20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Chronische Schmerzen durch Endometriose: warum die richtige Therapie noch immer Glückssache ist Endometriose bedeutet Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, wächst außerhalb der Gebärmutter an Eierstöcken, Eileitern, im Bauchraum. Konsequenz: chronische Schmerzen, Zyklusbeschwerden, eingeschränkte Lebensqualität und oft unerfüllter Kinderwunsch. Bei Celine aus Dresden begannen die Schmerzen mit zwölf Jahren, als sie ihre Regelblutung bekam. Aber erst mit 27 wurden die Entzündungsherde in ihrem Bauch entdeckt. Ihr Fall ist kein Einzelschicksal: In Deutschland warten Betroffene im Schnitt sechs bis zehn Jahre auf eine Diagnose, dabei steigt das Risiko eines schweren Verlaufs bei Verzögerungen über fünf Jahre messbar an. Um die Herde und die starken Schmerzen in Schach zu halten, bekommt Celine ein Hormonmedikament: Es verhindert den Zyklus und drängt damit einige Beschwerden zurück. Aber das ist nicht für alle Frauen die beste Lösung. Die aktuellen Behandlungsleitlinien empfehlen auch neue Medikamente und betonen erstmals die Wirksamkeit zusätzlicher Therapiemethoden von Akupunktur über Phytotherapie bis hin zu Yoga. Celine versucht zudem, auf entzündungsfördernde Lebensmittel zu verzichten. Doch viele niedergelassene Gynäkologinnen und Gynäkologen kennen die Behandlungsoptionen nicht ausreichend, sodass die richtige Therapie für viele Frauen auch nach der Diagnose noch Glückssache bleibt.
21:15
Das Politik-Magazin geht Missständen nach und dokumentiert die Folgen - hintergründig, engagiert und pointiert.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Als am Weser-Strand eine Leiche angespült wird, stehen die Bremer Ermittlerinnen Linda Selb (Luise Wolfram) und Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) vor einem Rätsel. Es gibt zunächst keine Hinweise auf die Identität der Leiche. Im Verlauf ihrer Ermittlungen stoßen die Kommissarinnen nicht nur auf Stalking-Täter und -Opfer, sondern auch auf brisante investigative Recherchen und toxische Abhängigkeiten. Währenddessen durchlebt Rani Ewers (Via Jikeli) einen Albtraum: Überall lauert ihr Ex-Freund Marek Kolschak (Jonathan Berlin) der Alleinerziehenden und ihrer Tochter Mia (Pola Friedrichs) auf - am Spielplatz, auf der Straße, vor der Haustür. Als sie nach einem Spielplatzbesuch die gerahmten Familienfotos an ihren Wänden entstellt vorfindet, drängt Mitbewohnerin Paula Södersen (Sarina Radomski) sie, ihn endlich anzuzeigen. Gerichtsmedizinerin Edda Bingley (Helen Schneider) liefert dem Team die entscheidenden Spuren. So eindeutig wie der Fall zunächst scheint, verschwimmen die Grenzen mehr und mehr, Zeugen werden zu Verdächtigen und Verdächtige zu Zeugen, die plötzlich selbst in Lebensgefahr geraten.
23:30
Urlaub trotz Sanktionen: So reisen Russen heute wirklich Autorin: Ina Ruck Wie verändert sich der Tourismus in Russland nach vier Jahren Krieg gegen die Ukraine und westlichen Sanktionen? Auf der internationalen Touristikmesse in Moskau zeigt sich ein überraschendes Bild: Trotz eingeschränkter Flugverbindungen bleiben Auslandsreisen für viele Russinnen und Russen möglich mit Trends Richtung Türkei, China, Emirate. Selbst die Diktatur Nordkorea präsentiert sich als Reiseziel, Tausende Russinnen und Russen haben dort bereits Strandurlaub gemacht. Gleichzeitig boomt der Binnentourismus. Vom Moskau-Trip über Reisen ans Schwarze Meer bis zum Kurzurlaub auf dem Bauernhof, für manche ist Urlaub im eigenen Land die einzige erschwingliche Option. Reporterin Ina Ruck zeigt, wie Russinnen und Russen heute reisen, welche Rolle "die Situation", so verharmlosend nennen die meisten den Krieg, dabei spielt und wie sich die Tourismusbranche neu orientiert. Südkorea: Jugend in der Krise Autoren: Ulrich Mendgen, Diane Kämpf Die Popkultur Südkoreas feiert weltweit Erfolge. Doch die Jugend des Landes gerät zusehends in eine "Rückzugskrise". Etwa eine halbe Million junge Menschen gehen keiner Arbeit oder Ausbildung nach, haben keinen Abschluss oder kapseln sich ab von ihrer Umgebung. Der Grund dafür sind oft die hohen Erwartungen der Gesellschaft, die Jugendliche mit Druck und Drill zum Erfolg in Schule, Studium und Beruf antreibt. Viele fühlen sich dem nicht gewachsen, haben Ulrich Mendgen und Diane Kämpf herausgefunden. Manche verlassen nicht einmal mehr ihr Zimmer. Neue Hilfsangebote sollen den Betroffenen helfen, den Weg aus der Isolation zu finden. Ecuador: Es ist nie zu spät. Fußball für ältere Damen Autor: Matthias Ebert Angie stoppt den Ball, dribbelt und passt zu ihrer Mitspielerin. Sie ist mit 73 Jahren die älteste Spielerin einer Fußballmannschaft für ältere Frauen in Ecuador. Auf einem Universitätsgelände in den Anden bereiten sie sich auf ihr wichtigstes Turnier vor. Angie, bürgerlich Angélica Aguirre, hat ihren Job als Englischlehrerin in der Pandemie an den Nagel gehängt. Als es ihr dann zu langweilig wurde, stieß sie auf ein TikTok-Video, in dem sie eine Trainerin ansprach: "Was, wenn ich dir sage, dass es nie zu spät ist, mit Fußball anzufangen?" Der Aufruf kam von Mercedes Añamise, die älteren Frauen die Chance zum Spielen ermöglichen wollte. Nach dem TikTok-Video wurde Mercedes überrannt. Es gab doppelt so viele Bewerberinnen wie Plätze. Und sogar Reporter Matthias Ebert, selbst ja noch etwas jünger, durfte mitkicken. Kanada im Aufbruch: neue Partner, neue Märkte, neue Stärke Autorin: Marion Schmickler Kanada galt lange als verlässlicher, leiser Nachbar der USA - wirtschaftlich eng verflochten, politisch eng verbündet. Doch seit Donald Trump zurück im Weißen Haus ist, herrscht Eiszeit zwischen Ottawa und Washington. Zölle, Drohungen, die Fantasie einer "Übernahme" Kanadas, der Ton aus den USA trifft das Nachbarland ins Mark. Was macht das mit einem Staat, dessen Wohlstand so stark vom Handel mit dem großen Nachbarn abhängt? ARD-Korrespondentin Marion Schmickler reist dorthin, wo die Konflikte zuerst spürbar werden: nach Windsor und an die Brücke nach Detroit, über die ein Großteil des bilateralen Handels läuft. Sie trifft Unternehmer, deren Aufträge eingefroren sind, Arbeiter in Kurzarbeit - und Firmen, die plötzlich vom Ruf Kanadas als sicherem, stabilen Standort profitieren. Die Reporterin blickt hinter die Kulissen eines Landes im Umbruch.