22:00
Die Nachrichtensendung informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
22:31
Das Matterhorn in der Schweiz ist mit 4478 Metern einer der höchsten Berge der Alpen und zugleich einer der gefährlichsten. Seit der Erstbesteigung 1865 haben mehr als 600 Alpinisten hier ihr Leben verloren, allein im Jahr 2024 waren es sieben. Das WELTjournal geht der Frage nach, warum so viele Menschen das Risiko im Hochgebirge unterschätzen. Der Film begleitet den Bergführer und Rettungschef der Air Zermatt, Anjan Truffer. Er zeigt, wie die Hüttenwartin Edith Lehner mit den Unglücken am Berg lebt. Und er folgt der Bergsteigerin Meli Rüfenacht auf ihre erste Matterhorn-Besteigung - ein Jahr nachdem sie Zeugin eines tödlichen Absturzes wurde. Beleuchtet werden auch die psychologischen Folgen: Wie gehen Hinterbliebene mit dem plötzlichen Verlust um? Welche Strategien entwickeln Rettungskräfte, die täglich mit Tod und Trauma konfrontiert sind? Und welche Rolle spielen soziale Medien, wenn immer mehr Menschen unvorbereitet den Aufstieg wagen? Gestaltung: Matthias Lüscher
23:04
Längst sind Frauen auch da, wo das Leben intensiv und die Gefühle stark sind. Das war nicht immer so. In der Schweiz passten bergsteigende Frauen lange nicht ins nationale Selbstbild. Das WELTjournal + erzählt von Bergsteigerinnen und Kletterinnen, die sich in einer Männerdomäne behaupten, die Frauen lange verschlossen war. Die Bergsteigerin Nicole Niquille wurde 1986 die erste diplomierte Schweizer Bergführerin. Der Schweizerische Alpen-Club SAC hatte bis Ende der 1970er Frauen die Mitgliedschaft verwehrt. Die Bergsteigerin Rita Christen wurde 2025 als erste Frau zur Präsidentin des Internationalen Bergführerverbandes gewählt. Zu diesem Zeitpunkt gehörten dem Verband 42 Bergführerinnen und 1492 Bergführer an, der Frauenanteil betrug damit knapp 3 Prozent. Die Extremkletterin Nina Caprez hat viele legendäre Routen als erste Frau bestiegen, selbst hochschwanger steigt sie noch in die Wand. Sie alle sind Frauen, die für ihre Berg-Leidenschaft kämpften - und dabei unbeabsichtigt zu Wegbereiterinnen wurden. Gestaltung: Lisa Röösli
23:57
Jakob ist ein Gentleman-Gauner alter Schule. Professionell unterstützt von seiner Komplizin Fanni führt er seit vielen Jahren gekonnt ein Doppelleben, das nicht einmal seine Tochter kennt. Jakob hat im Prinzip nur zwei Schwächen: Die Kunst beziehungsweise der elegante Raub eben derselben und sein nicht mehr ganz frisches Herz. Denn der Wechsel zwischen Jakobs verschiedenen Identitäten, dem Vater-Sein sowie dem charmant-gewitzten Kunsträuber, zehrt an der Substanz und wird ihm mehr und mehr zum Problem. Eines Nachts passiert es und Jakob erleidet während der Arbeit, ein herrlicher Monet hat es ihm angetan, einen Herzanfall. Nur Dank seiner Gewitztheit kommt er unerkannt und mit dem Schrecken davon.