19:30
* Neue Details: Auto fährt in Menschengruppe in Neustadt am Rübenberge * Endlagersuche: Bundesgesellschaft grenzt Gebiete weiter ein * Prozess in Braunschweig: Putzhilfe jahrelang gefoltert?
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Zähneknirschen: was tun gegen Bruxismus? Mit den Zähnen aufeinander beißen, pressen und knirschen, viele Menschen machen dies gelegentlich im Schlaf, manche sind jedoch dauerhaft davon betroffen: Fachleute sprechen dann von schlafbezogenem Bruxismus. Dabei kommt es zu einer meist unbewussten, wiederkehrenden Aktivität der Kaumuskulatur, die sich durch Zähneknirschen oder ein kräftiges Zusammenpressen der Zähne äußern kann. Mögliche Folgen sind Zahn-, Kopf-, Gesichts- oder Kieferschmerzen, eine Überlastung der Kiefergelenke sowie Zahnverschleiß und Zahnschäden. In ausgeprägten Fällen können zudem Einschränkungen der Kieferbeweglichkeit oder Kieferblockaden auftreten. Bruxismus kann außerdem die Schlafqualität beeinträchtigen, wobei die Betroffenen das nächtliche Knirschen häufig selbst nicht bemerken. Die Ursachen sind meist multifaktoriell und können u.a. genetische Faktoren, Stress, Angst, psychische Belastungen, bestimmte Medikamente oder den Konsum stimulierender Substanzen umfassen. Eine zahnärztliche Untersuchung hilft dabei, den Bruxismus zu erkennen, mögliche Zahnschäden zu beurteilen und andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen. Je nach Ausprägung können eine individuell angepasste Aufbissschiene, physiotherapeutische oder logopädische Maßnahmen, Entspannungsverfahren und eine verhaltenstherapeutische Behandlung sinnvoll sein. Eine Knirschschiene beseitigt die zugrunde liegende Ursache nicht unbedingt, kann jedoch die Zähne schützen und die Kaumuskulatur entlasten.
21:15
Wenig Personal und viele Anfeindungen: Behörden im Norden überlastet Zu viele Akten, fehlendes Personal und immer neue Gesetze: Eine NDR Umfrage unter mehr als 1.300 Beschäftigten in kommunalen Behörden in Norddeutschland zeigt, wie groß deren Belastung ist. Viele denken über eine Kündigung nach, andere berichten von Anfeindungen und Gewalt. Hamburg: Ein Bahnhof am Limit Schon jetzt platzt der Hamburger Hauptbahnhof aus allen Nähten und in den kommenden Jahren sollen die Fahrgastzahlen weiter stark zunehmen. Pläne, den Bahnhof auszubauen, gab es schon einige - was ist aus ihnen geworden?
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Irgendwo an der Peripherie zwischen Frankfurt und Offenbach steht eine alte, einsame Polizeiwache. Mittlerweile ist sie ein Polizeimuseum, wird bald abgewickelt und beherbergt nur noch zwei Polizisten: Walter Brenner (Peter Kurth) und seine Kollegin Cynthia (Christina Große). Brenner ist ein alter Freund von Felix Murot (Ulrich Tukur). Der beschließt, seinen Ex-Kollegen aus BKA-Tagen zu besuchen. In der Zwischenzeit braut sich etwas zusammen in der Stadt: eine Sonnenfinsternis, eine Tochter, die ihren ermordeten Vater gerächt hat und sich in das Revier rettet, und ein Gefangenentransport mit Schwerkriminellen, der mit einer Reifenpanne vor dem Revier strandet. Plötzlich wird das Revier beschossen, eine Bande eröffnet das Feuer - die Hölle bricht los. "Angriff auf Wache 08" ist der Titel des achten Tukur-"Tatorts", den der Hessische Rundfunk (hr) im Ersten zeigt. Regie führte Thomas Stuber, bei dessen preisgekrönten Kinofilmen "Herbert" und "In den Gängen" der hr Koproduzent war. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Thomas Stuber und Clemens Meyer, der auch in der Rolle des DJ Ecki zu sehen ist.
23:30
China: wie Dating funktioniert Autorin: Marie von Mallinckrodt, ARD-Studio Peking Tausende Euro bezahlen, um endlich die große Liebe zu finden? Genau das macht Xiaohe in China. Sein Dating-Coach verpasst ihm nicht nur einen neuen Look. Er will auch verändern, wie Xiaohe auf Frauen zugeht. Doch der Kurs bringt Xiaohe in einen Konflikt: Frauen werden bewertet, sein Auftreten wird optimiert und selbst an seinem Dating-Profil soll kräftig nachgeholfen werden. Xiaohe selbst sagt, er wolle eigentlich nur eine "gesunde und normale Beziehung". Kann man Liebe wirklich lernen? Und was bleibt von einem selbst übrig, wenn Dating zum Coaching-Business wird? Indien: der Schlangendoktor von Assam Autorin: Lena Bodewein, ARD-Studio Neu-Delhi In der Gegend rund um Assam im Nordosten Indiens ist Dr. Surajit Giri eine echte Berühmtheit: Den Arzt aus dem Krankenhaus nennen alle respektvoll nur "den Schlangendoktor". Mit einfachen Mitteln hat er dafür gesorgt, dass in den vergangenen acht Jahren kein Mensch in seinem Bezirk an Schlangenbissen gestorben ist. Vor allem in den Teeplantagen fühlen sich die giftigen Grubenottern und Kettenvipern wohl. Die Pflückerinnen, die auf den Feldern arbeiten, sind immer in Gefahr, gebissen zu werden. Mit Dr. Giris App wissen sie aber schnell, was zu tun ist. Und der Arzt erfährt früh, wenn die nächste Patientin mit Gegengift behandelt werden muss. Mehr als 50.000 Menschen sterben jedes Jahr in Indien nach einem Schlangenbiss, vor allem, weil die richtigen Behandlungen nicht schnell genug in die Wege geleitet werden. Sudan: ein Jahr nach dem Massaker von Al-Faschir Autor: Ramin Sina, ARD-Studio Kairo Die Massaker von Al-Faschir verfolgen Mahasin Mohammed bis heute: Auf der Flucht vor der RSF-Miliz musste sie mitansehen, wie ihre Tochter von einem Granatsplitter tödlich getroffen wurde - ohne Krankenhaus, ohne Hilfe, mitten in der Wildnis. Heute lebt sie mit ihrer Familie in einer provisorischen Unterkunft in Khartum. Doch vor dem Krieg gibt es für sie kein Entkommen: Die Bilder ihrer Flucht und der Gewalt lassen sie nicht los. Während die sudanesische Armee und die RSF um Macht, Land und Ressourcen kämpfen, versuchen Frauen in den Emergency Response Rooms, das Überleben der Zivilbevölkerung zu sichern - mit Lebensmitteln, Gemeinschaftsküchen und Hilfe dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Mahasin will zurück: "Man kann sein Zuhause nicht vergessen", sagt sie. Doch Al-Faschir ist heute eine Geisterstadt - und der Horror des Massakers bleibt.