19:30
Unter anderem mit diesen Themen: * Bundeskanzler Merz besucht die Bundeswehr in Munster - Dem Bundeskanzler soll heute neue Militärtechnik präsentiert werden. Dabei soll es wohl auch um Kamikaze-Drohnen gehen. * Krise geht weiter: Gewinn bei VW bricht um 28 Prozent ein * Walpurgisnacht: Hexen und Teufel feiern im Harz
20:00
* Bundesregierung: Einigung bei Gebäudemodernisierungsgesetz * Krieg gegen Ukraine: Die Lage in der Region * Legende: 100 Jahre Route 66
20:15
Skeptisch blicken Alex und Lorenz auf die Offroad-Piste vor ihnen in der türkischen Halbwüste. "Der Boden ist trocken, sandig und extrem locker", sagt Alex. Der Camper hat kein Allrad, Handyempfang gibt es hier auch nicht, sollte etwas schiefgehen. Mittendrin in der Wüste sind die beiden Abenteurer auf der Suche nach einem Wildcamping-Spot auf einer sandigen Piste gelandet. Es ist ein Moment, der ihre Reise perfekt beschreibt: es wagen oder umdrehen? In ihrem Roadtrip Richtung Osten brechen Lorenz Jeric und Alex Baur mit einem 15 Jahre alten Camper zu einer 6.000 Kilometer langen Reise auf - von Norddeutschland durch Osteuropa und die Türkei bis an die Grenze zum Iran. Der Trip ist voller Überraschungen: Am rumänischen Transfagarasan-Pass sitzen Braunbären seelenruhig am Straßenrand, nur wenige Meter von ihrem Camper entfernt, und warten auf Touristen. Die füttern die Bären manchmal direkt aus dem Auto heraus. Wenig später treffen Alex und Lorenz den Briten Ian, der hier für Urlauber einen Trip mit teuren Sportwagen organisiert. Auf einer spektakulären Strecke durch ein kurvenreiches Tal dürfen die mal ordentlich Gas geben. Auch Lorenz und Alex tauschen für einen kurzen Moment den Camper gegen einen Lamborghini und jagen durch die Serpentinen. In Istanbul erleben die beiden eine ganz andere Welt. In den Gassen der turbulenten Metropole lernen sie Mert kennen, einen DJ der queeren Szene. Während Lorenz und Alex ihre Reise offen als Paar erleben, erzählt Mert von Razzien und der schwierigen Situation der Community in der Türkei. Beim Feiern im verborgenen Nachtleben wird den beiden noch einmal klar, wie kostbar ihre Freiheit ist. Einige Tage später landen Alex und Lorenz in Kappadokien morgens in einem heillosen Durcheinander: Hunderte Besucher jagen zwischen aufsteigenden Heißluftballons nach dem perfekten Instagram-Foto. Nur wenige Kilometer entfernt scheint die Zeit dagegen stillzustehen. Bei Hasret und ihrem Mann Evren helfen Lorenz und Alex auf einem kleinen Familienhof bei der Traubenernte. Zwischen Reben und frisch gebrühtem Chai-Tee erleben sie die ursprüngliche Seite der Region. Die letzte Etappe führt sie zum Mount Zor nahe der iranischen Grenze. Gemeinsam mit kurdischen Bergführern steigen sie auf über 3.200 Meter Höhe. Dort erzählt ihr Guide Saffet, dass diese Berge für sein Volk lange Zufluchtsort vor Konflikten und Verfolgung waren. Mit einem letzten Blick von den steilen Bergen Ostanatoliens endet der Roadtrip von Alex und Lorenz nach 6.000 Kilometern. "Young Adventurers: Roadtrip Richtung Osten" erzählt von Begegnungen, Gegensätzen und dem Mut, sich auf das Ungewisse einzulassen. Von riskanten Offroad-Pisten, unerwarteten Freundschaften, rasanten Momenten und stillen Begegnungen am Rand Europas. Ein Roadtrip, der zeigt, dass das größte Abenteuer oft dort beginnt, wo Asphalt, Komfortzone und Campingplätze enden.
21:00
Die Albanischen Alpen liegen mitten in Europa und blieben doch für lange Zeit schwer zugänglich und fremd. Langsam öffnet sich der Norden des Landes für Besucher und die Einheimischen begegnen ihnen ausgesprochen freundlich. Das eigene Haus gehört zuallererst Gott und danach dem Gast. So atemberaubend schön die Natur hier ist, so hart ist auch der Alltag seiner Bewohner. Einen halben Tagesmarsch dauert der Aufstieg mit Packpferden in das Sommerlager der Schäferin Laqe und ihrer Familie auf einer Hochebene in den Bergen nördlich des kleinen Dorfes Lepushe. Jedes Jahr wandert die Familie mit ihrer Schafherde hier hinauf und bleibt, bis der erste Schnee fällt. Das Weideland weit oben in den Bergen empfindet Laqe wie das Paradies: "Mein halbes Leben hab` ich hier verbracht. Und ich bete zu Gott, dass ich hier sterben darf!", so die Schäferin. Laqe sagt, sie sei wohl Mitte 60, so genau wisse sie das nicht. So liegt inzwischen alle schwere Arbeit auf den Schultern ihrer Schwiegertochter Marjana, die sich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang um die Tiere und die Familie kümmert. Denn wer in diesen Bergen leben will, muss darum kämpfen. Nur wenige Kilometer entfernt fließt der Fluss Shala durch die Alpen. Hoch über dem klaren kalten Strom lebt Gjelosh Preka mit seiner Frau Mirja. Der 55-Jährige betreibt den letzten Laden in den Bergen. Wer etwas kaufen will, ruft so lang und laut nach Gjelosh, bis der den Hang hinabklettert und seinen Laden aufschließt. "Ich verkaufe alles, was die Menschen hier oben brauchen: Treibstoff, Haarfärbemittel für die Frauen, Mehl, Zucker, Öl. Aber eigentlich lohnt es sich nicht mehr." Heute leben nur noch etwa 30 Menschen in der abgelegenen Siedlung. Früher, während des Kommunismus, arbeiteten mehrere Hundert Menschen hier oben in der Landwirtschaft. Vorm Laden stand man Schlange. Dann verschwand das Regime und mit ihm fast alles andere. Die meisten jungen Leute haben die Gegend verlassen, auch Gjeloshs drei Kinder leben im Ausland. Für die letzten Bewohner betreibt Gjelosh nicht nur den einzigen Laden in den Bergen. Hauptberuflich arbeitet er im alten Wasserkraftwerk im Tal, repariert ehrenamtlich die maroden Stromleitungen in halsbrecherischer Höhe und schleppt mit seinem Allradwagen liegen gebliebene Autos ab, die in den Bergen eigentlich nichts zu suchen haben. Denn hier oben gibt es keine Straße, nur felsige Pfade. Manchmal nimmt Gjelosh seinen alten Freund Ded Nika mit auf seine abenteuerlichen Fahrten nah am Abgrund. Eigentlich macht Ded jede Fahrt hier oben Angst, doch zu Fuß würde es ewig dauern. Ded will weiter hoch in die Berge, dorthin, wo die Shala rauschend talwärts stürzt. Fische will er dort fangen: "Die Bachforelle der Shala ist der beste Fisch in ganz Albanien und etwas ganz Besonderes", meint Ded. Dann zieht er sich aus, nimmt sein Netz und klettert in Unterhose die Felsen hinauf. Ded hofft auf einen guten Fang. Denn er hat Gjelosh und alle seine Freunde zu einem Fest eingeladen mit selbst gebranntem Schnaps, einem Hammel am Spieß und über offenem Feuer gebratenen Bachforellen. Die Dokumentation nimmt die Zuschauer*innen mit in den unbekannten Norden Albaniens. Dieser Teil der Alpen ist selbst den meisten Albanern im Flachland so fremd, dass manche sie "Bjeshkët e Nemuna" nennen, die "Verwunschenen Berge". In der rauen Schönheit dieser Berge war das Kamerateam mehrere Wochen lang unterwegs und hat Menschen beobachtet, deren Leben noch immer von jahrhundertealten Traditionen geprägt ist.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Im Peenemünder Hafen findet ein illegales Autorennen statt. Eine Reporterin beobachtet die Szene. Als sich zwei Streifenwagen nähern, ergreifen die Teilnehmer die Flucht. Dabei wird ein junger Mann überfahren und erliegt noch am Unfallort seinen Verletzungen. Der Unfallfahrer hat ihn einfach liegen lassen. Karin Lossow hat sich mit der jungen Polin Halina Czechowska angefreundet. Als Halina operiert werden muss, passt Karin auf deren achtjährigen Sohn Tomasz auf. Während sie sich mit dem Jungen im Auto auf den Heimweg macht, kommt ihnen in der Nähe des Hafens ein Falschfahrer entgegen. Karin versucht auszuweichen - vergeblich: Ihr Pick-up überschlägt sich. Als die ehemalige Staatsanwältin wieder zu sich kommt, ist Tomasz verschwunden. Kommissarin Julia Thiel steht unter Druck. Der Prozess gegen Simone Simmank wegen Brandstiftung steht an. Julia weiß, dass die junge Frau unschuldig ist, und glaubt zu wissen, wer der wahre Täter ist: Jäckie, die erste Liebe ihrer Tochter Sophie. Die 18-Jährige zieht sich immer mehr zurück und kapselt sich ab. Julia ahnt, dass Sophie in den Fall verwickelt ist.
23:30
Harry Möller und Nils Sanchez werden zu einem Unfall gerufen: Der Student Florian Rösner wurde - auch laut Zeugenaussagen - offenbar absichtlich angefahren. Das Kennzeichen des Lieferwagens führt zu einer Reinigung, die von einer afghanisch-stämmigen Familie betrieben wird. Khaled Faqiri und sein Sohn Ramin reagieren gereizt auf den Besuch der Beamten und auch Tochter Samira zeigt sich nur bedingt zugänglich. Für Harry und Nils wird schnell deutlich: Hier besteht ein gravierender Familienkonflikt. Derweil dekoriert Helmut Husmann enthusiastisch die Schreibtische seiner Kollegen und sogar den von Frau Küppers, deren Begeisterung für mehr "Hygge" gen Null tendiert. Auch das Arbeitsklima von Domina Athene Lührsen hat sich akut verschlechtert, seit ein Stammkunde auf ihrer Folterbank einem Herzinfarkt erlag. Nina Sieveking und Lukas Petersen müssen nun zwischen ihr und der Witwe vermitteln, wer den Wellensittich des Verstorbenen behalten darf.