18:15
Sommer, Sonne, volle Strände: und Hochbetrieb für den Rettungsdienst: Wenn auf der schleswig-holsteinischen Ostseeinsel Fehmarn die Urlaubssaison läuft, sind Sandrina Schröder und Hannes Kränzke im Dauereinsatz. Während ihrer Schichten müssen die beiden Notfallsanitäter jederzeit mit Alarm rechnen, auch mitten in der Nacht. Das eingespielte Team ist dann immer auf alles vorbereitet: Es kann um Leben und Tod gehen, um eine harmlose Verletzung oder die gesamte Bandbreite dazwischen. Gerade im Sommer ist der Einsatz auf der Insel eine besondere Herausforderung. Drei Rettungswagen müssen rund 13.000 Insulaner und Zehntausende Feriengäste versorgen. Wenn ein Patient ins 30 Kilometer entfernte Krankenhaus aufs Festland muss, gibt es für den Rettungswagen nur einen Weg: über die viel befahrene Fehmarnsundbrücke. Dort behindert eine Dauerbaustelle den Verkehr und sorgt bei der Fahrt für zusätzlichen Nervenkitzel. Denn bei einem Notfall zählt oft jede Minute. Ist der Landweg zu weit oder gerade kein Notarzt auf Fehmarn zur Verfügung, unterstützt Christoph 12 die Inselretter. Der Zivilschutzhubschrauber bringt den Arzt vom Festland zum Einsatzort und fliegt den Patienten nach der Erstbehandlung direkt in die passende Klinik. Notfallsanitäterin Sandrina ist auf Fehmarn aufgewachsen. Manchmal kennt sie die Menschen, die sie und ihren Kollegen Hannes um Hilfe rufen. Sie sagt: "Da ist man natürlich ein bisschen nervös und will alles besonders gut machen. Aber das wollen wir bei jedem Patienten." "Die Nordreportage" begleitet die Retter von der Sonneninsel bei ihrer Arbeit zwischen Blaulicht und Sommerhitze, bei skurrilen und dramatischen Einsätzen. Manchmal reicht die Zeit dazwischen für ein Fischbrötchen am Hafen oder einen Kaffee mit den Kollegen auf der Wache. Währenddessen sind die beiden immer abrufbereit. Denn der nächste Notruf auf Fehmarn kann jederzeit eingehen.
18:45
Anna Osicki: eine junge Frau, die mit ihrer unbändigen Lebenskraft und Resilienz Hunderttausende Menschen inspiriert. Nach einer vermeintlich harmlosen Knieoperation im Jahr 2017 infizierte sie sich mit einem multiresistenten Krankenhauskeim, was einen jahrelangen, qualvollen Leidensweg auslöste. Nach über 30 Operationen und lebensbedrohlichen Blutvergiftungen stand sie vor dem radikalsten Entschluss ihres Lebens: Sie entschied sich bewusst für die Amputation ihres Beines. In ihrem gerade erschienenen Buch "Komme was wolle - Ich gehe weiter" blickt sie offen und schonungslos auf diese Zeit voller Angst, aber auch voller Hoffnung zurück. Wie sie es geschafft hat, trotz Beinamputation fest im Leben zu stehen und wie sie als Mutmacherin für andere in den sozialen Netzwerken fungiert, erzählt Anna Osicki in der Sendung.
19:30
* Prozess um Germanwings-Absturz: Klage von Angehörigen abgewiesen * Handyschmuggel in die JVA Meppen: Beamtin unter Verdacht * Jugendliche geschlagen und sexuell belästigt? Trainer vor Gericht
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Brustkrebs: kein Krebs ist gleich Die Diagnose Brustkrebs trifft in Deutschland jedes Jahr etwa 75.000 Frauen und 700 Männer, für die meisten ein Schock. Die Krankheit und die nötigen Therapien bedeuten einen erheblichen Einschnitt ins Leben, bringen oft erhebliche körperliche und seelische Belastungen, Schmerzen, Ängste und Schwäche mit sich, zumindest vorübergehend. Die gute Nachricht: Tatsächlich steigen die Heilungschancen seit Jahren an. Grund dafür: immer bessere und individuellere Therapiemöglichkeiten. Entscheidend für diese Entwicklung sind insbesondere Fortschritte in der Pathologie. An Gewebeproben werden mit modernen biomedizinischen Methoden die spezifischen Eigenschaften des Tumors bestimmt. Und genau dieser Fingerabdruck entscheidet darüber, welche der modernen, zielgerichteten Therapien wie Antikörper oder Antihormone am besten passen und auf welche körperlich belastenden Schritte wie Bestrahlung oder Chemotherapie verzichtet werden kann. So können heute auch seltener vorkommende Krebsformen gut behandelt werden. Das invasiv lobuläre Karzinom macht etwa zehn bis 15 Prozent aller Brustkrebsfälle aus. Diese tückische Krebsform bildet keine tastbaren Knoten, sondern breitet sich diffus im Gewebe aus. Hier bedarf es besonderer Aufmerksamkeit, um diese Gefahr nicht zu übersehen. Im Interview: Prof. Maggie Banys-Paluchowski, Gynäkologin und Brustkrebsexpertin vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Lübeck. Der Filmbeitrag und das Studiointerview gehören zum Themenschwerpunkt "Brustkrebs" von ARD Gesund. Anlässlich des Brustkrebsmonats erscheinen ab 1. Oktober 2026 vielfältige Angebote der ARD Gesundheitsredaktionen: Beiträge für TV, Audio und Social-Plattformen, dazu Informationen im Web unter ardgesund.de/brustkrebs ab 01.10.2026 in der ARD Mediathek verfügbar
21:15
* #Medtoo - Macht und Missbrauch im OP Zahlen und Berichte zu Machtmissbrauch haben in diesem Jahr eine Debatte unter Ärztinnen und Ärzten losgetreten. Doch wer begrenzt die Macht der Vorgesetzten in Krankenhäusern?
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Die Hauptkommissare aus Köln, Max Ballauf und Freddy Schenk, werden zu einem Kanal am Stadtrand gerufen. Eine 19-jährige Drogenabhängige ist ermordet worden. Schnell stellt sich heraus, dass das Opfer Lara Krohn auf den Straßenstrich ging, um ihre Sucht zu finanzieren. Ihre beste Freundin, die gleichaltrige Kim, vermutet, dass Lara von einem Freier getötet wurde. Gerichtsmediziner Dr. Roth kann mehrere fremde DNA-Spuren an der Leiche sicherstellen. Aufgrund der vielen infrage kommenden Täter sind die Kommissare stark von der Laborauswertung dieser Spuren abhängig. Aber ausgerechnet in dieser Situation, in der sie dringend auf die Hilfe ihrer Kollegin Natalie Förster von der Kriminaltechnik angewiesen sind, ist die nicht richtig bei der Sache. Warum wirkt Natalie plötzlich so fahrig und scheint Ermittlungsergebnisse zu verschleppen? Sie beginnt auf eigene Faust, eine Spur zu verfolgen.
23:30
Die griechische Stavros-Niarchos-Stiftung hat seit 2014 ein System von mobilen medizinischen Teams (Mobile Medical Units) aufgebaut. Monatlich steigen sie in Piräus auf die Fähre, um Menschen auf kleinen entlegenen Inseln für jeweils eine knappe Woche medizinisch zu versorgen. Denn die Kosten für einen Arztbesuch auf dem Festland können sich viele Inselbewohner nicht leisten. Und im Winter sind Überfahrten wegen schlechten Wetters oftmals ganz unmöglich. Der Augenarzt Christos Christoulakis ist von Anfang an bei diesen Einsätzen dabei: "Wir geben etwas. Aber wir bekommen auch sehr viel zurück." Zusammen mit Tasos Stamatiadis, dem technischen Leiter der Mission, ist er auf dem Weg nach Serifos. Auf der Fähre werden sie von zwei Lkws voll mit medizinischem Gerät begleitet, darunter ein tragbares Röntgengerät, ein digitales 3D-Mammografiegerät und ein Knochendichtescanner. Auf Serifos wird in wenigen Stunden ein Pop-up- Krankenhaus errichtet, mit dem die Insel vier Tage lang über die medizinische Infrastruktur einer kleinen Stadt verfügt: mit vielen verschiedenen Fachärzten und Krankenschwestern, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auf der Insel wird das Medizinteam schon erwartet. Viele der knapp 1500 Einwohner kommen zu Untersuchungen vorbei, oft zu mehreren. Das "reisende Krankenhaus" hilft ihnen so, trotz der fehlenden Infrastruktur weiter auf Serifos zu leben. Manchen Patienten allerdings müssen die Ärzte zu einer Therapie auf dem Festland raten, so wie Susanna Diogou, die Lähmungserscheinungen in ihrem linken Fuß hat. Aber dafür müsste die Familie sich für längere Zeit trennen. Ein Dilemma, das viele Menschen auf den Inseln fürchten.