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Ein abgetrennter Finger und ein Auto mit Blutspuren: Das ist alles, was die Bremer Kommissare Inga Lürsen und Stedefreund in einem Parkhaus vorfinden. Der Besitzer des Autos ist der ehemalige Chef eines Pharmahandels. Der Besitzer des Autos ist der ehemalige Chef eines Pharmahandels. Nach Angaben seiner Frau Judith Bergener hat er sich vor Monaten abgesetzt. Kurz danach ging sein Unternehmen pleite. Die Letzte, die mit ihm Kontakt hatte, war die erfolgshungrige Pharmareferentin Maria Voss. Sie will um jeden Preis "zurück ins Licht". Stedefreund kommt ihr dabei näher, als Lürsen und der BKA-Kollegin Linda Selb lieb ist.
23:30
Malta: Europas trockenste Insel und zugleich trockenstes Land. Der Inselstaat kämpft ums Überleben. Forscher, Bauern und Umweltaktivisten kämpfen gegen die Dürre und gegen die eigene Regierung, die weiter auf Wachstum setzt. Während jedes Jahr Millionen Urlauber auf die Insel drängen, bleibt für die Landwirtschaft kaum ein Tropfen Wasser. Schon seit Beginn der Besiedlung der Mittelmeerinsel war das Wasser rar auf Malta. Doch während frühere Zivilisationen umsichtig mit dem kostbaren Gut umgingen, indem sie strenge Regeln erließen, scheint der sorgsame Umgang mit Wasser mittlerweile in Vergessenheit geraten zu sein. Mehr als vier Millionen Touristen kamen 2025 auf die Insel, bei nicht einmal 600.000 Einwohnern. 70 Prozent des Wassers auf Malta werden mittlerweile künstlich erzeugt mit riesigen Meerwasserentsalzungsanlagen. Allein am Golden Beach, einem Strand im Westen der Insel, tummeln sich bis zu 9000 Urlauberinnen und Urlauber pro Tag. Auch unter Wasser zeigen sich die Folgen: Delfine verlieren ihren Lebensraum, das Meer seine Reinheit, wie Expertin Francesca Soster auf einem wissenschaftlichen Bootsausflug zeigt. Visionäre wie Agrarökonom Malcolm Borg, Hydrologe Michael Schembri oder Umweltexperte Brian Restall suchen Wege aus der Krise: mit Bodenfeuchte-Sensoren, Grundwassernutzung, Überwachungskameras oder Pflanzen, die deutlich weniger Wasser verbrauchen. Auch wenn die Lage sich zuspitzt, das in Malta gewonnene Know-how kann anderen Regionen im Mittelmeerraum helfen, den Wassermangel zu überwinden. Die Reportage zeigt jene Menschen, die trotz widrigster Bedingungen nicht aufgeben und Malta zu einem Labor der Zukunft machen. Eine eindringliche Warnung. Aber auch ein Hoffnungsschimmer.