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Sechs Burrneshas, Frauen auf dem Balkan, die in einer patriarchalen Gesellschaft die Rolle von Männern übernehmen und auf Ehe, Sexualität und Kinder verzichten, erzählen in diesem Dokumentarfilm ihre bewegenden Lebensgeschichten. Ihre Entscheidungen, als Männer zu leben, haben unterschiedliche Gründe: um patriarchale Strukturen zu umgehen, Zwangsehen zu entkommen, ihre Familien wirtschaftlich zu unterstützen oder um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Der Film begleitet die Burrneshas in ihrem Alltag zwischen Tradition und Freiheit und zeigt den Kraftakt, den es braucht, um Geschlechtergrenzen zu durchbrechen und die eigene Identität zu definieren. Was einst eine soziale Notwendigkeit war, ist heute ein stiller Akt des Widerstandes gegen Ungleichheit. Es ist ein Film über Identität, Mut und den universellen Kampf um Gleichberechtigung der auch zeigt, dass weibliche Lebenswelten nach wie vor weniger Wertschätzung erfahren.
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Im April 1966 sitzt Altbundeskanzler Konrad Adenauer dem Maler Oskar Kokoschka Modell. Mit seinem durchdringenden Blick will er die verborgene Persönlichkeit des Porträtierten ans Licht bringen. Im Laufe der dreiwöchigen Porträtsitzungen mit einem der Gründerväter Europas erzählt Kokoschka viel aus seinem eigenen Leben und entwirft damit ein Bild von sich selbst. Er hat die turbulente europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts hautnah miterlebt: Als junger Künstler war er um die Jahrhundertwende das Enfant terrible der Wiener Secession. Seine expressionistische Malerei schockierte und offenbarte kompromisslos die Leidenschaften einer todkranken Gesellschaft. Seine stürmische Liebesbeziehung mit Alma Mahler inspirierte ihn zu dem großartigen Gemälde "Die Windsbraut". Nach dem Ersten Weltkrieg brachte er von seinen ausgedehnten Reisen durch Europa neuartige Städte- und Landschaftsbilder mit. Da sein Werk von den Nationalsozialisten als "Entartete Kunst" diffamiert wurde, musste er Österreich verlassen und wurde zu einer Figur des Widerstands gegen die Barbarei. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er als Verfechter der europäischen Idee an die Öffentlichkeit.
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Zwischen sagenumwobenen Burgruinen, üppigen Klöstern und renovierten Höhenburgen - von der Wachau ins Mostviertel wurde alten Gemäuern immer wieder neues Leben eingehaucht. * Hier treffen dunkle Sagen von Raubrittern auf tausendjährige Frömmigkeit und besinnliche Renaissancemusik auf rauschhafte Mittelalterfeste - die Burgen und Schlösser im westlichen Niederösterreich bezeugen die Vielfalt unserer heutigen Faszination für das Mittelalter. * Stift Göttweig in Furth bei Krems blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück und ist bis heute ein wichtiges geistliches Zentrum. Als Teil der "Kulturlandschaft Wachau" ist das Stift am Rand des Dunkelsteinerwaldes UNESCO-Weltkulturerbe. Der Film bietet Einblicke in die historischen Prunkräume und das Leben in der Klostergemeinschaft der Benediktinermönche. Danach taucht der Film in die Wachau ein, wo unweit von Krems die Burgruine Dürnstein über der Donau thront. Erbaut wurde sie von den Kuenringern im 12. Jahrhundert. Bekanntheit erlangte Dürnstein, weil hier der englische König Richard Löwenherz auf der Rückreise vom dritten Kreuzzug gefangen gehalten wurde. Zerstört wurde die Burg in der Endphase des Dreißigjährigen Krieges, als die Schweden die Toranlage der Burg in die Luft sprengten. Heute ist das Gelände das Betätigungsfeld des gelernten Rechtsanwalts Gottfried Thiery, der den steilen Burgweingarten am Fuße der Ruine betreibt und ein ehemaliges Kloster zu einem Beherbergungsbetrieb umgebaut hat. Auch die Burgruine Aggstein nur wenige Kilometer flussaufwärts war einst im Besitz der Kuenringer. Um die auf zwei Felsen errichtete Burg ranken sich dunkle Sagen. Mittels einer eisernen Kette, die über die Donau gespannt wurde, soll Hadmar III. von Kuenring Handelsschiffe gekapert haben. Dem späteren Burgherren Jörg Scheck von Wald wird nachgesagt, Gefangene besonders grausam hingerichtet zu haben. Ausgesetzt auf einer Steinplatte, die wie ein Balkon aus der Burg ragte, mussten sie selbst zwischen Verhungern oder dem Sprung in den Tod abwägen. Die Märchenerzählerin Dena Seidl führt durch die Burg und klärt über die wahren Hintergründe diesen schaurigen Geschichten auf. Die Geschichte der Schallaburg begann vor rund 1000 Jahren, als sich Sieghard Graf von Schala eine Wohnburg mit Wehrcharakter errichten ließ. Unter Hans Wilhelm von Losenstein erfolgte der Ausbau zu einem Renaissanceschloss. Heute ist das Schloss im öffentlichen Besitz und ein weit über die Grenzen des Landes hinaus bekanntes Ausstellungszentrum. Der Geschäftsführer und Historiker Peter Fritz zeigt die historischen Gemäuer und den einzigartigen Arkadenhof, den 1600 majestätische Terrakotten-Figuren zieren. Weiter südlich im Mostviertel hat sich der Unternehmer Erich Podstatny einen Jugendtraum erfüllt. 2010 übernahm er die damals weitgehend verfallene Höhenburg Plankenstein und baute sie als klassische Ritterburg wieder auf. In der Mittelaltercommunity ist die Burg äußerst beliebt. 1975 hat der damals 22-jährige Wirtschaftsmathematiker Stefan Zapotocky die völlig verfallene Weissenburg im Pielachtal aus dem 13. Jahrhundert gemeinsam mit seiner Schwester erworben. In jahrzehntelanger Arbeit hat die Familie die bis zu 4 Meter tief verschüttete Burgruine freigelegt und in großen Teilen wiederaufgebaut. Heute dreht sich auf der Burg alles um Musik. Eine Dokumentation von Valentin Badura
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Bennos alter Schulkamerad Kurt Thaler will ihn unbedingt in einer wichtigen Angelegenheit treffen. Zu der Zusammenkunft kommt es jedoch nicht mehr. Thaler verunglückt mit seinem Fahrrad. Benno vermutet mehr als einen gewöhnlichen Unfall dahinter. Er lässt sich in die Kurklinik, in der Thaler als Diätarzt tätig war, einweisen. Bei seinem Versuch, der Lösung des Falles dort näher zu kommen, leidet er unter dem strengen Fitnessplan und den stark reduzierten Essensrationen.
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Eingebettet in die Hügellandschaft der Wiener Alpen zwischen Rohr im Gebirge und den spektakulären Felsformationen der Hohen Wand liegt das Piestingtal. Die Gegend nährt seit der Zeit des Biedermeiers kreative Geister. In Ferdinand Raimunds Wohnort Gutenstein inszeniert die Schauspielerin und Regisseurin Veronika Glatzner im Rahmen der Raimundspiele den "Verschwender". Honig ist wichtigster Inhaltsstoff von Konditormeister Robert Strassers fast zuckerfreien Torten, Lebkuchen und Nussmischungen. Seine Bienen bevölkern das gesamte Tal. Eine weitere kulinarische Oase findet sich in Miesenbach bei Markus Kuchner. In seinem Gasthaus Apfelbauer kredenzt er traditionelle österreichische Küche, die er weiter entwickelt und verfeinert hat. Auch Barbara Tansil widmet sich dem Bewahren und Entwickeln alter Techniken. Sie spinnt, webt und färbt Wollmischungen aus Schaf, Alpaka und Seide in ihrer Werkstatt unweit der Myrafälle. Die Leidenschaft für Faser, Faden und Farbe bewegt sie schon lange - seit sie im Alter von 14 ihr erstes Spinnrad bekommen hat.
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Das Wochenmagazin für die burgenländischen Kroaten.
04:21
Das Wochenmagazin für die Kärntner Slowenen mit folgenden Themen:
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In allen Religionen gibt es bestimmte Speisen, die zu Fastentagen oder -zeiten zubereitet werden. ORF-Regisseurin Gundi Lamprecht hat Menschen aus verschiedenen Religionen gebeten, Einblicke in ihre Fastentraditionen zu geben. Für "kreuz & quer" ist daraus eine "Koch-Show" der besonderen Art geworden: Es geht nicht nur um Rezepte zur Fastenkulinarik, sondern auch um die religiösen und spirituellen Hintergründe der Kochkünste in Judentum, Christentum und Islam, in Buddhismus und Hinduismus. "kreuz & quer plus" begleitet Mustafa Kaymaz, IT-Manager aus Wien-Liesing, durch einen Tag im Ramadan.