14:00
Die größte Bio-Hühnerfarm in Mecklenburg-Vorpommern wird hauptsächlich von Frauen gepowert. An ihrer Spitze stehen die beiden Schwestern Annalina und Leonie Behrens, sie müssen alles im Blick behalten. Sei es der regelmäßige Schlupf der über 20.000 bis 60.000 Küken, das Management der 300.000 Legehennen oder das Sortieren und den Vertrieb der acht Millionen Eier, die monatlich produziert werden. Um all diese Dinge müssen sich die beiden Schwestern zusammen mit ihrem Team aus drei weiteren Managerfrauen kümmern. Die von ihrem Vater gegründete Erzeugergemeinschaft besteht aus 19 Betrieben mit der Zentrale in Fürstenhof bei Gnoien. Außer den ökologisch erzeugten Eiern vermarkten die Schwestern auch das Fleisch der Junghennen und Junghähne. Das Biofutter produziert der Betrieb auf insgesamt 6000 Hektar Ackerfläche selbst: Getreide, Mais, Soja, Erbsen und Sonnenblumen. Beim Erntealarm im Sommer müssen die beiden Frauen auch im Trecker oder Lkw sitzen und tatkräftig mithelfen. Die Hähnchenaufzucht (statt Schreddern) und die Vermarktung der sogenannten Bruderhähne haben die Fürstenhofer Frauen als Erste in Mecklenburg-Vorpommern eingeführt.
15:00
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15:10
Endlich Urlaub! Zusammen mit Makoye repariert Wolf das Dach seiner geliebten Laube mit Havelblick. Doch dann treibt genau vor seiner Kleingartenkolonie der Bauunternehmer Oswald Renger tot im Wasser. Ermordet, wie Jasmin und ihr Team schnell feststellen. War er zur falschen Zeit am falschen Ort und wurde Opfer eines Junkie-Überfalls? Feinde schien er zumindest keine gehabt zu haben. Oder doch? Wolf ist entsetzt, als sich herausstellt, dass Oswald Renger seit kurzem nicht nur neuer Grundstückseigner seiner Laubenkolonie war, sondern vorhatte, Teile des Großstadtparadieses abzureißen. Haben die beiden befreundeten Vorsitzenden der Laubenkolonie, Lisa Franke und Ulrike Messmer, davon gewusst? Würden Kleingärtner über Leichen gehen, um ihre Wochenendidylle zu retten? Oder ist dort alles viel weniger idyllisch als es scheint? Schließlich ist der Freund von Ulrike Messmer vor einiger Zeit auf seltsame Weise verschwunden, und hinter vorgehaltener Hand tuscheln alle in der Kolonie schon lange über den seltsamen Hügel hinter dem Vereinsheim. Zwar hat Wolf recht mit seinem Einwand, dass es in jeder Laubenkolonie einen solchen Hügel gibt, die Fantasie der Menschen geht eben gern mal mit ihnen durch. Aber warum wollte Oswald Renger ausgerechnet genau dort anfangen zu bauen?
16:00
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16:15
Knifflige Fragen aus Wissenschaft, Tierwelt und dem täglichen Leben. Kai Pflaume moderiert die beliebte Quizshow, die Teamkapitäne sind Wotan Wilke Möhring und Bernhard Hoëcker. Prominente Gäste im Studio: Ralf Scholt und Philipp Pflieger.
17:00
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17:10
Känguru Rodneys unfreiwilliges Bad im Bärengehege Mit den Kamtschatkas Mascha und Leonid ist an diesem Tag nicht zu spaßen. Das merken auch Uwe Fischer und Praktikant Max, als sie den beiden Bären etwas Gutes tun wollen. Da Mascha Anstalten macht, über den Graben zu klettern, muss Max mit seiner Schubkarre voll Eisbomben ganz schnell das Weite suchen. Und ausgerechnet nun muss Kängurumännchen Rodney aus seinem Gehege ausbüxen und im Wassergraben der Bären landen. Die herbeieilenden Pfleger versuchen alles, um Mascha vom Känguru fernzuhalten, doch das ist gar nicht so einfach. Harte Nuss für die Hornraben Die Hornraben Raven und Blue sind in der Giraffenanlage die "Gehegepolizei". Alles wird misstrauisch beäugt, nichts bleibt unbemerkt. Als Test gibt ihnen Thomas Günther eine harte Nuss zu knacken: eine Kokosnuss gefüllt mit Stroh und Mehlwürmern. Für die Hornraben ein echter Leckerbissen, aber keine echte Herausforderung. Futterparty im Pavianstall Regen, keine Fans, nix los: Die Paviane hocken gelangweilt auf ihren roten Hinterteilen. Das kann man nicht mit ansehen, findet Kevin Surmilo und besorgt mit Kollege Benjamin beim Futtermeister eine ordentliche Ladung Leckereien. Weil Kevin die Affen aber beschäftigen und nicht nur bestechen will, basteln die beiden Tierpfleger aus dem Pavianstall eine echte Räuberhöhle mit vielen versteckten Schätzen: Samen, Körner und andere Leckereien, echtes "Affengold"! Bei Anakonda Ana wird Maß genommen Eine der häufigsten Fragen im Tropenaquarium: Wie lang ist die Riesenschlange? Um diese Frage auch richtig beantworten zu können, wagt sich Guido Westhoff mitten hinein in die Schlangengrube. Nur mit Bindfaden und Zollstock bewaffnet, schnappt er sich kurzerhand Anakonda Ana, um sie auszumessen. Da sich Schlangen für andere nur sehr ungern gerade machen, wird es eine recht umständliche "Maßnahme". Und das Ergebnis? Findet Guido mehr als zweifelhaft. Kontroll-OP bei Tiger Sascha Tigermann Sascha hat sich von der Tumoroperation noch nicht ganz erholt. Um die Narbe herum hat sich eine Beule mit Flüssigkeit gebildet. Dr. Flügger versetzt Sascha noch einmal in Tiefschlaf, um die Wunde zu kontrollieren. Beim ersten Tasten fühlt sich die Narbe allerdings gut an.
18:00
Das Hamburg Journal ist das Stadtmagazin für die Hansestadt und berichtet in seiner Frühausgabe schon um 18 Uhr in Kurzform das Neueste vom Tag. Mehr Nachrichten aus Hamburg ab NDR Text Seite 170 und im Internet: www.ndr.de/hh
18:15
Während viele Bäckereien nachts ihre Brötchen und Brote produzieren, hat sich Lukas Kröhl bewusst dagegen entschieden. Der 29-jährige Bäckermeister aus dem niedersächsischen Schöningen im Landkreis Helmstedt öffnet seine Bäckerei erst um 13 Uhr. Frühe Märkte und klassische Frühstückskundschaft kommen für ihn kaum infrage. Trotzdem wächst sein Betrieb. Bis 10 Uhr müssen etwa 300 Brote und 400 Brötchen fertig gebacken sein. Die größte Herausforderung: Für die gesamte Produktion steht nur ein Ofen zur Verfügung. Dabei hängt vieles von der Vorbereitung ab. Schon am Vortag setzt Teigmacher Michael Stiewe die Brotteige an. Temperatur und Zutaten müssen stimmen, damit die Teige bis zu 24 Stunden ruhen können. Gleichzeitig will Lukas die Senfkruste nach einem Jahr zurück ins Sortiment bringen. Bevor das Aktionsbrot verkauft werden kann, muss er die Rezeptur noch einmal testen. In seiner Ausbildung begann Lukas häufig um 17 Uhr mit der Arbeit. Feierabend war oft erst nachts. Als er sich vor drei Jahren selbstständig machte, wollte er es anders machen. Der Verzicht auf Nachtarbeit bedeutet allerdings auch, neue Wege zu finden, um Kundinnen und Kunden zu erreichen. Neben der Bäckerei in Schöningen setzt Lukas deshalb auf zwei weitere Verkaufsstandorte, später öffnende Wochenmärkte und Gastronomiebetriebe in der Region. "Die Nordreportage" begleitet Lukas Kröhl und sein Team und zeigt, wie er versucht, eine Bäckerei ohne Nachtschichten erfolgreich zu führen.
18:45
Im Alter von 17 Jahren floh Emin da Silvamutterseelenallein vor Krieg und Perspektivlosigkeit aus der Türkei nach Deutschland. Zehn Jahre lang lebte er in der Unsicherheit eines Asylverfahrens, doch er gab niemals auf. Was ihm Kraft verlieh, war der Sport. Mit der Anerkennung seines Antrages beschloss er, andere Menschen für Bewegung zu begeistern und lief in zehn Tagen zehn Marathons von Hamburg nach Berlin. Daraus erwuchs eine Lebensaufgabe: Mit spektakulären Läufen, die ihn über Tausende Kilometer, durch Wüsten und sogar rückwärts über Marathonstrecken führten, Menschen verbinden, Brücken bauen und Hoffnung schenken. Dies versucht er auch in seinem Beruf als Jugendbetreuer in einem Bremer Wohnheim für minderjährige unbegleitete Geflüchtete. Man darf sich auf Emin da Silva und seine beeindruckende Lebensgeschichte freuen.
19:30
Bereits seit dem Jahr 1985 informieren die Moderatoren über das Neueste aus der Hansestadt. Dabei werden sowohl politische und sportliche als auch kulturelle Themen berücksichtigt.
20:00
Die Nachrichten der ARD
20:15
Aktuelles Magazin für Wirtschaft und Verbraucher
21:00
Von der Kuchenmischung über Pudding bis zur Tiefkühlpizza: Dr. Oetker gehört zu den bekanntesten Lebensmittelmarken Deutschlands und ist ein international aufgestellter Familienkonzern. Die Marke steht wie kaum eine andere für Produkte, die mit Sicherheit gelingen. "Marktcheck" hat sich diese Produkte genauer angeschaut: Können der Vanillepudding oder die Kuchenmischungen mit der günstigeren Konkurrenz oder selbst gemachten Alternativen mithalten? Das checkt eine bekannte TV-Konditorin. Wie schlägt sich die Tiefkühlpizza im Vergleich mit anderen Marken? Dazu gibt es eine große Verkostung mit einem Mitglied der deutschen Pizza-Nationalmannschaft. Außerdem ein Blick hinter die Kulissen des Unternehmens Dr. Oetker: Welche Standards gelten für den Einkauf der Produkte und die Lieferkette, die dahintersteht? Wie verantwortungsvoll agiert der Konzern? Und: Sind die Produkte ihr Geld wert?
21:45
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22:00
Für Passagierflugzeuge über der Ostsee hat sich etwas verändert. Jeden Tag melden Piloten in dieser Region Störungen bei Navigationsgeräten. Systeme fallen einfach aus oder in den Cockpits ertönen schrille Warnungen, die sich als Fehlalarm herausstellen. Grund sind gezielte Störungen des satellitengestützten GPS. Ein Problem, das offenbar mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine begann und das neben dem Luft- auch den Schiffsverkehr betrifft. Viel deutet daraufhin, dass die Störungen ihren Ursprung etwa in der russischen Exklave Kaliningrad haben. Wer genau verursacht sie - und warum? Diese "NDR Story" beleuchtet die Auswirkungen, geht den Ursachen auf den Grund und fragt, ob und wie Europa sich dagegen wehrt. Der Film begleitet Piloten, die sich auf die neue Situation einstellen müssen. Einer von ihnen ist Oliver Quiter von der dänischen Airline DAT, die mit Regionaljets zur Ostseeinsel Bornholm vor Schweden startet. Auf dieser Strecke habe er in den vergangenen Jahren vier Mal Störungen bei der Navigation per Satellit erlebt, so der Pilot. Und je näher man Russland oder der russischen Exklave Kaliningrad komme, desto häufiger träten sie auf, sagt der Pilot: "Ich weiß von Kollegen, die regelmäßig Richtung Finnland und ins Baltikum fliegen, dass sie es täglich haben." Wer verursacht die Störungen? In Polen treffen die NDR Reporter Lennart Banholzer und Simon Hoyme einen Forscher, der die Quellen der Störungen wissenschaftlich lokalisiert hat. Ihre Spur führt nach Russland. Den Erkenntnissen von Jaroslaw Cydejko von der Maritimen Universität Gdynia nach, gab es an der Küste der Exklave Kaliningrad in den vergangenen Jahren zwei Anlagen, von denen Störsignale ausgehen. Sie sollen vom russischen Militär betrieben werden. In den vergangenen Monaten hat sich die Situation offenbar weiter verschärft, wie Jaroslaw Cydejko in der "NDR Story" erklärt. Kürzlich habe er gemeinsam mit seinen internationalen Forschungskollegen eine dritte Störanlage ausgemacht: auf dem Wasser. Sorgen wegen abgeschalteter Sicherheitssysteme Die Probleme, die durch GPS-Störungen im Cockpit entstehen können, sind vielfältig. Das beschreibt in der "NDR Story" ein anderer Pilot: Niklas Ahrens fliegt für eine deutsche Airline auf Langstrecken und engagiert sich bei der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Es gebe zwei Störungsarten, erklärt er. Beim sogenannten Jamming falle das GPS-System an Bord einfach aus und die Piloten müssten für die Navigation Alternativen nutzen, etwa auf die Hilfe von Fluglotsen zurückgreifen. Oft bis zur Landung. Noch gravierender sei das sogenannte Spoofing. Dabei werde das GPS-Signal nicht nur gestört, sondern gezielt verändert. "Wenn die GPS-Position verfälscht wird, kann es zu einer großen Zahl an Fehlwarnungen kommen", so Pilot Ahrens. Um diese falschen Alarme zu verhindern, sei es üblich, ein wichtiges Sicherheitssystem im Cockpit abzuschalten. "Wir verhindern dadurch Fehlwarnungen. Andererseits nehmen wir uns aber auch das Sicherheitsnetz", so Ahrens. Andere Alarmsysteme blieben aber aktiv. Ramsey Faragher vom Royal Institute of Navigation in London stellt die Störung von GPS-Signalen in Konfliktzonen in Zusammenhang mit dem Vorgehen der russischen Streitkräfte. Es gehe dabei darum, Gegnern Angriffe mit Drohnen zu erschweren. Denn auch die nutzen in der Regel GPS. "Die Störungen reichen oft über Hunderte von Kilometern. Also weit über das Konfliktgebiet hinaus", so Faragher. So ist es auch in der Ostsee, denn auch sie ist mittlerweile einer der Orte, an denen der russisch-ukrainische Krieg geführt wird. Das liegt insbesondere an den russischen Ölexporten, die weitgehend über die Ostsee abgewickelt werden. Um der russischen Kriegswirtschaft zu schaden, greift die Ukraine tatsächlich immer wieder Häfen mit Drohnen an. Doch Russland stört nicht nur im Bereich der Ölhäfen das GPS. Die Störungen gehen auch von der russischen Exklave Kaliningrad aus und reichen teils bis in den deutschen Luftraum. Ist das ein hybrider Angriff? Die Reporter fragen nach, bei Florian Hahn (CSU), Staatsminister im Auswärtigen Amt: "Russland setzt damit ein deutliches Zeichen, will uns bedrohen, will zeigen, was es kann, will uns unter Druck setzen", sagt er. Wie wehrt Europa sich? Die deutsche Marine beobachtet die Situation offenbar mit Argwohn. Die Reporter der "NDR Story" konnten exklusiv einen Verband von NATO-Schiffen bei einem internationalen Manöver zwischen Schweden und Deutschland begleiten. Der Kommandant der Korvette "Erfurt", einem Kampfschiff, berichtete ihnen: "Jamming ist mittlerweile ein alltägliches Ereignis." Das liege auch daran, dass russische Kriegsschiffe in der Ostsee möglichst unbemerkt unterwegs sein wollen. Aus Sicht der Marine ist es deshalb wichtig, die Situation genau zu verfolgen. Die Kommandeurin Inka von Puttkamer spricht in diesem Kontext vom "Lagebildaufbau", also dem Sammeln von Informationen und Beobachtungen. Wichtig sei auch, Präsenz zu zeigen, denn auch das sei "Abschreckung gegenüber Russland". Doch belässt Deutschland, belassen die EU und die NATO es dabei? Oder greifen sie auch selbst zu robusten Maßnahmen? Auch dieser Frage geht diese "NDR Story" nach.
22:45
Enttäuscht und demokratiemüde? Eine Dokumentation über Mecklenburg-Vorpommern Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Ungerechtigkeit in diesem Land größer wird und dass die Politik sich hauptsächlich um "die da oben" kümmert: Die Reichen werden immer reicher und die eigenen Sorgen interessieren niemanden. Doch stimmt das wirklich? Und was passiert mit einer Demokratie, wenn immer mehr Menschen das Vertrauen in Politik und Staat verlieren? Die NDR Dokumentation "Die da unten" reist durch Mecklenburg-Vorpommern und trifft Menschen, die sich abgehängt oder schlicht nicht mehr ernst genommen fühlen. Zwischen Kiosk, Kleingarten und Campingplatz erzählen sie von ihrem Alltag, ihren Sorgen und ihrem Blick auf die Politik. Der Elitenforscher Michael Hartmann erklärt, wie groß die Unterschiede zwischen oben und unten tatsächlich sind. Aber es gibt auch positive Geschichten, wie die eines Bürgerentscheids in Schwerin. Die Dokumentation "Die da unten" von Carolin Kock und Jette Studier ist jetzt in der ARD Mediathek zu sehen und am 9. September 2026, 22:05 Uhr, im NDR Fernsehen. Viel mehr als Farbe an der Wand: Wie Grafitti Hamburg bunt gemacht hat Wie aus "Schmierereien" eine Kultur und Grafitti für viele weit mehr wurde als Farbe an der Wand, erzählt die NDR Kultur Dokumentation "Wie Hamburg bunt wurde - Die Entstehung der Graffitiszene" (NDR Fernsehen, 24. August 2026, 22:45). Der Film führt zurück in die 1980er- und 1990er-Jahre, als Hip-Hop, Breakdance und Graffiti die Stadt eroberten - illegal, wild und voller Energie. Zeitzeug*innen wie DAIM, heute ein weltweit bekannter Graffiti-Künstler, SonnyTee, Jennifer Kauka, Jan Delay und viele weitere erinnern sich an eine Szene zwischen Abenteuer, Rebellion und kreativem Aufbruch. Gefühle für einen Chatbot? Beeindruckender Dokumentarfilm über KI "Finding Connection" - eine Verbindung finden, so heißt der Dokumentarfilm von Florian Karner, der vier Menschen begleitet, die emotionale Beziehungen mit KI-Chatbots führen. Es sind Menschen, die enttäuscht wurden, die ihr Vertrauen verloren haben, die auf der Suche nach tiefer Verbundenheit sind. Trost finden sie ausgerechnet in KI-Companion-Apps: in Gesprächen mit virtuellen Partnern, die Nähe und Einfühlsamkeit simulieren. In seinem Langfilm-Debüt ist Nachwuchsregisseur Florian Karner zurückhaltend und sensibel mit der Kamera dabei, wenn Denise aus den USA, Rudi aus England und Steffi und Joe aus Deutschland ihre Erlebnisse, Sorgen und Sehnsüchte mit ihren digitalen Partnern teilen. Was bedeutet es, wenn ausgerechnet Maschinen zu den verlässlichsten Zuhörern werden, scheinbar verstehen und trösten? Ein beeindruckender Film, der viel über Einsamkeit in der Gesellschaft erzählt (Kinostart 13. August 2026). Von "The Voice" zum "Rising Star": der Pianist Giorgi Gigashvili in Norddeutschland "Mit klassischer Musik kann ich alles sagen, was ich will", so der Pianist Giorgi Gigashvili. Doch seine Interessen reichen viel weiter: von Mode über Pop bis Jazz. Der 26-Jährige ist einer der vielseitigsten und vielversprechendsten Musiker seiner Generation und kombiniert in seinen Konzerten schon mal klassische Stücke mit Volksliedern aus seiner Heimat Georgien. Als Kind sang er dort bei "The Voice", später hörte er Martha Argerich und beschloss, Pianist zu werden. Inzwischen lebt er in Deutschland und gastierte als "ECHO Rising Star" in den wichtigsten Konzerthäusern Europas. Außerdem spielt er oft mit Star-Geigerin Lisa Batiashvili, die ihn mit ihrer Stiftung fördert. Jetzt kommt Giorgi Gigashvili zu einigen Festivals nach Norddeutschland: 28. August: Emden (Gezeitenkonzerte), 29. August: Bremerhaven (Musikfest Bremen), 30. August: Hamburg (Elbphilharmonie Sommer). Ein Teenager als "Stiefpapa: Christian Dittloffs Roman übers Erwachsenwerden Was macht es mit einem Teenager, wenn er sich in ein schwangeres Mädchen verliebt, Verantwortung übernimmt und sich nach der Geburt um ihr Baby kümmert? Darum geht es in Christian Dittloffs Roman "Das Leichteste der Welt" (Berlin Verlag). Der 15-jährige Ivo verliebt sich im Sommer 1999 in die wenige Jahre ältere Karla. Karla bekommt ein Kind - und plötzlich steht für Ivo nicht mehr nur die erste große Liebe im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, was Verantwortung eigentlich bedeutet. Dabei ist Ivo hin- und hergerissen zwischen seinem neuen Leben als "Stiefpapa" und dem ungezwungenen Alltag als Teenager mit seinen Freunden. Dittloff erzählt humorvoll und warmherzig von erster Liebe, Freundschaft, Familie. Das "NDR Buch des Monats" im August. Akkordeon in der Klassik: Ksenija Sidorova beim Schleswig-Holstein Musik Festival In der klassischen Musik steht das Akkordeon selten im Mittelpunkt. Umso schöner, dass die Porträtkünstlerin beim diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festival die Akkordeonistin Ksenija Sidorova ist. Beeindruckend und virtuos beweist sie in vielen Konzerten, wie vielfältig ihr Instrument ist. Sie spielt Soloabende, Kammermusik, aber auch mit großem Orchester wie bei der Uraufführung des Konzerts für Akkordeon und Orchester von Fazil Say. Akkordeon und Klassik gehören zusammen - nicht nur für Ksenija Sidorova. Einige Konzerte sind live oder zeitversetzt im Radio auf NDR Kultur zu hören.
23:15
Ausgerechnet im Puff segnet Horst Klein das Zeitliche. Aus Dankbarkeit für dort erwiesene Dienste hat er Hab und Gut der Prostituierten Ayse vermacht. Allerdings besteht sein Besitz nur aus einer stinkenden Würstchenbude auf Helgoland. Als Ayse in ihrer neuen Heimat ankommt, verläuft schon die erste Begegnung äußerst seltsam: Die versponnene Fuhrtaxibesitzerin Charlotte glaubt in Ayse einen Engel zu sehen und einen Hinweis auf die bevorstehende Apokalypse. Trotz ihrer Gegensätzlichkeit freunden sich die beiden an. Gemeinsam machen die Frauen aus Kleins Würstchenbude den Orient Express. Aber die Inselbewohner lehnen Ayse ab, vor allem der bei ihr abgeblitzte Hannes.