04:20
Die Protagonisten dieser Episode von "Tiere außer Rand und Band" sind zur falschen Zeit am falschen Ort. Dabei hätten sie es eigentlich besser wissen müssen, denn niemand sollte wilde Tiere auf derart plumpe Weise herausfordern. Und wenn Dummheit allein nicht ausreicht, kommt mitunter sogar noch Pech hinzu. Von Angesicht zu Angesicht stehen diese tragischen Helden der unberechenbaren Wirklichkeit der Natur gegenüber. Da erübrigt sich sogar der Hinweis: Bitte nicht zu Hause nachmachen!
05:00
Ob durch mörderische Raubtiere, unvorhersehbare Unfälle oder tragische Missgeschicke in der Wildnis - "Erfolgreiche Flucht" präsentiert atemberaubende Szenen, bei denen Tiere in die Enge getrieben, umzingelt oder auf andere Weise beinahe getötet werden und dann doch auf nahezu mysteriöse Weise noch entkommen können. Mit geradezu gigantischem Überlebenswillen schaffen es diese Tiere in größter Verzweiflung, das Ruder wieder herumzureißen und dem Tod noch einmal von der Schippe zu springen.
05:45
Ob Glattwale, Pinguine oder Seelöwen - zur Geburt ihrer Jungen zieht es viele Meeresbewohner an Argentiniens fast 5.000 Kilometer lange Atlantikküste. Doch für die Kleinen beginnt mit dem ersten Atemzug ein Kampf ums Überleben. Orcas machen mit einer speziellen Technik Jagd auf junge Seelöwen und Möwen fliegen gnadenlose Luftangriffe auf Walbabys. Hinzu kommen Füchse, die an den Stränden patrouillieren. Regisseur Christian Baumeister dokumentiert das Verhalten der Tiere in spektakulären Bildern an Land und unter Wasser, die diese Folge der Doku-Serie zu einem außergewöhnlichen visuellen Erlebnis machen.
06:35
Mehr als 1.000 Kilometer westlich der Küste von Ecuador liegen die Galapagosinseln. Der vor rund 20 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten aus dem Ozean emporgestiegene Archipel bildet die Heimat zahlreicher Lebewesen. Viele von ihnen gibt es nur hier und sonst nirgendwo anders auf der Erde. Flugunfähige Kormorane, Meeresleguane und die nördlichste Pinguinart der Welt sind auf den Inseln, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören, zu Hause. Von ihnen erzählt "Wilde Schätze des Äquators". Außerdem geht es um die Geschichte zweier Welten: die der warmen, westlichen Inseln und die der kälteren im Osten.
07:20
Korallenriffe gibt es nur da, wo das Wasser nie kälter als 16 Grad Celsius ist, also in einem Gürtel vom 30. nördlichen bis zum 30. südlichen Breitengrad. Hier herrschen ideale Bedingungen für die zu den Nesseltieren zählenden Korallen, die in Symbiose mit photosynthetisch aktiven Einzellern leben. Für die Artenvielfalt in den Ozeanen sind sie kaum zu überschätzen: Allein im asiatisch-pazifischen "Korallendreieck" leben 76 Prozent aller bekannten Korallenarten. Das Überleben von 3.000 Fischarten hängt von der Existenz der Korallenriffe ab. Doch die fragilen Paradiese werden vom Klimawandel bedroht.
08:05
Die Pol-Klinik ist voll bis unters Dach mit tierischen Patienten. Neben einem Minischwein wären da beispielsweise ein Riesenkaninchen, eine trächtige Hündin und eine verletzte Henne. Und dann bekommt Dr. Pol auch noch unterwarteten Besuch: Als die verwaiste Deutsche Dogge Douglas in seine Praxis gebracht wird, kann der tierverrückte Veterinär ihrem treuen Welpenblick nicht widerstehen und nimmt sie prompt auf. Doch die Integration erfordert einige Anstrengung.
08:50
Bei der Untersuchung eines kranken Pferdes verletzt sich Charles am Knie und Diane muss die nächste Zeit für ihn einspringen. Sie ist zwar keine Anfängerin, aber nachdem sie sich so lange nur um die Büroarbeit in der Klinik gekümmert hat, ist sie doch etwas aus der Übung gekommen. Unterdessen erwarten Dr. Pol und seine Frau das volle Programm: Zunächst müssen sie ein kleines Zebra versorgen, anschließend ein Rennpferd kastrieren und zuletzt eine Kuh mit Problemen am Euter behandeln.
09:35
Ein Notruf erreicht Dr. Michelle Oakley. Als die Yukon-Tierärztin eintrifft, muss sie herausfinden, wie sich der verletzte Hund seine rätselhafte Wunde am Hals zugezogen hat. Später entwickelt sich eine eigentlich routinemäßige Ferkelkastration zu einer gefährlichen Angelegenheit, weil sich eine überfürsorgliche Sau einmischt. Probleme bereiten Dr. Oakley auch die launischen Schottischen Hochlandrinder, bei denen sie einen Schwangerschaftstest durchführen soll. Katze Lucy und Labradorwelpe Lily haben unterdessen mit Magen- und Darmproblemen zu kämpfen.
10:20
Auf der Farm von Dev Hurlburt beteiligt sich Dr. Michelle Oakley an der Jagd auf ein wildes Rind. Voller Einsatz ist gefragt, um das Tier zu überlisten und einzufangen. Später erhält Michelles Tochter Sierra die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu beweisen, als die Yukon-Tierärztin sich um einen Notfall in der Familie kümmern muss. Miniaturpferd Tiny leidet an rätselhaften Hautirritationen, die durch den Aufenthalt an einem ungewöhnlichen Ort gelindert werden können. Unterdessen machen drei kleine Schweine lautstark auf sich aufmerksam und quieken das ganze Haus zusammen.
11:05
Sie sehen aus wie riesige Goldfische und können die Größe einer Kuh erreichen - sie werden bis zu 270 Kilogramm schwer und bis zu 10 Meter lang. Riesenkarpfen sind ausgesprochen schwer zu fangen und leben nur in drei südostasiatischen Flüssen. Der Riesenkarpfen ist ein bizarres Monster mit einem gewaltigen Kopf, einem großen Maul und riesigen, glänzenden Schuppen, die so groß wie eine Babyhand werden können. Der "National Geographic"-Forscher und Wasser-Biologe Zeb Hogan reist nach Thailand und Kambodscha, wo Karpfen zwar verehrt und geschätzt werden - ihr Bestand aber trotzdem bedroht ist.
11:50
"Shalonage", Ort des blauen Nebels, so nannten die Cherokee einst den später von europäischen Siedlern als Smoky Mountains bezeichneten Gebirgszug zwischen Tennessee und North Carolina. Das von Wäldern, Quellen und Flüssen geprägte Gebiet ist heute ein Nationalpark und zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe. Um auch hier nach kulinarischen Köstlichkeiten zu suchen, muss Gordon Ramsay bis an seine Grenzen gehen. So seilt er sich an einem tückischen Wasserfall ab und bezwingt mit dem Kajak gefährliche Stromschnellen. Auf diese Weise entdeckt er die ganz besonderen Gaumenfreuden dieser einzigartigen Region.
12:35
Knapp unterhalb des nördlichen Polarkreises liegt Island. Gordon Ramsay erkundet die sagenumwobene Insel aus Feuer und Eis während des dortigen kurzen Sommers. Dabei lernt er Techniken zur Beschaffung und Zubereitung von Nahrungsmitteln kennen, die die hier heimischen Nachfahren der Wikinger seit Jahrhunderten nutzen. So angelt er in einem eiskalten Gletscherfluss Lachse. Dann nutzt er die Hitze eines kochend heißen geothermischen Beckens zum Garen. Schließlich geht es zu den dünn besiedelten Fjorden. Dort probiert er fermentierten Hai und trifft den isländischen Sterne-Koch Ragnar Eiríksson.
13:20
Dr. Pol hilft Kindern seit mehr als 40 Jahren dabei, dass sie ihre Tiere bei der Landwirtschaftsmesse in Bestform präsentieren können. Für einige Familien ist es eine liebgewonnene Tradition, die von Generation zu Generation fortgeführt wird. Fest steht: Die Aufzucht von Jahrmarktstieren erfordert monatelange Arbeit, die sich bei der Ausstellung auszahlt. Auch in der Klinik gibt es viel zu tun: So verarztet Dr. Pol einen hinkenden Ochsen mit einem geschwollenen Bein, während Dr. Brenda eine Katze mit Harnwegsverstopfung behandelt, und Dr. Lisa sich um den Verband eines übel verletzten Hundes kümmert.
14:05
Tierarzt Dr. Pol, seine Frau Diane und Sohn Charles lassen die Highlights aus der Erfolgsserie "Der unglaubliche Dr. Pol" Revue passieren. Diese Doku ist eine turbulent-emotionale Reise in die Vergangenheit - unvergessliche Momente, persönliche Meilensteine und andere denkwürdige Ereignisse inklusive. Die Zuschauer erhalten dabei nicht nur spannende Einblicke in das Leben der Pols, sondern auch hinter die Kulissen der Serie. Vom Farmnotfall bis zum Filmset: Auf dem Programm stehen alle Höhen und Tiefen, die das TV-Publikum in den letzten Jahren gemeinsam mit Dr. Pol und seiner Entourage erlebt haben.
14:50
Es tut sich etwas in Europas Wildnis: Nicht zuletzt dank der Umweltpolitik der Europäischen Union konnten neue Naturschutzgebiete ausgewiesen und einst vom Menschen verdrängte Arten wiederangesiedelt werden. Wölfe, in Mitteleuropa bis zur Ausrottung gejagt, kehren aus dem Osten des Kontinents zurück. Mittlerweile ist ihre Zahl allein in Deutschland auf etwa 1.300 Tiere gestiegen. Darüber hinaus wurden in der Slowakei, Rumänien und Deutschland in den vergangenen zwanzig Jahren zahlreiche Wisente ausgewildert. Die auch als Europäischer Bison bekannte Art war in den 1920er Jahren vollständig aus der freien Wildbahn verschwunden. Auch Naturschutzmaßnahmen zeigen Wirkung: Noch in den 1980er Jahren waren die menschgemachten Gefahren für die Umwelt im alltäglichen Leben weitaus spürbarer als heute, sei es die Luftbelastung durch Schwefeldioxid aus Kohlekraftwerken - das für sauren Regen und Waldsterben verantwortlich war - oder die unkontrollierte Abwasserverklappung von Industrieunternehmen, die zum Beispiel dem Rhein in den 1970er und -80er Jahren gleich mehrere Ökokatastrophen bescherte. Heute werden Abgase und Abwässer aufwändig gereinigt, und auch im Straßenverkehr haben sich dank Katalysatoren und Partikelfiltern die Dinge zum Positiven verändert; die Ökosysteme der Wälder konnten sich ebenso erholen wie die der teils schwer geschädigten Flüsse, in denen sich heute wieder zahlreiche Fischarten, aber auch die für Nahrungsketten und das ökologische Gleichgewicht unerlässlichen Kleinkrebsarten, Wasserflöhe, Fliegen- und Mückenlarven tummeln. "Europa: Die Wildnis kehrt zurück" zeigt, wie die unberührte Natur auf dem europäischen Kontinent wieder vermehrt Fuß fasst.
15:35
Im Laufe der Jahrhunderte hat der Mensch in Europa drastisch ins Gleichgewicht der Natur eingegriffen. Viele als gefährlich geltende Raubtiere wurden nahezu ausgerottet. Andere, wegen ihres Fleischs und Fells begehrte Arten fielen der Überjagung zum Opfer. Die Wiederherstellung des einstigen Gleichgewichts ist mühsam, aber in der Europäischen Union längst als Ziel einer verantwortungsvollen Umweltpolitik akzeptiert. Ein herausragendes Beispiel ist die Wiederansiedlung von Wisenten in den Karpaten und anderen Regionen. Und längst kehrt auch der Wolf aus dem Osten des Kontinents zurück nach Mitteleuropa.
16:25
Seit Jahrhunderten ist die Lebensweise der Samen in Norwegen und Schweden untrennbar mit den halbwild lebenden Rentieren verbunden. Traditionell folgen die Hirten dem Lauf der Jahreszeiten, indem sie ihre Herden dorthin treiben, wo es das beste Nahrungsangebot gibt. Doch selbst in den abgelegenen Regionen am Polarkreis sind die althergebrachten Rentierrouten durch die Folgen des Klimawandels und den Ausbau menschlicher Siedlungen bedroht. Samische Hirten und Umweltschutzaktivisten arbeiten eng zusammen, um das Ökosystem und die Sitten und Gebräuche des Hirtenvolkes zu erhalten.
17:10
Die erste Station in Mittelamerika heißt Costa Rica. "Pura Vida" lautet das Lebensmotto der Einheimischen - und das ist keine Übertreibung, denn das kleine Land, das vom Pazifik im Westen und Karibischem Meer im Osten begrenzt wird, bietet pures Leben in jeder Ecke. Wir machen auf der Halbinsel Osa Bekanntschaft mit knallbunten Papageien, bewundern kleine Schneekappenkolibris vor dem rauchenden Vulkan Turrialba und erleben hautnah mit, wie unzählige Baby-Lederschildkröten ihren gefährlichen Weg ins Meer bestreiten. Schließlich treffen wir sogar auf eine hochgiftige Greifschwanz-Lanzenotter.
17:55
Die atemberaubende Natur Guatemalas und die kulturellen Schätze des Landes verschlagen einem die Sprache. Unter anderem besuchen wir einen See, den viele für den schönsten der Welt halten, genießen in uralten Stätten der Maya fantastische Ausblicke und bestaunen bunte Quetzale. Zutiefst beeindruckend ist mitunter die Farbenpracht einer Lanzenotter. Hier muss jedoch ausreichend Sicherheitsabstand gehalten werden, denn ein Biss des Reptils kann tödlich sein. Auch den Krokodilen, die in den trüben Gewässern einiger guatemaltekischer Flüsse lauern, kommt man lieber nicht zu nah.
18:45
Der Frühling ist in Michigan angekommen und damit wird auch die Geburtensaison eingeläutet. Über Pol Veterinary Services bricht der tierische Babysegen herein, sodass die Ärzte alle Hände voll zu tun haben. Dabei bekommen sie es mit wunderbarem Nachwuchs zu tun - aber auch mit einigen wütenden Muttertieren. Dr. Pol hat gerade seine erste Tasse Kaffee getrunken, als es draußen in Strömen zu regnen beginnt. Aber die Patienten wollen dennoch versorgt werden: Die Ärzte müssen mit um sich tretenden Kühen, dämpfigen Pferden und selbstbewussten Schnauzern ebenso fertig werden wie mit der Notgeburt eines Kalbs.
19:30
Der Frühling ist da und wieder spielen sich aufregende Geschichten rund um die unterschiedlichsten Arten von Müttern ab. Dr. Pol und die anderen Tierärzte müssen sich um tierisch spannende Fälle kümmern, in denen es um werdende Mamas, Pflegemütter und vieles mehr geht. Am Ende der Woche gibt es in der Klinik auch noch Grund zum Feiern: Es ist Muttertag und Diane, das weibliche Familienoberhaupt der Pols, wird mit einem leckeren Kuchen überrascht.
20:15
Diese Episode zeigt, warum Krokodile zu den gefürchtetsten Jägern der Wildnis gehören. Geräuschlos liegen sie auf der Lauer, bis sie ihr Opfer in einem Moment der Schwäche angreifen. Ein Gepard wird von einem Krokodil binnen Sekunden unter Wasser gezogen, und auch ein Büffel verliert den Kampf gegen eine der Urzeitechsen. Schließlich stellt sich ein Reptil furchtlos einem Rudel von zehn Löwen in den Weg. Immer wieder demonstrieren die urzeitlichen Räuber ihre explosive Angriffskraft und machen deutlich, wie gnadenlos und unberechenbar die Wildnis wird, wenn Zähne und Krallen aufeinandertreffen.
21:00
Etwa 50 Prozent Afrikas sind von Savannen bedeckt: Südlich der Sahelzone erstreckt sich das Grasland über weite Teile des Kontinents und reicht bis in die südafrikanische Highveld-Region. Auf den rund 13 Millionen Quadratkilometern lebt eine große Vielfalt an Tierarten. Zu ihnen gehören einige der tödlichsten Jäger der Erde. Im Laufe der Evolution hat sich ein empfindliches ökologisches Gleichgewicht herausgebildet - mit Räubern wie Löwen, Geparden und Hyänen auf der einen Seite und agilen Beutetieren wie Gnus, Zebras oder Wasserböcken auf der anderen Seite. Sie alle kämpfen tagtäglich ums Überleben.
21:45
Manche Spezies töten mit unbändiger Kraft, andere mit messerscharfen Zähnen. Doch es gibt eine Waffe im Tierreich, die wesentlich heimtückischer ist: Gift. Komplexe chemische Mixturen können die anvisierte Beute oft innerhalb kürzester Zeit außer Gefecht setzen, indem sie die Gehirnsignale beinträchtigen, die Muskeln lähmen oder die Blutgerinnung hemmen. Auch die Wissenschaft zeigt großes Interesse an derart hochpotenten Giften. Forscher hoffen sogar, in nicht allzu ferner Zukunft eine neue Generation von Medikamenten auf Basis tierischer Toxine auf den Markt zu bringen, um Menschenleben zu retten.
22:35
Der erste Patient des Tages bringt noch mehr Farbe in die Klinik: Papagei Zeus wird von seinen Besitzern zur Routineuntersuchung gebracht, u.a. zum Kürzen seiner Krallen. Perserkatze Sunny hat hingegen ein ernsteres Problem. Der wuschelige Sonnenschein hat sich schwer am Schwanz verletzt. Während Dr. Emily versucht, eine Amputation zu verhindern, röntgt Dr. Brenda einen Dackel. Der kleine Vielfraß war offenbar so hungrig, dass er seine Decke verspeisen musste.
23:20
Dr. Pol und Charles nehmen es mit einem mächtigen Bullen auf. Das Tier kann nicht nur laut brüllen, sondern ist auch mit zwei furchterregenden Hörnern ausgestattet, denen man nicht zu nah kommen sollte. Währenddessen untersucht Dr. Emily in der Klinik eine Katze, die ihre Hinterbeine nicht bewegen kann. Röntgenaufnahmen verdeutlichen schließlich das Ausmaß ihrer Probleme. Parallel zur Arbeit macht Charles bei seinem neuen Freizeitprojekt Fortschritte: Der Bienenstock beim Haus am See ist reif für seine erste Königin.
00:05
Gulf Shores in Alabama ist ein idyllischer Ort am Golf von Mexiko. Er gilt als Traumziel für Strandliebhaber und Hobbyfischer. Doch seit dem Jahr 2000 macht die 15.000-Einwohner-Gemeinde immer wieder mit eher unliebsamen Ereignissen Schlagzeilen. Gleich mehrfach ist es seither zu Haiangriffen gekommen. Anwohner und Touristen sind gleichermaßen alarmiert und wollen wissen, warum ausgerechnet ihr Küstenabschnitt zum bevorzugten Jagdgebiet für Raubfische geworden ist. Um das zu klären, nehmen sich Experten die vorhandenen Indizien vor und analysieren, was die Häufung der Vorfälle verursacht haben könnte.
00:50
Die Abaco-Inseln im Norden der Bahamas sind für Segler, Angler und andere Wassersportler ein lohnendes Ziel. Vor allem Taucher profitieren von der Naturvielfalt unter Wasser und den pittoresken historischen Schiffswracks. Die einheimischen Haie sind eher eine Touristenattraktion für Abenteuerlustige - bis es 2018 innerhalb von etwas mehr als einem Monat zu gleich drei blutigen Angriffen kommt. Meeresbiologen und andere Experten machen sich daran, in einer gemeinsamen Anstrengung die Ursache für die plötzliche Aggressivität der Haie zu finden. Die Zukunft eines Urlaubsparadieses steht auf dem Spiel.
01:35
Es tut sich etwas in Europas Wildnis: Nicht zuletzt dank der Umweltpolitik der Europäischen Union konnten neue Naturschutzgebiete ausgewiesen und einst vom Menschen verdrängte Arten wiederangesiedelt werden. Wölfe, in Mitteleuropa bis zur Ausrottung gejagt, kehren aus dem Osten des Kontinents zurück. Mittlerweile ist ihre Zahl allein in Deutschland auf etwa 1.300 Tiere gestiegen. Darüber hinaus wurden in der Slowakei, Rumänien und Deutschland in den vergangenen zwanzig Jahren zahlreiche Wisente ausgewildert. Die auch als Europäischer Bison bekannte Art war in den 1920er Jahren vollständig aus der freien Wildbahn verschwunden. Auch Naturschutzmaßnahmen zeigen Wirkung: Noch in den 1980er Jahren waren die menschgemachten Gefahren für die Umwelt im alltäglichen Leben weitaus spürbarer als heute, sei es die Luftbelastung durch Schwefeldioxid aus Kohlekraftwerken - das für sauren Regen und Waldsterben verantwortlich war - oder die unkontrollierte Abwasserverklappung von Industrieunternehmen, die zum Beispiel dem Rhein in den 1970er und -80er Jahren gleich mehrere Ökokatastrophen bescherte. Heute werden Abgase und Abwässer aufwändig gereinigt, und auch im Straßenverkehr haben sich dank Katalysatoren und Partikelfiltern die Dinge zum Positiven verändert; die Ökosysteme der Wälder konnten sich ebenso erholen wie die der teils schwer geschädigten Flüsse, in denen sich heute wieder zahlreiche Fischarten, aber auch die für Nahrungsketten und das ökologische Gleichgewicht unerlässlichen Kleinkrebsarten, Wasserflöhe, Fliegen- und Mückenlarven tummeln. "Europa: Die Wildnis kehrt zurück" zeigt, wie die unberührte Natur auf dem europäischen Kontinent wieder vermehrt Fuß fasst.
02:20
Im Laufe der Jahrhunderte hat der Mensch in Europa drastisch ins Gleichgewicht der Natur eingegriffen. Viele als gefährlich geltende Raubtiere wurden nahezu ausgerottet. Andere, wegen ihres Fleischs und Fells begehrte Arten fielen der Überjagung zum Opfer. Die Wiederherstellung des einstigen Gleichgewichts ist mühsam, aber in der Europäischen Union längst als Ziel einer verantwortungsvollen Umweltpolitik akzeptiert. Ein herausragendes Beispiel ist die Wiederansiedlung von Wisenten in den Karpaten und anderen Regionen. Und längst kehrt auch der Wolf aus dem Osten des Kontinents zurück nach Mitteleuropa.
03:05
Seit Jahrhunderten ist die Lebensweise der Samen in Norwegen und Schweden untrennbar mit den halbwild lebenden Rentieren verbunden. Traditionell folgen die Hirten dem Lauf der Jahreszeiten, indem sie ihre Herden dorthin treiben, wo es das beste Nahrungsangebot gibt. Doch selbst in den abgelegenen Regionen am Polarkreis sind die althergebrachten Rentierrouten durch die Folgen des Klimawandels und den Ausbau menschlicher Siedlungen bedroht. Samische Hirten und Umweltschutzaktivisten arbeiten eng zusammen, um das Ökosystem und die Sitten und Gebräuche des Hirtenvolkes zu erhalten.
03:50
Die erste Station in Mittelamerika heißt Costa Rica. "Pura Vida" lautet das Lebensmotto der Einheimischen - und das ist keine Übertreibung, denn das kleine Land, das vom Pazifik im Westen und Karibischem Meer im Osten begrenzt wird, bietet pures Leben in jeder Ecke. Wir machen auf der Halbinsel Osa Bekanntschaft mit knallbunten Papageien, bewundern kleine Schneekappenkolibris vor dem rauchenden Vulkan Turrialba und erleben hautnah mit, wie unzählige Baby-Lederschildkröten ihren gefährlichen Weg ins Meer bestreiten. Schließlich treffen wir sogar auf eine hochgiftige Greifschwanz-Lanzenotter.
04:35
Die atemberaubende Natur Guatemalas und die kulturellen Schätze des Landes verschlagen einem die Sprache. Unter anderem besuchen wir einen See, den viele für den schönsten der Welt halten, genießen in uralten Stätten der Maya fantastische Ausblicke und bestaunen bunte Quetzale. Zutiefst beeindruckend ist mitunter die Farbenpracht einer Lanzenotter. Hier muss jedoch ausreichend Sicherheitsabstand gehalten werden, denn ein Biss des Reptils kann tödlich sein. Auch den Krokodilen, die in den trüben Gewässern einiger guatemaltekischer Flüsse lauern, kommt man lieber nicht zu nah.