12:00
Das außergewöhnliche Geschichtsformat erzählt aus der Perspektive von Amateurfilmern, was in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg die Menschen im Norden geprägt hat: Super-8. 162 Filmrollen von 14 Amateurfilmern sind die Basis für eine emotionale und filmische Reise zu den norddeutschen Wurzeln. Mit viel Humor erzählt, entsteht in drei Teilen "Unsere Geschichte. Der Norden auf Super-8" eine einzigartige filmische Reise in die jüngste Vergangenheit. Eine Kindheit geprägt von Verzicht, Enge, aber auch unbändiger Lebensfreude wird dadurch wieder lebendig. Eine Zeit, in der das Kinderzimmer der Dorfplatz war und ganz selbstverständlich neben Kühen im Teich gebadet wurde. Als kurze Hosen getragen wurden und die Mutter noch die Haare schnitt. Das Super-8-Filmmaterial zeigt große Heimatverbundenheit. Dörfer, deren Bewohnerinnen und Bewohner und die Feste sind fester Bestandteil vieler Aufnahmen und geben einmalige und berührende Einblicke ins Alltagsleben der Menschen in Norddeutschland. Zeitzeugen aus Ostfriesland erinnern sich an die Armut in den 1950er-Jahren und wie sie bei der Tante in der Stadt stundenlang eine Wand anstarrten. Aus dieser Wand kam Wasser heraus. In Ostfriesland, dem damaligen "Armenhaus des Nordens", musste das Wasser noch aus dem Brunnen geholt werden. Dafür kam wenigstens Fleisch und Gemüse auf den Tisch. Der Schweinestall war oft Teil des Hauses und Gemüse wuchs in jedem Garten. Ob Schwein, Schaf oder Kaninchen, Tiere sorgten für Wärme und Kleidung. Hobbyfilmer drehten alles, was ihnen vor die Linse kam. Selbst bei der Arbeit war die Kamera oft dabei. So dokumentierten sie auch den Wandel in der Arbeitswelt, die veränderte Rolle der Frau und die ersten Aufbrüche in die Ferne: mit dem VW-Käfer. In Mecklenburg-Vorpommern war glücklich, wer aufs Wasser durfte. Ob mit selbst gebautem Segelboot, Surfbrett oder Faltboot, der Horizont war weit und lud zum Träumen ein. Konflikte mit der Volkspolizei gehörten dazu und wurden auf norddeutsche Art gelöst.
12:45
Für Landwirtin Franziska Bennecke aus Kissenbrück geht es im Jahr 2023 um einiges. Eigentlich wollte sie längst mit der Ernte ihres Weizens angefangen haben, doch die andauernden Regenfälle machen das unmöglich. Die Qualität ihres Weizens sinkt. Sie hofft, dass sie ihren wertvollen Brotweizen noch an die Mühle verkaufen kann. Franziska Bennecke hat den Hof in der Nähe von Wolfenbüttel von ihren Eltern übernommen und sich damit, anders als ihre beiden Schwestern, für den Beruf als Landwirtin entschieden. Zusammen mit ihrem Kompagnon muss sie dafür sorgen, dass alle Felder der Maschinengemeinschaft abgeerntet werden, insgesamt 1100 Hektar. Noch ist es zu nass, der Weizen geht so nicht durch den Mähdrescher. Sobald der wochenlange Regen endet, muss es möglichst schnell gehen. Deshalb haben sie in diesem Jahr einen zusätzlichen Mähdrescher bestellt. Den Großteil der Ernte möchte Franziska an die Okermühle liefern, die u.a. das Mehl für den original Leibniz Butterkeks herstellt. Bei der Abnahme wird getestet: Ist die Qualität des Weizens noch gut genug, um als Brotweizen angenommen zu werden? Oder hat das Getreide durch den Regen so viel an Qualität verloren, dass Franziska ihn nur noch als Futterweizen verkaufen kann? Mehr als 2,8 Millionen Tonnen Weizen werden jedes Jahr auf den Feldern Niedersachsens geerntet, gut 13 Prozent der bundesweiten Weizenernte. Der Landkreis Wolfenbüttel gehört zu Niedersachsens Bördegürtel, der sich südlich der A2 von Hameln über Hildesheim bis Magdeburg spannt und mit seinen fruchtbaren Böden prädestiniert für den Weizenanbau ist. Wie Franziska Bennecke bangen in diesem Sommer Landwirtinnen und Landwirte in ganz Norddeutschland um ihre Ernte. Die vierteilige "Die Nordreportage"-Serie "Trecker, Typen, Erntezeit" zeigt die Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten, einer Lohnunternehmerin, einem Landmaschinenmonteur und der Polizei im Erntejahr 2023, in dem nicht nur Mengen und Marktpreise, sondern auch das Wetter verrücktspielen.
13:15
Es gibt Tage im Sommer, da geht es auf der norddeutschen Küstenautobahn A1 höchstens noch im Schritttempo voran. Dann zieht es wieder Tausende an ihre Lieblingsbucht: die Lübecker Bucht. Statt der üblichen Nummern stehen auf der Rückseite ihrer Strandkörbe drei Buchstaben: "INA". Ihr Vorname ist ihr Markenzeichen. Ina Kurz will in Erinnerung bleiben, damit die Leute sich vielleicht auch bei norddeutschem Schietwetter einen Korb gönnen. Am Strandabschnitt 52 in Niendorf regiert nur sie, hart, aber herzlich. Wer die Regeln beachtet und ihr nicht dumm kommt, kriegt schon mal ein Stück von ihrem selbst gebackenen Kuchen ab. Wer in Neustadt tief tauchen will, muss erstmal nach oben. Der Turm der Marine ist 42 Meter hoch und mit 1,25 Millionen Litern Wasser gefüllt. Niklas Hingst ist Ausbilder hier, er trainiert mit seinen Schülern für Notsituationen, die auf See passieren können. Zum Beispiel unter Wasser aus einer U-Boot-Luke aussteigen und wegen des Druckausgleichs langsam an die Oberfläche tauchen, ohne Pressluft. Ziegen ahoi! heißt es im Sommer im Naturschutzgebiet Dummersdorfer Ufer. Eine Spezialfähre bringt eine Herde dieser "Landschaftspfleger" von Travemünde zur Insel Buchhorst im Dassower See. Die Tiere sollen dort die Pflanzen wieder kurz "mähen", damit Brutvögel bessere Bedingungen vorfinden. Matthias Braun ist der einzige Naturschützer mit entsprechendem Bootspatent im Verein. Doch auf der Ziegenfähre fehlt es ihm an Praxis. So droht aus der Herde eine Horde zu werden. In einiger Entfernung zu den Badestränden kreuzt das Forschungsschiff "Alkor". Jens Greinert und seine Crew vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung suchen im Auftrag der Bundesregierung den Meeresgrund nach Weltkriegsmunition ab und kartografieren die Fundstellen. Allein in der Lübecker Bucht wurden ursprünglich 50.000 Tonnen an giftiger Altlast vermutet. Seit Wissenschaftler wie Greinert jedoch hochmoderne Tauchroboter und Ortungsgeräte einsetzen, finden sie immer mehr Bomben.
14:00
In der Sportsendung widmet man sich vor allem Live-Spielen aus lokalen Ligen oder sportlichen Höhepunkten der norddeutschen Bundesländer.
16:00
Die Rose wird auch als die Königin der Blumen bezeichnet. Es gibt etwa 250 Rosenarten und davon 1000 Züchtungen in fast allen Farben. Im Garten eines Blumenliebhabers darf eine Rose auf keinen Fall fehlen. Aber die Königin ist auch eine Diva. Wenn sie nicht ideale Bedingungen hat, bekommt man mit einer Rose häufig Probleme. Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Rosenrost setzen ihr zu oder sie wird von Blattläusen oder anderen Schädlingen geplagt. Peter Rasch erklärt, welche Mittelchen es gibt, um die wertvollen Blumen zu schützen und welche anderen Pflanzen im Beet ihr gut tun. Wie sieht der ideale Standort aus, welche Arten gibt es, wie pflanzt man eine Rose richtig und woher kommen die Schönheiten eigentlich?
16:30
In den mehr als 200 Häfen in Norddeutschland kümmern sich Hafenmeisterinnen oder Hafenmeister um die vielen privaten Boote, die auf Nordsee und Ostsee und den Gewässern im Binnenland unterwegs sind. Jeden Tag passiert etwas Unerwartetes, mal kleine und mittlere Katastrophen, der Schnack mit Dauerliegern und Dauernörglern salzt die Suppe und dazu hält das Wetter immer wieder Überraschungen parat. Der Job eines Hafemeisters erfordert keine Ausbildung. Viele sind freiwillig nach dem Berufsleben oder aus Spaß Hafenmeister geworden. Männer oder Frauen als Festmacher, die andere Typen mit ihren Booten festmachen. Die dreiteilige Miniserie besucht in jeder Folge vier Häfen und ihre Hafenmeister*innen. Hilka Hannover ist schon im hohen Alter und begeistert als Hafenmeisterin mit ihrem Witz die Menschen im Yachtclub Wangerland in Horumersiel. Eckhardt von Loh dreht in Hitzacker eine Brücke, statt sie hochzufahren. In Sassnitz teilen sich der Hafenkapitän Ronald Damp und der Hafenmeister Heino Müller Segelboote und Schnellfähren auf. Und an der Schlei in Arnis/Grödersby lässt Hans-Joachim Jensch eine "Moorhexe" mit schwerem Gerät zu Wasser.
17:15
Norddeich ist mehr als nur ein gewöhnlicher Küstenort: Es ist das Tor zu den Ostfriesischen Inseln. Jedes Jahr starten mehr als zwei Millionen Feriengäste und Insulaner von hier aus nach Norderney und Juist. Doch bevor die Fähren ablegen können, heißt es im Hafen ordentlich ranklotzen. Wer sorgt dafür, dass bei der Abfertigung alles reibungslos läuft? Und wie kommt auch großes Gepäck oder sperriges Frachtgut auf die Inseln? Moderatorin Kathrin Kampmann will es herausfinden. Sie hilft der Fährcrew bei der Abwicklung am Anleger, begleitet einen Schiffsmechaniker auf einer neuen Elektrofähre und lässt sich zeigen, wie die Logistik für die Wäsche von Hotels und Ferienwohnungen funktioniert. Ordentlich Muckis oder norddeutsche Gelassenheit: Was ist wichtiger, damit andere entspannt Urlaub machen können?
18:00
18:45
Seit dem 22. Januar 2008 trägt ein Asteroid, der zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter um die Sonne kreist, ehrenhalber ihren Namen - verwunderlich ist das nicht. Denn die österreichische Astronomin und Astrophysikerin Lisa Kaltenegger hat sich um die Erforschung des Weltraums längst hochverdient gemacht. Ihr Interesse gilt den Exoplaneten, die außerhalb unseres Sonnensystems, Lichtjahre von der Erde entfernt, ferne Sterne umkreisen. Besonders im Blick hat die Wissenschaftlerin, die in den USA und in Deutschland arbeitet, deren Atmosphäre: Darin können Hinweise stecken, ob auf diesen fernen Planeten Leben wie auf der Erde möglich wäre. Das führt direkt zur großen Frage: Gibt es nun Außerirdische oder nicht? Mit Lisa Kaltenegger klären wir das.
19:30
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Stella Martin (Adele Neuhauser) ist Kult in der Beauty-Branche, die Produkte ihrer "Faltenfrei"-Linie sind heiß begehrt. Doch angesichts ihres Dauererfolgs mutierte Stella zur zynischen, kritikresistenten Alphafrau, die unbarmherzig in ihrem Reich herrscht und ihre Familie auf einen Nebenschauplatz verbannt hat. Doch nun scheint Stellas Zenit überschritten. Ihre neuesten Produkte verursachen ein kapitales Minus, und das Alter hat allmählich auch bei ihr Spuren hinterlassen. Aber das Schlimmste: Ehemann Georg (Thomas Limpinsel) soll ein Verhältnis mit einer wesentlich Jüngeren haben. Geschockt läuft Stella über die Straße, kollidiert mit einem Radler und erleidet eine Gehirnerschütterung. Einziger Ausweg aus ihrem Dilemma: eine Schönheits-OP mit Komplett-Restaurierung. Doch da Stella verschweigt, dass sie noch unter Schmerzmitteln steht, wirkt die Narkose nicht und Stella fällt auch noch vom OP-Tisch. Ein Sturz, der ihr Leben völlig auf den Kopf stellt: Plötzlich kann sie hören, was andere Menschen über sie denken. Und das ist alles andere als schmeichelhaft. Stella ist empört, aber auch entsetzt. Und sie beginnt, etwas zu tun, was sie längst verlernt hat: anderen Menschen zuhören, Empathie entwickeln, Abbitte leisten. Sogar bei ihren Töchtern Fiona (Henriette Richter-Röhl) und Johanna (Olga von Luckwald) - zur größten Überraschung aller.
21:45
Vor über 40 Jahren hat Josef im Streit sein Heimatdorf verlassen. Heute kehrt Josefa (Adele Neuhauser) dorthin zurück. Vieles ist geschehen in dieser Zeit. Josefa trug früher den Namen Josef (Riccardo Campione). Auf dem Hof der verstorbenen Eltern wird sie mit voller Wucht mit ihren Erinnerungen konfrontiert: Da ist Petra (Eva Mattes), die einmal ihre Ehefrau war, als sie noch Josef hieß. Da ist Blume (Ulrich Noethen), Josefs bester Freund von damals. Vieles, das damals nicht gesagt wurde, verlangt nun Gehör. Kränkungen und Missverständnisse brechen auf, wie nie verheilte Narben. Aber nicht nur Josefa hat in ihrer damaligen Verzweiflung Fehler begangen, auch Petra trägt eine Last mit sich. Trost findet Josefa in ihrer guten Freundin Antonia (Hayal Kaya).
23:15
Die junge Karriereanwältin Rebecka Martinsson (Ida Engvoll) kehrt zu einer Beerdigung in ihren nordschwedischen Heimatort Kurravaara zurück. Dort nimmt die Gemeinde Abschied von der engagierten Pfarrerin Mildred, die bei einem Sturz ums Leben kam und in der Kirche gefunden wurde. Als Rebecka in Mildreds Nachlass einen Ordner mit Drohbriefen findet, kommen ihr Zweifel an dem Unfalltod. Sie schafft es, die Kommissarin Mella (Eva Melander) zu überzeugen, den bereits abgeschlossenen Routinefall gegen den Willen ihres Vorgesetzten Carl von Post (Samuel Fröler) genauer zu untersuchen. Wie sich zeigt, hatte die Ermordete nicht nur ihre Geheimnisse, sondern auch einige Feinde. Ins Visier geraten ein gewalttätiger Ehemann, dessen Frau bei der Pfarrerin Zuflucht gesucht hatte, und örtliche Jäger, mit denen sie wegen eines Streits um kirchliche Grundstücke im Clinch lag. Obwohl in Stockholm lukrative Fälle und ihr Freund Måns Wenngren (Niklas Engdahl) warten, kann Rebecka einfach nicht loslassen. Dass die Anwältin auf Heimaturlaub eigene Nachforschungen anstellt, stößt bei der Polizei auf wenig Gegenliebe. Rebecka ist Mildred, die für sie einst nach dem Tod ihrer Eltern wie eine Ziehmutter war, etwas schuldig.