17:50
Die Evangelisten Matthäus, Markus und Johannes berichten, dass römische Soldaten Jesus vor seinem Kreuztod eine Dornenkrone aufsetzten, um den "König der Juden" zu verhöhnen. Auf verschlungenen Wegen soll die Krone nach Paris gelangt sein, wo sie bis heute in der Kathedrale Notre Dame aufbewahrt wird. Der Jesuitenpater Patrick Hough hat sich der Erforschung der Krone verschrieben. Für "Mysterien der Menschheit" untersucht er einen Dorn der Reliquie, von dem es heißt, dass er auf wundersame Weise zu bluten begonnen habe. Handelt es sich um faulen Zauber, um ein wissenschaftlich fassbares Phänomen?
18:40
Als 2001 die Zwillingstürme des World Trade Centers einstürzten, glaubten viele Ingenieure, die Zeit der Wolkenkratzer sei vorbei. Doch der Anschlag führte zu einem Umdenken. Neue Sicherheitsstandards und Erkenntnisse veränderten die Planung hoher Gebäude grundlegend. Gleichzeitig begann ein Boom sogenannter "Supertalls" - Wolkenkratzer mit mehr als 300 Metern Höhe. Heute besitzen bereits 71 Städte mindestens eines dieser Bauwerke. Vom One World Trade Center in New York bis zum Burj Khalifa in Dubai zeigen sie, wie Ingenieure aus früheren Katastrophen lernen und immer sicherere Hochhäuser entwickeln.
19:25
Kernenergie kann ganze Städte mit Strom versorgen - oder sie zerstören. Trotz der Risiken gilt sie heute als eine der sichersten Energieformen und spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel, da sie nahezu CO2-frei ist. Katastrophen wie in Tschernobyl, Fukushima-Daiichi und Three Mile Island prägen bis heute die öffentliche Wahrnehmung. Doch aus diesen wurden entscheidende Lehren gezogen: Moderne Anlagen gelten inzwischen als deutlich sicherer. Forschende arbeiten zudem an der Vision der Kernfusion - einer potenziell noch sichereren und nahezu unbegrenzten Energiequelle.
20:15
Drei reale Katastrophen werden mit modernster 3D-Technik, forensischer Präzision und wissenschaftlicher Expertise rekonstruiert: Warum kam es im japanischen AKW Fukushima nach einem gewaltigen Erdbeben zum Super-GAU? Wie konnte ein 60 Meter hoher Baukran mitten in Manhattan in die Tiefe stürzen? Und weshalb verwandelte sich der US-Flugzeugträger "USS Forrestal" nach einer Explosion in eine tödliche Falle, die 134 Menschen das Leben kostete? Schritt für Schritt deckt "Anatomie einer Katastrophe" die wahren Ursachen hinter den Tragödien auf - von winzigen Materialfehlern bis zu fatalen Entscheidungen.
21:00
Beim Einsturz des Südturms rettet Sanitäter Al einen schwer verletzten Feuerwehrmann. Auch eine Überlebende des Pentagon-Anschlags trifft Jahre später erstmals ihren Retter wieder.
21:45
Rund 4.500 Flugzeuge befinden sich unmittelbar nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 im Luftraum über Nordamerika. So schnell wie möglich müssen alle Flüge landen, um weitere Anschläge zu verhindern. Zu diesem Zeitpunkt sind 500 Flugzeuge im Anflug auf die Westküste der USA. 233 können umkehren, doch bei den restlichen reichen die Kerosinvorräte nicht für den Rückflug. Es ist die Sternstunde einiger fast vergessener 9/11-Helden: Die Fluglotsen im 10.000-Einwohner-Städtchen Gander, Neufundland, organisieren innerhalb von nur drei Stunden die Landung von 167 Maschinen mit 45.000 Passagieren.
22:35
Am 14. April 1912 versank die RMS Titanic in den eiskalten Tiefen des Atlantiks. Bis heute beschäftigt die Katastrophe die Menschen. Dank modernster Scantechnologie und wegweisender CGI-Animationen ist es einem internationalen Expertenteam gelungen, den ersten hochauflösenden digitalen 3D-Zwilling des Titanic-Wracks zu erstellen. Im Rahmen einer völlig neuartigen immersiven Untersuchung wird das Schicksal des Passagierdampfers minutiös rekonstruiert. Dabei geht es um Heldentaten, aber auch um Rücksichtslosigkeit und Feigheit an Bord - und darum, warum das "unsinkbare" Schiff letztlich unterging.
23:45
Der tragische Untergang der Titanic im April 1912 bewegte Millionen Menschen in aller Welt und wurde zur Inspirationsquelle für eine schier unüberschaubare Zahl von Romanen, Sachbüchern und Filmen. Dennoch war die genaue Lage des Wracks jahrzehntelang unklar. Erst 1985 gelang es Dr. Robert Ballard, die letzte Ruhestätte des Ozeanriesen zu finden. Was nur wenige wissen: Ballard bekam zwar von der US-Navy ein Schiff zur Verfügung gestellt - aber bevor er mit der Suche nach der Titanic beginnen konnte, musste er zunächst einen Geheimauftrag des Militärs erfüllen. Er sollte die Wracks zweier At...