04:15
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
04:45
Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft - das journalistische Magazin für Bremen, Bremerhaven und Unterweser-Raum.
05:15
Sibylle Anderl ist eine Weltenerklärerin. Die studierte Astrophysikerin und Philosophin besitzt das außerordentliche Talent, komplexe Materie und komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass auch Normalos den Durchblick bekommen. Als Leiterin des Ressorts Wissenschaft bei der Wochenzeitung "DIE ZEIT" begeistert sie die Leserinnen und Leser für fremde Planeten, naturwissenschaftliche Zusammenhänge und natürlich auch die ganz großen Fragen des Lebens. In ihrem Buch "Bequeme neue Welt" setzt sie sich mit den Folgen von künstlicher Intelligenz für die Menschheit auseinander. Ihre These: Wer Denken, Entscheiden und Urteilen an Algorithmen auslagert, verliert nicht nur seinen Verstand - sondern langfristig auch seine Freiheit. Auf dem Roten Sofa gibt Sibylle Anderl ein Plädoyer für mehr geistige Anstrengung und Verantwortung ab.
06:00
Im Hamburger Hafen werden mehr Güter über die Schiene transportiert als in den Häfen von Rotterdam und Antwerpen zusammen. Etwa die Hälfte der Container wird in Hamburg über die Hafenbahn abgewickelt. Das knapp 300 Kilometer große Schienennetz wird von mehr als 160 Eisenbahnverkehrsunternehmen genutzt, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Damit es auf dem stark frequentierten Schienennetz nicht kracht, arbeitet ein Netzwerk von verschiedenen Unternehmen, Planern und Gewerken in Tag- und Nachtschichten eng zusammen. "Die Nordreportage" zeigt das komplizierte Geflecht aus Disponenten, Fahrdienstleiter, Wagenmeister, Bauüberwacher, Rangierlokführer und Rangierbegleiter bei ihren täglichen Aufgaben und Herausforderungen und gibt Einblicke, wie ihre Zusammenarbeit funktioniert. Dabei haben die Rangierlokführer und Rangierbegleiter einen anspruchsvollen Job. In Zweierteams bewegen sie täglich tonnenschwere Güterzüge durch den Hafen, im Durchschnitt 5500 Waggons auf mehr als 1000 Rangierfahrten, teilweise mit gefährlichen oder auch besonders empfindlichen Gütern. Der Lokführer und sein "RB" sind aufeinander angewiesen, einer muss sich auf den anderen verlassen. Der Rangierlokführer selber kann nichts sehen mit einem bis zu 700 Meter langen Zug vor der Nase. Der Rangierbegleiter steht während der Fahrt meist draußen an der Spitze des Güterzuges. Er ist "Auge und Ohr" des Lokführers und muss während des Rangierens Signale, Bahnübergänge und Weichen im Blick behalten. Alle zehn Sekunden muss sich sein Rangierbegleiter über Funk melden, damit er weiß, dass bei seinem Kollegen draußen alles okay und er auch nicht vom Zug gefallen ist. Die Fahrdienstleiter der HPA (Hamburg Port Authority) stellen im Stellwerk per Mouseklick die Weichen und Signale so, dass es nicht zu Unfällen kommt. Dabei wird minutengenau disponiert. Ein Riesenpuzzle aus Zugbildungs- und Dienstplänen für die einzelnen Lokteams. Eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe kommt dabei den Wagenmeistern zu. Sie laufen jeden einzelnen der bis zu 700-Meter-Güterzüge gleich zweimal ab und überprüfen Wagen und Ladung auf Sicherheit und Verkehrstauglichkeit. Vorher verlässt kein Zug den Hafen. Die Bauüberwacher sind im Dauereinsatz und überprüfen alle 768 Hafenbahnweichen regelmäßig auf Mängel. Im Aufenthaltsraum treffen sich alle unregelmäßig und machen das, was jeder Eisenbahner beherrschen sollte: warten.
06:30
Wie ist es, mit 21 Jahren einen 400 Tonnen schweren Zug zu fahren? Mit Verantwortung für Hunderte Menschen? "Die Nordreportage" begleitet drei Bahn-Azubis auf dem Weg zum Lokführer, eine Ausbildung zwischen Routine und Bauchkribbeln. Auch in Mecklenburg-Vorpommern kämpft die Deutsche Bahn mit Fachkräftemangel und Imageproblemen. Warum wollen junge Menschen dennoch Bahner werden? Das Filmteam schaut einer jungen Frau und zwei jungen Männern bei ihrer Lokführerwerdung über die Schulter. Sie brauchen viel Fingerspitzengefühl und Verständnis für ein erstaunlich komplexes System. Sie nehmen die Zuschauer*innen mit auf eine Nachtschicht, in die Waschanlage und einen Fahrsimulator.
07:00
Früher-Heute-Geschichten: Schulstuhl 2001 hat Armin schon gezeigt, wie Kufenstühle aus Holz für Schulklassen in Deutschland hergestellt werden. Im Klassenzimmer standen sie in Reihen hintereinander, heute stehen die Schulstühle meist an Gruppentischen und werden aus Kunststoff und Metall gefertigt. Am selben Standort wie damals werden die Arbeitsschritte in der Fabrik und die nötige Handarbeit auch diesmal genau beobachtet. Und Armin und sein Team testen zum Schluss wieder die Tragkraft mit ganzem körperlichen Einsatz. Zwei-Minuten-Märchen: Der Junge aus Holz Ein Junge aus Holz hat seinen ersten Schultag und trifft auf seinem Schulweg andere Kinder. Als sie ihm erzählen, er sei der erste Junge aus Holz an der Schule, verliert er den Mut und will umkehren. Doch dann trifft er ein Mädchen aus Käse. Wie baut die Spinne ihr Netz? Maus-Tierfilmer Jens Hamann beobachtet und filmt eine Spinne aus nächster Nähe: Wie schafft es das kleine Tier, ein großes Netz zu weben? Fleißig und mit mehreren verschiedenen Fäden macht sich die Spinne an die Arbeit. Die Speichenfäden halten das Netz stabil. Doch erst die klebrigen Fäden werden für Insekten gefährlich. Shaun das Schaf: Die Nichte des Farmers Der Farmer ist entzückt über den Besuch seiner Lieblingsnichte und legt sich mächtig ins Zeug. Sobald er dem Mädchen den Rücken zudreht, zeigt sie jedoch ihr wahres Gesicht. Sie ist eine richtig freche Göre. Das bekommen auch die Schafe zu spüren
07:30
Alle Beiträge sind mit Gebärdenbegleitung und Untertitel versehen. Sendeformat und Themenwahl orientieren sich außerdem an den Bedürfnissen hörgeschädigter Zuschauer.
08:00
"Die Ratgeber" zeigen, wie man mit dem Wohnmobil sicher und sorgenfrei unterwegs sein kann und geben Tipps für einen entspannten Start mit dem Auto in die Herbstferien. Weitere Themen: Trentino-Serie (letzter Teil): Besuch bei einem einmaligem Musikfestival in den Dolomiten. Service: Wie kann man Schimmel in der Wohnung vorbeugen? Besuch in Europas ältestem Autokino in Gravenbruch.
08:30
Die vierte Etappe des Camping-Roadtrips von Bettina Tietjen und ihren prominenten Mitcampern führt dieses Mal von Norderney in die niederländische Provinz Zeeland. Mit dabei: Schauspieler Sven Martinek, Ex-Boxerin Regina Halmich, Moderator Jochen Schropp, Olympiasieger Matthias Steiner und ab dieser Folge Podcasterin und Moderatorin Evelyn Weigert für TV-Köchin Zora Klipp. Während der morgendlichen Platzerkundung von Jochen Schropp und Bettina Tietjen stellen sich Sven Martinek und Matthias Steiner, angeleitet durch Boxikone Regina Halmich, einem strammen Workout. Dabei kommen die Männer ganz schön an ihr Limit ... An diesem Tag geht es nach Amsterdam und auf dem Weg dorthin ist ein Stopp an einem typisch niederländischen Imbiss Pflicht. Hier gibt es natürlich Frittiertes wie Kibbeling und Frikandeln. Guten Appetit oder Smakelijk! Nach der kurzen Stärkung geht es weiter in Richtung City-Camping. Der Platz ist nur eine Metrostation von der Amsterdamer Innenstadt entfernt. Für die sechs gibt es dort einiges zu entdecken. Der Ausflug endet an diesem Abend in einer Karaokebar, wo sich alle so richtig ins Zeug legen.
09:00
30 Minuten regionale Information und Unterhaltung aus dem Land - für das Land.
09:30
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
10:00
Ob Politik oder Wirtschaft, Umwelt oder Kultur - jeden Abend von 19.30 bis 20.00 Uhr erfahren Sie, was sich am Tage in der Region zwischen Nord- und Ostsee ereignet hat.
10:30
Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft - das journalistische Magazin für Bremen, Bremerhaven und Unterweser-Raum.
11:00
Wir sind stets nah dran an den niedersächsischen Themen und Menschen. Uns interessiert, was Sie aufregt und bewegt.
11:30
Die Rinder sind los Auf Hof Sonnenschein im niedersächsischen Aurich hält Familie Poppen neben 400 Schweinen auch einige Rinder. Die sind aus ihrem Gehege ausgebrochen, denn auf dem Zaun war kein Strom mehr drauf. Bei den Tieren handelt es sich um Dexter, die kleinste Rinderrasse Europas. Hermann und Nadja Poppen halten die Miniaturrinder zur Grünlandpflege und demnächst möchten sie auch das Fleisch in ihrem Hofladen vermarkten. Jetzt müssen sie die unternehmungslustigen Tiere wieder einfangen und das Gehege wieder ausbruchsicher machen. In Schleswig-Holstein ist Jörg Schulz Strohwitwer auf Hof Hahnenkamp. Seine Frau Urte muss aufgrund der niedrigen Milchpreise einen Nebenjob anfangen. Sie beabsichtigt, für das KI-gestütze Herdengesundheitssystem als Außendienstleisterin zu arbeiten. Deshalb ist sie gerade zu einer entsprechenden Fortbildung in Österreich. Jörg Pressetext hinzugefügt vermisst seine Frau, denn sie sind nur selten getrennt. Aber die Arbeit lenkt ihn ab. Er bereitet eine Weide vor, auf die seine Tiere umziehen sollen, weil sie auf der jetzigen alles abgefressen haben. Auf dem Sophienhof in Mecklenburg-Vorpommern möchte Karsten Dudziak das Hühnermobil umstellen. Alle drei Monate kommen die Tiere auf eine neue Auslauffläche. Allerdings ist Karsten allein und schon das millimetergenaue Ankoppeln des Hühnermobils an den Traktor gestaltet sich ohne Einweiser schwierig und zeitraubend. Die verlorene Zeit versucht Karsten anschließend beim Umsetzen des Stalls wieder reinzuholen. Aber auf der etwas zu rasanten Fahrt zur neuen Fläche passiert ihm ein Missgeschick. In Hamburg-Moorburg sind die Süßkirschen inzwischen abgeerntet. Die Saison ist vorbei. Auf dem Hof von Familie Ecks rollen sie die Schutzfolien für die Kirschen wieder ein. Es darf nicht regnen. Isa macht dazu ein Video. Ihr Instagram-Auftritt ist ein fester Bestandteil ihrer Arbeit geworden. Plötzlich entdeckt ihr Mitarbeitender Murat Demirel in der teuren Kunststofffolie ein Loch und muss es flicken. Denn wenn im nächsten Jahr Regenwasser durchkäme, könnten die reifen Kirschen schnell platzen.
12:00
Es gilt als das Bier mit dem herben Aroma - Flensburger. Gebraut in der nördlichsten Brauerei Deutschlands, abgefüllt in traditionellen Bügelflaschen, die beim Öffnen "ploppen", bundesweit bekannt durch die "Bölkstoff" trinkende Comicfigur "Werner". 125 Jahre alt ist das Unternehmen in diesem Jahr geworden, eine der wenigen größeren Brauereien in Deutschland, die sich noch im Familienbesitz befinden. Entgegen dem Trend - bundesweit geht der Bierkonsum seit Jahren zurück - wächst der Umsatz. Wie kam es zu diesem kleinen Wunder im Norden? Der Film "Flensburger - Das Bier mit dem "Plopp" rekonstruiert die erstaunliche Geschichte des Unternehmens. "Manchmal war es schlicht ein Zufall", sagt der Sprecher der Inhaberfamilien, Andreas Dethleffsen. So hatte sein Großvater Emil Petersen, der Namensgeber der Brauerei, in den 1970er-Jahren die Zeichen der Zeit verschlafen. Statt wie die Konkurrenz auf den kostengünstiger zu produzierenden Kronkorken zu setzen, hielt er an der Produktion des Bügelverschlusses fest. Und der wurde unerwartet zum Kult: Die prollige Comicfigur "Werner", gezeichnet von Rötger Feldmann, machte den "Bölkstoff" deutschlandweit bekannt - unter Studenten und Motorradschraubern. Zum größten Saufgelage in Schleswig-Holstein anlässlich eines Rennens zwischen Feldmanns Motorrad "Red-Porsche-Killer" und dem Porsche seines Freundes "Holgi" kamen 1988 mehr als 200.000 Menschen. Es wurde überhaupt gern getrunken in der Geschichte der Brauerei: "Nach jeder Bierfuhre bekam der Fahrer vom Gastwirt ein Bier und einen Schnaps - die kippte er weg", erinnert sich der ehemalige Bierfahrer Dieter Pawel. Über den Tag kamen so schnell 15 Gläser Bier und Schnaps zusammen. Der Seniorchef der Brauerei, Hans Dethleffsen, erzählt, wie er mit seinem Schwiegervater an manchen Abenden 18 Flaschen Bier konsumierte - zum Missfallen seiner Frau. Inzwischen herrscht in der Brauerei striktes Alkoholverbot. Die Mitarbeiter trinken nur noch Mineralwasser. Immerhin aus der Bügelverschlussflasche - und auch die macht "plopp".
12:45
Luftalarm am Strand: Wie Russinnen und Russen im Urlaub den Krieg verdrängen Autorin: Silke Diettrich Sirenen heulen am Badestrand, Urlauber sonnen sich ungerührt weiter. An Russlands Schwarzmeerküste trifft der Ukraine-Krieg mitten in der Hochsaison auf den Ferienalltag. In Noworossijsk zerstören Drohnen ein Wohnhaus und treffen das Hafengelände, die zentrale Drehscheibe für rund 80 Prozent der russischen Getreideexporte. In Tuapse brennen nach Angriffen Ölterminals, Experten warnen vor schweren Umweltschäden an den Stränden. Das Filmteam um Silke Diettrich reist entlang der Küste von Noworossijsk über das traditionsreiche Jugendlager Orljonok bis in die mondäne Olympia-Stadt Sotschi. Die Recherche vor Ort zeigt: Während Strände wegen der Luftalarme geräumt werden, Treibstoff an den Zapfsäulen fehlt und Flughäfen immer wieder schließen, versuchen viele Reisende die Gefahr zu verdrängen. Für die meisten Bürger*innen fehlen bezahlbare Reiseziele im Ausland. Wie tief greift der Krieg inzwischen in das russische Alltagsleben ein? Kroatien: Dubrovniks Maßnahmen gegen Overtourism Autor: Andreas Bachmann Kreuzfahrtschiffe vor der Altstadt, Menschenmassen in den engen Gassen: Dubrovnik gilt als das Symbol für Overtourism. Inzwischen will die Stadt zeigen, dass Tourismus auch anders geht: Besucherströme werden digital gelenkt, die Anlandung von Kreuzfahrtschiffen begrenzt, die Altstadt besser geschützt, Grünflächen statt Bauland ausgewiesen. 2026 wurde Dubrovnik deshalb als "Green Pioneer of Smart Tourism" ausgezeichnet. Doch für seinen Kurs bekommt Bürgermeister Mato Frankovic Gegenwind - Investoren sind sauer, machen Druck, der Bürgermeister steht unter Polizeischutz. Kann Dubrovnik trotzdem zum Vorbild für Europas überlaufene Urlaubsorte und wieder lebenswerter für seine Bewohnerinnen und Bewohner werden? Andreas Bachmann hat sich unter die Touristen gemischt. Bundeswehr in Australien: Großübung am anderen Ende der Welt Autor: Marcel Müller 13.000 Kilometer von Deutschland entfernt trainiert die Luftwaffe über Australien. Bei der Großübung Pitch Black (auf Deutsch: stockfinster) proben 21 Staaten mit über 100 Flugzeugen komplexe Einsatzszenarien wie Luftbetankungen und Nachtflüge. Die Bundeswehr beteiligt sich mit sechs Eurofightern, zwei Tankflugzeugen und mehr als 200 Soldatinnen und Soldaten. Ein Kamerateam konnte die Crew eines deutschen Tankflugzeugs bei ihrem Einsatz begleiten: Über dem australischen Outback steuert die deutsche Luftwaffe den Ausleger an Kampfjets befreundeter Nationen heran bei fast 600 km/h und weniger als 20 Metern Abstand. Das Andocken an Maschinen aus Südkorea, Australien oder Singapur ist dabei echte Millimeterarbeit. Auf der Airbase in Darwin bereiten Techniker deutsche Eurofighter auf ihre Trainingsflüge vor. Alles muss blitzschnell gehen, die deutschen Kampfpiloten sind dabei unter Hochspannung. Hinter dem Großmanöver steht ein sicherheitspolitisches Signal: Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen im Indopazifik wollen Deutschland und seine Partner Geschlossenheit demonstrieren und freie Handelswege sichern. In der Region Darwin stoßen die ständigen Tiefflüge und der Lärm jedoch auch auf Kritik aus der Bevölkerung. Wie funktioniert das Zusammenspiel internationaler Streitkräfte in der Praxis? Korrespondent Marcel Müller konnte mit einem Filmteam die Bundeswehr am Boden und im Cockpit begleiten.
13:15
Amrum: Die kleine unter den großen Nordfriesischen Inseln hat ihren ganz eigenen Takt. Beschaulicher als auf Sylt oder Föhr. Zwischen Kniepsand, Dünen und Dorfstraßen erzählen Menschen vom Leben auf Amrum - eigensinnig, einfallsreich und mit trockenem Humor. Am 15 Kilometer langen Kniepsand, einem der größten Sandstrände Europas, bereitet sich der Strandkorbvermieter Nils Randow auf die Hauptsaison vor. Eigentlich will er endlich das Fundament für den neuen Werbeaufsteller buddeln. Doch irgendwas kommt immer dazwischen: Kaffee-Bestellungen, Sonderwünsche von Stammgästen, die Anmietung des elektrischen Strandrollstuhls. Und dann muss Nils noch Korb 584 mit dem Trecker zur Dünenschule liefern. Die Schule gehört zur Rehafachklinik Satteldüne. 1928 wurde das ehemalige Kurhaus zur Kinderheilstätte, zunächst spezialisiert auf Knochenerkrankungen, später kamen vor allem junge Menschen mit Lungenbeschwerden. Heutzutage erholen sich hier Kinder mit unterschiedlichen chronischen Krankheiten und drücken nebenbei die Schulbank, damit sie nicht den Anschluss verlieren. Ute Feddersen-Hansen unterrichtet seit ein paar Wochen eine Klasse, in der vor allem Kinder mit psychosomatischen Beschwerden sind: "Praktisch alle gehen glücklicher nach Hause, als sie gekommen sind", schwärmt die Lehrerin. Nach Feierabend zieht es Ute zur Probe der Trachtengruppe, eine Institution auf der Insel. Einst waren die Trachten Statussymbol reicher Seefahrerfamilien. Bis heute tragen sogar Amrumer Teenager sie voller Stolz. So wie die 13-jährige Nina. Einmal in der Woche übt sie mit der Jugendgruppe Tänze ein, denn bald steht der große Auftritt beim Mühlenfest in der Gemeinde Nebel zu Ehren der historischen Windmühle an. Draußen auf der Nordsee kämpfen ein paar Ruderer mit den Wellen. Die Truppe um Tobias Wischer kommt mehrfach im Jahr aus Berlin nach Amrum zum Coastal Rowing. Beim Küstenrudern gilt: je rauer, desto besser. Tobias ist einer der Pioniere dieser neuen Sportart, veranstaltet auch internationale Regatten auf Amrum. Und wenn das Leben auf der Insel dann abends zur Ruhe kommt, öffnet Jan von der Weppen seine legendäre Kneipe Blaue Maus. Er ist spezialisiert auf Whiskey, mehr als 1200 Sorten hat er bereit zum Ausschank. Seit diesem Sommer bietet er auch noch eine eigene Rum-Marke an. Dafür hat Jan verschiedene Rumsorten roh verschnitten, mit tropischen Früchten aromatisiert und die Fässer monatelang auf dem Fahrgastschiff M/S "Eilun" deponiert und durchschaukeln lassen. Die von der Nordsee bewegte Spirituose muss er nun in Flaschen abfüllen und mit dem Etikett versehen, gestaltet hat es ein Inselkünstler. Prost: auf Amrum!
14:00
Mecklenburg-Vorpommern: flaches Land, weiter Blick, beeindruckende Natur, Idylle, Ruhe und fast 2.000 Kilometer zum Teil schroffe Küstenlinie. Im Landesinneren erstrecken sich weite grüne Felder und sanfte Hügel und immer wieder auch Landschaften, die man hier im Norden nicht erwarten würde. "die nordstory" trifft Menschen, die hier gern leben und arbeiten: eine junge Fischerin, den Lokführer einer Schmalspurbahn, Fallschirmspringer und -springerinnen auf Weltniveau, Landwirte auf gigantischen Maschinen oder hoch zu Ross, Archäologinnen und Freizeit-Slawen, den Lenker eines Schwertransporters für Windkraftanlagen auf nächtlicher Mission oder Hubschrauberpiloten und Windanlagenmonteure an ihren Arbeitsplätzen in luftiger Höhe. Und man erlebt sie alle aus einer völlig ungewöhnlichen Perspektive: Mecklenburg-Vorpommern von oben.
15:30
Martin Lange ist Hausmeister. Mit seinen 32 Jahren einer der jüngsten in Rostock. Und er trägt eine ganz besondere Verantwortung: Im höchsten Wohnhaus in Mecklenburg-Vorpommern ist er täglich auf 23 Etagen unterwegs. Als Moderator zwischen Rentnern und Studenten-WG, Nothelfer bei zugefallenen Türen, Logistiker von Paketdienst bis Umzugs-Lkw und als Ordnungshüter auf den Hochhausfluren. In seinem Hausmeisterbüro im Erdgeschoss des "Windmühlen"-Hochhauses steht das Telefon selten still. Lampen in den Hochhauskorridoren sollen gewechselt werden, ein Wasserhahn in einer der 170 Wohneinheiten tropft, jemand hat sich aus seiner Wohnung ausgesperrt: Martin Lange ist der Mann für diese Fälle. Ab und zu geht es für ihn auch nach ganz oben auf die über 80 Meter hohe Dachfläche. Besonders die dort installierten Sendeanlagen für die Handynetze müssen öfter von Fachleuten gewartet werden. "Ohne mich kommt hier keiner aufs Dach. Das wäre viel zu gefährlich!", betont der Hausmeister. Ein Job mit Ausblick bis zur Ostsee und reichlich Auf und Ab!
16:00
Gründerzeitvilla Wer die Villa Charlotte in Bad Harzburg betritt, findet sich plötzlich in der Gründerzeit wieder. Hohe Decken, schwere Möbel, glitzernde Leuchter, jedes Detail wirkt, als sei es einer alten Fotografie entsprungen. Doch was aussieht wie ein Museum, ist das Zuhause von Michael und seinem Mann Sven. Die beiden haben das 1894 erbaute Haus vor einigen Jahren gekauft und seitdem unermüdlich daran gearbeitet, die Räume im Stil der Gründerzeit um 1880 einzurichten. Möbel, Bilder, Porzellan: alles stammt aus der Epoche. "Wir wollten keinen Stillstand wie in einem klassischen Museum, sondern ein Zuhause, das wir bewohnen - und in dem man zugleich Geschichte spüren kann", sagt Michael. Regelmäßig laden Michael und Sven Freunde zu langen Abenden ein. Dann wird in der historischen Küche gekocht, an der großen Tafel gespeist und bei Kerzenschein über Geschichten und Vergangenheit gesprochen. So entsteht eine Atmosphäre, in der die Gründerzeit nicht nur gesammelt, sondern im Alltag gelebt wird. Aus einer Villa ist so nicht nur ein prachtvolles Haus geworden, sondern das gemeinsame Lebensprojekt zweier Menschen: voller Geschichte, voller Leidenschaft - und ein Zuhause, in dem Vergangenheit und Gegenwart eine ganz eigene Verbindung eingehen. Ungewöhnlicher Umbau Sie haben sich ihren Wohntraum erfüllt: in einem ehemaligen Gülletank. Kirsten (54) und Norbert (62) Jarr wohnen jetzt auf 185 Quadratmetern, wo früher Fäkalien von Kühen schwammen. Der Grundriss: rund statt eckig. Deshalb mussten die Zimmer aufgeteilt werden, wie Kuchenstücke einer Torte. In insgesamt fünf Räume. Der Güllebehälter gehört zu ihrem Familienhof im schleswig-holsteinischen Brekendorf. Kirstens Vater hat ihn vor 40 Jahren gebaut. Bevor der Umbau zum Wohnraum begann, hat Norbert die Wände mit einem Hochdruckreiniger von der Restgülle gereinigt. Norbert hat den größten Teil des Umbaus selbst gemacht. Als Frührentner und gelernter Zimmermann war das für ihn kein Problem. Ein Jahr und zwei Monate hat der Umbau gedauert. Hilfe hatte er u.a. beim achteckigen Holzdach. Norbert wollte keine Schraube, keinen Nagel im Holz. Deshalb hat ein befreundeter Zimmermann das Dach mit sogenannten Schwalbenschwanzverbindungen gebaut. Und das war teuer. 149.000 Euro hat alleine das Dach gekostet. Insgesamt hat das Paar rund 500.000 Euro in den Umbau gesteckt. Das Haus ist besonders energiesparend. Die Wände: 24 Zentimeter Stahlbeton und Zentimeter Isolierung. Ihre Fußbodenheizung wird mit einer Wärmepumpe betrieben. Eine Frage müssen sie sich von Besuchern immer noch anhören - die nach dem Geruch. "Man riecht nichts, absolut nicht! Es riecht nur nach frischem Holz", so Kirsten.
16:30
Sie kennen das Ziel, aber der Weg dahin wird ein Abenteuer, bei dem der Zufall die Regie führt. Die Reporter Vanessa Kossen und Thilo Tautz machen sich zu Fuß auf den Weg: 100 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern abseits ausgetretener Pfade. Konsequent eine Luftlinie zu laufen ohne Geld und Zelt, immer schnurstracks geradeaus, wie soll das funktionieren? Thilo Tautz startet in Binz, Vanessa Kossen in Warnemünde, ihr Ziel: Bussin bei Velgast. Die Kameramänner Michael Uphoff und Thomas Eichler halten in Bild und Ton jeden Glücksmoment und jede Zufallsbekanntschaft, jede Herausforderung und jedes Scheitern fest. Der Lohn: tolle Zufallsbekanntschaften, Nervenkitzel und die Gewissheit: Auf die Norddeutschen kann man sich verlassen!
17:15
Hamburg schläft nicht. Schräges und Erstaunliches spielt sich in der Hansestadt ab. Erzählt werden Geschichten von interessanten Einwohnern, Baudenkmälern und spannenden Ereignissen.
18:00
18:45
Mit der finalen fünften Staffel ist die Mammutserie "Babylon Berlin" im Jahr 1933 angekommen - und Benno Fürmann ist darin aktuell wieder als skrupelloser und rechtsextremer Regierungsrat Oberst Wendt zu sehen. Wie er den sinistren Charakter verkörpert, belegt einmal mehr, dass Fürmann zur ersten Riege deutscher Schauspieler gehört. Seinen Durchbruch hatte er als lässiger Verkäufer Günni in der Ruhrpott-Serie "Und tschüss!". Der Deutsche Fernsehpreis für seine Rolle als jungen Boxer in "Die Bubi-Scholz-Story" katapultierte ihn endgültig nach oben, es folgte ein Grimme-Preis für die Hauptrolle im Kinodrama "Wolfsburg". Als Synchronstimme des gestiefelten Katers in den "Shrek"-Zeichentrickfilmen zeigte er sein Talent für Unernstes. Auf dem Roten Sofa wird Benno Fürmann auch über sein Engagement für den Umweltschutz berichten.
19:30
30 Minuten regionale Information und Unterhaltung aus dem Land - für das Land.
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Es gibt Entdeckungen, Rekorde und Sensationen, die einfach nur unglaublich sind! Und dann gehören sie in diese Sendung. Kai Pflaume präsentiert in einer großen XXL-Ausgabe wieder eine bunte Mischung aus Alltäglichem, medizinischen Sensationen oder einfach nur Geschichten von Mut und Wagnis, die beim Ratepanel zu Kopfzerbrechen und bei Publikum und Zuschauern zu größtem Vergnügen führt. Im Ratepanel sind dabei: Bernhard Hoëcker, Hubertus Meyer-Burckhardt, Stephanie Stumph und Wincent Weiss.
22:15
Die Dokumentation von Christian Stöffler erzählt die Geschichte der beliebtesten Zirkus-Shows im deutschen Fernsehen. In einem exklusiven Interview spricht Prinzessin Stéphanie von Monaco, Schirmherrin des Internationalen Zirkusfestivals von Monte Carlo, von ihrer Liebe zum Zirkus und der Herausforderung, jedes Jahr den weltweit wichtigsten Zirkus-Wettbewerb auszurichten, mit den besten Artist:innen der Welt, seit mehr als 50 Jahren. Im deutschen Fernsehen an Weihnachten zu sehen. 1959 startet "Stars in der Manege" - eine Show, für die Prominente atemberaubende Zirkusnummern einstudieren. Zu erleben sind emotionale Auftritte der Show sowie von "Sensationen unter der Zirkuskuppel" oder der "Nacht der Prominenten", dem Zirkus-Spektakel im DDR-Fernsehen. Einblicke hinter die Kulissen des "Cirque du Soleil" zeigen Akrobat:innen, die von Glücksmomenten, aber auch großen Härten ihres Lebens erzählen. Ein Highlight sind exklusive Eindrücke vom "Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo".