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An Bord der ISS verbrachte Chris Hadfield hunderte Tage im Weltall. Doch eigentlich würde der ehemalige Astronaut die Erde am liebsten für immer verlassen: Er glaubt, dass die Flucht von unserem Heimatplaneten im Grunde die einzige Chance ist, um der Gefahr durch Asteroiden dauerhaft zu entkommen. Aber wie sähe eine menschliche Kolonie im Universum konkret aus? Welche Vorkehrungen müssten getroffen werden? Und welche Rolle spielen Schwerkraft und extraterrestrische Strahlung? "One Strange Rock" zeigt, wie realistisch die Vision eines Lebens in fernen Galaxien für uns Erdenbürger wirklich ist.
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Seit der Entstehung des Lebens auf der Erde haben zunächst Einzeller, später höher entwickelte Pflanzen- und Tierarten den Planeten radikal umgestaltet. Sowohl die Erdoberfläche als auch die Atmosphäre oder Bodenschätze wie Erdöl sind durch diese biologischen Prozesse umgeformt worden oder verdanken ihnen ihre Existenz. Auch die Gestalt der Landschaft beeinflussen sie ganz direkt: Aus Fischkot werden Inseln, Tierkadaver zu Bergen, und Pflanzen spielen eine Rolle bei der Entstehung von Kontinenten. Doch das Leben hat nicht nur die Kraft, aufzubauen, sondern entfaltet auch eine zerstörerische Wirkung.
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Werden wir eines Tages im Weltall Lebensformen entdecken, die den uns bekannten ähneln? Um diese Frage zu beantworten, wirft die Ärztin und Astronautin Dr. Mae Jemison in "One Strange Rock" einen Blick auf die Geschichte des Lebens auf der Erde. Nach seiner Entstehung verharrte es rund zwei Milliarden Jahre lang auf einer Stufe relativ geringer Organisation - ausschließlich Einzeller bevölkerten die Urozeane. Wie und warum aber kam es zu der Explosion an Komplexität und Diversität, die unsere heutige Pflanzen- und Tierwelt hervorbrachte? Und könnte dieser Prozess auf anderen Planeten ähnlich ablaufen?
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Nachdem Hitlers Wehrmacht im Zuge der "Blitzkrieg"-Strategie bereits zu Beginn des Sommers 1940 Frankreich erobert hatte, war Großbritannien das nächste Ziel. Eine Invasion wurde vorbereitet, aber nie umgesetzt. Stattdessen flog die deutsche Luftwaffe zahlreiche Angriffe gegen englische Städte. Zwischen September 1940 und Mai 1941 kamen dabei über 40.000 Zivilisten ums Leben. Mehr als eine Million Häuser wurden beschädigt oder zerstört. "Zweiter Weltkrieg: Geschichte von oben" widmet sich den Ereignissen aus der Vogelperspektive und dokumentiert den Kampf der Royal Air Force gegen die deutschen Bomber.
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Am 3. September 1939 torpediert das deutsche U-Boot U 30 das britische Passagierschiff Athenia, das einen Tag später sinkt. Die Attacke, der 112 Menschen zum Opfer fallen, ist Auftakt eines zähen Ringens zur See, in dem Nazi-Deutschland versucht, die Versorgung der Britischen Inseln zu kappen - ein Vorhaben, dass dank der Gegenwehr der Royal Navy und ihrer Verbündeten nie verwirklicht werden kann. Die Alliierten entwickeln nicht nur wirksame Waffen und Strategien gegen die U-Boote, sie entschlüsseln 1940 auch den Funkverkehr der deutschen Kriegsmarine und sind dem Gegner so stets einen Schritt voraus.
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Am 1. September 1939 überfällt das Deutsche Reich ohne Kriegserklärung seinen östlichen Nachbarn Polen. Nach außen gerechtfertigt durch einen von der SS inszenierten Angriff angeblicher polnischer Freischärler. Dem Krieg und der anschließenden Besatzung Polens, das Deutschland und die UdSSR unter sich aufteilten, fallen etwa sechs Millionen polnische Staatsbürger zum Opfer. "Zweiter Weltkrieg: Geschichte von oben" rekonstruiert u.a. die deutsche Blitzkrieg-Taktik, eine gelungene Flucht aus dem Vernichtungslager Auschwitz und die Versuche, Warschau vor der völligen Zerstörung zu bewahren.
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Mit dem D-Day, der erfolgreichen alliierten Landung dem 6. Juni 1944 in der Normandie, ist die Endphase des Zweiten Weltkriegs eingeläutet: Doch auch nach der Sicherung ihrer Brückenköpfe in Frankreich stehen den amerikanischen, britischen und kanadischen Einheiten weitere enorme Opfer bevor. Operation Cobra, eine durch massive Bombardements unterstützte Offensive bei Caen, schwächt die deutschen Linien soweit, dass den Alliierten der Durchbruch gelingt. Ab August 1944 können sie ihre Truppen konsolidieren und gleichzeitig, trotz des erbitterten deutschen Widerstands, Richtung Paris vorrücken.
04:00
Im September 1944 wagen die Alliierten ein Vabanquespiel. Die Landung in den niederländischen Provinzen Noord-Brabant und Gelderland soll einen raschen Vorstoß ins Ruhrgebiet ermöglichen. Doch der Erfolg der "Operation Market Garden" hängt vom perfekten Zusammenspiel mehrerer Faktoren ab: Das Absetzen zehntausender Fallschirmjäger hinter den feindlichen Linien muss ebenso gelingen wie die Eroberung mehrerer erbittert verteidigter Brücken. Zudem gilt es, eine der am besten ausgerüsteten deutschen Panzerdivisionen zu neutralisieren. Tatsächlich entwickelt sich die riskante Operation nicht wie erhofft.
04:45
Im Juli 1943 verlässt Italien das Bündnis mit Deutschland. Mussolini wird verhaftet und Anfang September schließt die neue italienische Regierung mit den Alliierten einen Waffenstillstand. Doch bereits seit Anfang August rücken deutsche Truppen im Land vor. Dann beginnen am 9. September britische und amerikanische Verbände bei Salerno die Landungsoperation "Avalanche". Ihr Ziel ist es, Europa von Süden aus zu befreien. Dabei treffen sie allerdings auf erbitterten deutschen Widerstand und gut ausgebaute Verteidigungslinien. Die nun folgenden Schlachten gehören zu den blutigsten des Zweiten Weltkrieges.