22:30
Ein blutiger Bürgerkrieg, Millionen Vertriebene und die Bevölkerung am Rand der Hungersnot: Der Sudan versinkt in der schwersten humanitären Krise der Gegenwart. Im WELTjournal kommen die Leidtragenden dieses Krieges zu Wort: Zivilisten, allen voran Frauen und Kinder. In überfüllten Zeltlagern im Nordsudan suchen sie Schutz. Gewalt, Hunger und Durst sind ständige Begleiter der Geflüchteten. Um zu überleben, müssen Kinder arbeiten, anstatt zur Schule zu gehen. Seit über drei Jahren toben die Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). In der westlichen Region Darfur sprechen UN-Ermittler von Hinweisen auf völkermordähnliche Gräueltaten an nicht-arabischen Bevölkerungsgruppen. Wer kann, flieht in die Nachbarländer oder in die Hauptstadt Khartum. Seit der weitgehenden Rückeroberung durch die Armee kehrt dort in manchen Viertel eine Art Alltag zurück. In Darfur und Kordofan hingegen spitzen sich die Kämpfe zu - und mit jedem Kriegsmonat verschlechtert sich die Situation der Menschen, vor den Augen der ganzen Welt. Gestaltung: Charles Emptaz
22:57
-"Zurück nach Europa" - Ungarn in Aufbruchsstimmung Der neue Premierminister Peter Magyar will die Streitereien mit der Europäischen Union beenden. Unter Viktor Orban wurde Ungarn zum großen Sorgenkind der EU. Die Kommission streicht im Gegenzug Milliarden-Förderungen für das Land, genau diese eingefrorenen Gelder will der neue Premier nun in Brüssel abholen und sein Land wieder zu einem verlässlichen Partner machen. Unser ORF-Korrespondent Paul Krisai hat sich in Ungarn angeschaut, wie die Aufarbeitung des Systems Orban voran geht. -Gast im Studio dazu: Emil Brix, Diplomat und Historiker -Neuer Partner Indien" - Freihandel für 2 Milliarden Menschen Indien ist derzeit die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft weltweit. Von einem Wirtschaftswachstum von rund 7 Prozent können viele Länder nur träumen. Das gesamte Handelsvolumen zwischen Indien und der Europäische Union beträgt derzeit 180 Milliarden Euro. Mit dem neuen Zollabkommen soll sich der gegenseitige Handel in den nächsten Jahren zumindest verdoppeln. Kein Wunder also, dass auch Österreich versucht, die eigenen Handelsbeziehungen auszubauen, rund 160 heimische Firmen sind bereits am bisher schwierigen indischen Markt vertreten. Eva Pöcksteiner hat sich in Indien angesehen, wie realistisch die großen Hoffnungen sind. -Millionenschäden durch Naturgewalt Hagel Europäische Forscher suchen Frühwarnsystem für Unwetter. Hagelkörner, fast 20 Zentimeter groß und fast einen halben Kilo schwer, sind nicht mehr die Ausnahme, sondern werden zur Regel. Durch den Klimawandel werden vor allem Norditalien, Teile Frankreichs und Österreichs zum Hotspot schwerster Hagelgewitter. Ein EU-Forschungsprogramm in Wr. Neustadt analysiert die Entstehung des Hagels und arbeitet an Programmen, um die Zerstörungen durch Gewitter zu verringern. Moderation: Andreas Mayer-Bohusch