18:00
Unter anderem mit diesen Themen: * Verdi ruft zu Warnstreik im Nahverkehr auf * Hannover Messe: Kanzlerrundgang * Bahnstrecke Hannover-Hamburg: öffentliche Anhörung im Bundestag
18:15
Verdreckt, verstopft, verschlammt: wenn Abwasserleitungen dicht sind, müssen die Rohrreiniger-Profis ran. Die Monteure der Rohr- und Kanalreinigungsfirma von Michael Stuska aus Sterup in Schleswig-Holstein sorgen mit viel Erfahrung und Technik dafür, dass es wieder fließt, wo es vorher steht. Michael Weigt ist auf Notfälle spezialisiert. Zu etwa vier bis fünf Einsätzen rückt er täglich aus, meist in Privathaushalten. Häufig wird er aber auch von Restaurants gerufen. "Wenn sich das Fett im Abwasser der Küchen abkühlt, setzt es sich an den Rohrinnenwänden ab, irgendwann sind die dann dicht", weiß Weigt. Die Ablagerungen entfernt er mit der Kettenschleuder, seine Allzweckwaffe gegen Verstopfungen aller Art. Kollege Malte Lais ist dagegen meist mit dem Absaugen und Entsorgen von Abwässern beschäftigt, dem zweiten Geschäftsfeld der Firma. Mithilfe der Vakuumpumpe auf seinem Saugspülfahrzeug kann er auch große Mengen von Fettabscheiderrückständen und Fäkalien aufnehmen. Die gibt er dann in einer Kläranlage ab. "An den Geruch habe ich mich mittlerweile gewöhnt, das ist eben Teil des Jobs", sagt der gelernte Maurer. Fett, Fäkalien Verstopfung: Die Rohrreiniger sind überall im Einsatz, wo schnell Hilfe gebraucht wird.
18:45
Kein Fleisch, kein Fisch, keine Gewürze: aber einen Michelin-Stern. Ricky Saward ist der erste Küchenchef in Europa, der diese Auszeichnung erhalten hat. Bei ihm kommt nur auf den Teller, was vor der Haustür wächst. Auf Fleischersatzprodukte oder Zutaten, die eingeflogen werden müssen, verzichtet er. Sein Restaurant, das Seven Swans in Frankfurt am Main, ist Monate im Voraus ausgebucht, die Warteliste ewig lang. Kein Wunder, dass er auch in der TV-Show "The Taste" ein gefragter Gastjuror ist. Auf dem Roten Sofa erzählt er von seinem steinigen Weg an die Küchenweltspitze. Er erklärt, wie er ohne Gewürze kocht und zeigt, wie jeder zu Hause die Kartoffel zum Star auf dem Teller machen kann.
19:30
Unter anderem mit diesen Themen: * Verdi ruft zu Warnstreik im Nahverkehr auf * Hannover Messe: Kanzlerrundgang * Bahnstrecke Hannover-Hamburg: öffentliche Anhörung im Bundestag
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
21:00
Urlaub: für viele die schönste Zeit im Jahr! Doch Reisen sind in den letzten Jahren deutlich teurer geworden: durch gestiegene Flugpreise, höhere Hotelkosten und Inflation. Auch Pauschalreisen kosten heute spürbar mehr als noch vor wenigen Jahren, was viele Verbraucherinnen und Verbraucher vor finanzielle Herausforderungen stellt. Wo lässt sich beim Urlaub noch etwas Geld sparen? "Markt"-Reporter Jo Hiller nimmt das Thema Preise genau unter die Lupe. Er vergleicht Pauschalreisen, die mit einem besonders günstigen Preis locken. Auf Teneriffa zeigt sich, welche Nachteile Urlauber bei solchen Angeboten erleben können - und welche Rechte sie dann haben. Außerdem geht es um die Frage, wo sich mehr Geld sparen lässt: bei Frühbucher- oder Last-Minute-Angeboten? Und wo bekommen Reisende für Mietwagen den besseren Tarif, bei der Buchung online zu Hause oder am Reiseziel vor Ort? Billigfluglinien locken häufig mit besonders günstigen Schnäppchen, doch so mancher Flug entpuppt sich tatsächlich als Kostenfalle. Worauf sollte man schon bei der Buchung achten? Jo Hiller und Team recherchieren die Tricks mit Urlaubsschnäppchen mit lohnenden Ergebnissen schon vor der Reisezeit.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Eine spannende Dokumentation über die Frage, wie man mit Reh und Hirsch umgeht und den heimischen Wald robuster macht. Zwischen Jägern und Förstern ist ein Streit um das Reh in deutschen Wäldern entbrannt. Viele Förster fordern ein Drittel mehr Wild zu schießen, weil vor allem Rehe junge Pflanzentriebe abfräßen und so einen klimaresistenten Zukunftswald verhinderten. Außerdem gebe es eine Zunahme an Wildunfällen, die den Menschen gefährde. Jägerinnen und Jäger widersprechen. Sie befürchten, dass wirtschaftliche Interessen der Forstwirtschaft bei der Forderung nach höheren Abschüssen im Vordergrund stehen. Reh und Hirsch stünden zu Unrecht am Pranger. Wer hat recht? In der "NDR Story" sprechen Antje Büll und Felix Meschede mit Förstern, Waldbesitzern und Jägern. Rehe und Hirsche gehören fest zur deutschen Kulturlandschaft. Was kaum einer weiß: jährlich werden 1,3 Millionen Rehe und 80.000 Hirsche in Deutschland erlegt. Für viele Förster, die meist auch selbst jagen, ist das jedoch viel zu wenig. Sie sind überzeugt, die Rehe fressen die Knospen der jungen Bäume ab und behindern so den Waldumbau in einen klimaresistenten Mischwald. "Wir haben deutschlandweit überhöhte Wildbestände, die dazu führen, dass der Wald sich nicht natürlich verjüngen kann, und das ist ein riesiger volkswirtschaftlicher Schaden", so Moritz von Maltzahn, Waldbesitzer aus Mecklenburg-Vorpommern. Der Förster ist überzeugt, dass man auch mit einem ökologischen Mischwald forstwirtschaftlich Gewinne erzielen kann. Doch dafür, sagt er, verbringe er 20 Prozent seiner Arbeitszeit mit dem Erlegen des Wildes. Auch im Harz starten Ende jeden Jahres die großen Treibjagden, um möglichst viele Rehe und Hirsche zu schießen. Die Landesforsten stehen unter Druck. Nach dem großen Fichtensterben müssen sie den Harz aufwendig aufforsten. Dabei störe vor allem der Hirsch, der Jungpflanzen anknabbere. "In den Niedersächsischen Landesforsten dient die Jagd dem Erreichen unserer waldbaulichen Ziele", so Hans-Martin Hauskeller, Leiter der Abteilung Wald und Umwelt bei den Landesforsten. Einen anderen Schwerpunkt sieht der Forstwissenschaftler und Waldökologe Roland Pietsch, der den angrenzenden Nationalpark Harz leitet. Er beobachte, dass sich der Wald zwischen den abgestorbenen Fichten auch ohne mehr Jagd verjüngen könne. "Wir brauchen mehr Äsungsflächen statt mehr Abschuss", sagt er. Sein Ziel ist es, im Nationalpark langfristig weitgehend auf Jagd verzichten zu können. Doch mit den Förstern der angrenzenden Landesforsten gibt es dazu Diskussionen. Viele Jäger sehen sich als Anwälte des Rehs und des Hirsches. Es sei zu einfach, den Wildtieren die Schuld zu geben, wenn der Waldumbau nicht funktioniere. Monokultur und Trockenheit seien schuld am schlechten Waldzustand. Intensive Jagd führe zu Stress bei den Tieren, die deswegen mehr fräßen als sonst. Eine intensive Bejagung und stetig schrumpfende Lebensräume führten beim Hirsch zudem zu Inzucht und somit Missbildungen. Es brauche mehr Wildlenkung und lange Schonzeiten. Die NDR Autoren Antje Büll und Felix Meschede gehen dem "Wald-Wild-Konflikt" auf den Grund. Sie begleiteten sechs Monate lang norddeutsche Jäger, Förster und private Waldbesitzer bei Wildbeobachtungen, Jagd, Pflanzungen und Fällarbeiten. Sie sprechen mit ihnen über ihre persönliche Einstellung zu Reh und Hirsch, ökonomische Ziele und gesellschaftliche Erwartungen.
22:45
"Udo Fröhliche": Benjamin von Stuckrad-Barre zum 80. Geburtstag von Udo Lindenberg Udo Lindenberg wird am 17. Mai 80 Jahre alt. Anlass, den legendären Rockmusiker angemessen zu huldigen. Im Buch "Udo Fröhliche" beschreibt Autor Benjamin von Stuckrad-Barre das Lindenberg-Leben zwischen Aufstieg, Absturz und Wiederauferstehung. Wie gelingt eine lange, glückliche Ehe? - Der Film "Jahrhundert-Liebe" Wie kann eine lange, glückliche Beziehung gelingen? Der Film "Jahrhundert-Liebe" (1. Mai, NDR Fernsehen) befragt Paare, die es geschafft haben. Wie Ursula und Willi Müller aus Aumühle, 89 und 91 Jahre alt, seit Anfang der 1960erJahre zusammen. Zwei "Kriegskinder": Willi wächst als Sohn eines Fischers an der Elbe in Bullenhausen auf, Ursula kommt aus einer Bauernfamilie, ihr Elternhaus wird am letzten Kriegstag bombardiert. Sie erzählen, wie sie sich ihr Glück geschaffen haben und was für eine lange Liebe nötig ist. Think BIG: Star-Architekt Bjarke Ingels über Bauen auf dem Mond und die neue Oper für Hamburg Der dänische Stararchitekt Bjarke Ingels hat visionäre Ideen. Er entwirft nicht nur ikonische Bauten wie eine Müllverbrennungsanlage mit Skipiste auf dem Dach in Kopenhagen. Er hat auch den Wettbewerb für die neue Oper in Hamburg gewonnen. Bjarke Ingels ist Gründer des renommierten Architekturbüros BIG. Der Name ist Programm. Think Big! Er plant ganze Städte der Zukunft in Bhutan und sogar Häuser für den Mond! Dort könnten bald 3D-gedruckte Behausungen aus Mondstaub entstehen. Bildung ohne Bücher: Wie Sadaf Zahedi aus Bremen Kinder in Afghanistan fördert Sie selbst hat über Bücher, die ihr andere Welten zeigten, ihren Weg gefunden. Und eben das möchte sie jetzt anderen ermöglichen: Sadaf Zahedi. Geboren in Afghanistan, aufgewachsen in Bremen, in einer Familie, in Pressetext hinzugefügt jkl 9 der Kontrolle und Gewalt den Alltag prägten. Sie kämpft sich davon frei in ein selbstbestimmtes Leben. Jetzt möchte sie ihre Erfahrungen weitergeben. Vor Ort in Afghanistan, aber nicht nur da: mit ihrem Projekt "Bildung ohne Bücher". Dabei werden Lerninhalte und Geschichten auf einen solarbetriebenen MP3-Player gesprochen für Kinder ohne Zugang zu Schule und Bildung. Dabei geht es nicht nur um reine Wissensvermittlung, sondern auch um menschliche Werte. Sadaf Zahedi hat die ersten 400 Geräte in Afghanistan bereits verteilt: MP3-Player als Tor zur Welt. "Entzug": großartiges Buch von Christoph Peters über seine Alkohlabhängigkeit Am Anfang des Romans steht ein Schriftsteller, der trinkt, um schreiben, denken, fühlen zu können. Der irgendwann nur noch trinkt, um zu trinken, bis zu dem Punkt, an dem die Frage lautet: saufen und sterben oder aufhören und leben? Er beschließt, sich in eine Klinik einweisen zu lassen. "Entzug" ist ein schonungslos ehrlicher Roman, er handelt von der komplizierten Logistik der Abhängigkeit, vom Betrug an den Menschen, die einem am wichtigsten sind, vom Betrug an sich selbst. Der vielfach ausgezeichnete Autor Christoph Peters erzählt voller Hoffnung vom Weg heraus aus der Hölle der Sucht zurück in ein Leben, das auch nüchtern wert ist, gelebt zu werde
23:15
Kriminalhauptkommissar Martin Beltz steckt in einer verfahrenen Situation. Er verhört einen Verdächtigen, der mutmaßlich zusammen mit seinem Bruder die siebenjährige Mirjam entführt hat. Beltz erfährt während des Verhörs, dass das Kind an Diabetes leidet und dass jede weitere Stunde in Geiselhaft lebensgefährlich sein kann. Der Verdächtige zeigt keinerlei Gefühlsregung und bleibt dem Polizisten kaltschnäuzig eine Antwort schuldig. Kurz entschlossen schickt Beltz seinen Kollegen aus dem Raum und nimmt sich den Verdächtigen mit unerlaubten Verhörmethoden vor. Die kleine Mirjam wird gerettet. Beltz' Vorgesetzter, Kriminalrat Sanden, kann ihm moralisch keinen Vorwurf machen, doch darf er diese Art der Aussageerpressung in Verbindung mit Körperverletzung im Amt nicht dulden. Martin Beltz wird suspendiert. Nach seiner Gerichtsverhandlung stürzt er in ein tiefes Loch, aus dem ihm auch Sandra Stettner, die Mutter des Mädchens, nicht heraushelfen kann.