22:31
Die Reaktorruine von Tschernobyl bleibt auch 40 Jahre nach der Katastrophe Europas eine nukleare Wunde - insbesondere seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Das WELTjournal zeigt, wie eine russische Drohne im Februar 2025 in 87 Meter Höhe auf der Stahlbetonhülle des stillgelegten Reaktors explodiert und ein Feuer auslöst. Seitdem gilt die Struktur nicht mehr als stabil. Die riesige Stahlbogenkonstruktion umschließt seit 2019 gefährliche, wenn auch weitgehend stabile Reste von Reaktor 4. Hunderte Arbeiter, Ingenieure, Techniker und Sicherheitsspezialisten sind für die Sicherung der Atomruine verantwortlich und überwachen sie im Schichtbetrieb rund um die Uhr. Bereits 2022, unmittelbar nach Ausbruch des Krieges, besetzte die russische Armee das Areal für mehrere Wochen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde damit eine zivile Atomanlage zum Militärgebiet. Tschernobyl bleibt ein Mahnmal, dessen Schutz weit über die Grenzen der Ukraine hinaus von globaler Bedeutung ist. Regie und Autor: Lucas Menget
22:58
Ungeachtet aller Verbote und Warnungen der Regierung lebt eine Gruppe älterer Frauen in der hochradioaktiven Todeszone rund um den Katastrophenreaktor von Tschernobyl. Männer und Kinder sind an den Folgen der Verstrahlung gestorben, doch die Babuschkas erfreuen sich trotz aller Umstände guter Gesundheit und geben der Wissenschaft Rätsel auf. Hanna, Valentina und Maria - die jüngste 72, die älteste 85 - sind nach den Zwangsevakuierungen wieder in ihre Häuser nahe Tschernobyl zurückgekehrt und führen ein beschauliches Leben in einer idyllischen, aber radioaktiv belasteten Gegend. Die einzigen Menschen, die sie hin und wieder in der Sperrzone sehen, sind Soldaten, Wissenschaftler oder Jugendliche, die sich als Mutprobe vor dem verstrahlten Reaktorblock fotografieren. Regie: Holly Morris / Anne Bogart
23:48
Fesselnder Fall auf dem heißen Pflaster von Portugals pulsierender Metropole! Mit seiner Frau hat Witwer Eduardo Silva (Jürgen Tarrach) einst auch seine Tochter Ines (Helen Woigk) verloren. Die junge Frau geht seit dem Tod der Mutter auf Distanz zu ihm. Doch als Ines väterlichen Beistand braucht, ist Eduardo natürlich sofort zur Stelle. Der Tod seiner Frau hat das Familienleben von Rechtsanwalt Eduardo Silva zerstört. Nur sporadisch schaut seine Tochter Ines seither bei ihm vorbei. Als sie wieder einmal auftaucht, braucht sie ein Alibi. Ihr Freund, der Ökoterrorist Miguel Alcántara, steht unter Mordverdacht. Um an ihn heranzukommen, übt die Staatsanwaltschaft Druck auf Ines aus. In der Hoffnung, die Kluft zwischen ihnen zu verringern, steht Eduardo seiner Tochter bei. Ein Fall, der den feinfühligen Juristen an seine Belastungsgrenzen führt.