19:30
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20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Im Baltikum liegen die längsten Strände der Ostsee. 1.400 Kilometer weißer Sand, 50 Meter hohe Dünen und Baltischer Glint wechseln einander ab. Ein Riese namens Töll, so geht die Sage, soll die Landschaften geschaffen haben. Mit großen Eiszeitfindlingen habe er wie mit Murmeln gespielt, breite Sandstrände aufgeschüttet und Buchten geformt. Von den einzigartigen Dünen der Kurischen Nehrung Litauens, über die Findlingsküste Lettlands, bis zu den schroffen Klippen Estlands erstrecken sich die bis heute so unberührt wirkenden Landschaften. Gemeinsam mit tausenden, vielfach unbewohnten Inseln, prägen sie die herausragend schöne und im restlichen Europa wenig bekannte baltische Ostseeküste. Die erste Folge der zweiteiligen Natur-Dokumentation zeigt die Naturschönheiten wie die Wanderdünen der Kurischen Nehrung, die romantischen Strände der Lettischen Ostsee oder die Inselwelten Estlands. Immer wieder fasziniert die menschenleere und fast unberührte Natur. Im Winter bringen Ringelrobben auf dem Packeis ihre Jungen zur Welt. Die Hengste der Konik Wildpferde liefern sich im Frühling erbitterte Kämpfe und durch die Dünenwälder fliegen farbenprächtige Blauracken. Europaweit haben sie im Baltikum ihr nördlichstes Vorkommen. Durch die Küstenwälder streifen Luchse, in den Orchideenwiesen finden Wendehals und Wiedehopf ausreichend Nahrung. Auf den Inseln rund um Saaremaa in Estland jagen Kegelrobben nach Fisch. Sie teilen sich den Archipel mit der größten Seeschwalbe Europas, der Raubseeschwalbe. Die Dokumentation "Wildes Baltikum Die Küste" führt in Regionen, die bis heute vom Menschen nur wenig beeinflusst sind. Hochstabilisierte Aufnahmen aus dem Helikopter zeigen die Ostseeküste der drei Länder aus luftiger Perspektive, extreme HD-Zeitlupen kämpfender Wildpferde sowie von Blauracken und Wiedehopfen gewähren besondere Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner. Aufnahmen von Kegelrobben führen in die Unterwasserwelt der baltischen Ostsee. Einfühlsam porträtiert Tierfilmer Christoph Hauschild die Küste der drei Länder, die einzigartig ist in Europa.
21:00
Von Unna nach Albanien: Sascha und Isabel starten mit Van ins erste Camping-Abenteuer. Ein starkes Gewitter peitscht über Nordalbanien, die gesamte Campingausrüstung ist durchnässt, so hatten sich Isabel und Sascha Bozzale aus Unna ihre erste große Reise nicht vorgestellt. Doch genau solche Momente machen ihr Albanien-Abenteuer unvergesslich. Elf Monate lang schrauben, schweißen, verkleiden die beiden, frisch verheiratet, an ihrem Traum. 32.000 Euro, ihr komplettes Erspartes, investieren sie in den selbst ausgebauten Camper. Nur weil sie mietfrei bei den Eltern wohnen, wird das Projekt überhaupt möglich. Jetzt ist alles bereit für den Moment, auf den sie so lange gewartet haben. "Ich war da schon mit meinem Bruder vor zwei Jahren. Ich habe ein paar Orte gesehen und fand es super schön dort. Deswegen wollte ich es meiner Frau zeigen", erzählt Sascha. Ihr Ziel: Albanien - unter Campern längst ein Geheimtipp für unberührte Landschaften. Und eines der wenigen Mittelmeerländer, wo Wildcampen noch erlaubt ist. Eine Woche lang fahren sie quer durchs Land. Vier Städte stehen auf ihrer Route: Shkodra im Norden, das UNESCOWeltkulturerbe Berat und Gjirokastra, die Hauptstadt Tirana. Dazwischen: das erste Mal wildcampen direkt am Meer, ein Rafting-Trip durch die wilde Osum-Schlucht und verwirrte Momente am Bankautomaten. "Ich bin so positiv überrascht von Albanien. Die Menschen hier sind so herzlich. Es gibt so tolle Sachen zu entdecken, so wundervolle Naturaktivitäten", schwärmt Isabel. Ihr erstes großes Abenteuer auf vier Rädern bringt nicht nur jede Menge Camper-Erfahrungen, sondern setzt auch den Startschuss für viele weitere Reisen in ihrem selbst gebauten Zuhause.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Isas Bruder Egin, der wegen Mordes angeklagt und deshalb untergetaucht war, steht plötzlich vor ihrer Tür. Er setzt sie und seine Mutter fest, weil er etwas erzwingen will: Er ist an Leukämie erkrankt und nur Isa kann durch eine Knochenmarkspende sein Leben retten. Das stürzt Isa in ein Dilemma: Warum sollte sie ihrem Bruder helfen, da er ihr doch vor einigen Jahren noch einen Mord anhängen wollte? In der Nacht gelingt es Isa zu fliehen, um Staatsanwalt Wärmelskirchen einen Deal vorzuschlagen: Ihr todkranker Bruder stellt sich der Polizei und legt ein Geständnis ab, im Gegenzug erhält Egin Haftverschonung und kann sich in einem Krankenhaus behandeln lassen. Doch wird sich Egin darauf einlassen? In der Zwischenzeit versucht Gellert einen Anwohnerstreit zu schlichten. Imogen Paulsen, seine Mandantin, fühlt sich in ihrer Privatsphäre verletzt. Sie verlangt von ihrem Nachbarn die Kameras zu entfernen, die er auf ihr Grundstück gerichtet hat. Doch der mutmaßliche Spanner droht mit einer Gegenklage. Er wirft der streitsüchtigen Frau vor, nachts Gartenabfälle und Müll über den Zaun auf sein Grundstück zu werfen. Als Gellert und Charlie im Schutze der Dunkelheit den Tatort beobachten, rückt seine junge Angestellte endlich mit der Sprache heraus, warum sie ihn immer so komisch anblickt. Charlie offenbart dem fassungslosen Anwalt, dass sie seine Tochter ist.
22:50
Der junge Syrer Gibran Hadad, 22, der in Hamburg Jura studiert, ist wegen schweren Landesfriedensbruch und Widerstand gegen einen Vollstreckungsbeamten angeklagt. Weil er sich auffällig lange in einer Straße aufgehalten hat, in der offen gedealt wird, wollten ihn zwei Polizisten auf Drogenbesitz kontrollieren. Als sich Hadad weigerte, sich durchsuchen zu lassen, eskalierte die Situation. Einer der Polizisten ging verletzt zu Boden. Vor Gericht will Isa beweisen, dass ihr Mandant nur deshalb überprüft wurde, weil er Syrer ist und auch so aussieht. Hadad habe sich nie etwas zu Schulden kommen lassen. Er sei Opfer von Rassismus und ethnischem Profiling geworden. Aber wie erklärt es sich, dass die Familie des Angeklagten plötzlich zu einer großen Summe Geld gekommen ist? Währenddessen nimmt sich Gellert der ehemaligen Nagelstudiobesitzerin Gerda Bender an, die auf einen Internetbetrüger hereingefallen ist. Sie wurde als Testerin für Online-Banking angeworben und eröffnete ein Bankkonto, über das der Täter lange unbemerkt illegale Liefergeschäfte abwickeln konnte. Jetzt hat sie eine Menge Klagen am Hals und sitzt auf einem Haufen Schulden. Charlie, die sich wirklich gut mit Computern auskennt, nimmt im Internet die Spur des Betrügers auf. Gellert macht sich große Sorgen um seinen krebskranken Vater. Nach der operativen Entfernung des Tumors lehnt er jede weitere Behandlung ab. Sein Zustand verschlechtert sich.
23:40
Nikita Miller ist ein deutsch-russischer Comedian, der mit humorvollen Geschichten über seine russlanddeutsche Herkunft und Integrationserfahrungen das Publikum begeistert. Mit seinen Soloprogrammen verbindet er charmant erzählte Geschichten mit feinem Humor. Dieter Nuhr beschreibt ihn als einzigartig, da er "witzige Geschichten erzählt, die sich nicht von Pointe zu Pointe hangeln und gerade deshalb lustig sind". Claudia Pichler durchlebt in ihren Kabarettprogrammen den ganz großen Bogen menschlichen Zusammenlebens und menschlicher Abgründe: Zwischen "Feierabend" und "Kopfnuss und Konterbier" gibt es viel Spielraum und es liegen unzählige Pointen begraben. Bei Pichler zuhause wurde seit den 80er Jahren zeitlebens bayerisch geredet. Außer Haus dann hochdeutsch. Wir dürfen gespannt sein, mit welchem Dialekt sie "Nuhr im Ersten" humortechnisch veredelt. Hans Gerzlich hat Außenhandelskaufmann gelernt, Wirtschaftswissenschaft studiert und war Vorstandsreferent bei einem großen Energiekonzern, bevor er 2001 ins Kabarett wechselte. Nahezu seit Anbeginn beschäftigte er sich in seinen Programmen daher mit der Arbeitswelt: Büro, Büro. Aber währenddessen ging auch an ihm die Zeit nicht spurlos vorbei, so dass er nun ein völlig neues Themenfeld für sich entdeckt hat: Das Älterwerden. Sein persönlichstes Kabarett-Programm und sein lustigstes. Zum Glück macht er damit zum ersten Mal Station auch bei Nuhr im Ersten. Martin Frank wurde 1992 auf einem Bauernhof im niederbayerischen Hutthurm geboren. Nach einer Ausbildung zum Standesbeamten und Organisten absolvierte er ein dreijähriges Schauspielstudium an der Schauspielschule Zerboni in München. Eine Kombination, die für humorvolle Bühnenpräsenz wie gemacht ist. Aktuell tourt er mit seinem fünften Soloprogramm "Grüße aus Allegro Süd" durch den gesamten deutschsprachigen Raum und ist endlich zum ersten Mal auch bei Nuhr im Ersten.