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Obwohl die chemischen Grundbausteine des Lebens im Weltall häufig vorkommen, fehlen bisher Beweise dafür, dass sich auch auf anderen Himmelskörpern eine Art zweite Erde entwickelt hat. Auch die Suche nach außerirdischen Zivilisationen blieb bislang erfolglos. Vieles deutet darauf hin, dass das Leben in kosmischem Maßstab eine eher seltene Erscheinung ist. Warum also konnte es gerade auf der Erde so üppig gedeihen? "One Strange Rock" spürt den Gesetzmäßigkeiten und Zufällen nach, die von unbelebter Materie zu sich selbst reproduzierenden und sich dabei ständig verändernden biologischen Systemen führten.
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Ohne den Tod gäbe es keine Evolution - denn erst die Aufeinanderfolge der Generationen macht es möglich, dass zufällige Mutationen im Laufe der Zeit in genetische Anpassungsprozesse münden. Vor dem Hintergrund sich ständig ändernder Umweltbedingungen entstehen so neue Arten. Eine hypothetische Population unsterblicher Individuen wäre zu dieser Anpassung nicht in der Lage. Immer wieder kam es in der Geschichte unseres Planeten zu globalem Massensterben. Der Großteil des existierenden Lebens wurde auslöscht, wodurch Platz für Neues entstand. Motor der Evolution ist dabei die geschlechtliche Fortpflanzung.
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Operation Overlord, die Landung der Alliierten in der Normandie ab dem 6. Juni 1944, erforderte eine minutiöse Vorbereitung: Allein 6.400 Schiffe waren nötig, um 326.000 Mann, 104.000 Tonnen Material und 54.000 Fahrzeuge anzulanden. Hinzu kamen mehrere tausend Mann der Luftlandeeinheiten, die die Invasion von Land aus absicherten. "Zweiter Weltkrieg: Geschichte von oben" rekonstruiert die Ereignisse aus völlig neuer Perspektive: Bislang kaum gezeigte Fotos der Luftaufklärung und aus Privatarchiven werden ergänzt durch zeitgenössisches Filmmaterial und aktuelle Aufnahmen der Originalschauplätze.
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1942: Hitler sinnt auf Rache für das seit Kriegsbeginn anhaltende Bombardement deutscher Städte durch die Royal Air Force. Mit Hilfe neuer Raketenwaffen, die in streng abgeschotteten Forschungsanlagen entwickelt und unter Einsatz von Zwangsarbeitern gefertigt werden, rückt eine Verwirklichung der Rachepläne des Diktators in greifbare Nähe. Der "Vergeltungswaffe" V1 fallen tausende Menschen in London und Lüttich zum Opfer. Sie kann aber das Kriegsgeschehen nicht zugunsten Deutschlands wenden. Aus der Luft schalten die Allliierten nach und nach wichtige Zulieferbetriebe im Reichsgebiet aus.
02:30
Spätestens mit dem D-Day Anfang Juni 1944 scheint das Schicksal von Nazi-Deutschland besiegelt zu sein. Das Vorrücken der Alliierten Richtung Deutsches Reich ist nicht mehr aufzuhalten. Doch im Dezember schlägt Hitler noch einmal zu: Der "Führer" setzt alles auf eine Karte und schickt seine Armeen an die Westfront. Mit modernster Ausrüstung gelingt es der Wehrmacht, den alliierten Vormarsch zu stoppen. Die Deutschen machen sogar erhebliche Geländegewinne. Aber nach den anfänglichen Erfolgen scheitert die "Ardennenoffensive" - und die endgültige Befreiung Europas ist nur noch eine Frage der Zeit.
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1943: Die deutsche Wehrmacht hält u.a. Frankreich, Polen, Jugoslawien, Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Norwegen besetzt und kämpft in der Sowjetunion gegen die Rote Armee. Zu Land sehen sich die Westalliierten einer Übermacht gegenüber, der sie vorläufig nichts entgegenzusetzen haben. Daher verlegen sie ihre Anstrengungen in dieser Kriegsphase darauf, die Nervenzentren der deutschen Industrie aus der Luft lahmzulegen und so den Nachschub an Panzern, U-Booten und Flugzeugen zu unterbinden. Für diese heikle Mission versammeln die Alliierten die Crème de la Crème ihrer Luftstreitkräfte.
04:05
Im Mai 1940 werden rund 400.000 Angehörige der British Expeditionary Force bei Dünkirchen von der Wehrmacht eingekesselt. Dass so vielen Soldaten der Tod oder die Gefangenschaft droht, lässt der Führung der Royal Navy keine Ruhe. Während die britischen Truppen massiv von der deutschen Luftwaffe ins Visier genommen werden, plant der von Premier Winston Churchill beauftragte Vice-Admiral Bertram Ramsay eine gewagte Rettungsaktion. Die Briten sollen über das Meer nach Großbritannien entkommen, um sich dem deutschen Zugriff zu entziehen. Der Erfolg der Operation entscheidet über Sieg oder Niederlage.
04:50
Die bevorstehende Niederlage des Deutschen Reiches ist Anfang 1945 längst unumkehrbar. Doch Adolf Hitler lässt seine Armeen jeden Meter Boden hartnäckig verteidigen. An der Ostfront mobilisiert der sowjetische Diktator Josef Stalin eine Million Soldaten zum Sturm auf Berlin. Um die Reichshauptstadt einzukesseln, müssen die sowjetischen Truppen zunächst eine Reihe strategisch bedeutsamer deutscher Befestigungsanlagen ausschalten. Die zahlenmäßig überlegene Rote Armee sieht sich dabei einem Gegner gegenüber, der trotz zunehmender Versorgungsschwierigkeiten mit äußerstem Fanatismus weiterkämpft.