08:10
Am 6. August 2005 ist eine Maschine der Fluggesellschaft Tuninter auf dem Weg zu der tunesischen Ferieninsel Djerba. Hoch über dem Mittelmeer fällt plötzlich der rechte Motor aus. Die Piloten leiten sofort eine Notlandung ein, doch dann kommt es noch schlimmer: Auch der zweite Motor arbeitet nicht mehr. Das Flugzeug stürzt ab. Während des Sturzes versucht die Crew immer wieder, die Motoren neu zu starten - vergeblich. Die letzte Chance ist eine Landung auf dem Meer. 20 Menschen überleben das Manöver, 14 von 34 Passagieren kommen ums Leben. Die Experten gelangen zu einer erschreckenden Erkenntnis.
09:00
Der Chinook zählt zu den leistungsstärksten Transporthubschraubern der Welt. Mit seinen Tandemrotoren hebt er enorme Lasten und prägt seit dem Vietnamkrieg militärische und zivile Einsätze.
09:50
Die Boeing B-17 Flying Fortress wird im Zweiten Weltkrieg zum Symbol amerikanischer Luftangriffe. Bei riskanten Einsätzen prägt der ikonische Bomber den Luftkrieg über Europa.
10:40
Im US-Kongress kommt es zu einer aufsehenerregenden Anhörung, in deren Verlauf ein jahrzehntelanger Kampf um die Transparenz beim Umgang mit dem Thema UFOs neu entfacht wird. Ein Ex-Mitarbeiter des Pentagon sagt unter Eid aus und legt dabei ein brisantes Zeugnis ab. Außerdem beschreiben Kampfpiloten und andere Militärangehörige Sichtungen seltsamer Phänomene. Dies führt dazu, dass sich die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gezwungen sieht, einen neuen Ansatz für die Analyse von UFO-Sichtungen und den damit verbundenen Veröffentlichungen in Betracht zu ziehen.
11:25
Ein ehemaliger Pilot der US Navy hat entscheidend dazu beigetragen, die Geheimhaltungspraxis der Regierung in Washington hinsichtlich des UFO-Themas aufzudecken. Er weiß: Für Piloten der zivilen Luftfahrt gab es bislang keine Anlaufstelle für die Meldung unerklärbarer Sichtungen. Als Whistleblower stellt sich der Ex-Soldat nun eindeutig auf die Seite seiner Kollegen und versucht, die Einrichtung einer solchen Stelle voranzutreiben. Zudem drängen Aktivisten die Politik dazu, endlich Gesetze zu schaffen, die die Belastung der Piloten ernst nehmen.
12:10
Mit der Taufe des dänischen Königs und Wikingerführers Harald Blauzahn um 960 n.Chr. beginnt für die Nordmänner eine neue Ära: Unter Harald konsolidiert sich das Wikingerreich nach innen und baut seine Macht nach außen aus. Mit der Übernahme der christlichen Religion durch die Führungsschicht geht aber keineswegs eine Entwertung der alten Kriegstugenden einher. Vielmehr nehmen etwa Raub- und Eroberungszüge auf die Britischen Inseln noch an Häufigkeit zu. Ab 1018 regiert Knut der Große England und Dänemark in Personalunion, doch das Reich des mächtigen Wikingers überdauert seinen Tod nicht lange.
13:00
Vor rund 4.000 Jahren wagen sich Menschen in einfachen Kanus auf den offenen Pazifik, um neue Lebensräume zu finden. Auf ihren weiten Fahrten entdecken sie Inseln von Taiwan bis Vanuatu und entwickeln dabei außergewöhnliche Navigationsfähigkeiten. Geleitet von Sternen, Meeresströmungen und dem Wissen ihrer Vorfahren werden sie zu Meister-Navigatoren. Doch die Reisen sind gefährlich und führen durch unberechenbare Gewässer. Nachdem sie Inselgruppen wie Fidschi, Samoa und Tonga erreichen, scheint ihre Expansion an Grenzen zu stoßen - dennoch setzen sie ihre Fahrten ins Unbekannte unerschrocken fort.
13:45
Mit größeren und stabileren Doppelrumpf-Kanus brechen Seefahrer in den Pazifik auf und wagen sich immer weiter nach Osten. Nach langen Fahrten ohne neue Entdeckungen stoßen sie schließlich auf Inseln wie Tahiti - doch das ist erst der Anfang. Mit dem überlieferten Wissen ihrer Vorfahren setzen sie ihren Kurs fort und erreichen entlegene Orte wie die Osterinsel, Hawaii und Neuseeland. Vögel, Wale und der Sternenhimmel helfen ihnen, sich im Ozean zu orientieren. Mit jeder neuen Entdeckung entstehen eigenständige Kulturen, doch mit dem Auftauchen europäischer Schiffe verändert sich ihre Welt grundlegend.
14:35
Menschen ins All zu schicken, ist ein riskantes Unterfangen. Im Rahmen einer kontrollierten Explosion werden Astronauten per Raumfähre ins All geschleudert, auf die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre extreme Hitze und Reibungskräfte wirken. Schon kleine Fehler können in dieser Umgebung verheerende Folgen haben. Um ihre neue Tiefraumkapsel Orion sicherer zu machen, untersucht die NASA frühere Katastrophen: Von Space-Shuttle-Explosionen bis zu tragischen Unfällen der Apollo- und Sojus-Missionen analysieren Ingenieure jedes Detail, um Erkenntnisse für die Raumfahrt der Zukunft zu gewinnen.
15:25
Tunnel sparen Zeit, weil sie schwer passierbare Landschaften unterirdisch durchqueren. Doch die gewaltigen Bauwerke bergen Risiken: Im schlimmsten Fall kann ein Tunnel zur tödlichen Falle werden. Gleichzeitig werden moderne Projekte immer länger, tiefer und technisch anspruchsvoller. Am Brenner-Basistunnel unter den Alpen und am Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Deutschland und Dänemark zeigen Ingenieure, wie sie aus Katastrophen der Vergangenheit lernen. Während diese Bauwerke neue Rekorde setzen, entwickeln sie Sicherheitskonzepte, um Bauarbeiter und Reisende künftig besser zu schützen.
16:15
Weltweit steigt das Risiko verheerender Überschwemmungen. Sturmfluten und extreme Regenfälle überfordern immer häufiger Flüsse, Kanäle und Entwässerungssysteme großer Städte. Ingenieure ziehen daraus ihre Lehren: In Tokio zum Beispiel entsteht ein gigantisches unterirdisches Flusssystem, das gewaltige Wassermassen bei Taifunen aufnehmen soll. In Spanien zeigte die Katastrophe von Valencia, wie entscheidend funktionierende Frühwarnsysteme sind, wenn die Infrastruktur versagt. Und in New Orleans wurden nach der schlimmsten Flutkatastrophe der US-Geschichte gewaltige Sturmflutsperren neu entwickelt.
17:00
Als 2018 die Morandi-Brücke in Genua einstürzte, war das ein Weckruf für Ingenieure weltweit. Das Unglück zeigte, dass selbst gewaltige Bauwerke eine begrenzte Lebensdauer haben. Zugleich nehmen Verkehr, Bevölkerung und extreme Wetterereignisse stetig zu. Beim Bau der neuen Brücke in Genua setzen Ingenieure deshalb auf intelligente Überwachungssysteme und moderne Robotik. Auch anderswo werden die Grenzen des Möglichen immer weiter verschoben: In der Türkei entsteht eine der längsten Hängebrücken der Welt - entwickelt, um starken Winden, Kollisionen mit Schiffen und sogar schweren Erdbeben standzuhalten.
17:50
Als 2001 die Zwillingstürme des World Trade Centers einstürzten, glaubten viele Ingenieure, die Zeit der Wolkenkratzer sei vorbei. Doch der Anschlag führte zu einem Umdenken. Neue Sicherheitsstandards und Erkenntnisse veränderten die Planung hoher Gebäude grundlegend. Gleichzeitig begann ein Boom sogenannter "Supertalls" - Wolkenkratzer mit mehr als 300 Metern Höhe. Heute besitzen bereits 71 Städte mindestens eines dieser Bauwerke. Vom One World Trade Center in New York bis zum Burj Khalifa in Dubai zeigen sie, wie Ingenieure aus früheren Katastrophen lernen und immer sicherere Hochhäuser entwickeln.
18:35
Kernenergie kann ganze Städte mit Strom versorgen - oder sie zerstören. Trotz der Risiken gilt sie heute als eine der sichersten Energieformen und spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel, da sie nahezu CO2-frei ist. Katastrophen wie in Tschernobyl, Fukushima-Daiichi und Three Mile Island prägen bis heute die öffentliche Wahrnehmung. Doch aus diesen wurden entscheidende Lehren gezogen: Moderne Anlagen gelten inzwischen als deutlich sicherer. Forschende arbeiten zudem an der Vision der Kernfusion - einer potenziell noch sichereren und nahezu unbegrenzten Energiequelle.
19:25
National Geographic Explorer und Autor Paul Salopek ist in den Bergen der Provinz Yunnan unterwegs. Mit Hilfe einiger Einheimischer entdeckt er die enorme biologische Vielfalt der Region.
19:45
National Geographic Explorer und Autor Paul Salopek zieht es von Yunnan weiter in die benachbarte Provinz Sichuan. Unterstützt wird er auf seiner Wanderung von seinen chinesischen Begleitern.
20:15
Von antiken Tempeln bis zu beeindruckenden Kathedralen spiegeln sakrale Bauwerke die tiefen Überzeugungen der Menschheit wider. Das Pantheon in Rom fasziniert mit seiner Kuppel und dem geheimnisvollen Oculus. In der Normandie erhebt sich die Abtei Mont Saint-Michel aus dem Meer und zeugt vom Können ihrer Erbauer, die trotz starker Gezeiten ein Kloster auf felsigem Grund errichteten. Die Porta Nigra, das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen, existiert bis heute, weil ein griechischer Einsiedler die Militäranlage in einen heiligen Ort verwandelte.
21:00
Weltweit schufen Menschen Bauwerke, die als Brücke zwischen Erde und Kosmos dienen sollten - von Angkor Wat als steinernem Universum bis zu El Castillo als Verbindungspunkt von Himmel und Mensch.
21:50
Der Vesuv gilt als eine tickende Zeitbombe. Tom Hiddleston untersucht, ob die Menschen in Pompeji die Warnzeichen der drohenden Katastrophe hätten erkennen können.
22:35
Die Sonne bildet das Zentrum unserer galaktischen Nachbarschaft. Sie hält die Erde und die sie umgebenden Planeten zusammen - was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass allein sie 99,9 Prozent der in unserem Sonnensystem vorhandenen Masse ausmacht. In ihrem Innern herrscht eine Temperatur von ca. 15 Millionen Grad. Für Wissenschaftler ist dieser gewaltige Glutofen das wohl faszinierendste physikalische Labor des gesamten Universums. Die Dokumentation "Geheimnisse der Sonne" enthüllt in anschaulicher Weise neueste Erkenntnisse, die die Forschung bei ihren Untersuchungen zutage gefördert hat.
23:20
Auf der Suche nach Leben auf dem Mars musste 2022 die ExoMars-Mission einen schweren Rückschlag einstecken. Das ehrgeizige Projekt, an dem 20 Jahre lang gearbeitet wurde, plagten zu diesem Zeitpunkt bereits diverse technologische Rückschläge sowie zahlreiche wirtschaftliche und politische Krisen. Mit beispiellosen Einblicken in die Mission und den Aussagen von Männern und Frauen aus 20 verschiedenen Ländern, die an diesem Programm beteiligt waren, entsteht das Bild eines Traums, der letztendlich zum Scheitern verurteilt war. Gibt es Leben auf dem Mars? Die Frage lässt sich bis heute nicht beantworten.