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Die Nachrichten der ARD
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Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
21:00
Essen als Medizin: in der Fortsetzung des einzigartigen Fernsehformats "Die Ernährungs-Docs" wird Menschen geholfen, die an ihren massiven Gesundheitsproblemen fast verzweifeln. Die "Docs" Silja Schäfer, Jörn Klasen und Matthias Riedl sind alle erfahrene Mediziner und wollen mit gezielten Ernährungsstrategien Symptome bei den Patienten deutlich verbessern und Krankheiten sogar heilen. In dieser neuen Folge "Die Ernährungs-Docs" kommt Madeleine G. an Bord der "Hausboot-Praxis". Die 29-Jährige aus Ratzeburg hat jegliches Vertrauen in ihren Körper verloren. Sie leidet am polyzystischen Ovarialsyndrom, kurz PCOS, einer Stoffwechselstörung, die ihre Hormone durcheinanderbringt. Die Symptome: Haarausfall einerseits, männlicher Haarwuchs andererseits, Übergewicht, Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit. Viele Versuche, schwanger zu werden oder zu bleiben, sind gescheitert. Nach der letzten Fehlgeburt hat Madeleine G. die Hoffnung aufgegeben. Internistin Silja Schäfer ist von ihrer Bewerbung berührt, möchte unbedingt helfen und setzt zuerst bei ihrem Gewicht an: "Das Fett in Ihrem Bauch produziert selbstständig Hormone und Entzündungsbotenstoffe, die das Hormonchaos noch weiter durcheinanderbringen." Mit der Planetary Health Diet soll die Kindergärtnerin den Weg aus dem Teufelskreis finden. Das Konzept: ressourcenschonend und gesund essen. Regionale Pflanzenkost wirkt antientzündlich und blutzuckerregulierend, perfekt gegen Bauchfett und PCOS. Auf viele tierische Produkte wird Madeleine G. aber verzichten müssen. Wird sie das Vertrauen in ihren Körper wiederfinden? Seine Krankheit bringt ihn fast um den Verstand: Das Restless-Legs-Syndrom, kurz RLS, macht Michael D. seit sieben Jahren das Leben schwer. RLS ist eine neurologische Krankheit, zeichnet sich bei ihm durch unangenehmen Druck, starke Schmerzen und dem nahezu permanenten Gefühl, sich bewegen zu müssen, aus. "Die stetige Unruhe im Körper macht das Leben einfach nicht lebenswert", fasst er seinen Gemütszustand zusammen. Ernährungsmediziner Jörn Klasen macht mit dem 54-Jährigen einen Test, um zunächst die Schwere der Erkrankung beurteilen zu können. Das Ergebnis: Michael D. kratzt fast am Maximalwert. Schnell steht fest: Der Mediengestalter muss dringend seine Ernährung ändern. Das zeigt nicht nur sein Blutbild, sondern auch das offensichtliche Übergewicht von 139 Kilo. Er isst nicht nur zu viel, sondern auch zu häufig. Und dann meistens ungesund. Jörn Klasen möchte, dass Michael D. ab sofort nur noch drei Mal am Tag isst und vier Stunden vor dem Zubettgehen gar nichts mehr, damit der Stoffwechsel und so auch Arme und Beine zur Ruhe kommen. Eine Biokiste, die wöchentlich geliefert wird, soll ihm dabei helfen, schnelle und einfache Gerichte selbst zuzubereiten. Kann sich der Hamburger überwinden, ab jetzt immer frisch zu kochen? Sie möchte unbedingt etwas ändern, um ein unkomplizierteres Leben führen zu können. Doch noch lässt die Neurodermitis der 26-Jährigen keine Ruhe. Rebecca R. leidet an trockener, immer juckender Haut. Ihr Immunsystem reagiert empfindlich, sendet permanent entzündliche Botenstoffe aus. Die sonst so lebenslustige Frau ist es leid, sich täglich einzucremen und sich trotzdem die Haut nachts wieder blutig zu kratzen. Jetzt sucht sie Hilfe bei Ernährungsmediziner Matthias Riedl. "Sie haben zu wenig gesundheitsfördernde Bakterien im Darm", stellt er fest. Damit diese wieder mehr werden, muss sie sich vielseitiger ernähren. Um ihre Selbstheilungskräfte anzuregen, soll Rebecca R. außerdem mit Heilfasten starten. Bedeutet: sieben Tage lang nur Haferschleim, Gemüsesäfte und klare Fastensuppe. Danach soll ihr das "Regenbogenprinzip" dabei helfen, wieder mehr Farbe in den Speiseplan zu bringen. Wird sich ihre Haut dadurch beruhigen?
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Die jüngste Vogelgrippewelle im Herbst 2025 hat den Norden überrollt - mit einer Wucht wie nie zuvor. Gleichzeitig grassieren in Deutschland 15 weitere Tierseuchen, von der Afrikanischen Schweinepest bis zur Blauzungenkrankheit. "Das hatten wir vorher in dieser Häufung noch nicht", sagt Prof. Martin Beer, stellvertretender Leiter des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) für Tierseuchenforschung. Die Erreger bedrohen Wild- und Nutztiere, verursachen Milliardenschäden in der Landwirtschaft. Und auch Menschen stecken sich an. Wie sehen die Gegenmaßnahmen aus, sind sie wirkungsvoll genug, oder könnte eine neue Pandemie drohen? Diesen Fragen gehen die NDR Autor*innen Ute Jurkovic und Lars Kaufmann in der "NDR Story" nach. Der Film zeigt, wie sich der Landkreis Parchim gegen die Afrikanische Schweinepest wappnet. Begleitet eine Amtstierärztin, die im Osnabrücker Land Schweineställe überprüft. Und dokumentiert, wie die jüngste Ausbruchswelle der Vogelgrippe - trotz aller Gegenmaßnahmen - in kurzer Zeit ganz Norddeutschland erfasst. Die Krankheit gilt als Zoonose, ihre Erreger können auch auf Menschen überspringen. Noch schaffen sie es nicht, sich direkt von Mensch zu Mensch weiterzuverbreiten und so eine Infektionswelle auszulösen. Doch die Gefahr besteht, wenn sich Vogelgrippeviren mit saisonalen Influenzaviren mischen und immer weiter anpassen. Deshalb hat für den Virologen Beer vom FLI höchste Priorität, die Ausbrüche einzudämmen, um diese Gefahr so gering wie möglich zu halten. Wie gut gelingt das? Iris Tapphorn führt einen Gänsehof im niedersächsischen Lohne, sie kämpft für ein Impfprogramm gegen Vogelgrippe. Aus Überzeugung, um die Seuche einzudämmen, und um ihre eigenen Tiere besser zu schützen. Doch die Impfung ist in Deutschland nicht zugelassen. Woran liegt das? Auch dieser Frage geht die "NDR Story" nach. Denn ein Blick in die USA zeigt, wie anpassungsfähig Vogelgrippeviren sind. Dort hat die Seuche Tausende Milchkuhherden und eine Vielzahl anderer Säugetiere befallen. Und auch Infektionen bei Menschen häufen sich. Mit jedem neuen Wirt wächst die Gefahr weiterer Mutationen. "Wir standen noch nie so kurz vorm Beginn einer neuartigen Grippewelle, die sich auch zu einer Pandemie auswachsen könnte", sagt Gülsah Gabriel, Leiterin des Leibniz-Instituts für Virologie in Hamburg. "Wir müssen uns jetzt vorbereiten!"
22:45
Siegfried Lenz ist einer der wichtigsten und erfolgreichsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit mit vielen Bestsellern wie "Deutschstunde", "Heimatmuseum", "Der Überläufer", beliebt bei Leserinnen und Lesern. Durch die Verfilmungen seiner Romane mit Jan Fedder ("Der Mann im Strom", "Das Feuerschiff", "Die Auflehnung") oder Jonas Nay ("Schweigeminute") wurde er auch beim breiten Fernsehpublikum bekannt. Lenz` Themen - wie Krieg, Moral, Verantwortung oder auch die Warnung vor einer Klimakatastrophe - sind nach wie vor aktuell und wichtiger denn je. Das zeigt dieses neue Dokudrama zum 100. Geburtstag des Schriftstellers am 17. März 2026. Inspektor Tondi - eine literarische Figur von Siegfried Lenz, verkörpert von Schauspieler Jonas Nay - sucht nach den Spuren seines Schöpfers in der Gegenwart und begegnet dabei Menschen, deren Leben mit den großen Krisen der heutigen Zeit verbunden sind: Krieg, Migration, Klima. Die Geschichten eines ehemaligen Soldaten, von jungen Polizisten und von Klimaaktivisten verknüpfen sich mit den Werken von Lenz und werfen deren Fragen auf: Wo verläuft die Grenze zwischen richtig und falsch? Wie verhält es sich mit Pflicht und Gewissen? Günter Berg, langjähriger Freund und Verleger des Schriftstellers und Vorstand der Siegfried Lenz Stiftung, gibt Einblicke in das Leben und das Werk von Siegfried Lenz. Sabine Rückert, Autorin und Journalistin, spricht über wichtige Themen des Schriftstellers wie Pflicht und Gewissen, Schuld und Unschuld. Ergänzt wird der Film durch zahlreiches Archivmaterial mit Siegfried Lenz mit vielen Originaltönen.
23:30
Siggi Jepsen ist Insasse einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche. Er bekommt in einer Deutschstunde das Aufsatzthema "Die Freuden der Pflicht" gestellt und scheitert daran: Er gibt ein leeres Heft ab. Der Grund für sein Versagen liegt jedoch darin, dass er zu diesem Thema zu viel zu sagen hat. Im Arrest, der von ihm freiwillig immer weiter verlängert wird, schreibt Siggi nun über seine Kindheit und Jugend, die gerade unter dem Zeichen der "Pflicht" stand. Siggis Vater war nämlich der "nördlichste Polizeiposten Deutschlands" in dem schleswig-holsteinischen Dorf Rugbüll. Jens Ole Jepsen erhält 1943 von der nationalsozialistischen Obrigkeit den Auftrag, gegen den expressionistischen Maler Max Ludwig Nansen - für diese Romanfigur diente Emil Nolde als Vorbild - ein Malverbot auszusprechen und dieses Verbot zu überwachen. Obwohl Jens Ole Jepsen seit seiner Jugend mit Max Ludwig Nansen befreundet ist und dieser ihm sogar einmal das Leben gerettet hat, kommen ihm keinerlei Zweifel an seiner Pflicht, diese Anordnungen rigoros zu befolgen. Als er seinen zu dieser Zeit zehnjährigen Sohn Siggi dazu anstiften will, den Maler zu bespitzeln, bringt er ihn damit in einen Gewissenskonflikt, denn Nansens Atelier ist für Siggi wie ein zweites Zuhause. Er beschließt, seinem Vater nicht zu gehorchen, und hilft stattdessen Nansen beim Verstecken von Bildern.