04:15
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
04:45
Thema: * Die lange Nacht der Museen
05:15
Barocker Glanz trifft auf Fernsehtradition, wenn vor dem Schloss Ludwigslust die Kulisse von "DAS! Rote Sofa" steht. Platz nehmen darauf und allerlei Wissenswertes berichten wird Dr. Pirko Kristin Zinnow, die Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern. Seit einiger Zeit schon befand sich das "Versailles des Nordens", wie die von 1772 bis 1776 errichtete prachtvolle Anlage in Anlehnung an das grandiose französische Vorbild bewundernd tituliert wird, in der Sanierung. Nun findet anlässlich der Wiedereröffnung des Westflügels und des Goldenen Saales ein großes Bürgerfest statt. Besucherinnen und Besucher können sich dann selbst ein Bild davon machen, wie das höfische Leben in der ehemaligen Residenz der Herzöge und Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin so aussah. Eine spannende Zeitreise!
06:00
06:45
Der Musiklehrer der Schule in Skjåk kümmert sich sehr intensiv um den musikalischen Nachwuchs. Besonders die Mädchen scheinen es ihm angetan zu haben. Während seiner Geburtstagsfeier in der Schule erleidet er plötzlich einen allergischen Schock. Irgendjemand muss heimlich Nüsse in den Kuchenteig getan haben. Der Verdacht fällt auf Nora und Trio muss ihre Unschuld beweisen. Dabei hat Nora eigentlich ganz andere Sorgen: Kidnapper sind hinter ihr her. Und was ist nur mit ihrem verschwundenen Vater passiert? Keiner will ihr glauben, dass er noch am Leben ist, nicht einmal ihre Mutter. Lars glaubt, dass sie nur dann die Wahrheit über Noras Vater erfahren werden, wenn sie den Schatz der Kepler-Diamanten finden. Mit Emmas Hilfe findet er eine Schatzkarte und erste Hinweise auf den Schatz in Hamburg. Nora versucht unterdessen, die Kidnapper mit dem geklauten Handy in eine Falle zu locken.
07:10
Auf der Straußenfarm Emminghausen im Bergischen Land werden seit 15 Jahren afrikanische Laufvögel gezüchtet. Nun soll der Nachwuchs von der Kinderstube ins Freigehege umziehen. Jedes Tier muss einzeln eingefangen und in den Transporter gebracht werden. Da Strauße keine Bindung zum Menschen entwickeln, wehren sie sich ordentlich. Schwerstarbeit für Betriebsleiterin Kerstin Schnabel und ihr Team. Eigentlich ist der Weizen am Kratzerhof nahe dem bayerischen Freising noch gar nicht ganz erntereif, doch weil schon wieder Regen droht, ist Eile angesagt. Und auch das Kleegras muss an diesem Tag noch gemäht werden. Gut, dass Landwirt Sepp seinen Sohn Max zu Hilfe holen kann. Die Ziegenkinder kommen in die "Vorschule". So nennt es Mira Kuhlmann jedenfalls, wenn ihre Lämmer endlich in einen größeren Stall dürfen. Die Freude ist groß, das Gewusel auch. Ein Sorgenkind gibt es dann aber doch. Die meisten Heuballen, sein Winterfutter, lagert Inselbauer Mathias Schilling auf der Insel Öhe. Dort sind sie aber am stärksten Wind und Wetter ausgesetzt. Also muss ein Vlies drüber. Am Ende passt die Plane allerdings gerade mal nur zur Hälfte auf die Ballen. Wie aber jetzt das Vlies sturmsicher befestigen, wenn es noch nicht mal bis zum Boden reicht? Und dann kommt die Frau nach Hause und sieht die Bescherung. In Rheinhessen bereitet Winzerin Shanna eine Wanderung im Weinberg für den Nachmittag vor. Die ganze Familie muss mit anpacken. Während Shanna und ihr Vater Wolfgang im Hof Sitzplätze aufbauen, steht Mutter Sigrun in der Küche und bereitet das Essen für die Gäste vor. Doch ausgerechnet jetzt ziehen schwere Regenwolken auf. Fischer Sander Fuhrmann bringt Stellnetze in den Groß Schauener See im Land Brandenburg. Über Nacht will er Karpfen fangen. Doch Karpfen sind schlaue Fische und lassen sich nicht so einfach ins Netz treiben. Fuhrmann muss sich eine Strategie ausdenken. Nach wochenlangen kalten und regnerischen Tagen ist es mal wieder so heiß, dass sich sogar die wasserscheuen Kühe im See abkühlen. Das muss sofort in den sozialen Medien gepostet werden. Auch dafür ist der angestellte Fischer auf dem Naturgut verantwortlich.
08:00
Beim Foyerkonzert im Rittersaal des Residenzmuseums spielt das renommierte Kuss Quartett, verstärkt durch die Bratschistin Tomoko Akasaka, Werke von Mozart sowie moderne Stücke, die eigens für das Kuss Quartett komponiert wurden. Einen besonderen Akzent setzen die Streicher um Jana Kuss mit Stücken aus Georgien, Armenien und der Ukraine. Ein Abend mit Konzert und Gesprächen. Moderator ist Ludwig Hartmann. Erstausstrahlung: 30.07.2023
09:00
30 Minuten regionale Informationen und Hintergründe: Worüber spricht das Land - was bewegt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern? Mehr Nachrichten aus MV ab NDR Text Seite 160 und im Internet: www.ndr.de/mv
09:30
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
10:00
Ob Politik oder Wirtschaft, Umwelt oder Kultur, jeden Abend von 19.30 bis 20.00 Uhr erfahren Sie, was sich am Tage in der Region zwischen Nord- und Ostsee ereignet hat. Mehr Nachrichten aus SH ab NDR Text Seite 140 und im Internet: www.ndr.de/sh
10:30
Thema: * Die lange Nacht der Museen
11:00
Wir sind stets nah dran an den niedersächsischen Themen und Menschen. Uns interessiert, was Sie aufregt und bewegt. Mehr Nachrichten aus Niedersachsen ab NDR Text Seite 120 und im Internet: www.ndr.de/niedersachsen
11:30
Seelöwen, die ohne Angst vor Menschen auf Parkbänken lümmeln, Riesenschildkröten, die die Hauptstraße überqueren, Meerechsen, die auf den Anlegestellen der Fähren lungern: eine zum Greifen nahe, wilde Natur macht die Galapagosinseln zum Traumziel für Naturliebhaber. Das Archipel, 1000 Kilometer vor der Küste Ecuadors im Pazifik gelegen, hat sich vom Geheimtipp zu einer der beliebtesten Destinationen Südamerikas entwickelt. Rund 300.000 Reisende besuchen jedes Jahr den Galapagos-Nationalpark, Tendenz steigend. Und damit beginnt das Problem. Denn jeder Besucher ist eine Gefahr für die Natur: Durch eingeschleppte Samen können sich Pflanzen verbreiten, die das Ökosystem durcheinanderbringen, der Touristenboom zieht ein Bevölkerungswachstum nach sich, Wasser und Energie werden knapp. Wie die 30.000 Einwohner der zu Ecuador gehörenden Galapagosinseln leben, wie sie versuchen, sich mit den einzigartigen Tieren und Pflanzen zu arrangieren, ohne der Natur zu schaden, ist das Thema dieser Dokumentation. Sie zeigt den Alltag der Menschen in dieser besonderen Inselwelt. Der Film begleitet eine Reiseführerin, die fast jeden Tag der Woche an Sehnsuchtsorten verbringt und dabei doch die Zeit mit ihren Kindern vermisst und eine Lehrerin, die mit ihrer 7. Klasse für den Biologieunterricht ganz einfach an den Strand geht. Hier lebt eine Seelöwenkolonie - ohne jede Angst vor den Menschen. "Das Leben im Nationalpark ist ein Privileg. Nutzt es aus", schärft die Lehrerin der Charles-Darwin-Grundschule Johanna Beltrán den Schülerinnen und Schülern ein. Jorge Carrión ist mit seinem Helfer Christian in einem entlegenen Urwald der Vulkaninsel Isabela unterwegs. Seine Mission: Er will Weibchen einer bedrohten Riesenschildkrötenart mit Satellitensendern ausstatten, um herauszufinden, wo ihre Brutplätze sind. Nur so kann er die Eier vor herumstreunenden, verwilderten Hausschweinen schützen. Bis zu 130 Kilo schwer werden die Schildkröten und über 100 Jahre alt. Auf jedem Vulkan der Insel hat sich eine andere Art entwickelt, optimal angepasst an die jeweiligen Lebensbedingungen. Hier kann man nachvollziehen, wie der Naturforscher Charles Darwin die Evolution der Tierarten erklärte. Darwin besuchte die Galapagosinseln 1835 und war von der Naturvielfalt fasziniert. Radiomoderator Eddy Becerra gibt mit seinem Programm "Stimme der Salsa" für die in der Mehrzahl jungen Bewohner den Takt vor. Auch er ist ein Kind von Einwanderern, die vom Mutterland Ecuador auf die Inseln kamen auf der Suche nach einem besseren Leben. Denn hier sind die Löhne höher als auf dem Festland, hier winken Jobs in der boomenden Tourismusindustrie. Doch die Zuzugsmöglichkeiten sind begrenzt. Wer seinen Job verliert, muss wieder gehen. Ein Schicksal, das die Familie der Schülerin Nayeli treffen könnte. Die Zwölfjährige ist das älteste von vier Kindern. Das Mädchen bangt darum, dass für ihre Eltern die Aufenthaltserlaubnis verlängert wird. Nur so würde es sich seinen Traum erfüllen können: Ärztin zu werden auf den Galapagosinseln - mitten im Naturpark.
12:15
Sie: eine erfahrene Füchsin mit dem modischen Gespür eines Zufallsgenerators. Er: ein italienischer Schönling, der alle amerikanischen Action-Filme mit der Muttermilch aufgesogen hat. Zusammen sind Herta Frohwitter (Ulrike Krumbiegel) und ihr Assistent Marco Petrassi (Daniel Rodic) Frankfurts neues Ermittler-Duo. Sie bekämpfen erfolgreich "Verbräschä" und darüber hinaus die Macken des jeweils anderen. Herta Frohwitter steht für die "alte Schule" der Polizeiarbeit, "old school" würde Petrassi das nennen, sie schätzt die korrekte Anwendung der deutschen Sprache und hat einen Fahrstil, den nicht nur böse Zungen als Verkehrsbehinderung bezeichnen würden. Petrassi dagegen beherrscht jegliches technische Spielzeug, fast sämtliche Trendsportarten und pflegt einen ungeheuren Schatz an Anglizismen. Sehnlichst wünscht er sich wilde Schießereien und Verfolgungsjagden, muss aber stattdessen hinter einer Chefin hertraben, die man im besten Fall für seine Mutter oder aber - Höchststrafe - für eine schrullige Handarbeitslehrerin halten könnte. Der erste gemeinsame Fall führt sie auf das 578.000 Quadratmeter große Messegelände, wo gerade die Hochzeitsmesse stattfindet. Rosi Döpfner (Petra Kleinert), eine nicht mehr ganz taufrische Hotelchefin, meldet ihren Verlobten Rüdiger Vogelsang (René Hofschneider) als vermisst. Mitten in der Anprobe zu ihrem Brautkleid hat er sich in Luft aufgelöst. Eine jähe Attacke von Ehe-Phobie? Dabei schien er doch der letzte Romantiker auf Erden zu sein. Doch Herta Frohwitter und Marco Petrassi müssen feststellen, dass der Mann schon bei einigen gutbetuchten Damen die Hochzeitsglocken läuten ließ, bevor er verschwand: Kosmetik-Erbin Ursula Semmelmann (Petra Zieser), Unternehmerin Sabine Wetzel (Anke Sevenich) und Polarforscherin Dr. Wilma Castorff (Sybille J. Schwedwill). Allerdings hat keine der Damen den raffgierigen Heiratsschwindler angezeigt, wahrscheinlich aus Angst vor der Blamage. Doch seltsamerweise tauchen die Verflossenen jetzt auf der Messe auf - haben sie etwas mit Vogelsangs Verschwinden zu tun? Frohwitter und Petrassi verfolgen eine heiße Spur, die sie unter anderem in die Eiseskälte weiblicher Gefühlswelten führt.
13:45
Vom Außenkommando in einer Gärtnerei entflieht der Strafgefangene Willi Dorsten. Er nimmt die Dienstwaffe eines Justizwachtmeisters mit, den er niedergeschlagen hat. Kurz danach sucht Dorsten seine frühere Verlobte Rita Palen. Das Mädchen hat eine alte Einbruchsbeute von DM 3.000,-- in Verwahrung. Ein ehemaliger Kumpan Dorstens, der Wirt Erwin Lasten, lockt Rita per Telefon in seine Kneipe. Dorsten, zu allem entschlossen, zwingt das Mädchen, das Geld zu holen. Doch Kommissar Koldehoff, Kriminalobermeister Bollmann und der Funkstreifenfahrer Hartmann haben gute Vorarbeit geleistet: der schießwütige Verbrecher kann überwältigt werden.
14:10
Ernst Klein hat eine alte Witwe ermordet und ist auf der Flucht. Unterschlupf findet er bei seiner alten Tante. Sie glaubt ihrem Neffen, der ihr erzählt, er sei unschuldig. In Wirklichkeit will er ihr Geld, um damit verschwinden zu können. Dazu benutzt er den Wagen ihrer Wäscherei. Doch dann hat er Pech: Bei einer zufälligen Straßensperre wird er von Walter Hartmann, seinem ehemaligen Nachbarn, erkannt. Hartmann nimmt die Verfolgung auf, doch der Mörder kann entkommen. Kommissar Koldehoff stattet indessen Frau Heimann, Kleins Tante, einen Besuch ab. Er weiß: Die Spur zum Mörder führt nur über sie.
14:35
Beim Indianerspielen entdecken die beiden Jungen Rolf und Werner im Keller des alten Gaswerks eine Art Höhle, in der sich allerhand Schmuck und andere wertvolle Gegenstände befinden. Offensichtlich handelt es sich dabei um das Versteck eines langgesuchten Diebes. Als Werner ohne Rolf nach Hause kommt, verständigt Rolfs Mutter verzweifelt die Polizei. Die leitet eine Großfahndung nach dem verschwundenen Jungen ein, die aber zunächst erfolglos bleibt, weil Werner Kommissar Koldehoff nämlich nicht die ganze Wahrheit erzählt hat.
15:00
Finaltag bei der Pferdewoche in Hohen Wieschendorf: Im Großen Preis kämpfen internationale Top-Reiter um den prestigeträchtigen Sieg an der Ostsee. Olympiasieger Christian Kukuk trifft auf starke Konkurrenz aus über 20 Nationen, darunter Steve Guerdat und Lokalmatador André Thieme. Der NDR zeigt das Springreiten um den Großen Preis live.
16:30
17:00
Die Erträge aus Bingo! kommen Projekten im Bereich des Natur- und Umweltschutzes zugute. In der Umweltlotterie sind Teilnehmer und Natur also gleichermaßen die Gewinner. Bingo!-Gewinnzahlen auf NDR Text Seite 605
18:00
Hamburg schläft nicht. Schräges und Erstaunliches spielt sich in der Hansestadt ab. Erzählt werden Geschichten von interessanten Einwohnern, Baudenkmälern und spannenden Ereignissen.
18:45
Steffi Tauber lebt ihre Leidenschaft für Musik und Elvis Presley mit vollem Herzen schon in Studientagen. Im legendären Sun Studio in Memphis, dem Ort, an dem der King of Rock ´n ´Roll entdeckt wurde, hat sie eigene Songs aufgenommen. Unter dem Künstlerinnennamen Preslisa bringt die heute 50-Jährige mit ihrer Ukulele unbekannte Elvis-Songs aus seinen Filmen zurück ins Rampenlicht. Der tiefe Einschnitt in ihrem Leben geschieht, als sie in den Beruf starten möchte: 2008 erhält sie die Diagnose Multiple Sklerose. Doch Steffi Tauber lässt sich nicht unterkriegen. In ihrem Buch "Fliegen wäre eine Option" erzählt sie offen von ihrem Leben mit der Krankheit, die in Deutschland rund 300.000 Menschen betrifft. Ihre persönliche Geschichte steht für Kraft, Zuversicht und den unerschütterlichen Willen, den Lebensmut und die Liebe für Musik niemals zu verlieren.
19:30
Wir sind stets nah dran an den niedersächsischen Themen und Menschen. Uns interessiert, was Sie aufregt und bewegt. Mehr Nachrichten aus Niedersachsen ab NDR Text Seite 120 und im Internet: www.ndr.de/niedersachsen
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Ein denkwürdiger Sonntag: Seit 18.00 Uhr wird ausgezählt, ob Hamburg "Ja" oder "Nein" zur Olympiabewerbung sagt. Die Hamburgerinnen und Hamburger haben heute in einem Referendum darüber abgestimmt. "NDR Info extra" berichtet live von der Auszählung und zeigt Reaktionen.
20:25
Die Martinens aus Süddorf auf Amrum sind Landwirte aus Leidenschaft. Altbauer Irk Martinen und sein Sohn Oke empfinden ihre prallgefüllten Arbeitstage als Abenteuer. Wegen der Insellage gibt es auf Amrum mitten in der Nordsee ganz besondere Herausforderungen für Landwirte. Jedes Jahr im Frühling fallen 40.000 Ringelgänse auf die Insel ein und fressen die Weiden am Meer kahl. Für die 100 Mastrinder, ein wichtiges Standbein neben dem Ackerbau, bleibt nicht viel übrig. Anders als auf dem Festland können die Gänse nicht auf andere Flächen ausweichen. Hinzu kommen die Fährkosten. Alles für den Betrieb muss übers Wasser gebracht oder geholt werden. Doch Gastwirt statt Landwirt, viele ehemalige Bauern auf Amrum leben vom Tourismus, das können sich Oke und Irk nicht vorstellen. Mehr als 190 Hektar, die Hälfte des Ackerlandes auf der Insel, wird von den beiden Martinen-Männern bestellt. Im Frühjahr säen sie direkt an der Wasserkante. Im Sommer müssen sie mit ihren riesigen Erntemaschinen mitten durch die Touristenströme zu ihren Feldern. Ein Frachtschiffer von Hooge bringt dann ab Mitte Juni ihre Ernte ans Festland. Und zwischendurch müssen sie immer wieder auch an die Zukunft des Hofes denken. So haben sie vor ein paar Jahren einen alten Stall zu ihrem Hofladen umgebaut. Dort bietet Birgit Martinen jetzt jeden Tag frische Produkte vom Martinen-Hof an. Im Hofladen soll künftig eigentlich auch Schweinefleisch verkauft werden. Doch die Behörden machen bei der Genehmigung Probleme. Sie sorgen sich um die Gäste, befürchten eine Geruchsbelästigung durch die 40 Schweine, die geplant sind. Der "gläserne Hof" ist das neueste Projekt der Martinens. Mithilfe dieser Idee wollen sie den Menschen zeigen, wie modern und nachhaltig sie als letzte Ackerbauern auf Amrum arbeiten. Mit ihrem neuen Hühnermobil können sie wie mit einem Wohnwagen umher fahren und so ihren 200 Legehennen ständig neue Weiden anbieten. Überdies soll ein Teil ihres Landes zu Blühwiesen werden und stückweise an Touristen verpachtet werden. 100 Quadratmeter Blühwiese für zwei Jahre kosten 50 Euro. Jungbauer Oke engagiert sich nebenbei auch noch in der Amrumer Landjugend und legt auf Gemeindeäckern Blühwiesen für Insekten an. Mit immer neuen Ideen halten sich die Martinens nun schon in der vierten Generation über Wasser und genießen mitten in einem Urlaubparadies ihre Freiheit und den Meerblick. Das 100-jährige Bestehen des Hofes wurde 2019 mit über 2.000 Gästen kräftig gefeiert. Inselbauer, jeder Tag ein Abenteuer: Das ist das Leben der Martinens von Amrum.
21:55
Auch in dieser Sendung treten fünf quizbegeisterte Norddeutsche im Wettstreit um die "Leuchte des Nordens" gegeneinander an. Wer wird die meisten Fragen von Laura Karasek richtig beantworten, bei der Risikofrage die erspielten Punkte strategisch gut setzen und im Finale die Nerven behalten? Wer kennt sich mit norddeutscher Geschichte, Musik und Literatur am besten aus? Ist es die Rektorin Birgit Klokkers aus Nordhorn, die Medizinstudierende Susanne Schmidt aus Greifswald, die Logopädin Aylin Schlottau aus Bremen, der Key Account Manager Maurice Boysen aus Hamburg oder der ehemalige Sales Manager Jens Wilke aus Wedel? So viel: Es wird wieder spannend in der "NDR Quizshow".
22:40
Der Kampf ums Wasser: Verschleudern wir das wertvolle Gut? Grundwasser ist ein wertvolles Gut. In Zeiten von zunehmenden Trockenphasen, den Folgen des Klimawandels und der Versiegelung von Flächen wird es umso wertvoller. In einigen Orten wie in Brandenburg oder Nordrhein-Westfalen sind Konflikte rund um die Nutzung des Grundwassers zwischen Bürgern, Politik und Unternehmen entfacht. "Reschke Fernsehen" beleuchtet in dieser Folge: Wem gehört das Wasser, kontrollieren wir die Nutzung genug? Und wie kann man die Versorgung für die Zukunft sichern?
23:10
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland - ein ganz besonderes Turnier, erzählt durch die Augen von Lena Cassel, Kevin Kühnert und Marcell Jansen. Für die "Generation Sommermärchen" war das Jahr 2006 nicht nur ein Sommer des großen Fußballs, sondern auch eine Zeit des eigenen Erwachsenwerden. 20 Jahre später stellen sich die Fragen: Was bleibt von diesem einzigartigen Gefühl? Welche Geheimnisse können heute gelüftet werden? Welche Erinnerungen sind unantastbar - und welche haben sich mit der Zeit verändert? Für viele Menschen in Deutschland bedeutet die WM 2006 einen Ausnahmezustand: ein Meer aus Fahnen, ausgelassene Straßenfeste und eine neue, ungewohnte Leichtigkeit im Land. Für die "Generation Sommermärchen" war die Weltmeisterschaft mehr als ein sportliches Großereignis - die WM wurde zu einem prägenden Moment ihrer eigenen Biografie. Während Deutschland sich neu entdeckte, wurden sie ein Stück erwachsener. Der Film von Tom Gerntke und Jonas Freudenhammer wirft einen sehr persönlichen Blick auf diese Zeit. Er begleitet drei prominente Stimmen einer Generation zurück in den Sommer 2006 - dorthin, wo vieles begann und alles möglich schien. Marcell Jansen ist damals jüngster Spieler im DFB-Team und muss von der Berliner Polizei vor einer Blamage bewahrt werden. Kevin Kühnert reist zurück an den Ort, wo er Fußball erstmals allein, ganz ohne Eltern, erlebt. Und für Lena Cassel wird dieser Sommer zum Symbol des Aufbruchs - vom Fußball auf Aschenplätzen hin zu ganz neuen Möglichkeiten.
23:40
"Auf der Straße kann man aus nichts eine Karriere zaubern", sagt Dorian Goetsch alias Gray Contrast. Der Berliner Musiker verwandelt mit Synthesizer und Loop Station Fußgängerzonen in Tanzflächen. Im Mauerpark oder am Alexanderplatz wird sein psychedelischer Techno-Sound gefeiert. Doch an der Warschauer Straße in Berlin kommt die Polizei: Lärmbeschwerde, keine Genehmigung - droht das Aus? In Belgrad sprüht Aleksandra Petkovic kunstvolle Frauenporträts auf Hauswände. Sie nennt sich TKV. Ihre Stencils stehen für weibliche Stärke und Protest - mitten in einer Umgebung, die sie als aggressiv beschreibt. "Sanftmut ist hier radikal", sagt sie. Nachts wird die Straße zu ihrem Atelier. Paris, Montmartre, die Stufen vor Sacré-Cœur: Arnaud Deprez alias B-Boy Fenix bringt hier regelmäßig das Publikum mit Breakdance zum Ausrasten und verdient damit Geld. Seine Tanz-Shows ziehen Touristen wie Einheimische an. Breaking auf der Straße sei selten geworden, sagt er, denn der Boden ist hart, die Bedingungen schwierig. Arnaud tanzt, seit er 14 Jahre alt ist. In Barcelona startete das Balkan Paradise Orchestra auf der Straße - jetzt spielt die zehnköpfige Brassband auf internationalen Festivalbühnen. Wie haben sie das geschafft? Ob mit Beats, Spraydose oder Brass-Sound: Diese Künstlerinnen und Künstler zeigen, wie viel Mut, Freiheit und Talent es braucht und wie der öffentliche Raum zur Quelle von Kunst, Widerstand und Selbstermächtigung wird. Doch die Straße ist umkämpft. Städte regulieren, Anwohner klagen, Händler blockieren. "Twist", fragt: Ist die Straße die härteste Bühne der Welt?