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Der 8. Mai erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa - und wirft zugleich die Frage auf, wie widerstandsfähig unsere Gesellschaft heute noch ist. Wie gehen wir mit Krisen, Belastungen und Ungerechtigkeiten um? Sind wir resilient genug oder zu bequem geworden? Darüber diskutieren bei "3 Am Runden Tisch" die langjährige Gesundheitsministerin und ÖVP-Grande Dame Maria Rauch-Kallat sowie der Psychologe Georg Fraberger, der ohne Arme und Beine geboren wurde und wie kaum ein anderer weiß, was es bedeutet, sich im Leben durchzusetzen. Eine Diskussion über Krisen, Mut, persönliche Verantwortung und die Frage, was Menschen wirklich stark macht.
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12 Millionen Kinder waren nach Ende des 2.Weltkriegs auf sich allein gestellt, entführt, zurückgelassen oder verloren gegangen. Vielen wurde absichtlich oder unabsichtlich eine neue Identität und Staatsbürgerschaft verpasst - viele durchlebten eine Odyssee an Waisen- oder Kinderheimen, viele wurden zur Umerziehung Adoptiveltern überantwortet. Sieben Jahrzehnte später stellen sich die überlebenden Betroffenen von damals ihren Traumata von Gewalt, Missbrauch und Hoffnungslosigkeit. Für manche war es eine Sisyphusarbeit, ihre wahre Herkunft zu recherchieren, viele wissen noch immer nicht, wer ihre Eltern waren und was mit ihnen passierte. Es sind Kinder aus Deutschland, Frankreich oder Österreich, die ihre erschütternden Lebensgeschichten erzählen - die aufgrund des aktuellen Krieges in Europa schreckliche, aktuelle Relevanz erfahren. Historiker und Psychologinnen analysieren die Schwere des Erlebten, Archivmaterial und aufwändig gedrehte Spielszenen machen das Schicksal dieser Kinder des Krieges wieder lebendig. Deutsche Bearbeitung: Judith Brandner