21:00
Am 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl das bislang verheerendste Unglück in der Geschichte der zivilen Atomkraftnutzung. In einem sowjetischen Kernkraftwerk in der heutigen Ukraine schmolzen nach einer Wasserstoffexplosion Teile des Reaktorgebäudes. Hohe Mengen an radioaktivem Material entwichen. Noch heute sterben viele Menschen aus dem Katastrophengebiet an den Spätfolgen - vor allem an Schilddrüsenkrebs und Leukämie. Sekunden vor dem Unglück dokumentiert, was an jenem verhängnisvollen Tag genau geschah und wie Mensch und Natur in Tschernobyl heute mit der schrecklichen Vergangenheit umgehen.
21:50
"Schicksale hautnah" widmet sich der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon 2010. Überlebende schildern eindringlich, warum sie die Bilder der Katastrophe niemals aus dem Kopf bekommen werden.
22:40
Seine Lage zwischen Südosteuropa und Kleinasien machte das Schwarze Meer schon vor Jahrtausenden zu einem wichtigen Wirtschaftsraum: Ein enges Netz von Handelbeziehungen verband die Anrainer untereinander und mit den angrenzenden Regionen des Mittelmeers. Bei der Erforschung dieser Zusammenhänge kommt Unterwasser-Archäologen und Historikern zugute, dass die tiefsten Schichten des Schwarzen Meeres extrem sauerstoffarm sind. Schiffswracks bleiben daher besonders gut erhalten. Das ermöglicht Einblicke in den antiken Schiffbau - und in das Schicksal eines deutschen U-Boots aus dem Zweiten Weltkrieg.
23:25
Als vor 2.000 Jahren am Golf von Neapel der Vesuv ausbrach, ließ er die Städte Pompeji und Herculaneum unter Asche und Lava versinken. Viele Bewohner fanden den Tod. Anhand der durch die Lava konservierten Körper lässt sich ein detaillierter Zeitplan rekonstruieren, der zeigt, wie die letzten Minuten der Menschen verliefen, die dem Vulkan damals machtlos ausgeliefert waren. Neu ist, das viele derjenigen, die nicht überlebten, zu einer fast vergessenen Klasse gehörten: den Sklaven. Sie lebten im Untergrund und trugen mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Funktionieren der antiken römischen Gesellschaft bei.