22:00
Die Nachrichtensendung informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Ein Leben für die Kunst "Ich bin Abenteurer, bis es mich wegreißt und ich auf der Bühne sterbe", so beurteilte Panikrocker Udo Lindenberg einmal seine Leidenschaft für die Musik. Im Mai wird der konventionslose Musiker, der so charmant wie erfolgreich auf alle Regeln pfeift 80. Schon jetzt wird der Mann mit dem unvermeidlichen Hut mit Ausstellungen und einer Lexikon-Biografie geehrt. Verfasst hat sie einer seiner größten Fans, sein Freund Benjamin von Stuckrad-Barre unter dem Titel "Udo Fröhliche". "Kunst ist keine Unterwerfung, sie ist Eroberung", notierte der französische Dichter André Breton. Wie schwierig es allerdings ist, von seiner Kunst zu leben, das müssen Österreichs Kulturschaffende durch drastische Maßnahmen seit Anfang des Jahres erfahren. Denn die österreichische Bunderegierung hat das geringfügige Zuverdienstmodell beim AMS abgeschafft, was für Kulturschaffende mit atypischen Erwerbsbiografien existenzbedrohend ist. Dass es auch anders gehen kann, stellt Irland mit einem dauerhaften Grundeinkommen für Künstlerinnen und Künstler unter Beweis. Nach einer Testphase wird das Projekt jetzt verwirklicht.
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Wie ist eine gute Mutter und wer entscheidet das? Regisseurin Marion Priglinger begibt sich auf eine Zeitreise, auf die Spuren der zahlreichen Mythen, die sich um das Bild der Mutter ranken. Es ist ein Blick in die Kulturgeschichte der Mutterschaft - von der Muttergöttin in der Altsteinzeit, dem Marienkult im Mittelalter, über die Entdeckung der Mutterliebe und der Mutterschaft als weibliche Berufung im 18. Jhdt. bis hin zur heutigen Working-Mom. Anhand von zahlreichen Bilddokumenten, kunsthistorischen Schätzen, Fotografien und Filmausschnitten werden die vielfältigen Mutterbilder und ihre Überhöhungen dargestellt. Mit entwaffnender Offenheit und einer Prise Humor begibt sich der Film quer durch die Kulturgeschichte der Mutterschaft, auf der Suche nach Existenz der wahren, wohl letztlich nicht definierbaren "guten" Mutter.