Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30

TV Programm für NDR Niedersachsen am 12.08.2026

Jetzt

Die Kanzlei 22:50

Die Kanzlei: Bumerang

Anwaltsserie

Isas Exmann Robert wird vorgeworfen, Bilder seines Lehrmeisters, eines berühmten Malers, nach dessen Tod gefälscht und teuer verkauft zu haben. Robert beteuert seine Unschuld, obwohl alles gegen ihn spricht. Isa von Brede und Markus Gellert spüren, dass er ihnen nicht die ganze Wahrheit sagt. Ohne Isa einzuweihen, sucht Gellert nach Antworten in Roberts Vergangenheit - und findet die Kunstlehrerin Antje Siebert, mit der Robert nach der Trennung von Isa zusammenlebte. Mit ihrer Aussage lässt sich der Fall lösen, aber für Isa bedeutet es auch, eine Entscheidung zu treffen. Mitten in diese Situation schlägt wie eine Bombe die Nachricht ein, dass Gellert und Isa von der Anwaltskammer vorgeladen werden. Ihnen wird vorgeworfen, zum Wohl ihrer Mandanten ungesetzliche Mittel genutzt zu haben. Es geht um Einbruch, Diebstahl und Manipulation. Das Verfahren, angestrengt von Intimfeind Gisbert Rottmann, könnte den Ausschluss der beiden aus der Anwaltskammer und damit das Ende der Kanzlei bedeuten. Bei allem Ärger müssen sie auch noch zwei FKKler vertreten, die sich während einer Wanderung auf einem Nacktwanderweg verirrt haben und auf einem Bauernhof gelandet sind. Der Hofbesitzer hetzte seinen Hund auf sie und zeigte sie wegen Belästigung der Allgemeinheit und Hausfriedensbruch an. Isa sucht nach Zeugen und begibt sich dafür ins Vereinshaus des Nacktwanderer-Vereins.

Danach

Riefenstahl 23:40

Riefenstahl: Ein Film von Andres Veiel

Dokumentarfilm

Leni Riefenstahl war im Nationalsozialismus gefeierte Filmemacherin und Symbolfigur für die Verstrickung von Kunst und Propaganda. Riefenstahls Werke wie "Triumph des Willens" und "Olympia" gelten als Meilensteine der Filmgeschichte. Ihre ikonografischen Bildwelten stehen für perfekt inszenierten Körperkult, für die Feier des Überlegenen und Siegreichen - und zugleich auch für das, was diese Bilder nicht erzählen: die Verachtung des Unvollkommenen, des vermeintlich Kranken und Schwachen, die Überlegenheit der einen über die anderen. Die Ästhetik ihrer Bilder ist präsenter denn je - und damit auch ihre Botschaft? In seinem Dokumentarfilm geht Andres Veiel dieser Frage anhand bislang unveröffentlichter Dokumente aus ihrem Nachlass nach: private Filmaufnahmen, Tonbandmitschnitte, Briefe und Fotografien zeichnen ein neues, vielschichtiges Bild. 700 Kisten sichteten das Team um Regisseur Veiel und Produzentin Sandra Maischberger. Dabei wurde deutlich: Die strikte Leugnung, die Wechselwirkung ihrer Kunst mit dem Terror des Regimes nach dem Krieg anzuerkennen, entpuppt sich als mehr als nur eine abgewehrte Schuld. In persönlichen Dokumenten trauert Riefenstahl ihren "gemordeten Idealen" nach. Damit steht sie für viele, die in Briefen und aufgenommenen Telefonaten ihres Nachlasses von einer "ordnenden Hand" träumen, die endlich mit dem "Scheißstaat" aufräumt. Produzentin Sandra Maischberger betont: "Leni Riefenstahls 100-jährige Lebens- und Wirkungsgeschichte ist ein Schlüssel zum Verständnis der Mechanismen von Manipulation, wie sie uns gerade wieder begegnen. Unser Film ist nicht nur eine Reise in die deutsche Vergangenheit, sondern bietet mit jedem weiteren Tag einen beunruhigenden Blick auf unsere Gegenwart und wird hoffentlich zur Warnung vor einer möglichen Zukunft. Seit der Premiere beim Filmfest in Venedig hat "Riefenstahl" eine unglaubliche und sehr erfolgreiche Reise um die Welt angetreten. Die Resonanz war überall groß und hat in jedem Land ganz unterschiedliche Anknüpfungspunkte für intensive Debatten geboten."