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TV Programm für NDR Niedersachsen am 01.09.2026

Jetzt

Die Nordreportage 18:15

Die Nordreportage: Der Arzt im Rollstuhl - Zwischen Landarztpraxis und Berliner Charité

Reportage

Leopold Rupp ist ein Arzt im Rollstuhl. Er arbeitet abwechselnd an der Berliner Charité und in der Landarztpraxis seiner Eltern in Albersdorf, Dithmarschen. Die NDR "Nordreportage" begleitet den 34-jährigen Mediziner, der mit Kleinwüchsigkeit lebt und sich nicht auf eine Behinderung reduzieren lässt. Sätze wie "an den Rollstuhl gefesselt" oder Formulierungen, die Menschen auf Einschränkungen festlegen, möchte Leopold Rupp nicht hören. Für ihn beginnt Stigmatisierung oft schon in der Sprache. Genau dagegen kämpft er seit vielen Jahren an: mit Klarheit, Selbstbewusstsein und einem beeindruckenden Lebensweg. Leopold Rupp lebt seit seiner Geburt mit Diastrophischer Dysplasie, einer besonderen Form der Kleinwüchsigkeit. Sie geht unter anderem mit verkürzten Armen und Beinen sowie Gelenkkontrakturen einher. Ein paar Schritte zu laufen, ist für ihn mit Schmerzen verbunden. Im Alltag nutzt er deshalb verschiedene Rollstühle, darunter eine speziell angefertigte Variante, die er per Joystick hoch- und runterfahren kann. Das ermöglicht es ihm, sich in der Landarztpraxis oder der Klinik frei zu bewegen und seine Patientinnen und Patienten zu untersuchen. Beruflich bewegt sich Rupp zwischen zwei Welten: In Berlin arbeitet er als anerkannter Notfallmediziner an der Charité. In Albersdorf in Dithmarschen unterstützt er die Landarztpraxis seiner Eltern und bildet sich zum Allgemeinmediziner weiter. Vielleicht übernimmt er eines Tages die Praxis in dritter Generation. Vielleicht bleibt er auch in seiner Wahlheimat Berlin - zwischen Klinik, Politik und gesellschaftlichem Engagement. Denn Leopold Rupp ist nicht nur Arzt. Er war Sportschütze bei den Paralympics, reist gern, besucht Konzerte und engagiert sich als stellvertretender Vorsitzender des Behindertensportverbandes. Dabei zeigt er, wie viel möglich ist, wenn Barrieren hinterfragt werden - im Alltag und in den Köpfen. "Die Nordreportage" erzählt nicht nur die Geschichte eines außergewöhnlichen Mediziners. Sie erzählt von Haltung, Teilhabe und der Freiheit, das eigene Leben selbst zu gestalten. Leopold Rupp selbst bringt es so auf den Punkt: "Das Leben ist voller Möglichkeiten - also lasst uns doch bitte alles jetzt machen, zu 100 Prozent."

Danach

DAS! Rote Sofa 18:45

DAS! Rote Sofa

Talkshow

Die Berlinerin Anna Fischer mischt seit Jahren die deutsche TV- und Kinolandschaft gehörig auf und räumte damit auch bei den Auszeichnungen ganz ordentlich ab: Als beste Nachwuchsschauspielerin bekam sie bereits mit Anfang 20 den renommierten Max-Ophüls-Preis, holte dann in derselben Kategorie eine Goldene Kamera, erhielt den Grimme-Preis. In eine bestimmte Schublade ließ sie sich bei ihren Rollen nie stecken, neben der Schauspielerei trat sie auch als Songschreiberin und Leadsängerin der schnodderigen Indie-Rockband Panda auf die Bühne. Ihre Konstanten der vergangenen Jahre sind zwei beliebte Krimireihen im Ersten: In "Die Bestatterin" spielt sie die Hauptfigur. Als kluge Dorfpolizistin Mette Vogt hat sie in "Harter Brocken" eine tragende Rolle. Ausschnitte aus der Jubiläumsfolge wird Anna Fischer aufs Rote Sofa mitbringen.

Hallo Niedersachsen 19:30

Hallo Niedersachsen

Regionalmagazin

Unter anderem mit diesen Themen: * Bombenfund in WHV: über 13.000 Menschen evakuiert - Entschärfung kann nach Verzögerung beginnen; Menschen hatten sich noch lange in dem Evakuierungsgebiet aufgehalten. Jetzt hat der Kampfmittelräumdienst grünes Licht bekommen. * Bad Lauterberg: Ermittlungen nach Brand dauern an * BS: Alkoholverbot an Bahnhöfen tritt in Kraft

Tagesschau 20:00

Tagesschau

Nachrichten

Die Nachrichten der ARD

Visite 20:15

Visite

Magazin

Grauer Star: Wenn die Augenlinse trübt. Was Patienten wissen müssen Fast jeder bekommt irgendwann die Augenerkrankung grauer Star. Die Operation ist Routine, doch plötzlich stehen Patienten vor einer Flut von Entscheidungen. Welche Kunstlinse ist die richtige? Die Krankenkasse zahlt den bewährten Standard, für brillenfreies Sehen mit Multifokal-Linsen werden Zusatzkosten fällig. Aber Achtung: Diese Linsen mit verschiedenen Schärfebereichen sind nicht für jeden geeignet, bei bestimmten Vorerkrankungen können sie die Sehfähigkeit sogar verschlechtern. Besonders flexibel sollen neue sogenannte Add-On Linsen sein. Sie werden zusätzlich zur Standardlinse eingebracht können leichter korrigiert werden. Doch Langzeiterfahrungen gibt es noch keine. Und dann locken manche Augenpraxen noch mit teuren Laser-OPs, für die es schlicht keine Belege gibt, dass sie besser sind. Welche Methode ist also für wen gut geeignet?

Panorama 3 21:15

Panorama 3

Infomagazin

Das Politik-Magazin geht Missständen nach und dokumentiert die Folgen - hintergründig, engagiert und pointiert.

NDR Info 21:45

NDR Info

Infomagazin

Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info

Tatort 22:00

Tatort: Wenn man nur einen retten könnte

Krimireihe

Die Jurastudentin Annalena Höpken (Annika Gräslund) wird morgens in der Nähe eines Nachtclubs tot aufgefunden. Sie wurde offenbar eine Treppe hinuntergestoßen und starb an einem Genickbruch. Zuvor hatte sie nach ersten Recherchen massive Auseinandersetzungen in ihrer Wohngemeinschaft (Shirin Eissa, Mitja Over, Joyce Sanhá, Michael Schweisser). Außerdem gerät der Obdachlose Emil Klaßen (Robin Bongarts), der Kommissarin Selb attackiert und das Handy der Toten bei sich trägt, in den Kreis der Verdächtigen. Es stellt sich heraus, dass Annalena Höpken unter immensem Leistungsdruck litt, den sie mit Aufputschmitteln zu kompensieren versuchte. Für die Ermittlungen ergeben sich eine Reihe von Fragen: Warum kam es zu diversen Auseinandersetzungen innerhalb der Wohngemeinschaft? Wieso ahnte die Mutter Gabriele Höpken (Catrin Striebeck) nicht, wie sehr ihre Tochter unter Druck stand? Ihre Schwester Betty Höpken (Mathilda Smidt) scheint ebenfalls Geheimnisse vor der Mutter zu haben. Und was hat Bettys Freund und Nachtclub-Betreiber Mike Hanisch (Niklas Marian Müller) mit alldem zu tun?

Weltbilder 23:30

Weltbilder

Reportage

USA: Leben wie auf dem Mars Autorin: Sarah Schmidt Mitten in der Wüste von Utah steht eine Weltraumstation. Seit mehr als 20 Jahren üben Studierende hier das Leben und vor allem das Forschen auf dem Mars. Im engen Wohnbereich mit acht Metern Durchmesser müssen sie leben, kochen, schlafen und auch forschen. Ihren Wohnbereich verlassen die Astronauten-Studierenden nur im Raumanzug. Wenn sie Forschungstrips auf dem Roten Planeten simulieren, sind sie in einem Mondfahrzeug unterwegs. Die Mars Society betreibt diese Übungsstation. Auf ihr sollen Interessierte ausprobieren, wie das Leben auf dem Mars und der Alltag auf einer Marsstation aussehen könnte. Lange Zeit wurden die Marsforscher für ihr Engagement nicht ernst genommen. Seitdem Elon Musk seine Pläne zur Besiedelung des erdähnlichen Planeten ernsthaft angeht, wird das Interesse an der Marsbasis wieder größer. River Riehle studiert in Florida Weltraumtechnik und lebt für eine Woche auf der Station. Er will unbedingt ins Weltall als Astronaut. Deshalb ist er hier: "Astronaut zu werden, ist ein sehr hoch gestecktes Ziel. Es gibt nicht viele erste Schritte, das auszuprobieren für die breite Öffentlichkeit. Für uns ist es aufregend, dass das möglich ist und dass wir diese Erfahrungen machen konnten." Eine Woche abgeschlossen von der Umwelt wie auf dem Mars zu leben, das sei eine einzigartige und sehr wertvolle Erfahrung. Korrespondentin Sarah Schmidt begleitet das Team in seinem Alltag zwischen Mars, Utah und dem Traum vom Weltall. Südafrika: Kapstadts Kampf ums Wasser Autorin: Vivica Jungels Kapstadt stand 2018 kurz vor dem sogenannten Day Zero, dem Tag, an dem kein Wasser mehr aus den Leitungen gekommen wäre. Die Katastrophe konnte damals knapp verhindert werden. Doch Dürre, Starkregen und das schnelle Wachstum der Stadt setzen die Wasserversorgung weiter unter Druck. Bis 2040 will Kapstadt deshalb zu einer "wassersensitiven" Stadt werden mit Meerwasserentsalzung, Grundwasser, Abwasseraufbereitung und naturbasierten Lösungen. Zoleka Havi macht eine Ausbildung zur Flusswächterin, entfernt invasive Pflanzen aus Wasserläufen und hofft auf ein besseres Leben. Reginald Pillay arbeitet an einem bepflanzten Rückhaltebecken, das Regenwasser speichern und neues Grundwasser bilden soll. Beide zeigen, wie Klimaanpassung dort beginnt, wo die Wasserkrise am härtesten zu spüren ist. Doch ob Kapstadts Plan aufgeht, hängt nicht nur von Technik und Natur ab, sondern auch von Geduld, Vertrauen und den Menschen vor Ort. Japan: Mafia-Lady packt aus Autor: Ulrich Mendgen Mako Nishimura war die einzige bekannte Frau bei der Yakuza, der japanischen Mafia. In einer Welt, die von Männern dominiert wird, verkaufte sie jahrelang Drogen und vermittelte Frauen in die Prostitution. 2012 stieg sie aus und setzt sich heute für andere Yakuza-Aussteiger ein. Als Frau in der japanischen Mafia nutzte sie u.a. Tätowierungen als sichtbares Zeichen, um sich Respekt und Anerkennung in der brutalen Männerwelt zu verschaffen. Als ihr Yakuza-Chef von ihr verlangte, sich selbst zu bestrafen, schnitt sie sich einen Finger ab. Sie hatte Drogen für den eigenen Konsum abgezweigt. Während sie ihre Position im organisierten Verbrechen festigte, vernachlässigte sie ihre Rolle als Mutter ihrer Söhne. Japan-Korrespondent Ulrich Mendgen begleitet die Mafia-Aussteigerin in der Provinz Gifu, wo ehemalige Bandenmitglieder durch öffentliches Müllsammeln um gesellschaftliche Vergebung bitten.