18:15
Hamburgs Taxifahrer*innen leiden unter schrumpfenden Einnahmen und kämpfen gegen alternative Fahrdienste um Kundschaft. Trotz deutlich gesunkener Anzahl an Taxis wird an Hotspots wie Flughafen und Bahnhof mit harten Bandagen um jeden Fahrgast gerungen. Taxifahrer Daniel Lebastchi gehört zu einem Team, das für Ordnung in der eigenen Branche sorgen soll. Besonders gefordert ist der 28-Jährige, wenn Kreuzfahrtschiffe nach langer Weltreise in Hamburg anlegen und über 100 Taxifahrer um lukrative Touren buhlen. "Das ist ein Riesenspektakel, bei dem es richtig stressig werden kann." Lebastchi muss dann dafür sorgen, dass kein Chaos entsteht und dass Taxikollegen und Fahrgäste möglichst reibungslos zueinander finden. Ingrid Seele (88) leitet ein Taxiunternehmen und sitzt auch selbst noch hinter dem Steuer. "Das Klima ist rauer geworden, Kollegialität wird nicht mehr großgeschrieben", so Seele. Seit 50 Jahren fährt sie Taxi in Hamburg und klagt über die Entwicklung. "Leider werden die Kunden auch nicht mehr von jedem Kollegen wie Fahrgäste behandelt", klagt die Seniorin. Taxifahrer Andreas Wettlaufer versucht das Image und die Qualität seines Gewerbes zu verbessern. Der 52-jährige Hamburger hat neben seiner Arbeit als Fahrer die Aufgabe eines Taxikontrolleurs. Regelmäßig ist er in der Stadt unterwegs, um Kollegen und deren Fahrzeuge zu kontrollieren. "Nicht immer sind Papiere und Fahrzeuge in Ordnung", so Wettlaufer. "Die Nordreportage" begleitet Menschen aus dem Taxigewerbe, begleitet den Alltag der Branche mit der Kamera und gibt Einblicke in ein kriselndes Gewerbe.
18:45
Welche Auswirkungen hat der Krieg in Nahost auf Urlaube in diesem Jahr? Welche Trends und Ziele sind gerade sehr gefragt? Weshalb reisen Menschen überhaupt? Und was löst es ihnen aus? Diese und viele andere Fragen beschäftigen Kerstin Heuwinkel, Professorin Internationales Tourismus-Management an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Als Tourismus-Soziologin erforscht sie die Folgen der Tourismuswirtschaft. Auf dem Roten Sofa wird Prof. Kerstin Heuwinkel erläutern, warum im Angesicht von Weltkrisen Auszeiten wichtig sind. Sie kann berichten, wohin die alten Ägypter in den Urlaub gefahren sind. Und sie hat eine Idee, wie Deutschlands Reiseregionen noch attraktiver werden können.
19:30
* U5: Diese Flächen in der Innenstadt werden für den Bau gesperrt * Torschlusspanik vor der Köhlbrandbrücken-Teilsperrung * Reepschläger-Figuren kommen auf den Kiez * Versöhnung am Jungfernstieg: Trampolin-Ärger wird beigelegt * Prozess: Tötungsdelikt im Billstedt-Center * Hamburg morgen: Vertikalstromerzeugung und 3D-Fenster
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
21:00
Rund 45 Millionen Hobbygärtner gibt es in Deutschland: Sie säen und ernten, fachsimpeln über umweltverträgliche Schädlingsbekämpfung, historische Rosensorten und altes Saatgut. Die Menschen in Deutschland entdecken ihren "grünen Daumen". Gartenexperte Peter Rasch zeichnet aus, dass er immer einfache Lösungen für noch so kompliziert erscheinende Probleme hat, die nicht aufwendig und noch dazu kostengünstig sind. Der Servicegedanke steht bei "Rasch durch den Garten" an erster Stelle. Gärtnern leicht gemacht, unaufwendig und kostengünstig - trotzdem effektiv und mit dem gewissen Etwas beziehungsweise Wow-Effekt.
21:45
Die Nachrichten für den Norden: NDR Info liefert Nachrichten im Fernsehen, im Radio, im Web und als App. Mehr Nachrichten ab NDR Text Seite 112 und im Internet: www.ndr.de/info
22:00
Wer schafft es in Deutschland tatsächlich von unten nach oben? Und was braucht es dafür? Harte Arbeit oder schlicht das richtige Maß an Glück? NDR Reporter Manuel Biallas kennt den deutschen Aufstiegstraum von beiden Seiten und begibt sich für diese "NDR Story" auf eine ungewöhnliche Spurensuche: Er wagt den Blick vom Gipfel und trifft Menschen, die den sozialen Aufstieg geschafft haben - und trotzdem nachdenklich bleiben. Eine Bundesministerin aus Duisburg, ein Unternehmer, der früher Teller gewaschen hat, ein Fliesenleger, der zum Minister wurde und in einigen Aufsichtsräten saß. Was kann man von den Menschen in diesem Land lernen, die sich mühsam von unten nach oben kämpfen mussten? Die Reihe der Interviewpartner*innen ist überraschend, weil sie nicht oft über ihre Herkunft öffentlich gesprochen haben. Bärbel Bas (SPD), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, spricht von Armutserfahrungen aus der Kindheit. CDU-Politiker Philipp Amthor erinnert sich noch gut an zu teure Klassenfahrten in der Jugend. Walter Riester (SPD), von 1998 bis 2002 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, hat es einst vom Fliesenleger bis an die Spitze Deutschlands geschafft. Außerdem trifft Reporter Biallas Unternehmer und Menschen, die sich für mehr Chancengleichheit einsetzen. Denn um diese ist es nicht gut bestellt in einer der reichsten Industrienationen der Welt. Während einzelne Aufstiegsgeschichten Hoffnung geben, zeigen Studien ein anderes Bild: Die soziale Mobilität in Deutschland nimmt seit Jahren ab. Für viele Menschen entscheidet die Herkunft stärker über Bildungs- und Lebenschancen als früher. Ist der Traum vom sozialen Aufstieg also nur noch ein Mythos? Oder gibt es ihn noch - den Weg nach oben? Die Dokumentation zeigt persönliche Erfolgsgeschichten in einer unbequemen Realität.
22:45
* Arrogante Stadt, abgehängtes Land? Das Buch "Die Unterschätzten" Stadt gegen Land? Oft begegnen sich beide Seiten mit hartnäckigen Vorurteilen. Und viele Menschen auf dem Land fühlen sich dabei bevormundet oder übergangen. Im Buch "Die Unterschätzten" greift Andreas Möller, in Rostock geboren, genau diesen Konflikt auf. Im Mittelpunkt steht unter anderem ein Landwirt aus Mecklenburg Vorpommern. Möller zeigt, wie Entscheidungen zu Landwirtschaft oder Energie oft in Städten getroffen werden, während ihre Folgen auf dem Land getragen werden. In seinem Buch widerspricht Möller der Vorstellung vom "abgehängten" ländlichen Raum und macht deutlich, dass gerade dort entscheidende Zukunftsfragen verhandelt werden - von Ernährung bis zum Klimaschutz. "NDR Kultur- Das Journal" trifft Andreas Möller auf einem Bauernhof in Mecklenburg-Vorpommern und stellt sein Buch vor. * Auf ins Alter! Bühnenstück mit Oldenburger Seniorinnen Älter werden alle, unvermeidlich. Aber wie geht man damit um? Das ist Thema in einem neuen Stück am theater hof/19 in Oldenburg. Eine Frau, Ende 40, macht sich so ihre Gedanken ums Älterwerden und begegnet "Expertinnen des Alters": acht Frauen, die schon mittendrin sind. Das Stück von Maike Jebens und Melina von Gagern entstand zusammen mit acht Oldenburger Seniorinnen, die nun selbst auf der Bühne stehen. "Auf ins Alter! Vom Loslassen und Weitergehen" fragt: Was kann die Gemeinschaft von den Älteren lernen? Wie stärken sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie geht gutes Altern? * Frankreichs "Piano King": Sofiane Pamart in Hamburg Sofiane Pamart füllt in Frankreich Stadien, ist mit 600 Millionen Abrufen einer der meistgestreamten Pianisten der Welt. Er ist klassisch ausgebildet, arbeitet aber immer wieder mit Rappern zusammen und bricht Genregrenzen auf. "Piano King" heißt er auf Instagram und schafft es, mit "Neoklassik" auch ein junges Publikum anzuziehen. Gerade ist der Klavierstar auf Konzertreise in Deutschland und hat ein neues Album veröffentlicht: "MOVIE". * "Mirrorball": Ausstellung von Anys Reimann in Bremen Anys Reimann ist vor allem bekannt für ihre Darstellung schwarzer Frauen - selbstbewusst, vielschichtig, ohne Kompromisse. Oft als großformatige Collagen. So stapeln sich in ihrem Atelier Boxen mit ausgeschnittenen Armen, Beinen, Silhouetten, Mündern, Lederfetzen. Jetzt bekommt die Düsseldorferin ihre erste große Museumsausstellung: in der Weserburg in Bremen. Dort zu sehen sind eben diese riesigen Collage-Gemälde, Lederskulpturen, Spiegelobjekte. Und etwas ganz Besonderes: ein begehbarer schwarzer Garten mitten im Museum mit Pflanzen, die alle schwarze Blüten und Blätter haben; dazu ein eigens komponierter Duft bestehend aus Patchouli. Reimann arbeitet bewusst mit Gerüchen, weil sie Erinnerungen wecken. "NDR Kultur - das Journal" hat sie beim Aufbau der Ausstellung in der Bremer Weserburg getroffen. * Kurdisch, feministisch, tanzbar: die Sängerin Hêja Netirk (Duo: Loma Reqs) Die kurdische Sängerin Hêja Netirk hat sich schon früh in der Türkei für kurdische Kultur und Selbstbestimmung starkgemacht - und dafür einen hohen Preis gezahlt: Sie wurde verfolgt und saß im Gefängnis. Nach ihrer Flucht lebt sie heute in Hamburg. In ihrer Musik verbindet sie traditionelle kurdische Folklore mit modernen, oft feministischen Inhalten und schafft so einen ganz eigenen, kraftvollen Sound. Zusammen mit dem kolumbianischen Musiker Rico Danta hat sie das Projekt Loma Reqs gegründet. Ihr neues Album "Qemirî" mischt kurdische Klänge mit lateinamerikanischen Einflüssen und klingt gleichzeitig roh und tanzbar. Die Texte richten sich gegen das Patriarchat, gegen Frauen- und Fremdenfeindlichkeit. Am 30. April treten Loma Reqs in Hamburg auf.
23:15
In den 1970er-Jahren war Rockmusiker Danny Collins ein Megastar und Hitgarant. Über 40 Jahre später wird er von einer verpassten Chance wieder eingeholt: Denn nachdem er von seinem Manager einen Brief erhält, den John Lennon ihm 1971 persönlich geschrieben hat, beginnt er seinen bisherigen Rock ´n´ Roll-Lifestyle zu überdenken. Dabei knüpft er nicht nur erstmals Kontakte zu seinem entfremdeten Sohn und dessen Frau, sondern auch zu einer charmanten Hotelmanagerin, die eigentlich so gar nicht dem Beuteschema des alternden Stars entspricht und ihm entsprechend skeptisch gegenübertritt.