Gegner und bekämpft ihn während seiner gesamten Herrschaft bis zum bitteren Ende. Höhepunkte dieser Auseinandersetzung sind die Weiße Revolution von 1963 und das dramatische Jahr, in dem sich die Machtverhältnisse umkehrten und der Ayatollah innenpolitisch zur zentralen Größe wurde. Hatte ihn der Schah einst außer Landes verwiesen, so wurde er in der Islamischen Revolution zum Hoffnungsträger all derer, die sich vom Schah und von der Monarchie betrogen fühlten. Am Ende siegte der islamische Fundamentalismus, eine neue Herausforderung für die Weltpolitik. Die Dokumentation erzählt die Lebenswege der beiden Kontrahenten, die sich mehr als 30 Jahre lang feindlich gegenüber standen.
03:40
Farah Diba Pahlavi ist die Witwe des letzten Schahs des Iran. In ihren eigenen Worten erzählt Farah Diba Pahlavi ihre turbulente Lebensgeschichte und wie sie zur ersten und einzigen Kaiserin in der Geschichte Persiens wurde. Die Geschichte dieses Landes und seine Kultur sind ebenso Thema dieser Dokumentation wie das Leben von Farah, einem Vorbild für Frauen im Iran. Der Film begleitet Kaiserin Farah Pahlavi auf einer Reise durch ihre wahrhaft einzigartige Liebesgeschichte. Er dokumentiert ihr heutiges Leben in Paris, begleitet sie zum Todestag des Schahs zu dessen Grab in Kairo und reist mit ihr zur Biennale in Venedig. Reichhaltiges, teilweise unveröffentlichtes Archivmaterial aus allen Lebensabschnitten Farah Pahlavis, insbesondere aus dem Iran der 1960er und 1970er Jahre, wird im Dokumentarfilm gezeigt - auch Amateurvideos aus ihrem privaten Archiv. Ihr Sohn Reza Pahlavi ruft derzeit aus dem amerikanischen Exil zum Umsturz des Regimes auf und beansprucht eine politische Führungsrolle im Iran.
04:34
Am 4. November 1979, wenige Monate nach der Machtübernahme durch Ajatollah Khomeini im Iran, stürmten islamistische Studenten die US-Botschaft in Teheran und nahmen die amerikanischen Diplomatinnen, Diplomaten und Militärangehörige, die sich dort aufhielten, als Geiseln. Ein Alptraum, der 444 Tage dauern sollte - bis zur Freilassung der Geiseln im Januar 1981. Die Weltmacht USA musste sich dabei Forderungen eines Landes im revolutionären Chaos beugen. In dieser Krise standen sich Ajatollah Khomeini und US-Präsident Jimmy Carter gegenüber. Aber es mischten auf beiden Seiten auch Unterhändler und Vermittler mit und suchten nach einer Lösung. Neben den offiziellen wie inoffiziellen Gesandten beider Staaten engagierte sich die gesamte internationale Gemeinschaft, um den Konflikt zu beenden, der die Welt in Atem hielt. Schließlich wurde deutlich, dass Algerien als Vermittler die besten Chancen hatte. Die 52 amerikanischen Geiseln wurden am 20. Januar 1981, einige Minuten nach der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Ronald Reagan, freigelassen. Die schmerzhafte Erfahrung der eigenen Verletzlichkeit prägte die USA nachhaltig. Im Iran wiederum dient die Glorifizierung dieses Machtkampfs bis heute zur Legitimierung des herrschenden Regimes. Die Krise markierte den Beginn tiefgreifender Veränderungen des politischen Gleichgewichts im Nahen und Mittleren Osten.